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Festliche Veranstaltung zur Einweihung des Hörsaals 13

Manfred Lautenschläger Stiftung finanziert Modernisierung mit 1,2 Millionen Euro

Im neugestalteten Hörsaal 13: Dr. h.c. Manfred Lautenschläger (rechts) und der Rektor der Ruperto Carola, Prof. Dr. Bernhard Eitel.
Sonntagsmatinee: Zahlreiche Zuhörer waren zu der Vortrags- und Konzertveranstaltung in die Neue Universität gekommen.
Das Bild, das der Rektor Manfred Lautenschläger überreichte, zeigt den Hörsaal 13 vor seiner Modernisierung.

Alle Fotos: Hentschel

Der modernisierte Hörsaal 13 in der Neuen Universität der Ruperto Carola ist mit einer festlichen Vortrags- und Konzertveranstaltung am 2. Mai 2010 wiederöffnet worden, nachdem die Umbauarbeiten Ende April abgeschlossen werden konnten. Möglich wurde die Hörsaalsanierung durch die Manfred Lautenschläger Stiftung, die dafür 1,2 Millionen Euro aufgebracht hat. In Anwesenheit von Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, Mäzen und Ehrensenator der Universität Heidelberg, wurde der neugestaltete Hörsaal seiner Bestimmung übergeben.

Die Universität Heidelberg begeht im Jahr 2011 ihr 625-jähriges Bestehen: Zu diesem Jubiläum wird die Neue Universität, das zentrale Hörsaal- und Veranstaltungsgebäude der Ruperto Carola in der Heidelberger Altstadt, saniert und modernisiert – darunter auch der Hörsaal 13. Das Sanierungsprojekt steht im Mittelpunkt der Initiative „Dem lebendigen Geist“, in der sich Freunde, Förderer und Alumni der Universität engagieren. Ihr Ziel ist es, einen Großteil der Baukosten von 10,4 Millionen Euro durch Spenden aufzubringen: Private Förderer und verschiedene Stiftungen haben dafür bereits 5,6 Millionen Euro zugesagt. Das Land Baden-Württemberg stellt drei Millionen Euro zur Verfügung. Damit sind mehr als drei Viertel der Finanzierung bereits gesichert.

Die Neugestaltung des Hörsaals berücksichtigt sowohl Belange der Denkmalpflege als auch die Anforderungen einer neuen Haus-, Klima- und Medientechnik. So wurde die Lüftungsanlage komplett erneuert. Die hochwertige technische Ausstattung wird ergänzt durch im Boden eingelegte Induktionsschleifen für Hörgeräteunterstützung, Kameraanschlüsse für Bild- und Tonübetragungen in andere Hörsäle sowie die notwendigen Sicherheitseinrichtungen. Das erhaltene Holzgestühl aus der Erbauungszeit wurde aufgearbeitet und in seiner ursprünglichen Fassung gebeizt. Auffälliges Gestaltungselement des modernisierten Hörsaals sind die bunten Längslamellen aus lackiertem Metall, die an Decke und Rückwand angebracht wurden. Sie kaschieren zugleich die technischen Einbauten für Lüftung, Beleuchtung und Beschallung.

Die Neue Universität wurde 1930/31 mit amerikanischen Spendengeldern erbaut. Initiator war der amerikanische Botschafter in Berlin, Jacob Gould Schurman, der unter anderem auch in Heidelberg studiert hatte und dadurch der Ruperto Carola eng verbunden war. Die dreiteilige Gebäudegruppe der Neuen Universität umfasst das Hauptgebäude an der Südseite des Universitätsplatzes, das die „Neue Aula“ und die Mehrzahl der Veranstaltungsräume beherbergt. Im Westflügel an der Grabengasse sind das Historische Seminar und die Mittellatein-Bibliothek untergebracht, außerdem die Hörsäle 12/12a und 13. Der Südflügel an der Seminarstraße steht ebenfalls dem Historischen Seminar sowie dem Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde und dem Seminar für Osteuropäische Geschichte zur Verfügung.

„In diesem Hörsaal würde man gerne noch einmal studieren, so schön ist er geworden“, betonte Manfred Lautenschläger. Für die großzügige Finanzierung der Hörsaalmodernisierung sprach ihm der Rektor der Universität seinen Dank aus. Durch die uneigennützige Unterstützung eines „bekennenden Mäzens“ sei die Realisierung dieses Projekts möglich geworden, betonte Prof. Dr. Bernhard Eitel, der in seinem Grußwort an die wechselvolle Geschichte der Neuen Universität erinnerte.

Den Festvortrag anlässlich der Einweihung des Hörsaals 13 hielt der Heidelberger Germanist Prof. Dr. Dieter Borchmeyer, Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er sprach zum Thema „,Laß der Sonne Glanz verschwinden, Wenn es in der Seele tagt‘ – Die Romantik oder Eines langen Tages Reise in die Nacht“. Den musikalischen Rahmen gestalteten Silke Schwarz (Sopran) und Joana Mallwitz (Klavier) vom Theater Heidelberg. Die Veranstaltung war Teil der „Heidelberger Vorträge zur Kulturtheorie“, die von der Manfred Lautenschläger Stiftung unterstützt werden.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.07.2014