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Neuer „Stadtführer“: Heidelberg in Mittelalter und Renaissance

13. Mai 2014

Die „Spurensuche in zehn Spaziergängen“ wird am 19. Mai 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt

Buchcover
Buchcover

Zur Vorstellung eines ungewöhnlichen „Stadtführers“ laden die Universitätsbibliothek Heidelberg und das Kurzpfälzische Museum der Stadt Heidelberg am Montag, 19. Mai 2014, ein. Sie präsentieren eine neue Publikation mit dem Titel „Heidelberg in Mittelalter und Renaissance. Eine Spurensuche in zehn Spaziergängen“. Herausgeber sind Dr. Christoph Mauntel und Dr. Carla Meyer vom Historischen Seminar der Universität Heidelberg sowie Achim Wendt, Leiter eines Büros für Bauforschung, Dokumentation & Konzeption. Die Buchpräsentation findet im Handschriftenlesesaal der Bibliothek, Plöck 107-109, statt und beginnt um 17.00 Uhr.

Das heutige Stadtbild Heidelbergs ist nach Zerstörungen 1689 und 1693 barock geprägt. Als Sitz der Pfalzgrafen bei Rhein entwickelte sich die Stadt jedoch schon im Mittelalter zu einer der bedeutendsten Residenzstädte im deutschsprachigen Raum. Der Stadtführer macht diese Überreste aus Mittelalter und Renaissance in zehn „Spaziergängen“ erfahrbar: Zur Frühgeschichte Heidelbergs führen Rundgänge etwa nach Handschuhsheim als Dorf der Karolingerzeit oder auf die Molkenkur, wo bis zu ihrer Zerstörung 1537 die „alte Burg“ stand. Die Führungen durch die Altstadt setzen jeweils verschiedene thematische Schwerpunkte, um die Vielfalt des städtischen Lebens im Mittelalter einzufangen. Neben die wittelsbachischen Pfalzgrafen und ihren Hof treten als Akteure auch die Stadtbürger und Bauern, die Lehrer und Scholaren der Universität oder die Mitglieder der Klöster und Adelsfamilien aus dem Umland.

Inhaltlich und didaktisch erprobt wurden die ausführlich beschriebenen „Spaziergänge“ mit Rundgangkarten im Rahmen einer Übung an der Universität Heidelberg, die Achim Wendt und Carla Meyer mit 16 Studierenden durchgeführt haben. Die Themenführungen wurden von einem interdisziplinären Team von jungen Wissenschaftlern aus Geschichte, Kunstgeschichte, Bauforschung und Archäologie verantwortet. Für die Bebilderung konnten die Herausgeber die Fotografin Renate Deckers-Matzko vom Institut für Europäische Kunstgeschichte der Ruperto Carola gewinnen. Daneben bietet der Band eine Vielzahl von Rekonstruktionszeichnungen und Grundrissen, historischen Stichen, Zeichnungen, Gemälden und Aufnahmen archäologischer Funde. Sie stammen überwiegend aus den Beständen der Universitätsbibliothek und des Kurpfälzischen Museums, die als Kooperationspartner die Entstehung der Publikation unterstützt haben und gemeinsam mit dem Jan Thorbecke Verlag die Buchpräsentation veranstalten. Die Herausgabe des Stadtführers wurde von der Stadt-Heidelberg-Stiftung sowie der Gisela und Reinhold Häcker Stiftung gefördert.

Bibliographische Angaben:
Christoph Mauntel, Carla Meyer und Achim Wendt (Hg.): Heidelberg in Mittelalter und Renaissance. Eine Spurensuche in zehn Spaziergängen, Ostfildern 2014, 224 Seiten, 137 Abbildungen und 10 Rundgangkarten

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.07.2014
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