Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland:
Bestände: Institutionen: Nordrhein:

VORWORT

Im Oktober 1997 übernahm das Zentralarchiv vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein zum ersten Mal ältere Akten. Es handelte sich im Wesentlichen um das erhalten gebliebene Schriftgut der ersten drei Nachkriegsjahrzehnte und verteilte sich auf 334 Ordner sowie etliche Pakete, Kartons und Konvolute, insgesamt 546 Einheiten. Im Oktober 2003 kam der zweite Zugang und im Mai 2015 der dritte (Ordner und Mappen jüngeren Schriftguts) hinzu:

 

Zugang 97/05          Bestellnummern 1 – 547[1]       42 lfm           ca. 1945 - 1985

Zugang 03/07          Bestellnummern 548 – 662     10 lfm           ca. 1985 - 1995

Zugang 15/03          Bestellnummern 663 – 968     22 lfm           ca. 1995 – 2011[2]

                                                           insgesamt     74 lfm

 

Bis auf wenige Ausnahmen wurden Unterlagen der Buchhaltung (Bankkonten, Kasse, Überhangfonds) und des Steuerberaters sowie Gesetzblätter und Drucksachen vom Landesjugendhilfsausschuss nicht ins Archiv übernommen. Auch die Mitgliedstatistik der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland wurde in den Räumen des Landesverbands gelassen, da sie ohnehin vollständig im Zentralarchiv vorhanden ist.

 

Im März 1998 wurde ein thematisch gegliedertes Übersichtsverzeichnis für den ersten Zugang und im Juli 2004 für den zweiten erstellt. Für den dritten Zugang wurde im Oktober 2015 zunächst nur ein nach den Bestellnummern geordnetes Einlieferungsverzeichnis angefertigt. Das vorliegende Verzeichnis ist nun ein thematisch gegliedertes Übersichtsverzeichnis für alle drei Zugänge zusammen. Es enthält also sämtliche Titelaufnahmen von den drei obigen Verzeichnissen gegliedert unter einem Aktenplan.

 


Die Akten wurden bisher weder umgepackt noch bewertet. Jede Einheit (Ordner, Konvolut usw.) erhielt lediglich eine Nummer (= Bestellnummer). Sodann erfolgte eine kurze Titelaufnahme und Bestimmung der Laufzeit. Diese Aktentitel wurden dann nach dem eigens für diesen Bestand entwickelten Aktenplan geordnet. Der Aktenplan ist nach Themen bzw. nach Art der Unterlagen[3] aufgebaut. Innerhalb der Sachgebiete sind die Titelaufnahmen im Verzeichnis in der Regel chronologisch, im Falle von Aktenserien alphabetisch geordnet. Um die Kommunikation über die Akten zu erleichtern, sind die Titelaufnahmen in der ausgedruckten Reihenfolge nochmals fortlaufend nummeriert worden (= Findbuchnummer). Den Übergang von den Bestellnummern zu den Findbuchnummern vermittelt eine Konkordanz am Ende des Verzeichnisses.

 

Die Namen von Privatpersonen wurden im gesamten Verzeichnis rot formatiert. In der vorliegenden Online-Version werden sie durch XXXXXXXXXX ersetzt. Amtsträger werden nicht anonymisiert.

 

Die Akten werden 60 Jahre nach ihrer Entstehung für die allgemeine Benutzung freigegeben. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann das Zentralarchiv eine Benutzung der Akten schon früher gestatten. Es bedarf hierfür auch der Zustimmung des Landesverbands.

 

Die Titelaufnahmen stammen von den folgenden Mitarbeitern des Zentralarchivs:
Petra Kamecke          (Zugang 97/05)
Julia Cartarius           (Zugang 03/07)
Alon Tauber              (Zugang 15/03)

 

 

 

Dr. Alon Tauber

Heidelberg, März 2016


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[1] Die Bestellnummer 188 wurde versehentlich nicht vergeben. Auf die Bestellnummer 187 folgt unmittelbar die Bestellnummer 189. Die Nummerierung der insgesamt 546 Einheiten des Zugangs endet deshalb mit der Bestellnummer 547.

[2] Enthalten sind auch wenige Akten aus der Zeit bis 2014.

[3] „Chronologische Ablage“ zum Beispiel.