Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland:
Bestände: Verschiedenes: Materialsammlung Oberschlesien:
Bestand B. 3/46


Vorwort

1988 wurde von der Stiftung Haus Oberschlesien (Ratingen-Hösel) ein Forschungsprojekt Oberschlesisches Judentum eingerichtet. Die Durchführung lag in den Händen von Privatdozent (inzwischen Professor) Dr. Peter Maser und Frau Dr. Adelheid Weiser, beide an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ursprünglich war vorgesehen, die Arbeitsergebnisse in lockerer Folge als Teilbände einer Publikationsreihe Juden in Oberschlesien vorzulegen. 1992 erschien ein allgemeiner historischer Überblick und eine Anzahl von geschichtlichen Darstellungen zu einzelnen Orten als Teil 1. In weiteren Bänden sollten Berichte von Zeitzeugen, Bilddokumente, Beiträge zur Rolle der oberschlesischen Juden in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie eine ausführliche Bibliographie zur Veröffentlichung gelangen.

Das Projekt kam jedoch nach dem ersten Band ins Stocken. Im Jahr 2000 beschloß Prof. Maser, die für das Projekt zusammengetragenen und nur zum Teil ausgewerteten Materialien dem Heidelberger Zentralarchiv zur Aufbewahrung und späteren Nutzung durch andere Forscher zu übergeben. Die Übernahme der Sammlungen im Umfang von etwa 2,5 lfm erfolgte im April 2001.

Bei einem Teil der Materialien handelt es sich um Unterlagen, die die Arbeitsgruppe in Münster ursprünglich von Dr. Ernst Lustig (1921 - 1999), einem aus Gleiwitz gebürtigen oberschlesischen Juden, der seit seiner Rückkehr nach Deutschland (1973) mit wachsender Intensität Materialien über die untergegangenen Gemeinden seiner Heimat zusammentrug, ausgeliehen hatte. Obwohl inzwischen auch die Sammlungen von Dr. Ernst Lustig ins Zentralarchiv gelangt sind (Bestand B. 2/16), wurden die von Prof. Maser entliehenen Materialien zunächst in der Sammlung Maser/Weiser (Bestand B. 3/46) belassen und in dem vorliegenden Verzeichnis aufgeführt (es dürfte sich dabei um die Nummern 23-31 handeln).

Die Materialsammlung aus Münster wurde im April 2002 von der Studentin Katharina Kopf im Rahmen eines dreiwöchigen Praktikums am Zentralarchiv geordnet und verzeichnet.

Heidelberg, den 30. April 2002
Peter Honigmann

 

Nachtrag

Im September 2004 übergab Professor Maser dem Zentralarchiv einen weiteren Leitzordner, der eine Variante des geplanten zweiten Bandes Jüdisches Leben in Oberschlesien. Berichte und Erinnerungen sowie Material und Kopien von Abbildungsvorlagen enthielt. Im Juli 2016 wurde dieser Zugang durch Dr. Monika Preuß entmetallisiert, paginiert und als Nr. 11a dem vorliegenden Verzeichnis hinzugefügt.

Heidelberg, den 29. Juli 2016
Monika Preuß

 


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