Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland:
Bestände: Institutionen: Düsseldorf:

VORWORT

Dieses Verzeichnis bezieht sich auf drei Aktenzugänge, die im Laufe von fast zwanzig Jahren nach Heidelberg gelangt sind:

 

Im Januar 1996 übernahm das Zentralarchiv zum ersten Mal Akten von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf (Zugang 96/1). Es handelte sich um Schriftverkehr, Protokolle und sonstige Unterlagen aus den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten, insgesamt 21 lfm. Rechnungen, Kontoauszüge und andere Unterlagen der Buchhaltung wurden zurückgelassen. Sie werden von der Gemeinde solange aufbewahrt, wie dies für Prüfzwecke notwendig ist. Danach können sie kassiert werden.

 

Jede Akte erhielt bei der Übernahme eine Nummer (= Bestellnummer). Bei den Bestellnummern 1-206 handelt es sich um Ordner[1] und bei den Bestellnummern 207-330 um Konvolute.[2] Frau Petra Kamecke nahm im Rahmen einer studentischen Tätigkeit am Zentralarchiv eine kurze Bestimmung von Inhalt und Laufzeit vor. Diese Titelaufnahmen wurden dann von Frau Eva Blattner in die Datenbank des Archivierungssystems Goliath eingegeben. In der Datenbank wurden die Aktentitel dann nach einem eigens für diesen Bestand entwickelten Aktenplan geordnet. Titelaufnahmen zu inhomogenen Akten, die aber einen thematischen Schwerpunkt haben, wurden diesem Thema zugeordnet. Achtzehn Titelaufnahmen, die mehreren Themengleichermaßen zugeordnet werden konnten, wurden kopiert und mehr als einem Kapitel zugeordnet.[3] Innerhalb der Sachgebiete sind die Titelaufnahmen chronologisch geordnet. Nur bei Korrespondenzserien wurde die alphabetische der genauen chronologischen Reihenfolge übergeordnet. Um die Kommunikation über die Akten zu erleichtern, sind die Titelaufnahmen in der ausgedruckten Reihenfolge nochmals fortlaufend nummeriert worden (= Findbuchnummer). Den Übergang von den Bestellnummern zu den Findbuchnummern vermittelt die Konkordanz am Ende des Verzeichnisses.

 

Im Juni 2013 wurden weitere 292 Ordner von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf übernommen (Zugang 13/03, ca. 26 lfm). Sie erhielten die Bestellnummern 331-622. Im Dezember 2014 kamen 124 Ordner und 86 Mappen hinzu (Zugang 14/07, ca. 12 lfm): Bestellnummern 623 – 746 (Ordner) und 747 – 832 (Konvolute). Abgesehen von wenigen Ausnahmen stammen diese Akten aus der Zeit bis 1995. Herr Alon Tauber hat diesmal die Titelaufnahmen geschrieben und in das oben erwähnte Verzeichnis für den ersten Zugang eingearbeitet. Dafür musste der Aktenplan angepasst und erweitert werden. Da die Software Goliath nicht mehr in Benutzung ist, erfolgte die Bearbeitung in Word.

 

Die Namen von Privatpersonen wurden im ausgedruckten Verzeichnis rot formatiert. Es wird im Zentralarchiv verwahrt. In der vorliegenden Online-Variante werden die Namen von Privatpersonen durch XXXXXXXXXX ersetzt. Amtsträger wurden nicht anonymisiert.

 

Es handelt sich bei dem vorliegenden Verzeichnis nur um eine erste Übersicht. Ein Großteil der Akten ist bisher weder umverpackt noch bewertet worden.

 

Der Bestand hat jetzt einen Umfang von insgesamt 59 lfm.

 

Alon Tauber
Heidelberg, im Juni 2015

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[1] Bestellnummer 34 ist ein Archivkarton und 88 drei Archivkartons (Nr. 88 wurde nämlich ursprünglich als ein größerer Karton übernommen).

[2] Die Konvolute sind im Verzeichnis durch „(K)“ gekennzeichnet.

[3] Bestellnummern 7, 14, 142, 145, 189, 209, 213, 220, 231, 247, 296, 307, 309, 315, 317, 326, 327 und 329.