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Vortrag zu der Ausstellung „Himmlisches in Büchern“

Über „Das Weltbild der modernen Kosmologie“ spricht in einem Vortrag am Mittwoch, 14. April 2010, Prof. Dr. Matthias Bartelmann.

Der Wissenschaftler vom Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Heidelberg referiert im Rahmen der Vortragsreihe, die die Ausstellung „Himmlisches in Büchern“ in der Universitätsbibliothek Heidelberg begleitet. Die Veranstaltung findet in der Alten Universität, Grabengasse 1, Senatssaal, statt und beginnt um 18 Uhr.

In jüngster Zeit, im Lauf der letzten Jahre, hat sich die Kosmologie von einem hoch spekulativen Gebiet der Astrophysik zu einer Wissenschaft gewandelt, die präzise Aussagen über die Eigenschaften des Universums im Großen erlaubt. Wir haben heute ein Standardmodell der Kosmologie, das auf überraschende und sehr staunenswerte Weise einfach ist und das dennoch im Einklang mit so gut wie allen modernen kosmologischen Beobachtungen steht.

Dieser Durchbruch zu einem tragfähigen kosmologischen Modell wurde durch eine Reihe von Präzisionsmessungen ermöglicht, zu denen die Beobachtungen der größten kosmischen Strukturen, extremer Sternexplosionen, winziger Temperaturschwankungen im jungen Universum und minimaler Verzerrungen weit entfernter Objekte gehören.

Gleichzeitig wirft das kosmologische Standardmodell große und schwierige Fragen auf. Es lehrt uns, dass dunkle Materie bei weitem gegenüber der gewöhnlichen Materie dominiert, dass das heutige Ausdehnungsverhalten des Universums durch dunkle Energie getrieben wird und dass eine kurze Phase extremer Ausdehnung am Anfang der kosmischen Entwicklung gestanden haben mag. Wie wir das verstehen können, ist der Gegenstand intensiver kosmologischer Forschung.

Die Ausstellung „Himmlisches in Büchern“ beschäftigt sich mit der Geschichte der Astronomie und ihrem Einfluss auf die Kultur. Gezeigt werden dazu astronomische Schriften und Instrumente aus sechs Jahrhunderten. Die Präsentation ist in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) entstanden und wird von der Klaus Tschira Stiftung (KTS) unterstützt. Die begleitenden Vorträge finden bis zum Juli dieses Jahres jeweils einmal im Monat statt. Die Ausstellung wird bis zum 13. September 2010 gezeigt.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.07.2014