Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland:
Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung I: Wiesbaden

 

 

3/4. Heiratsurkunden, Wiesbaden, 1928 - 1930 und 1908 - 1918

 

Vorbemerkungen

 

In der Archivaliensammlung bei der Frankfurter Jüdischen Gemeinde sind zwei Serien mit Heiratsurkunden vom Rabbinat Wiesbaden enthalten. Die eine Serie (Vorsignatur 3) bezieht sich auf Eheschließungen in den Jahren 1908-1918 und die andere (Vorsignatur 4) auf 1928-1930. Es handelt sich um lose Blätter. Zu jeder Ehe gehören in der Regel zwei Papiere, eine hebräische Ketuba vom Rabbinat und eine deutsche Bescheinigung der Eheschließung vom Standesamt. Es wurden jeweils Vordrucke benutzt. Neben der Standard Ketuba in Hebräisch kommen gelegentlich auch andere Formen vor, so eine Ketuba auf einem deutschsprachigen Vordruck (Bl. 27) oder auch ein zweisprachiges Formblatt (Bl. 102). Am unteren Rand der Ketuba sind die bürgerlichen Namen der Ehepartner sowie das Datum der religiösen Trauung vom Rabbiner per Hand in Deutsch hinzugefügt worden. Die Verzeichnung stützt sich im allgemeinen auf diese Vermerke. Nur in Ausnahmefällen wurde das Datum aus der hebräischen Angabe im Formular der Ketuba erschlossen. Die zu zwei Konvoluten gelegten losen Blätter sind bei der Bearbeitung in Heidelberg durchgehend paginiert worden. Die bereits vorgefundene annähernd chronologische Reihenfolge wurde beibehalten. Nur um die zu einer Ehe gehörenden Scheine zusammenzulegen, wurden gelegentlich geringfügige Veränderungen der ursprünglichen Ordnung vorgenommen. Für die Verzeichnung wurden die Namen der Ehepartner aufgenommen, sowie die Daten von Ketuba bzw. standesamtlicher Trauung. Fehlt im Verzeichnis eines der Daten, so ist die entsprechende Urkunde in der Sammlung nicht vorhanden. In der Regel fand die standesamtliche Trauung wenige Tage vor der religiösen Zeremonie statt. Auf Fälle, in denen sich diese Reihenfolge umgekehrt hat, wurde in einem Feld für Bemerkungen extra hingewiesen. Auch das Vorhandensein anderer Unterlagen, etwa über vorhergehende Scheidung, wurde in diesem Feld festgehalten. Für jede Ehe gibt es nur einen Eintrag. Die Reihenfolge wird durch die Blattfolge festgelegt und ist damit in etwa chronologisch. Für das Konvolut 1928-1930 findet sich der Eintrag stets unter der Blattnummer des ersten diese Ehe betreffenden Dokuments. In der Regel ist dies die Ketuba, dann folgt meist die standesamtliche Bescheinigung und in manchen Fällen noch eine Anlage. Mit dem Konvolut 1908-1918 wurde etwas anders verfahren. Da hier ein Teil der standesamtlichen Bescheinigung ursprünglich extra lag, führte die Zusammenführung der zu einer Ehe gehörenden Dokumente dazu, daß jede Ehe eine Nummer erhielt. Die einzelnen Dokumente sind dann mit a (Ketuba), b (standesamtliche Bescheinigung), c (erste Anlage), d (zweite Anlage) usw. indiziert worden.

 

Das Verzeichnis ist in den Monaten März und April 1992 von Monika Miklis auf dem Computer mit dem Programm Data Maker erarbeitet worden.

 

Von den beiden Serien mit Wiesbadener Ketubot sind 1965 im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Filmkopien (Film 56, Abt. 3010) angefertigt und auch Rückvergrößerungen im Format A5 hergestellt worden. Während der Bearbeitung im Heidelberger Zentralarchiv im Jahr 1992 sind Xerokopien im A4 Format gefertigt worden, die in gebundener Form der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden übergeben wurden.

 

Namen und Daten 1928 – 1930 (Bl. 1 - 180)

Namen und Daten 1908 – 1918 (Bl. 181 - 329)

 


Zur Titelseite
Zum Verzeichnis
Zu anderen Personenstandsregistern
Zur Homepage des Zentralarchivs