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Hella Bühler-Preis für den Dermatologen Jochen Utikal

Festveranstaltung mit Vortrag zur Verleihung der mit 100.000 Euro dotierten Auszeichnung

 

Hella Bühler-Preis 2010
Der Dermatologe Dr. Jochen Utikal (Mitte) hat den mit 100.000 Euro dotierten Hella Bühler-Preis erhalten. Links Prof. Dr. Sergij Goerdt, Direktor der Universitäts-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Mann­heim, rechts der Rektoratsbeauftragte für den Bühler-Preis, Prof. Dr. Jochen Tröger.

Privatdozent Dr. Jochen Utikal, Dermatologe an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, hat den mit 100.000 Euro dotierten Hella Bühler-Preis 2010 erhalten. Die zum fünften Mal vergebene Auszeichnung wendet sich an junge Forscher der Ruperto Carola, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Mit dem Preisgeld werden Dr. Utikals Arbeiten zu pluripotenten Stammzellen gefördert. Festredner der Preisverleihung, die Ende April 2010 in der Aula der Alten Universität stattgefunden, war Prof. Dr. Svante Pääbo, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Leipzig). Der Wissenschaftler sprach er über den „Ursprung des Menschen aus Sicht des Neandertals“

Preisträger Jochen Utikal

Jochen Utikal (Jahrgang 1974) studierte Humanmedizin in Ulm und wurde dort 2001 mit einer Arbeit zum Hautkrebs promoviert. Von 2002 bis 2006 war er Assistenzarzt an der Universitätsmedizin Mannheim. Als Postdoktorand forschte Dr. Utikal an der Harvard Medical School in Boston (USA) und habilitierte sich im Jahr 2009 an der Medizinischen Fakultät Mannheim für das Fach Dermatologie und Venerologie. Aktuell ist der Mediziner an der Universitäts-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Mannheim tätig. Mit seinen Forschungsarbeiten verfolgt Dr. Utikal das Ziel, Pigmentzellen der Haut in sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen umzuwandeln. Diese ähneln in ihren Eigenschaften embryonalen Stammzellen und zeichnen sich dadurch aus, dass sie noch nicht auf eine bestimmte Zellart spezialisiert sind. Die Untersuchungen von Dr. Utikal sollen dazu beitragen, den bislang weitgehend unbekannten Mechanismus der Umwandlung aufzuklären und damit auch neue Erkentnisse für die Tumorgenese zu gewinnen.

Stifterin des Forschungspreises

Der Forschungspreis wurde von der Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler (1910 bis 2002) gestiftet. Sie hat der Universität ihr Vermögen mit der Auflage vermacht, jährlich einen Preis für besondere wissenschaftliche Leistungen in der Krebsforschung zu vergeben. Den Festakt zur Verleihung des Hella Bühler-Preises 2010 eröffnete Prof. Dr. Karlheinz Sonntag, Prorektor der Universität Heidelberg. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Prof. Dr. Sergij Goerdt, Direktor der Universitäts-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Mannheim. Dr. Utikal sprach in seinem Vortrag zum Thema „Vom Melanozyten zur pluripotenten Stammzelle“.

Festvortrag von Swante Pääbo

Im Festvortrag berichtete Prof. Pääbo über zentrale Entdeckungen seiner Forschungsarbeiten. Der Evolutionsgenetiker ist maßgeblich beteiligt an der Entdeckung einer bislang unbekannten Menschenform, die vor mehreren zehntausend Jahren in den Bergen Zentralasiens gelebt hat. Dem internationalen Wissenschaftlerteam um Prof. Pääbo ist es gelungen, die mitochondriale DNA aus einem in Südsibirien gefundenen Fingerknochen zu sequenzieren. Die Forscher verglichen dieses Erbgut mit der DNA von Neantertalern und heute lebenden Menschen. Es stammt danach von einem bisher unbekannten Homininen, der vor etwa 48.000 bis 30.000 Jahren v. Chr. im zentralasiatischen Altai-Gebirge gelebt hat.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.07.2014