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Ausstellung: „not invented by nature“

16. Dezember 2013

Vier Künstler setzen sich in ihren Werken mit der synthetischen Biologie auseinander

Howard Boland Ot 460x175

Bild: Howard Boland/ C-Lab

Howard Boland, o.T., 2013
Scaffold Versuche

Eine Kunstausstellung mit dem Titel „not invented by nature“ ist aktuell im BioQuant-Zentrum der Universität Heidelberg zu sehen. Die dort präsentierten Werke sind im Rahmen des sogenannten Experimental Bioarts Project entstanden. Vier internationale Künstler haben sich dabei während eines vierwöchigen Laboraufenthalts in Heidelberg mit Themen der synthetischen Biologie auseinandergesetzt. Initiator dieser Begegnung von Kunst und Wissenschaft ist Prof. Dr. Roland Eils, Direktor des BioQuant und zugleich Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ursula Damm von der Bauhaus-Universität Weimar.

Die Künstler Howard Boland (Großbritannien), Joanna Hoffmann-Dietrich (Polen), Ji Hyun Park (Korea) und Miguel Santos (Portugal) wurden im September 2013 in einer zweiwöchigen Einführung im Life Science Lab des DKFZ mit Methoden der Molekular- und Zellbiologie vertraut gemacht und konnten im Anschluss weitere zwei Wochen unter professioneller Anleitung selbst experimentieren. Zugleich waren sie aufgerufen, weitere Eindrücke jenseits der Laborarbeiten in ihre Werke einfließen zu lassen und sich mit Wissenschaftlern auszutauschen. Entstanden ist ein breites Spektrum künstlerischer Werke, das von der Installation über Videoarbeiten bis hin zu „klassischer“ Bioart mit biologischem Material reicht. Diese Arbeiten, die verschiedene Aspekte der Biotechnologie reflektieren, hinterfragen zugleich kritisch die Forschung ebenso wie unser Verständnis von uns selbst. Ergänzt werden die im Life Science Lab entstandenen Arbeiten mit Werken von Klaus Fritze (Köln) und Theresa Schubert (Weimar) – zwei Künstlern, die bereits längere Erfahrung in der künstlerischen Be- und Verarbeitung von biologischem Material mitbringen.

Ziel der synthetischen Biologie ist es, biologische Bausteine zu standardisieren und mit diesen zielgerichtet Organismen zu erzeugen, die neue, in der Natur nicht vorkommende Eigenschaften aufweisen. Im BioQuant-Zentrum an der Universität Heidelberg forschen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Institutionen, unter anderem dem DKFZ, um die Funktionsweise komplexer biologischer Systeme zu verstehen. Ziel ist es, mit Hilfe mathematischer Modelle komplexe Prozesse in Zellen und Zellverbänden umfassend zu klären und damit auch zur Entwicklung neuer Anwendungen in Biotechnologie und Medizin beizutragen.

Die Ausstellung im BioQuant-Zentrum, Im Neuenheimer Feld 267, wird bis zum 31. Januar 2014 gezeigt. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 18 Uhr. Von Montag, 23. Dezember 2013, bis Samstag, 4. Januar 2014, ist die Ausstellung an allen Werktagen von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 16.12.2013
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