BESCHREIBUNG
DER
DOKUMENTATIONSPROJEKTE
Nordrhein-Westfalen
ALTHOFF
Am Beginn ihrer Forschungsarbeiten zur Geschichte jüdischen Lebens in Westfalen
stand für Gertrud Althoff eine (unveröffentlichte) Examensarbeit im Fach
Katholische Theologie zur Erlangung der Lehrbefähigung, die sich mit der
Geschichte und den Grabinschriften der drei jüdischen Friedhöfen in Rheine
beschäftigte (Althoff 1983).
Rheine war der Ort, an dem sie bis 2006 lebte. Ergebnisse diese Forschungen aus
den achziger Jahren konnte Gertrud Althoff dann mit Hilfe der Stadt Rheine
publizieren (Althoff 1988).
Die Darstellung enthält die Geschichte der jüdischen Gemeinde seit 1344, eine
Beschreibung der drei jüdischen Friedhöfe vor Ort sowie eine Erläuterung von
Inschriften anhand einer kleinen Auswahl von Grabsteinen (Inschriften,
Übersetzung) in Rheine (Lingener
Strasse) und Rheine (Rodder Damm)
mitsamt Fotos. Inzwischen hat Werner Althoff sämtliche Grabsteine auf den drei
jüdischen Friedhöfen in Rheine neu fotografiert. Das Ergebnis der Arbeit ist
eine im Selbstverlag vorgelegte Volldokumentation(Althoff 2002). Darüber hinaus
enthält das Buch schwarz/weiß-Aufnahmen aus der Zeit vor 1961 von zerstörten
Grabstellen aus dem Besitz von Verwandten der Verstorbenen.
Seit 1984 dokumentierte und übersetzte Gertrud Althoff den Inschriftenbestand
auf dem Friedhof in Ibbenbüren, fertigte
einen Belegungsplan an und erforschte die Geschichte der Gemeinde anhand
archivischer Quellen. Das Kulturamt der Stadt Ibbenbüren fotografierte 1985
alle Steine; das Manuskript sowie die Fotos Negative / Abzüge liegen im
Stadtarchiv Ibbenbüren. Teilergebnisse dieser Tätigkeit, die auch die
Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihres Friedhofs in Hopsten umfasst, konnte Gertrud Althoff für das
Gedenkbuch der Synagogen in Deutschland zur Verfügung stellen (Synagogengedenkbuch 1999)
sowie in einzelnen Zeitungsartikeln veröffentlichen (Althoff 1984a, Althoff 1984b).
Im Auftrag der Gemeinde Westerkappeln erabeitete Getrud Althoff die Geschichte der jüdischen Gemeinde dieses Ortes (Althoff 1987). Das Buch enthält auch eine bild - textliche Dokumentation des gesamten Grabsteinbestandes des jüdischen Friedhofs. Die Fotos sind 1985 von Werner Beimdieck (aus Westerkappeln) aufgenommen worden. Im Vorwort dankt Althoff Prof. Brocke und Dan Bondy (maschinenschriftliche Wiedergabe des hebräischen Textes) für deren Unterstützung bei der Übersetzung der hebräischen Texte. Die Geschichte der Westerkappelner Juden erschien dann 2005 nochmal in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung (Althoff 2005), in der auch wieder die Volldokumentation des Friedhofs enthalten ist. Über die Inschriften des Friedhofs Westerkappeln veröffentlichte Althoff auch noch einen Aufsatz im Jahrbuch des Kreises Steinfurt (Althoff 1989).
1986 - 1987 erarbeitete Gertrud Althoff zusammen mit Schülern der Realschule
Ochtrup die Geschichte der jüdischen Gemeinden Metelen
und Ochtrup. Die Ergebnisse dieser Tätigkeit
wurden in Form von Ausstellungen (in Metelen im Rathaus der Gemeinde) und in
Ochtrup (in der Sparkasse) vorgestellt. Das Begleitheft zum Projekt in Metelen,
geschrieben von Gertrud Althoff und ihren Schülern (Metelen 1987), enthält die
Volldokumentation der vier Grabsteine auf dem Friedhof in Metelen. Ein Exemplar des Katalogheftes ist im
1989 fotografierte und erfasste Althoff die Inschriften alle Steine auf dem
Friedhof in Lengerich, das unveröffentlichte
Manuskript liegt bei der Autorin. Im Auftrag der Stadt Lengerich
erarbeitete Althoff die Geschichte jüdischen Lebens in Lengerich und konnte in
der Publikation der Stadt 1993 ihre Forschungsergebnisse zum Friedhof in Lengerich (Geschichte, Belegungsliste,
Lageplan) veröffentlichen (Lengerich
1993). Im Rahmen eines Aufftrags durch die Gemeinde Olfen erarbeitete
Althoff schliesslich eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Juden in Olfen, die zahlreiche Hinweise auf den dortigen,
untergegangen Friedhof enthält, veröffentlicht in Althoff 2000.
Adressen:
■ Gertrud Althoff wohnt heute in Münster/Westf.
Homepage: http://www.gertrudalthoff.de
■ Stadtarchiv Ibbenbüren
Alte Münsterstr. 16
49477 Ibbenbüren
ARNSBERG
Im Jahre 1991 konnte die Stadt Arnsberg eine umfangreiche Dokumentation
über jüdisches Leben in Arnsberg herausgeben, welche durch das Stadtarchiv in
Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis "Geschichtswerkstatt" an der
Volkshochschule Arnsberg entstanden war, Arnsberg 1991. Mitarbeiter der
Geschichtswerkstatt, die sich u.a. mit dem jüdischen Friedhof in Arnsberg beschäftigten, waren: Bert Collas,
Ottilie Ebert, Karl Ebert, Heinz Edelbroich, Karl Förster, Fredi Franke, Franz
Gosmann, Michael Gosmann, Jörg Häusler, Horst Hoven, Willi Kleine-Büning, Dr.
Ernst H. Rehermann, Dorothee Richter, Doris Tampier, Fritz Timmermann. Den
Artikel über die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Arnsberg verfasste Karl
Förster, den Belegungsplan im Anhang fertigte Ralf Schmidt nach Angaben der
"Geschichtswerkstatt". Der Druck der Dokumentation wurde durch das
Nordrhein-Westfälische Landesprogramm zur Förderung von Entwicklungsmassnahmen
in kreisangehörigen Gemeinden mitfinanziert. Die Unterlagen der Vorarbeiten,
(Belegungsliste, Belegungsplan, Lageplan, Fotos,) sowie die Arbeit einer
Schülergruppe des örtlichen Mariengymnasiums aus dem Jahre 1981, liegen im
Stadtarchiv.
Adresse:
Stadtarchiv Arnsberg
Rathausplatz 1
59759 Arnsberg
BACKHAUSEN
Der Diplom - Verwaltungswirt Manfred Backhausen, wohnhaft in Pulheim -
Sinthern, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Familienforschung und
publizierte in den Jahrbüchern des Vereins für Geschichte und Heimatkunde,
e.V. Pulheim, sowie in den Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft
für Familienkunde, Köln. In Zusammenarbeit mit Eli Josef Schneider konnte
Backhausen 1983 eine Volldokumentation zu den jüdischen Friedhöfen in Stommeln und Fliesteden
veröffentlicht werden (Stommeln
1983). Gemeinsam mit Gerd Friedt wurden die
Forschungsergebnisse zu den jüdischen Friedhöfen in Bergheim (Alter Friedhof), Bergheim (Neuer Friedhof), Niederaussem und Paffendorf publiziert (Friedt 1992). Ergebnisse einer
Zusammenarbeit mit Rabbiner Fred Heumann sind Volldokumentationen zu den
Friedhöfen in Boslar, Linnich, Müntz
und Nettesheim (Butzheim) sowie
eine Belegungsliste für Monheim, publiziert
in (Backhausen 1992).
BLISNIEWSKI
Im Rahmen einer befristeten Stelle beim Stadtkonservator von Köln, Herrn Dr.
Ulrich Krings, inventarisierte und fotografierte der Kunsthistoriker Dr. Thomas
Blisniewski zwischen 1995 - 1998 ca. 6.439 Grabsteine auf drei Friedhöfen in
Köln, Köln (Bocklemünd), Köln (Decksteiner Strasse), Deutz. Erfasst wurde der gesamte Grabsteinbestand
bis 1945, ca. 6.000 Aufnahmen entfallen auf Köln
(Bocklemünd), ca. 700 Aufnahmen auf Köln
(Decksteiner Strasse) und ca. 6.500 auf Deutz.
Zudem wurden bereits zu einem großen Teil der Grabstätten jeweils Karteikarten
angelegt mit Fotos, Angaben zu den Bestatteten (mit Geburts- bzw. Sterbedaten),
Angaben über den Erhaltungszustand sowie das Material der Steine und- soweit
vorhanden - Steinmetzsignaturen. Außerdem wurden die deutschen Inschriften vor
Ort per Hand abgeschrieben und in die Karteikarten übernommen. Grundsätzlich
wurden alle vorhandenen Steine vor 1945 inventarisiert. Dabei spielte der
Erhaltungszustand keine Rolle, was bedeutet, dass auch Fragmente von
Grabsteinen und vollkommen verwitterte Steine in die Inventarisierung
einbezogen wurden. Die fertiggestellten Karten befinden sich beim
Stadtkonservator Köln, die Negative der Fotos bei Dr. Blisniewski.
Von sämtlichen Fotografien wurden Positive hergestellt. Allerdings sind im
Augenblick nur die zugänglich, die bereits auf die Inventarkarten aufgeklebt
wurden. Es ist zu erwarten, daß in den kommenden Jahren beim Stadtkonservator
die Arbeit fertiggestellt werden wird.
Adresse:
BOCHUM
Als Ergebnis einer jahrelangen Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen
Stadtakademie Bochum, der Jüdischen Kultusgemeinde Bochum - Herne -
Recklinghausen sowie dem Stadtarchiv Bochum erschien 1997 eine
ausführliche Darstellung zur Geschichte der Juden in Bochum, herausgegeben von
Manfred Keller und Gisela Wilbertz (Bochum 1997).
Diese Publikation enthält auch eine vollständige Dokumentation des jüdischen
Friedhof in Bochum
(Wasserstrasse), erarbeitet von der Arbeitsgruppe "Jüdische Friedhöfe in
Bochum", zu der neben den Herausgebern noch folgende Personen gehören:
Isolde Arends, Frank Barth, Manfred Boiting, Carsten Bootmann, Klaus Grote,
Jürgen Haarkamp, Dieter Kröner, Jörg Lange, Barbara Pösch und Annette Will. Für
die Erfassung des Inschriftenbestandes und zur Beschreibung der Grabsteine
wurden Karteikarten angelegt, die sich an den von Prof. Dr. Michael Brocke entwickelten Dokumentationsbögen orientierten. Prof. Brocke
stand somit dem Projekt der Bild - Text - Dokumentation des Friedhofs beratend
zur Seite. Vollständige Exemplare der Kartei befinden sich im Archiv der Jüdischen
Kultusgemeinde Bochum - Herne - Recklinghausen, dem Stadtarchiv
sowie im Archiv der Evangelischen Stadtakademie Bochum, die der Leitung
von Dr. Manfred Keller untersteht. Dort liegt auch die vollständige Sammlung
der Negative der s/w. Fotos der Grabsteine, wobei der weitaus größte Teil
1986/87 entstand sowie jene, die in Vorbereitung der Publikation zwischen 1992
- 97 gemacht wurden. Wertvolle Vorarbeiten zur Darstellung der jüdischen
Friedhöfe auf dem Stadtgebiet Bochums leistete Frau Dr. Gisela Wilbertz bereits
in den 80er Jahren während ihrer Tätigkeit als stellvertretende Leiterin des Bochumer
Stadtarchivs, Wilbertz 1987.
Adressen:
Evangelische Stadtakademie Bochum
Pfarrer Dr. Manfred Keller
Klinikstrasse 30
44 791 Bochum
Jüdische Kultusgemeinde Bochum - Herne - Recklinghausen
Alte Wittener Strasse 13
44 803 Bochum
(seit 1999 unter dem Namen: Jüdische Gemeinde Bochum - Herne - Hattingen)
Stadtarchiv
Kronenstrasse 47
44 789 Bochum
BÖNING
Adalbert Böning, Oberstudienrat in Hagen, ist seit 1988 Mitarbeiter der Katholischen
Akademie Schwerte. Neben der unterrichtenden Tätigkeit, die Böning
dort zur hebräischen Sprache und Literatur ausübt, konnte er in der Reihe der
Veröffentlichungen der Katholischen Akademie u.a. eine Anleitung zum Lesen
hebräischen Grabstein Inschriften publizieren, Böning 1998. Die in dieser Schrift
veröffentlichten Inschriften und kommentierten Übersetzungen ausgewählter
Steine sind als Ergebnis seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Grabstein
Bestand der Friedhöfe in Hohenlimburg
(Heidestrasse) und Schwelm (Neuer
Friedhof) zu sehen.
Bereits 1986 erstellte Böning eine Volldokumentation des Friedhof Hohenlimburg (Heidestrasse), wobei er die hebräischen Grabsteine vor Ort abschrieb. Im Vorwort dankt Böning neben dem Katasteramt der Stadt Hagen und dem Staatsarchiv in Münster Herrn Rabbiner Dov Barsiley, Dortmund, Frank Barth, Wattenscheid, Herrn Meier Epstein, Antwerpen, Eduard Pierepletczyk, Hagen, sowie Bernd Szklanowski, Frankfurt /Main für Hinweise und Unterstützung seines Projektes. Die Volldokumentation des Friedhofs enthält Fotos aller Grabsteine, die der Sohn des Autors, Matthias Böning, 1986 fertigte. Die Negative sowie s/w. Abzüge befinden sich beim Autor. Im Jahre 1988 erfuhr die Schrift eine zweite Auflage, Böning 1988a.
Darüber hinaus dokumentierte Böning auf Anregung des Schwelmer Stadtarchivars Gerd Helbeck die Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Schwelm (Neuer Friedhof), in dem er zunächst die rein hebräischen Inschriften vor Ort erfasste. Einen Teil seiner Ergebnisse veröffentlichte Böning in den Beiträgen zur Heimatkunde der Stadt Schwelm, Böning 1988b. Inzwischen hat Böning auch den deutschen Inschriften Bestand vor Ort abgeschrieben und die Grabsteine fotografiert, wobei diese Volldokumentation über Schwelm (Neuer Friedhof) nach Auskunft des Autors (August 2002) demnächst abgeschlossen und veröffentlicht wird.
In Rheinland-Pfalz widmete sich Böning dem jüdischen Friedhof Montabaur und
veröffentlichte im Jahr 2001 eine Volldokumentation: Böning 2001.
Adresse:
Adalbert Böning
Letterhausstrasse 46
58 099 Hagen
BONDY
Dan Z. Bondy, geboren in Tel Aviv, studierte Judaistik und Jiddistik in
Duisburg und Düsseldorf. Er lebt in Duisburg und ist freier Mitarbeiter des
Salomon Ludwig-Steinheim - Institut für deutsch - jüdische Geschichte.
Seit Ende der 80er Jahre beschäftigt sich Dan Bondy mit Dokumentationen
jüdischer Friedhöfe in der gesamten Bundesrepublik. Seine Tätigkeit
konzentriert sich auf die textliche Arbeit, d.h. Abschrift und Übersetzung der
Inschriften. Bondy ist beteiligt an zahlreichen Projekten zur Dokumentation
jüdischer Friedhöfe unter Leitung von Prof. Brocke, Universität
/Gesamthochschule Duisburg. Zudem ist Bondy unterstützend an zahlreichen
Projekten des Steinheim - Instituts tätig.
Abgeschlossene Friedhofsdokumentationen:
s.a. Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz
Nordrhein-Westfalen
Bad Godesberg
1989 - 1991 Volldokumentation des Friedhofes durch Dan Bondy, publiziert: Bondy 1991
Kalkar
1985 - 1999 Volldokumentation des Friedhofes durch Dan Bondy und Aubrey
Pomerance unter der Leitung von Prof. Brocke, publiziert: Kalkar 1999
Schwarzrheindorf (Stadt
Bonn)
1987 - 1998 Volldokumentation des Friedhofs durch Prof. Brocke und Dan Bondy,
Belegungsliste des Friedhofes in Bonn (Römerstrasse).
Die Ergebnisse der Arbeit wurden 1998 publiziert: Brocke / Bondy 1998
Solingen
1989 Volldokumentation des Friedhofes unter der Leitung von Prof. Brocke,
Übersetzungen der Grabsteinkommentare von Dan Bondy, 1996 publiziert: Brocke 1996 b
Großvernich und Lommersum (Gemeinde Weilerswist)
1988 Geschichte, Belegungsplan, Inschriften sowie Übersetzungen durch Dan
Bondy, publiziert: Bondy 1988
Kuchenheim
1984 Volldokumentation des Friedhofs in Kuchenheim, publiziert: Bondy 1984
BRAKEL
Unter der Leitung von Studienrat Ulrich Ernst erforschten 1988 Teilnehmer
eines Volkshochschulkurses zur Stadtgeschichte Brakel die Geschichte der
jüdischen Friedhöfe vor Ort, Brakel
(Alter Friedhof), Brakel (Neuer
Friedhof). Ergebnisse dieser Forschungen konnten in Zusammenarbeit mit dem Heimat
und Verkehrsverein Brakel e.V. , heute Heimat - und Museumsverein
Brakel e.V. in Form eines Faltblattes publiziert und herausgegeben werden.
Weitere, nicht publizierte Ergebnisse, wie eine Belegungsliste des Friedhofs am
Hembser Berg, Brakel (Neuer
Friedhof) liegen im Stadtarchiv.
Adresse:
Stadt Brakel
Hauptamt - Archiv
Herrn Dirk Brassel
Postfach 1461
33029 Brakel
email: brassel@brakel.de
Inernet: http://www.brakel.de
BRILLING
Rabbiner Dr. Berhard Brilling, der vor dem Krieg als Archivar der Jüdischen
Gemeinde Breslau tätig war, nach Palästina emigrierte und dort am Aufbau des
Stadtarchivs Tel-Aviv beteiligt war, hatte seit 1958 am Institutum Judaicum der
Universität Münster einen Lehrauftrag für Jüdische Geschichte. In diesem
Zusammenhang entwickelte er ein großes Interesse an der jüdischen Geschichte
Westfalens. Das von ihm zusammengetragene Material ging nach seinem Tod an das
Jüdische Museum Frankfurt. Insbesondere erforschte Brilling in den 50 und 60er
Jahren die Geschichte der ältesten Begräbnisstätten in der Region Westfalen.
Dabei galt sein Hauptaugenmerk der Wiederentdeckung und Beschreibung
mittelalterlicher Grabsteine. Neben dem Friedhof in Herford, der zu einem der ältesten in
Deutschland zählt, erfaßte und übersetzte Brilling Steine in Dortmund
(Mittelalterlicher Friedhof), in Minden
(Mittelalterlicher Friedhof) und in Münster
(Mittelalterlicher Friedhof). Bezüglich des Friedhofs in Herford konnte
Brilling Fotos aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg benutzen, teilweise
fotografierte auch seine Frau die Grabsteine. Bernhard Brilling verstarb 1987
in Münster.
Adresse
Jüdisches Museum Frankfurt
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Zuständig für Dokumentation und Archiv, insbesondere für die Sammlung Brilling
ist Herr Michael Lenarz, e-mail: michael.lenarz@stadt-frankfurt.de
BROCKE
Die Beschreibung der Projekte, an denen der heutige Direktor des
Duisburger Steinheim-Instituts, Professor Dr. Michael Brocke, entscheidend
beteiligt war, ist noch in Arbeit.
COESFELD
Die Arbeitsgruppe Geschichte des Heimatvereins Coesfeld hat 2008 die auf dem
Neuen Friedhof in Coesfeld noch vorhandenen
47 Grabsteine durch den Fotografen Heinz Lange aufnehmen lassen. Die Fotos bzw.
Abzüge liegen im Stadtarchiv Coesfeld, beim Heimatverein und beim Fotografen.
Adresse:
Stadtarchiv Coesfeld
(Archivleiter Norbert Damberg: norbert.damberg@coesfeld.de)
Walkenbrückstr. 25
48653 Coesfeld
CURIE - REALSCHULE
Unter der Leitung ihres Religionslehrers Heinz - Günter Riese erforschte in
den Jahren 1996 - 1997 eine Schülergruppe der Marie - Curie - Realschule
in Bottrop die Geschichte des jüdischen Friedhofs ihrer Stadt, Bottrop. Beteiligt an dem fächerübergreifendem
Unterrichtsprojekt "Spurensuche in Brottop" waren die damaligen
Schülerinnen und Schüler: Kerstin Ludwig, Desiree Fricke, Britta Wölk, Julia
Reinders, Kristina Simons, Kerstin Trinczek, Katja Lehmann, Sarah Evers,
Christian Masa und Dennis Homa. Mit Hilfe von Heike Biskup, Mitarbeiterin des
Stadtarchivs Bottrop, konnten die Realschüler die Grabstein Inschriften
entzifferten und eine Belegungsliste erstellen. Erste Ergebnisse der
Projektarbeit wurden in einer Schulausstellung 1997 in Form von Fotos und
Texttafeln in der Marie - Curie - Realschule vorgestellt. Der Projektbericht,
als Typoskript 1999 herausgegeben von der "8. Mai - Initiative Bottrop",
enthält neben der Belegungsliste einen Belegungsplan sowie Presseberichte zu
der Tätigkeit der Jugendlichen. Das Typoskript ist einsehbar im Stadtarchiv
Bottrop.
Adresse:
Kulturamt Bottrop
Stadtarchiv
Blumenstrasse 12 - 14
46 215 Bottrop
DÄMGEN
Als Ergebnis der Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft "Jüdischer
Friedhof" an der Else Lasker-Schüler Gesamtschule in Wuppertal und der
Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal erschien 1998 eine Publikation über
den alten jüdischen Friedhof in Elberfeld.
Darin veröffentlicht ist die kleine Auswahl einer Dokumentation sämtlicher
Grabsteine, die Christine Dämgen als Studentin der Judaistik in Köln 1997 -
1998 vor Ort, d.h. in Elberfeld durchführte. Teilweise konnte sie die
Grabsteine nur noch mit Hilfe von Unterlagen der Universität Duisburg
entziffern, wo 1985 im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Geschichte und
Religion des Judentums" - ein Projekt zur bildlich-textlichen Erfassung,
Inventarisierung und Auswertung aller jüdischen Friedhöfe im Regierungsbezirk
Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Michael Brocke -
begonnen wurde. Auch die von Dämgen 1997 herangezogenen Fotos des Friedhofs
entstanden bereits 1985. Der unveröffentlichte Teil der Dokumentation von
Christine Dämgen liegt größtenteils in der Begegnungsstätte Alte Synagoge
Wuppertal.
Adresse:
Begegnungsstätte
Alte Synagoge Wuppertal
Genügsamkeitsstrasse
42 105 Wuppertal
DENKMALAMT
Das Westfälische Amt für Denkmalpflege besitzt ein umfangreiches Fotoarchiv mit
Aufnahmen zahlreicher jüdischer Friedhöfe. In der Regel ist zu jedem Friedhof
mindestens ein Übersichtsfoto vorhanden. Die Fotos entstehen bei der täglichen
Arbeit der Referenten des Denkmalamtes und entsprechen hauptsächlich
denkmalpflegerischen Aspekten. Sie sind im einzelnen weder bestimmten
Fotografen zuzuordnen noch nach ihrer Entstehungszeit archiviert, sondern nach
Orten. Auch eine Unterscheidung zwischen Fotos von Grabsteinen und
Übersichtsaufnahmen lässt sich hier nicht verifizieren. Die ältesten Aufnahmen
des Archives stammen aus den 70er Jahren.
Das Archiv enthält Fotos zu folgenden Friedhöfen:
Ahlen (Alter Friedhof), Ahlen (Neuer Friedhof), Ahsen, Alme,
Alverdissen, Ameluxen, Anholt, Anröchte, Aplerbeck
(Alter Friedhof), Aplerbeck (Kommunalfriedhof), Arnsberg, Asmissen,
Attendorn, Bad Driburg, Balve, Barntrup, Beckum,
Beelen, Belle, Beringhausen, Beverungen, Bielefeld
(Alter Friedhof), Bigge, Billerbeck, Blomberg (Neuer
Friedhof), Bocholt (Neuer Friedhof), Bochum (Wasserstrasse), Borgentreich
(Neuer Friedhof), Borgholz, Borgholzhausen, Borghorst, Bork,
Borken (Am Replingsfunder), Bottrop, Brakel (Neuer
Friedhof), Brilon, Bruchhausen, Büderich, Bühne, Bulmke,
Burgsteinfurt (Alter Friedhof), Burgsteinfurt (Neuer Friedhof), Cappel,
Castrop, Coesfeld (Neuer Friedhof), Darfeld, Daseburg,
Datteln, Detmold (Spitzenkamptwete), Dorsten, Dortmund
(Mitte), Dringenberg, Dülmen (Neuer Friedhof), Eilpe, Elsoff,
Enger, Erle, Espelkamp, Essentho, Frille, Fürstenau,
Gescher, Geseke, Gladbeck, Gronau, Großeneder,
Gütersloh (Alter Friedhof), Gütersloh (Neuer Friedhof), Haaren,
Halle, Hamm (Neuer Friedhof), Harsewinkel, Hausberge,
Hedinghausen, Heimsen, Herbern, Herford, Herne,
Herstelle, Hörde, Höxter (Neuer Friedhof), Hohenlimburg
(Heidestrasse), Hopsten, Horn (Bad Meinberg), Hüsten, Ibbenbüren,
Körbecke (Höxter), Laasphe, Laer (Alter Friedhof), Lage,
Langenholzhausen, Legde, Lemgo (Alter Friedhof), Lemgo
(Neuer Friedhof), Levern, Lichtenau (Neuer Friedhof), Lipperode,
Lippstadt (Neuer Friedhof), Lübbecke (Alter Friedhof), Lübbecke
(Neuer Friedhof), Lüdenhausen, Lüdinghausen, Lügde (Neuer
Friedhof), Lünen (Alter Friedhof), Lütgendortmund, Madfeld,
Medebach, Menden, Mengede, Meschede, Metelen,
Minden (Erikaweg), Münster (Einsteinstrasse), Neheim, Neuenkirchen,
Niedermarsberg, Niedermehnen, Nieheim, Nottuln, Ochtrup,
Oelde (Neuer Friedhof), Oerlinghausen, Oestereiden,
Oestinghausen, Olfen, Ossendorf, Ottbergen, Ovenhausen,
Paderborn (Neuer Friedhof), Peckelsheim, Petershagen, Plettenberg,
Preußisch Oldendorf, Raesfeld (Neuer Friedhof), Recklinghausen
(Neuer Friedhof), Reelkirchen, Reken, Rheda (Neuer
Friedhof), Rheine (Lingener Strasse), Rimbeck, Rüthen
(Alter Friedhof), Salzkotten (Neuer Friedhof), Salzuflen, Schlangen,
Schoneberg, Schöppingen, Schötmar, Schwalenberg, Schwelm
(Neuer Friedhof), Schwerte, Sendenhorst, Siegen
(Lindenberg), Silixen, Soest (Nottebohmweg), Stadtlohn
(Klosterstrasse), Stahle, Steinheim, Ückendorf, Vlotho
(Neuer Friedhof), Vreden (Alter Friedhof), Vreden (Neuer
Friedhof), Wadersloh, Warburg (Am Sacktor), Warendorf
(Alter Friedhof), Warendorf (Neuer Friedhof), Wattenscheid, Werl,
Werne, Werther, Westerkappeln, Westhofen (Alter
Friedhof), Wickende, Willebadessen, Wünnenberg.
Adresse:
Westfälisches Amt für Denkmalpflege
FB Inventarisation
Salzstrasse 38 (Erbdrostenhof)
48133 Münster
DIEKMANN
1994 erschien im Bürgerbuch Gronau und Epe, herausgegeben auf
Privatintitiative von Hanspeter Dickel, Gronau, das Ergebnis einer
Dokumentation des Friedhofs in Gronau.
Erarbeitet wurde diese zwischen 1992 -1994 von Pater Herbert Diekmann, Provianzialat
der Salesianer Don Boscos und Heinz - Peter Tilly. Pater Diekmann, der auch
über die christlichen Friedhöfe in Gronau gearbeitet hat, erfasste die Grabstein
Inschriften des jüdischen Friedhofs in Gronau, fotografierte die meisten Steine
und erstellte zusammen mit seinem Neffen einen Lageplan. Heinz Peter Tilly,
Dozent an Institut für Judaistik, Frankfurt/M., besorgte die Übersetzung der
hebräischen Inschriften. Die Fotos (Negative / Abzüge) liegen im Stadtarchiv
Gronau.
Adresse:
Stadtarchiv Gronau
Theodor - Heuss -Platz
48599 Gronau
DIETERMANN
Mit einer schriftlichen Hausarbeit "Untersuchungen zur Geschichte der
Juden des Siegerlandes zur Zeit des Nationalsozialismus" legte Klaus
Dietermann 1973 das Staatsexamen für das Lehramt ab. Seit 1974 ist Klaus
Dietermann Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Siegerland, e.V. In
den folgenden Jahren widmete er sich der Dokumentation der vier jüdischen
Friedhöfen im Siegerland Siegen
(Lindenberg), Siegen
(Hermelsbach), Burgholdinghausen und
Hilchenbach . Mit Hilfe der Friedhofsämter
in Kreuztal und Hilchenbach sowie dem Grünflächenamt in Siegen erarbeitete er
1990/91 Belegungspläne und Belegungslisten dieser vier Begräbnisstätten.
Außerdem fotografierte er sämtliche Grabsteine. Die Ergebnisse dieser Tätigkeit
fanden Eingang in mehrere Publikationen: Dietermann 1991, Siegen-Wittgenstein 1991,
Dietermann 1998.
Die Negative der Grabstein Aufnahmen sowie s/w Abzüge liegen bei der Gesellschaft
für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, e.V.
Adresse:
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.
Häutebachweg 6
57072 Siegen
Tel.: 0271/20100
Fax: 0271/24454
e-mail: cjz.siegen@t-online.de
DÜREN
Auf gemeinsame Initiative des Geschichtsvereins Düren und des Stadtarchivs
Düren wurde seit 1974 mit einer Bestandsaufnahme aller christlichen und
jüdischen Friedhöfe im Kreis Düren begonnen. Im Rahmen dieses Projektes sind
bis in das Jahr 2000 hinein auch fast alle Grabsteine auf den jüdischen
Friedhöfen des Kreises fotografiert worden (mit Ausnahme von Untermaubach). Für die fotografische
Erfassung der jüdischen Friedhöfe läßt sich folgende Übersicht geben:
1975 durch Karl Heinz Türk: Embken, Kelz, Kettenheim,
Lüxheim, Müddersheim
1980 (oder früher) durch Heinz Wassenberg: Langerwehe,
Weisweiler
1981 durch Wilhelm Dovern: Aldenhoven, Jülich, Linnich,
Müntz, Rödingen
1982 durch Heinz Kaulen: Pier
1984 durch Hannot: Drove
1984 durch Dr. Schmit: Gey
1985 durch Heinz Kaulen: Frenz.
1986 durch Helmut Paulißen: Boslar, Müntz, Rödingen.
Auf dem Friedhof der Stadt Düren
(Neuer Friedhof), der mit über 200 Steinen zu den größten des Gebietes zählt,
ist die fotografische und textliche Dokumentation aller Steine noch nicht
abgeschlossen. Ab 1988 waren dort Jugendgruppen der Deutschen Pfadfinderschaft
St. Georg tätig, die auch Abschriften der deutschsprachigen Inschriften
anfertigten. Die Namenslisten liegen im Stadtarchiv Düren.
Im Stadtarchiv Düren liegen zum großen Teil die Negative der Fotos (Grabsteine
und Friedhofsansichten) sowie in der Regel ein Abzug pro Bild. Vom Friedhof in Untermaubach existieren 7 Gesamtansichten,
6 davon von einem unbekannten Fotografen, auch das Aufnahmejahr ist nicht
bekannt.
Adresse:
Stadt Düren / Stadtarchiv
Rathaus / Kaiserplatz
52 348 Düren
DRENSTEINFURT
Die Volldokumentation Drensteinfurt
1990 des jüdischen Friedhofs in Drensteinfurt,
von Stadtarchivar Dr. Werner Bockholt in den Jahren 1985-1989 erarbeitet,
versteht sich als eine Bestandsaufnahme des damals noch vorhandenen Grabstein
Bestandes unter historischen und denkmalpflegerischen Aspekten. Die Publikation
enthält u.a. skizzenhafte Zeichnungen und Detailstudien von ausgewählten
Grabsteinen sowie Aussagen über ihren Erhaltungszustand. Im Rahmen des
Projektes wurden alle Inschriften vor Ort abgeschrieben und erfasst, der
hebräischen Inschriftenbestand von Karina und Thomas Lehnardt übersetzt,
wissenschaftliche Mitarbeiter des Institutum Judaicum Delitzschianum in Münster
von 1989 - 1992. Eine fotografischen Dokumentation aller Steine, die um 1988/89
entstand, ist im Anhang des Buches veröffentlicht. Finanziell unterstützt wurde
die Publikation von der Stadt Drensteinfurt sowie der örtlichen Volksbank.
Die Fotos der Grabsteine (Negative / Abzüge) befinden sich beim Kulturamt der
Stadt.
Adresse:
Stadtverwaltung Drensteinfurt
Kulturamt
Dr. Ralf Klötzer
Landsbergplatz 7
48317 Drensteinfurt
ERCKENS
Der Jurist Günter Erckens ist der Verfasser einer umfangreichen Arbeit zum
jüdischen Leben in Mönchengladbach, die 1989 posthum veröffentlicht wurde (Erckens 1989). Im Rahmen seiner
zunächst familienkundlichen Forschung hat Erckens von 1981 bis 1988 u.a. die
Vermögens- und Besitzverhältnisse von Juden in den früheren Gemeinden von
Mönchengladbach untersucht. Im Stadtarchiv von Mönchengladbach liegt der
Nachlaß von Günter Erckens demzufolge die Jahre 1981 - 1983 als Schwerpunkt
seiner Forschungen zu jüdischen Friedhöfen angesehen werden können . Der 2.
Band seiner Arbeit, der 1989 unter der Mitarbeit von Kurt Shimon Wallach
erschien, enthält eine historische Darstellung der jüdischen Friedhöfe auf dem
heutigen Stadtgebiet von Mönchengladbach (einschliesslich Belegungslisten):
Mönchengladbach
(Hügelstrasse), Giesenkirchen, Odenkirchen, Rheindahlen (Neuer Friedhof), Rheydt (Eifelstrasse), Wanlo, Wickrath
(Roßweide).
Im Zusammenhang mit der Publikation wurden im Auftrag des Stadtarchivs seit
Beginn der 80er Jahre zahlreiche Aufnahmen von jüdischen Friedhöfen durch den
Fotografen Paul Heinen, Odenkirchen, gemacht, wobei diese samt Negativen heute
grösstenteils im Stadtarchiv liegen. Im einzelnen entstanden folgende Fotos, in
Klammern der Entstehungszeitraum:
Mönchengladbach
(Hügelstrasse): 23 Fotos, davon 14 Einzelaufnahmen (1987 - 1989)
Rheydt (Eifelstrasse): 20
Einzelaufnahmen (1988/89)
Wickrath (Roßweide): 46 Fotos, davon
14 Einzelaufnahmen (1984 - 1989)
Odenkirchen: 83 Fotos, davon 17
Einzelaufnahmen (1982 - 1989)
Giesenkirchen: 8 Fotos, davon 6
Einzelaufnahmen (1988/89)
Rheindahlen (Neuer
Friedhof): 5 Fotos, davon 3 Einzelaufnahmen (1988/89).
Desweiteren befinden sich im Bildbestand des Stadtarchivs vereinzelte Gesamt
- und Einzelaufnahmen jüdischer Friedhöfe aus der Zeit vor 1982, nämlich
Aufnahmen von Mönchengladbach
(Hügelstrasse), Rheydt
(Eifelstrasse), Rheindahlen
(Neuer Friedhof).
Ergänzt und fortgesetzt wurden die Forschungen zu den jüdischen Friedhöfen
durch die Mitarbeiter des Stadtarchivs Wolfgang Löhr und Gerd Lamers. Zum
"Tag des offenen Denkmals" 1995 stellte das Stadtarchiv in einem
Faltblatt die Geschichte des Friedhofs Mönchengladbach
(Hügelstrasse) dar, (Mönchengladbach
1995), weitere jüdische Friedhöfe auf dem Stadtgebiet erläuterte Gerd
Lamers 1998 in einer Broschüre; Mönchengladbach 1998.
Im Rahmen eines umfangreichen Programms für die "Tage der jüdischen
Kultur" zum Gedenken an den 60. Jahrestages der Reichsprogromnacht sind
vom 18. 10. bis 25.11. 1998 auf Schloß Rheydt Fotografien mit Friedhofsansichten
von jüdischen Friedhöfen im Rheinland von Maren Heyne gezeigt worden. Diese
zwischen 1990-1994 von Marlen Heyne aufgenommenen und bereits in Buchform
veröffentlichten Fotos (Heyne 1994)
wurden für die Ausstellung um Ansichten der auf dem Stadtgebiet von
Mönchengladbach befindlichen Friedhöfe wie folgt ergänzt:
Mönchengladbach
(Hügelstrasse) 5 Fotos,
Rheydt (Eifelstrasse) 3 Fotos,
Wickrath (Roßweide) 3 Fotos, Odenkirchen 5 Fotos, Rheindahlen (Neuer Friedhof) 2
Fotos.
Die Negative dieser Friedhofsansichten verwahrt Frau Heyne, Düsseldorf, die
Abzüge liegen im Stadtarchiv Mönchengladbach.
Adresse
Stadt Mönchengladbach
Stadtarchiv Oberstadt
Aachener Str. 2
41 050 Mönchengladbach
Im Rahmen des Aufbaus eines Netzwerkes zur Erforschung regionaler Geschichte gefördert durch die euregio rhein-maas-nord, die Provinzregierung in Limburg und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel der bildlich-textlichen Inventarisierung, Dokumentation und komparativen Erforschung jüdischer Friedhöfe im niederländischen und deutschen Bezugsrahmen wurden in den Jahren 2007 bis 2008 sämtliche (bisher nicht anderweitig veröffentlichte) jüdische Friedhöfe in der euregio rhein-maas-nord erfasst und dokumentiert. Die Volldokumentationen der einzelnen Friedhöfe wurden in diesem Zeitraum sukzessive online ediert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=EU . Für die digitale Edition war Thomas Kollatz zuständig.
Es wurden alle hebräischen, deutschen und niederländischen Inschriften aufgenommen, die hebräischen Inschriften übersetzt und kommentiert. Für die Epigraphik waren Nathanja Hüttenmeister und Dan Bondy zuständig. Eine Ausnahme bilden die Friedhöfe in Krefeld: Krefeld (Neuer Friedhof), Hüls (Neuer Friedhof) und Linn. Diese wurden schon in den Jahren 2000-2002 von Aubrey Pomerance dokumentiert und 2007/2008 lediglich noch einmal von N. Hüttenmeister kontrolliert und mit in die eurergio–Datenbank übernommen. Die Fotos wurden zum größten Teil von Bert Sommer angefertigt, die anderen Fotos stammen aus dem Bildarchiv des Steinheim-Instituts aus den Jahren 1983-1987.
Soweit mithilfe von Sekundärliteratur und Online-Ressourcen möglich, wurden biographische Angaben zu den jeweiligen Personen ergänzt. Dies gilt in erster Linie für Hinweise auf in der Shoah ermordete Familienmitglieder, die durch die Datenbank der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad VaShem ("The Central Database of Shoah Victims' Names") und durch das "Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945" ermittelt werden konnten. Für die niederländische Seite war durch "Genlias" auch eine Recherche in standesamtlichen Unterlagen möglich. Darüber hinaus wurde auf Familienmitglieder, die auf demselben oder einem der anderen bearbeiteten Friedhöfe begraben liegen, verwiesen. Abgerundet wird jede einzelne Dokumentation durch eine kurze Beschreibung des einzelnen Grabsteins, seiner Gestaltung und Symbolik sowie seines heutigen Zustands, ergänzt durch eine oder mehrere Abbildungen.
Die Daten werden sukzessive ergänzt und können noch nicht als vollständig betrachtet werden. Zum Abschluß des Projektes wird sich eine ausführliche Einleitung den Gemeinsamkeiten und Besonderheiten dieser jüdischen Friedhöfe im niederländisch-deutschen Grenzraum widmen, die die enge, vor allem familiäre Verflechtung der jüdischen Gemeinden diesseits und jenseits der Grenze deutlich werden lassen, und auf die lokalen und regionalen Unterschiede in Stil und Inhalt der Inschriften zwischen niederländischen und deutschen Gemeinden einerseits und zwischen einer einzelnen Gemeinde zu ihrer jeweiligen Nachbargemeinde andererseits eingehen.
Folgende Friedhöfe wurden in Nordrhein-Westfalen bearbeitet:
Anrath publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e08
Bracht publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e02
Brüggen (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e01
Dormagen
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e03
Dülken (Kampweg) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e39
Garzweiler (Alt-Garzweiler)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e18
Geldern
publiziert unter http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e05
Giesenkirchen publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e31
Glehn publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e22
Grevenbroich (Neuer
Friedhof) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e10
Grimlinghausen
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e14
Hemmerden (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e11
Hochneukirch
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e19
Hülchrath (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e12
Hüls (Neuer Friedhof) publiziert
unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e42
Issum
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e06
Jüchen
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e17
Kaldenkirchen (Akazienweg)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e32
Kaldenkirchen (Alter
Friedhof) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e41
Kempen
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e20
Korschenbroich (Neuer
Friedhof) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e21
Krefeld (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e23
Lank-Latum
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e25
Linn publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e43
Mönchengladbach
(Hügelstrasse) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e26
Nettesheim
(Butzheim) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e35
Neuss
(Glehner Weg) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e33
Odenkirchen
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e30
Rheindahlen (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e29
Rheydt
(Eifelstrasse) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e27
Rommerskirchen
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e34
Schiefbahn (Alter Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e16
Schiefbahn (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e09
St Tönis
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e37
Süchteln
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e40
Viersen
(Auf der Löh) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e38
Vorst
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e37
Waldniel (Neuer Friedhof)
publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e36
Wevelinghoven (Neuer
Friehof) publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e13
Wickrath (Roßweide) publiziert
unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Ins&sel=e28
Willich publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e07
Zons publiziert unter: http://steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?function=Inf&sel=e04
Adresse:
Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut
Geibelstraße 41
47057 Duisburg
Tel.: 02 03-37 00 71
E-Mail: epidat@steinheim-institut.org
EYKMANN
1984 legte Ruth Eykmann im Fach Katholische Theologie /Judaistik das
Staatsexamen ab mit einer Arbeit über die Geschichte der Juden in Geldern und
Issum. Die Examensarbeit, vorgelegt bei Prof. Dr. Michael Brocke,
entstand im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Geschichte und Religion
des Judentums" an der Universität / Gesamthochschule Duisburg. Im Rahmen
dieser Tätigkeit erforschte Eykmann die Geschichte des Friedhof in Issum und erstellte eine Belegungsliste sowie
einen Belegungsplan für den jüdischen Friedhof in Geldern.
Ein Exemplar der unveröffentlichten Arbeit findet sich in der
Universitätsbibliothek Duisburg.
FENNENKÖTTER
Hans Christoph Fennenkötter, Gymnasiallehrer in Lippstadt und erster
Vorsitzender des Heimatbundes Lippstadt e.V., publizierte 1988 in der
Schriftenreihe des Vereins eine Dokumentation über die jüdischen Friedhöfen in
Lippstadt; Fennenkötter 1988.
Während der Erarbeitung von 1985 -1988 erneuerte er seine hebräischen
Sprachkenntnisse, um die Grabsteine auf den Friedhöfen Lippstadt (Neuer Friedhof) und Lipperode übersetzen zu können. Den bis heute
einzigen noch vorhandenen Grabstein des älteren Friedhofs Lippstadt (Alter
Friedhof) konnte er 1986 aus dem Uferschlamm der Lippe bergen. Mit
Unterstützung von Peter Hoffmann, Lipperode, wurden 1987/88 die Steine auf dem
Friedhof Lippstadt (Neuer Friedhof) fotografiert, die Negative befinden sich
bei dem Fotografen, s/w. Abzüge liegen bei dem Autor der Dokumentation.
Adresse:
Hans Christoph Fennenkötter
Uhlandstrasse 15
59 555 Lippstadt
FRECHEN
Der jüdische Friedhof in Frechen, der während der NS - Zeit stark verwüstet
wurde, ist nach dem zweiten Weltkrieg durch Stadt und Land wieder hergerichtet
und 1985 unter Denkmalschutz gestellt worden. Im Auftrag der Stadt Frechen
erstellten die beiden ehrenamtlichen Denkmalbeauftragten Egon Heeg und Helmut
Weingarten 1985 - 1988 ein schriftliches Protokoll, das 41 Grabdenkmäler im
östlichen Teils des Friedhofs nach denkmalpflegerischen Aspekten
inventarisiert, Frechen 1988. Aus
den darin enthaltenen Zustandsbeschreibungen der Grabsteine lässt sich eine
Belegungsliste der deutschen Namen destillierten, darin nicht enthalten ist
jedoch eine vollständige Wiedergabe bzw. Übersetzung der gesamten hebräischen
Inschriften. Bei ihrer protokollarischen Arbeit orientierten sich Heeg und
Weingarten an der Belegungsliste in der Dokumentation von Klaus H.S. Schulte,
der 1972 auf dem Frechener Friedhof 85 Grabsteine ermittelte, Schulte 1972, d.h. es kommt
teilweise zu Überschneidungen bei den Belegungslisten. Die unveröffentlichte
Inventarisierung von Egon Heeg und Helmut Weingarten enthält 76 Fotos
(Friedhofsansichten und Grabsteine) sowie einen Belegungsplan bezüglich der
Lage der 41 protokollierten Grabsteine im östlichen Teil des Begräbnisplatzes.
Von den Fotos der dort aufgeführten Steine liegt ein Satz in Abzügen beim
Stadtarchiv Frechen, die Negative verblieben im Privatbesitz von Helmut
Weingarten. Eine Kopie des Typoskript von Heeg / Weingarten befindet sich im
Adresse:
Stadtarchiv Frechen
Johann - Schmitz - Platz 1-3
50226 Frechen
FRIEDT
Durch seine Forschungstätigkeit über jüdisches Leben im Rheinland hat
sich der 1945 geborene Gerd Friedt in weiten Kreisen einen besonderen Ruf erworben.
Im Jahre 2000 wurde ihm für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Seit 1975 widmet sich Friedt, der bei Aufenthalten in Israel von 1968 bis 1979
Hebräisch gelernt hat, der jüdischen Orts - und Gemeindegeschichte auf dem
Gebiet des linken Rheinlandes, speziell von Stadt und Kreis Bergheim, Bedburg,
Elsdorf und Kerpen, hier auch Familien - und Einzelbiografien. Ein besonderes
Augenmerk gilt dabei der Bearbeitung rheinisch - jüdischer Landfriedhöfe, für
deren Erhalt er sich auch nach seiner Übersiedlung nach München 1980 weiterhin
einsetzt. Friedt hat, teils in Zusammenarbeit mit anderen Heimatforschern und
Genealogen, komplette Übersetzungen des Grabstein Bestandes von folgenden
jüdischen Friedhöfen erarbeiten und publiziert:
Bergheim (Neuer Friedhof), Bedburg (Neuer Friedhof), Brüggen, Kerpen,
Paffendorf, Sindorf.
Belegungslisten liegen vor für: Fliesteden,
Niederaussem.
Bereits bearbeitet, aber noch nicht publiziert sind Transkriptionen von
Bettendorf, Elsdorf, Glesch, Kaster, sowie in Teilen der Grabstein Bestand in
Linnich.
Im Zusammenhang mit seiner dokumentarischen Tätigkeit entstand ab ca. 1979
ein Fotoarchiv, das Aufnahmen des Grabstein Bestandes folgender Friedhöfe
enthält:
Bedburg (Neuer Friedhof),
Bergheim (Neuer Friedhof), Brüggen, Elsdorf,
Kerpen, Paffendorf,
Sindorf.
Ausnahmsweise ist Friedt auch in Rheinland-Pfalz tätig geworden,
und zwar 2004 bei der Dokumentation des Friedhofs in Niederzissen.
Adresse:
Heinz Gerd Friedt
Jawlenskystr. 12
81477 München e-mail:
gerd.fried@med.uni-muenchen.de
GÄDTKE
Marianne Gädtke, Beamtin bei der Liegenschaftsverwaltung der Stadt
Münstereifel, erforschte nach ihrer Pensionierung die Geschichte der jüdischen
Friedhöfe der Stadt: Bad Münstereifel
und Arloff . Neben der archivarischen
Recherche erstellte sie Belegungspläne sowie Belegungslisten vor Ort und
fotografierte 1999 alle noch vorhandenen Steine. Exemplarisch konnte sie mit
Unterstützung von Winfried Günther, Friedhofsverwalter der Synagogengemeinde
Köln, und Dr. J.L.C. Boertjens, Zwolle/Niederlande, den größten Teil der
Inschriften des Grabstein Bestandes beider Friedhöfe im Original und in
deutscher Übersetzung publizieren ( Gädtke
2003 ). Die von Marianne Gädtke 1999 gefertigten Fotos befinden sich in
digitalisierter Form als CD im Besitz der Autorin.
Adresse:
Marianne Gädtke
Hegebachweg 22
53902 Bad Münsteifel
e-mail: marianne_gaedtke@freenet.de
GESEKE
Im Zusammenhang mit der Erforschung jüdischen Lebens in Geseke begann sich im
Frühjahr 1989 der Arbeitskreis: "Jüdische Familien in Geseke"
mit dem Friedhof Geseke zu beschäftigen.
Mitglieder des Arbeitskreises unter der Leitung des Geschichtslehrers Rheinhard
Marx waren: Friedhelm Budde, Marianne Gade, Philipp und Franz - Wilhelm
Kersting. Zunächst wurden Abschriften der Grabsteine vorgenommen und ein
Lageplan angefertigt. Durch die Erschliessung literarischer und archivarischer
Quellen konnte eine Belegungsliste und ein Belegungsplan erstellt werden. Die
fotografische Dokumentation des gesamten Grabstein Bestandes übernahm Franz -
Wilhelm Kersting zwischen 1992 - 1995. Die Transkription und Übersetzung der
hebräischen Inschriften wurde von Smul Rubens, Paderborn, vorgenommen. Gedruckt
wurde die Publikation mit Fördermitteln der Sparkasse Geseke, Geseke 1997.
Die s/w Fotos der Grabsteine (Negative / Abzüge) befinden sich beim
Arbeitskreis.
Adresse:
Arbeitskreis: Jüdische Familien in Geseke
Reinhard Marx
Zu den drei Linden 31
59590 Geseke
GOEZU
Während eines Aufenthalts in Deutschland im Jahre 1997 fotografierte der
aus Antwerpen stammende jüdische Maler Andre Goezu zahlreiche Grabsteine
auf dem jüdischen Friedhof in Bad
Münstereifel. Zwei Farbabzüge befinden sich im
Adresse
Das
HAGEN
1966 wurde im Zuge der Umbettungen von Begräbnissen auf dem ehemaligen
Friedhof in Hagen, Böhmerstrasse, nach Eilpe ein Verzeichnis der damals noch lesbaren
Grabstein Inschriften im Auftrag der Stadtverwaltung angefertigt. Es umfasst 39
Namen und liegt heute im Stadtarchiv der Stadt Hagen.
Adresse:
Stadt Hagen
Historisches Centrum Hagen
Stadtmuseum/ Stadtarchiv
Eilper Strasse 71 - 75
58 091 Hagen
HAMM
Im Auftrag des Oberstadtdirektors Dr. Dieter Kraemer, Hamm,
erstellte das örtliche Stadtarchiv unter der Leitung von Elke Hilscher eine
Bilddokumentation über den jüdischen Friedhof der Stadt; Hamm (Neuer Friedhof). Die von Heinz
Feußner zwischen 1993 - 1994 angefertigten s/w. Fotografien erfassten nahezu
den gesamten Grabsteinbestand, ergänzt durch Detailaufnahmen sowie
Gesamtansichten. Zudem enthält die Publikation Übersetzungen ausgewählter
Steine, die mit Unterstützung von Richard Brightbart und Hans Frankenthal vom
Landesverband der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe zustande kamen. Im Anhang
der Veröffentlichung findet sich eine Belegungliste und ein Belegungsplan, Hilscher 1994.
Abzüge und Negative der Fotos liegen im Stadtarchiv Hamm.
Adresse:
Stadtarchiv Hamm
Kamenerstrass 177
Postfach 2449
59077 Hamm
HELBECK
In seiner Geschichte der Juden in Schwelm, veröffentlicht 1988 mit
Unterstützung der Stadt Schwelm, widmete sich der Stadtarchiv Gerd Helbeck u.a.
der Erforschung der jüdischen Begräbnisstätten in der Stadt Schwelm, Helbeck 1988. Neben der historischen
Darstellung des alten, untergegangenen Friedhofs, Schwelm (Alter Friedhof), erstellte
Helbeck eine Belegungsliste anhand der Grabsteine auf dem neuen Friedhof, Schwelm (Neuer Friedhof). Gerd
Helbeck regte Adalbert Böning (s. Länderübergreifende
Projekte) zur Dokumentation der hebräischen Inschriften an, die in einer
Auswahl veröffentlicht wurden in den Beiträgen zur Heimatkunde der Stadt
Schwelm, Böning 1988b.
HELLMUND
Rudolf Hellmund, Lehrer, Heimatforscher und langjähriger Mitarbeiter des Arbeitskreises
Troisdorfer Jahreshefte veröffentlichte dort seine regionalgeschichtlichen
Forschungen, u.a. jene über den jüdischen Friedhof in Mondorf. Im Zuge seiner Untersuchungen vor Ort
im Jahre 1982 erstellte er einen Belegungsplan und eine Belegungsliste anhand
der damals noch lesbaren Inschriften, Hellmund
1982. Rudolf Hellmund verstarb 1999.
HESSE
Die bei Ursula Hesse veröffentlichte Volldokumentation zu den Friedhöfen in
Alme, Brilon und Madfeld wurde 1988 - 1990 von folgenden
Mitarbeitern der Arbeitsgruppe "Jüdische Friedhöfe" an der
Universität / Gesamthochschule Duisburg unter der Leitung von Prof. Dr. Michael
Brocke erstellt: Andreas Hemstege (Fotos), Aubrey Pomerance, Regina Schorzmann.
Die bild - textliche Dokumentation umfasst den gesamten Inschriften Bestand,
die Fotos der Grabsteine befinden sich im Archiv des der Universität
angegliederten Steinheim Instituts.
HÜGEN
In seiner Abhandlung über die jüdischen Gemeinden am Niederrhein veröffentlichte
der Dipl. Verwaltungswirt und Historiker Ludwig Hügen 1985 die
Volldokumentation der Friedhöfe in Willich. Diese basiert auf der
Bestandsaufnahme aller Willicher Friedhöfe im Rahmen des Forschungsprojektes
"Jüdische Friedhöfe" in NRW unter Leitung von Prof. Brocke
an der Gesamthochschule/Universität Duisburg. Die Übersetzung der hebräischen
Inschriften der Grabsteine übernahm Barbara Pörsch. Die Publikation konnte mit
Unterstützung der Stadt Willich publiziert werden.
Volldokumentation: Anrath, Schiefbahn (Neuer Friedhof), Schiefbahn (Alter Friedhof).
Abschrift, Übersetzung aller Inschriften: Willich.
JÜCHEN
Das Gemeindearchiv der Stadt Jüchen ließ 1988 alle Grabsteine auf dem
jüdischen Friedhöfen in Garzweiler
(Alt-Garzweiler), Hochneukirch und Jüchen durch Gert Behr fotografieren.
Abzüge der Fotos lagern im Gemeindearchiv der Stadt; die Negative befinden sich
beim Fotografen.
Adressen:
Stadt Jüchen
Postfach 1101
41 353 Jüchen
Gert Behr
Marktstrasse 35, 41463 Jüchen
KALKAR
Im Rahmen des Projektes zur bildlich - textlichen Erfassung aller jüdischen
Friedhöfe in Nordrhein-Westfalen unter der Leitung von Prof. Brocke
wurden in Juni und Juli 1985 alle Grabsteine in Kalkar fotografiert. Dan Bondy
und Aubrey Pomerance, beide Mitarbeiter des Steinheim Instituts, erstellten
anhand dieser Fotos eine Volldokumentation des Friedhofs. Mit finanzieller
Unterstützung der Stadt Kalkar, der Stadtwerke GmbH und der Sparkasse Kleve
konnte die Dokumentation, ergänzt durch die von Günther J. Bergmann erarbeitete
Gemeindegeschichte, 1999 veröffentlicht werden. Kalkar 1999 .
KOPERNIKUS
Am Kopernikus - Gymnasiums in Niederkassel begann sich 1995 unter der Leitung
des Lehrers Georg Langen eine Schülergruppe mit der Geschichte und den Folgen
des NS-Regimes vor Ort zu beschäftigen. Im Rahmen dieses Projektes
recherchierten die Schüler die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in
Mondorf, heute ein Ortsteil von Niederkassel. Am Gedenktag für die Opfer des NS
- Regimes 1998 und anlässlich des 25 jährigen Bestehen des Kopernikus -
Gymnasiums wurden Ergebnisse dieses Projektes in Form einer Schülerausstellung
unter dem Titel "Gewalt beendet keine Geschichte" sowohl im
Gymnasium, wie später auch im Rathaus der Stadt Niederkassel und an anderen
innerstädtischen Orten gezeigt. Ein weiteres Ergebnis dieses Schülerprojektes
ist die Darstellung des jüdischen Friedhofs in Mondorf
mit Belegungsliste und Belegungsplan im Internet unter:
http://members.aol.com/glangen/staetten/st_allg.htm
E-mail: gbkg@koperngymndk.su.nw.schule.de
LANDSCHAFTSVERBAND
Im Auftrag des Westfälischen Amt für Denkmalpflege beim
Landschaftsverband Westfalen-Lippe erarbeitete Susanna van der Poll zwischen
1987 - 1988 eine Geschichte jüdischer Friedhöfe in Westfalen unter
denkmalpflegerischen Aspekten ( Poll 1988 ),
d.h. hauptsächlich wurden hier formale Aspekte der Grabstein Gestaltung
beschrieben. Im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit ist der gesamte
Grabsteinbestand des Friedhofs in Warburg
(Am Sacktor) fotografisch dokumentiert sowie eine Belegungsliste erstellt
worden. Zudem wurden Belegungspläne für Warburg
(Am Sacktor), Burgsteinfurt
(Neuer Friedhof), Obermarsberg, sowie Dülmen (Neuer Friedhof) angelegt.
Eine Auswahl von Steinen wurde fotografiert und beschrieben, zum Teil wurden
auch die Namen der Beerdigten erfasst. Die Negative der schwarz-weiss Fotos
liegen in Form von Kontaktabzügen im Amt für Denkmalpflege ebenso eine Kopie
der unpublizierten Arbeit von Frau van der Poll.
Adresse
Landschaftverband Westfalen-Lippe
Westfälisches Amt für Denkmalpflege
FB Inventarisation
Salzstrasse 38
48 133 Münster
LEHNARDT
Von 1989 - 1992 war die Theologin Karina Lehnardt wissenschaftliche
Mitarbeiterin des Institutum Judaicum Delitzschianum an der Westfälischen
Wilhelms Universität Münster und erarbeitete dort in Zusammenarbeit mit dem
Stadtarchiv Dülmen die Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Dülmen. Die
Veröffentlichung enthält, neben der Geschichte des alten Friedhofs Dülmen
(Alter Friedhof) eine bild - und textliche Dokumentation des gesamten Grabstein
Bestandes auf dem neuen Friedhof in Dülmen (Neuer Friedhof), Lehnardt 1991. Gemeinsam mit ihrem
Mann Thomas Lehnardt erfasste Karina Lehnardt die Inschriften aller Steine und
besorgte die Übersetzung der hebräischen Texte. Im Auftrag des Stadtarchivs
Dülmen, Herausgeber des Buches, entstanden 1989 die s/w Fotos der Grabsteine
durch den Fotografen Karsten Wiehe, Gütersloh, sowie ein Belegungsplan durch
das Vermessungsbüro Peter Briewig, Dülmen. Die Drucklegung konnte durch eine
Finanzierungshilfe des Landes NRW im Rahmen des Sonderprogrammes
"Entwicklungsmaßnahmen in Kreisangehörigen Gemeinden" ermöglicht
werden. Die Negative der Fotos liegen beim Fotografen.
Adresse:
artvertise
Karsten Wiehe
Kökerstrasse 16
33330 Gütersloh
LEISEN
Prof. Dr. Hans Leisen, Spezialist für die Restaurierung und Konservierung
von Objekten aus Stein, ist weltweit auf dem Gebiet der Bestandssicherung
steinerner Kulturzeugnisse tätig. In seiner Eigenschaft als Restaurator
erfasste Prof. Leisen und sein Institut u.a. den vorwiegend älteren Grabstein
Bestand von derzeit drei jüdischen Friedhöfen in Deutschland; Deutz, Dorsten, Mülheim (Am Springborn). Das
Hauptziel seiner Tätigkeit besteht in der Beurteilung des jeweiligen Zustandes
des vorhandenen Steinmaterials sowie der Einleitung konservatorischer Schritte.
Zu diesem Zwecke wird eine sogenannte "Risk Map" erstellt sowie eine
Prioritätenliste für die Behandlung des Steins erarbeitet. In der Regel werden
Lagepläne erstellt und die Steine fotografiert.
Im April 2001 erstellte Prof. Leisen in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum
Westfalen in Dorsten einen solchen Zustandsbericht für die noch wenigen dort
vorhandenen Steine, der beispielhaft (wieviele ?) Grabsteine erfasste. Der
Bericht, der auch einen Lageplan der Steine enthält, sowie Digitalfotos von xxx
Grabsteinen liegt im Institut des Fachbereichs.
Auf eigene Initiative ist Prof. Leisen zusammen mit seinen Studenten in
Absprache mit der Jüdischen Gemeinde Köln, der Christlich - Jüdischen Synode
sowie dem Stadtkonservator in Köln seit Anfang 2001 tätig geworden auf zwei
jüdischen Friedhöfen in Köln; Deutz und Mülheim (Am Springborn). Für Mülheim
(Am Springborn) liegen Digitalfotos sowie Farbdiapositive fast aller Steine
vor, wieviele ?
Auf dem Deutzer Friedhof wurde damit begonnen, den ältesten Teil mit ca. 200
Grabsteinen zu untersuchen. Ziel der Tätigkeit vor Ort ist die Gesamterfassung
des ältesten Teils des Friedhofs mit ca. 1500 Steinen, Deutz. Gegenwärtig (Stand Oktober 2002) betreut
die Arbeiten vor Ort Frau Sunifa Volland.
Adresse
Prof. Dr. Hans Leisen
Fachhochschule Köln
Fachbereich Restaurierung und Konservierung von Kunst - und Kulturgut
Ubierring 40
50 678 Köln
LIPP
Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Geschichte der Juden im Kreis
Viersen konnte 1991 unter der Leitung von Kreisarchivar Dr. Gerhard Rehm eine
Publikation herausgegeben werden, die ausführliche Beiträge verschiedener
Autoren zu den rheinischen Gemeinden des Kreises vereinigt. Dort findet sich -
erarbeitet von Johannes Lipp - eine genealogische Dokumentation über jüdischen
Familien in Oedt und Grefrath, Rehm 1991.
Im diesem Zusammenhang erforschte Johannes Lipp, bis zu seinem Tode
Vorsitzender des Heimatvereins Oedt, e.V., die Geschichte des Friedhofs in
Oedt. Dieser Friedhof existiert heute nicht mehr, die Umbettung von 25 Toten
auf den Friedhof in Kempen wurde im Jahre 1968 durchgeführt. Bevor die Parzelle
in den Besitz der benachbarten Firma Girmes AG überging, fotografierte Lipp den
ehemaligen Begräbnisplatz und veröffentlicht eine Belegungsliste, die er anhand
von Unterlagen des Friedhofsamt der Stadt Kempen erstellen konnte. Die
Unterlagen der damaligen Umbettungen nach Kempen, die auch die
Wiederaufstellung von ca. 25 Grabsteinen umschloss, liegen im Stadtarchiv
Kempen.
Adresse:
Stadtarchiv Kempen
Thomastrasse 20 (Burg)
47906 Kempen
MAGNUS - GYMNASIUM
Unter der Leitung der Studienräte Knut Neuschäfer, Hubert Maibaum und Gerd
Sprenger arbeitete im Herbst 1985 eine Schülergruppe des Albertus - Magnus -
Gymnasiums in Beckum auf dem jüdischen Friedhof, Beckum.
Sie zählten die noch erkennbaren Gräber, zeichneten die Inschriften der
Grabsteine in deutsch und hebräisch auf und trugen die Lage der Steine in eine
Karte des Friedhofsgeländes ein. Die Unterlagen dieses Schülerprojektes wurden
verwertet in der grundlegenden Untersuchung zur Geschichte der Juden in Beckum
von Hugo Krick und Diethard Aschoff, Beckum
1986, sowie in der in der Publikation von Hubert Lukas, Beckum 1988.
Nach dem Tode von Hugo Krick gelangten die Unterlagen des Schülerprojektes
(Abschriften, Lageplan) in das Stadtmuseum Beckum, wo sie auf Anfrage
eingesehen werden können.
Adresse:
Stadtmuseum Beckum
Herrn Dr. Martin Gesing
Markt 1
59 269 Beckum
MANDELBAUM
Chanoch Mandelbaum, 1923 in Kleve geboren, verliess die Stadt in der
Reichsprogromnacht 1938. Er lebt heute als einer der letzten Überlebenden der
Vorkriegsgemeinde von Kleve in Jerusalem. Infolge eines Besuches des
Begräbnisplatzes 1989 begann Mandelbaum, wieder in Israel, anhand von
fotografischen Aufnahmen aller Grabsteine des Friedhofs in Kleve Übersetzungen des hebräischen Inschriftenbestandes
zu erarbeiten; Mandelbaum 2002. Die ihm
vorliegenden s/w Aufnahmen waren auf Veranlassung des damaligen Beigeordneten
der Stadt, Herrn Wolfgang Krebs durch die Fotografin Frau Gossens im Auftrag
des Museums im Kurhaus um 1990 entstanden. Ergänzende Aufnahmen für die Arbeit
von Mandelbaum fertigte zwischen 1999 - 2001 Wolfgang Krebs, seit 1991
pensioniert, der sich seit Jahren mit der Geschichte der Juden in Kleve
beschäftigt. Negative der Aufnahmen befinden sich zum einen im städtischen
Museum Kurhaus Kleve, weitere Aufnahmen bei Wolfgang Krebs.
Adressen:
Museum Kurhaus Kleve
Ewald Mataré Sammlung
Tiergartestrasse 41
47533 Kleve
Wolfgang Krebs
Beuthstrasse 4
47533 Kleve
MINNINGER
Unabhängig von den Forschungen Karl Wilhelm Röhs
über die jüdischen Friedhöfe in Bielefeld , s. Röhs, hatte
die Archivarin Monika Minninger bereits 1982 im Rahmen einer Forschungsarbeit
über jüdische Schicksale von nichtemigrierten und nichtdeportierten Personen
zwischen 1933 - 1945 damit begonnen, auf dem Friedhof Bielefeld (Haller Weg) die Namen der
dort Bestatteten zu ermitteln. Für diese Katalogisierung sämtlicher lesbarer
Namen auf den vorhandenen Grab - und Gedenksteinen nutzte sie ein Tonbandgerät,
die vier Kassetten mit den Namen und Daten befinden sich im Stadtarchiv. Als
Ergebnis dieser Arbeit, die auch einige von Röhs nicht erfasste Stelen und
Kissensteine einschloß, ermittelte Minninger rund 540 Namen. Im Zusammenhang
mit den Forschungen von Minninger, inzwischen Leiterin des Stadtarchiv
Bielefeld, entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche Fotos (Grabsteine und
Friedhofsansichten), die alphabetisch nach Namen und topographisch geordnet,
ebenfalls beim Stadtarchiv liegen.
Um den hebräischen Inschriftenbestand der 11 ältesten Grabsteine auf dem
Friedhof Bielefeld (Haller Weg) zu
ermitteln, die vom untergegangenen Friedhof Bielefeld (Alter Friedhof)
stammen, erhielt Frau Minninger 1985/86 Unterstützung durch den damaligen
Marburger Theologiestudenten Ingo Kottsieper, sowie nicht genannte Experten in
Jerusalem. Dabei konnte festgestellt werden, daß der älteste Stein aus dem Jahr
1663 stammt, und nicht wie von dem Alttestamentler Kottsieper angenommen, von
1704. Die Arbeit von Kottsieper, Maschinenschrift, 1986, 7 Seiten, im
Stadtarchiv Bielefeld.
Adresse:
Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek
Frau Dr. Monika Minninger
Rohrteichstr. 19
33 602 Bielefeld
Frau Johanna Morgenstern-Wulff arbeitete seit 1979 bis zum
Ende der 80er Jahre an jüdischen Friedhöfen in den Bundesländern Bayern und
Nordrhein-Westfalen. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen beschäftigte sie sich
mit den jüdischen Friedhöfen in Berleburg
(Alter Friedhof), Berleburg
(Neuer Friedhof), Elsoff, Laasphe. Eine ausführliche Projektbeschreibung
befindet sich unter Morgenstern-Wulff
in der Liste der länderübergreifenden Dokumentationsprojekte.
MRUGALLA
Im Rahmen der ersten Staatsprüfung für das Lehramt der Sekundarstrufe II im
Fachbereich Evangelische Theologie erstellte Gabriele Mrugalla 1984 eine schriftlichen
Hausarbeit, die u.a. die Geschichte jüdischen Friedhöfe auf dem heutigen
Stadtgebiet von Oberhausen behandelt. Gutachter ihrer Arbeit war Dr. Michael
Brocke, Forschungsschwerpunkt Geschichte und Religion des Judentums an der
Universität / Gesamthochschule Duisburg, der zwischen 1985 - 1987 den Grabstein
Bestand des gesamten Regierungsbezirks Düsseldorf fotografisch erfasste. Die
unveröffentlichte Arbeit von Mrugalla enthält neben der Darstellung jüdischen
Lebens in Oberhausen seit dem 19. Jahrhundert bis zur Zeit des NS - Regimes
einige fotografische Gesamtansichten sowie eine nicht vollständige
Belegungsliste der Friedhöfe in Oberhaussen (Neuer Friedhof) und Holten.
MÜNSTER
Nach einem Israelbesuch einer Gruppe von Lehrern der Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Schule
in Münster entstand die Idee, den Jüdischen Friedhof in Münster (Einsteinstrasse) zu
dokumentieren. Unter Leitung des Fachlehrers Dipl. Ing. Josef Anders haben die
Schüler der Fachoberschule 12/B1 die Grabsteine vermessen sowie die Inschriften
gelesen und mit einem Verzeichnis aus dem Jahr 1990 verglichen, das die Jüdische
Kultusgemeinde Münster ihnen zur Verfügung gestellt hatte. Im
Sommer 1995 konnten sie eine Belegungsliste für insgesamt 386 Steine
fertigstellen, in der zu jedem Stein folgende Angaben festgehalten wurden:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Sterbedatum. Die Liste ist zunächst topographisch
geordnet (nach den Nummern der Grabsteine – zwei Serien, für die linke bzw.
rechte Friedhofshälfte), wurde jedoch durch einen alphabetisch nach den
Familiennamen sortierten Index ergänzt (siehe in der Literaturliste unter Münster 1996). Diese Dokumentation
liegt (in wenigen Exemplaren) als Computerausdruck vor, der zu einem Buch (im
Format A4) gebunden wurde. Das Zentralarchiv hat 2012 ein Exemplar von Prof.
Dr. Joachim Mugdan erhalten, der damals in Münster mit den Schülern Kontakt
hatte und seit 1999 in Basel lebt.
NEKUM
Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Bad Honnef, weiteren
Einrichtungen sowie Bewohnern der Stadt konnte der Heimatforscher Adolf Nekum
seine langjährigen Forschungen zu jüdischem Leben in Bad Honnef
veröffentlichen, herausgegeben 1988 durch den Heimat - und Geschichtsverein
Herrschaft Löwenburg, e. V. Im Rahmen seiner sozial - und
familiengeschichtlichen Darstellung widmete Nekum ein Kapitel seines Buches der
Dokumentation des jüdischen Friedhofs, Nekum
1988. Die Veröffentlichung enthält einen Belegungsplan und eine ausführlich
kommentierte Belegungsliste des Friedhofs in Bad
Honnef, die Nekum durch Abschriften der Namen vor Ort gewann und durch
archivarische Quellen ergänzte. Die Schrift enthält zudem zahlreiche Fotos von
Grabsteinen sowie Friedhofsansichten.
NIESERT
In den Jahren 1979 - 1981 entstand auf Privatintitiative des inzwischen
verstorbenen Kinderarztes Dr. Friedrich Niesert in Legerich eine fotografische
Dokumentation des dortigen Friedhofs sowie ein Lage - und Belegungsplan; Lengerich. Die s/w. Aufnahmen wurden vom
Fotoatelier Beckmann erstellt und von der Stadt Lengerich finanziert. Die Pläne
sowie Abzüge der Aufnahmen (Grabsteine und Friedhofsansichten) befinden sich,
zusammengestellt in vier Bänden, im Stadtarchiv Lengerich.
Adresse:
Stadtarchiv Lengerich
Tecklenburger Strasse 2 - 4
49477 Lengerich
NIMMERT
In Privatinitiative gründete Eva Nimmert 1998 gemeinsam mit Freunden das
Projekt "Jüdisches Leben in Hattingen". Im Mai 1998 erstellte sie,
gemeinsam mit Angela Beisken, für den Friedhof in Hattingen (Neuer Friedhof) eine
Belegungsliste anhand der deutschen Grabstein Inschriften. Zudem fotografierten
sie zahlreiche Steine vor Ort. Die Belegungsliste befindet sich bei Eva
Nimmert, inzwischen in Dortmund wohnhaft; s/w Fotos sowie weiter Akten zu den
jüdischen Friedhöfen in Hattingen: Hattingen
(Alter Friedhof), Hattingen
(Neuer Friedhof), Blankenstein, liegen im
Stadtarchiv Hattingen.
Adressen:
Eva Nimmert
Emsinghofstr. 24
44357 Dortmund
Stadtarchiv Hattingen
Thomas Weiß
Im Welperfeld 23
45527 Hattingen
OTTEN
Im Rahmen eines Forschungsschwerpunktes an der Universität - Gesamthochschule
Duisburg, den "Forschungen zur Geschichte und Religion des
Judentums", geleitet von Prof. Michael Brocke, entstand als Diplomarbeit
von Bärbel Otten im Studiengang Sozialwissenschaften 1986 die Volldokumentation
des Friedhofs in Winterswick. 1985 waren
von der Forschungsgruppe "Jüdische Friedhöfe" an der Universität
Duisburg Fotos aller Grabsteine gemacht worden, die Übersetzung der hebräischen
Texte auf den Grabsteinen besorgte Prof. Brocke.
PETERS
Dieter Peters ist als Friedhofsbeauftragter des Landesverbandes der
jüdischen Gemeinden von Nordrhein vorwiegend in Nordrhein-Westfalen tätig.
Seine umfangreiche genealogische und dokumentarische Arbeit bezieht sich jedoch
auf das gesamte Bundesgebiet. Eine ausführliche Projektbeschreibung befindet
sich unter Peters in der
Liste der länderübergreifenden Projekte.
PRACHT
Seit den 90er Jahren erarbeitet Dr. Elfi Pracht im Auftrage des
Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes
Nordrhein-Westfalen eine grundlegende Dokumentation zu jüdischer Kultur im
Rheinland, die im wesentlichen die Zeit zwischen dem Beginn der Emanzipation
und der Shoah erfaßt, aber auch frühere Quellen berücksichtigt. Inhaltlich und
organisatorisch ist das Forschungsprojekt bei der Stadt Köln angesiedelt und
wird für beide Landesteile in der Reihe "Beiträge zu den Bau- und
Kunstdenkmälern im Rheinland" veröffentlicht.
Gegenstand dieser Publikationsreihe ist die jüdische Sachkultur. Insofern
finden sich in den Bänden auch systematisch Ausarbeitungen zur Geschichte der
jeweiligen jüdischen Friedhöfe. Entsprechend der Verwaltungsgliederung des Bundeslandes
Nordrhein-Westfalen in die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold, Düsseldorf,
Köln und Münster ist das gesamte Projekt auf 5 Bände angelegt. Erschienen sind
bisher:
Teil I: Regierungsbezirk Köln, (=Pracht
1997)
Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf (= Pracht-Jörns 2000)
Teil III: Regierungsbezirk Detmold.(= Pracht 1998)
In Vorbereitung: Regierungsbezirk Arnsberg und Regierungsbezirk Münster.
(Bedingt durch Eheschließung erscheinen die Bände ab dem Jahr 2000 unter dem
Doppelnamen Pracht-Jörns)
Die bisher in der Publikationsreihe veröffentlichten s/w. Fotos
(Friedhofsansichten und einzelne Grabstein Aufnahmen) wurden von Fotografen
folgenden Ämtern gefertigt:
Regierungsbezirk Köln: Rheinisches Bildarchiv Köln.
Regierungsbezirk Düsseldorf: Rheinisches Amt für Denkmalpflege, Abtei
Brauweiler, Pulheim.
In Westfalen war das Westfälische Amt für Denkmalpflege, Münster, tätig.
Adresse:
Stadtmuseum Köln
Dr. Elfi Pracht-Jörns
Zeughausstrasse 1-3
50667 Köln
Dr. Yehuda T. Radday (1913-2001) war Professor für Jüdische Studien am Israel Institute of Technology in Haifa und hat auch mehr als ein Jahrzehnt lang als Gastprofessor an der Heidelberger Hochschule für Jüdische Studien das Fach Bibel vertretern. In Nordrhein-Westfalen war er an der Dokumentation der Friedhöfe Langerwehe und Weisweiler beteiligt. Eine ausführliche Projektbeschreibung befindet sich unter Radday in der Liste der Länderübergreifenden Projekte.
RAU
Vor dem Hintergrund der Errichtung eines Mahnmals auf der 1987 /88
wiederhergestellten Anlage des ehemaligen Friedhofs in Salzuflen, (Bad
Salzuflen seit 1914) erschien im Stadtmagazin ein Artikel zum jüdischen
Friedhof in der Werler strasse, Salzuflen
1988 . Die Autoren des Artikels, Dr. Hermann G. Rau, bis 1999 Leiter des
Stadt - und Bädermuseums und Harry Rothe, Mitglied der jüdischen Gemeinde in
Herford, veröffentlichten dort eine Belegungsliste, wie sie anhand der noch
wenigen vorhanden Grabsteine zu erstellten möglich war; Salzuflen.
REDEL
Ende der 90er Jahre begann Mike Redel, der damals noch in Kamen wohnte,
jüdische Friedhöfe in seiner Umgebung zu erforschen. Inzwischen haben seine
genealogischen Forschungen einen beträchtlichen Umfang angenommen. Redel
fertigt Abschriften der deutschsprachigen Inschriften an und ermittelt anhand
von literarischen Quellen Belegungslisten mit den Namen der Verstorbenen. Zudem
begann er eine fotografische Dokumentation der Grabsteine auf zahlreichen
Friedhöfen, an deren Vervollständigung er arbeitet. Bisher war Redel auf
folgenden Friedhöfen tätig:
Ahlen (Neuer Friedhof), Altena, Anröchte,
Aplerbeck (Alter Friedhof), Aplerbeck (Kommunalfriedhof), Beckum, Bochum
(Wasserstrasse), Bork, Büderich, Datteln,
Dorstfeld (Alter Friedhof), Dortmund (Mitte), Drensteinfurt, Ergste,
Erwitte (Neuer Friedhof), Fröndenberg, Hamm (Neuer Friedhof), Hennen, Herbern, Hüsten, Iserlohn,
Kamen, Lüdinghausen,
Oelde (Neuer Friedhof), Oestinghausen, Schwerte,
Soest (Nottebohmweg), Unna (Alter Friedhof), Unna (Neuer Friedhof), Waltrop (Neuer Friedhof), Wambel, Werl, Werne, Westhofen
(Neuer Friedhof).
Adresse:
Mike Redel
Rademachers Weg 22
59425 Unna
E-mail: Nelson181062@aol.com
REICHSINSTITUT
Das nationalsozialistische Reichsinstitut für Geschichte des neuen
Deutschland besaß seit 1936 eine Forschungsabteilung Judenfrage. Da
man dort davon ausging, daß die jüdischen Friedhöfe unmittelbar vor ihrer
Auflösung stehen, fing man im Sommer 1942 mit der Dokumentation von Grabinschriften
an. Für genealogische und demographische Untersuchungen war man an einer
fotografischen Sicherung der Inschriften in Ergänzung zu den (durch das Reichssippenamt
eingezogenen) jüdischen Personenstandsregistern interessiert. Eine ausführliche
Projektbeschreibung befindet sich unter Reichsinstitut in der Liste
der länderübergreifenden Dokumentationsprojekte
RESSEL
Im Rahmen des Kunstunterrichts erforschte der Lehrer Dr. Gert
Ressel, damals tätig am Tagesheimgymnasium in Kerpen, 1975/76 gemeinsam mit
seinen Schülern den jüdischen Friedhof in Kerpen.
Es wurde ein Belegungsplan sowie eine Belegungsliste erstellt, teilweise
erfolgten Abschriften der deutschen Texte sowie Zeichnungen im Bereich des
vorwiegend älteren Grabstein Bestandes aus dem 19. Jahrhundert. Die Broschüre
über das Schülerprojekts wurde mit Unterstützung des Gymnasiums, das heute
Europaschule heisst, 1978 gedruckt und kann dort eingesehen werden.
Adresse:
Europaschule
Gymnasium der Stadt Kerpen
Philipp - Schneider - Strasse
50171 Kerpen
RIDDER
In privater Initiative dokumentierte Thomas Ridder, Mitglied des seit 1988
bestehenden Arbeitskreises "Jüdisches Leben in Borken und Gemen,
e.V." die Geschichte der Friedhöfe in Borken und Gemen. Ridder,
inzwischen wissenschaftlicher Mitarbeiter des Jüdischen Museums Westfalen,
Dorsten, fotografierte zwischen 1992 - 1995 den gesamten Grabstein Bestand der
Friedhöfe: Borken (Am
Replingsfunder) und Gemen. Im Rahmen dieser
Tätigkeit zeichnete er Belegungspläne für beide Begräbnisplätze und recherierte
in Archiven. Darüber hinaus fertigte Ridder Abschriften des Grabstein Bestandes
in Borken (Am
Replingsfunder), wobei er eine Auswahl von 7 Steinen mit Unterstützung von
Silvie Zimmer - Behm übersetzen konnte. Einige Ergebnisse seiner historischen
Forschungen zu Borken sind veröffentlicht, Ridder 2002, andere Ergebnisse wie
die Geschichte des Friedhofs in Gemen blieben bislang unveröffentlicht. Die s/w
Fotos der Dokumentation zu Borken
(Am Replingsfunder) und Gemen liegen bei Thomas
Ridder.
Adresse:
Jüdisches Museum Westfalen
Verein für jüdische Geschichte und Religion, e.V.
Julius - Ambrunn Strasse 1
46282 Dorsten
ROHRBACHER
Prof. Stefan Rohrbacher, stellvertretender Direktor des Steinheim -
Instituts, das unter der Leitung von Prof. Brocke
der Universität / Gesamthochschule Duisburg angegliedert ist, erarbeitete
zwischen 1981 - 1986 die Geschichte der Juden in Neuss. Im Rahmen dieser
umfangreichen Recherche, die von der stadt Neuss und dem Förderkreis Wierstraet
unterstützt wurde, erstellte Rohrbacher eine Belegungsliste für den Friedhof Neuss (Glehner Weg) und fertigte
Abschriften der hebräischen Inschriften an. Ergänzt wird die Publikation durch
archivarische Angaben zum Personenstand der jüdischen Vorkriegsgemeinde in
Neuss.
RÖHS
Der ehemaliger Leiter des Garten - Forst - und Friedhofsamtes der
Stadt Bielefeld, Diplom-Ingenieur Karl - Wilhelm Röhs, erforschte in den
80er Jahren die Geschichte der jüdischen Friedhöfe in Bielefeld und Herford; Röhs 1987 und Röhs 1988. Im Rahmen dieser Tätigkeit
erfolgte 1984 - 1985 eine Katalogisierung jüdischer Grabsteine in Bielefeld (Haller Weg) nach vorwiegend
denkmalpfegerischen Kriterien durch das Garten - Forst - und Friedhofsamt der
Stadt Bielefeld in Form einer unveröffentlichten bild - textlichen
Dokumentation von 486 Grabsteinen. Im Einzelnen wurden von den damals
vorhandenen 486 Steinen für 310 ältere Steine in Einzelblattaufnahmen
Abschriften angefertigt. 168 der so protokollierten Grabsteine wurden in s/w
Fotos dokumentiert, von 55 gibt es Farbdias. Teilergebnisse der Forschungen von
Röhs, bezogen auf die ältesten Grabsteine in Bielefeld, sind veröffentlicht in Röhs 1987. Die Unterlagen nebst Album
mit den Negativen und Kontaktabzügen werden heute unter dem Sondersachgebiet
Denkmalschutz und Stadtbildpflege bei der Unteren Denkmalbehörde im
Bauordnungsamt der Stadt verwahrt.
Adresse:
Bauordnungsamt
Untere Denkmalbehörde
August - Bebel - Strasse 92
33 602 Bielefeld
ROOS
Angeregt durch den Reeser Stadtarchivar Hermann Terlinden, der sich bereits
in den 70er Jahren mit den jüdischen Begräbnisstätten in Rees beschäftigte,
unternahm der Heimatforscher Dieter Roos aus Emmerich die Aufgabe, den
Inschriften Bestand der Grabsteine auf den beiden Friedhöfe in Rees zu
dokumentieren. Dieter Roos, engagiert im Vorstand des "Emmericher
Geschichtsvereins", e.V. , erstellte seit Anfang der 90er Jahren
Belegungslisten, sowie Lage - und Belegungspläne, fertigte Abschriften und
fotografierte und vermass die Steine vor Ort. Mit Unterstützung von Jacob
Becker, Helmond, Niederlande, der jüdischen Gemeinde in Aachen (R. Adler) sowie
Ulrich Hein (Gerhard -Mercator Universität / Gesamthochschule Duisburg) konnten
die vorhandenen hebräischen Grabstein Inschriften komplett übersetzt werden; Rees (Alter Friedhof), Rees (Neuer Friedhof). Die
Veröffentlichung der Arbeit von Dieter Roos, herausgegeben vom Reeser
Geschichts - und Heimatverein e.V., wurde von der Nordrhein-Westfalen
Stiftung finanziell unterstützt. Die s/w Fotos der Grabsteine sowie die
Negative, aufgenommen von Dieter Roos und Herbert Schüürman in den Jahren 1992
- 1994, liegen beim Autor.
Adresse:
Dieter Roos
Feldstrasse 21
46464 Rees
RÜTTEN/SCHOLZ
In den 90er Jahren begannen Edgar Rütten und Andrea Scholz,
geb. Kaufmann, mit der Erforschung ihrer Heimatstadt Mönchengladbach, insbesonder
dem Stadtteil Rheindahlen. Erste Ergebnisse konnten sie in einem Almanach des
Stadtteils veröffentlichten (Rheindahlen
1994, Rheindahlen 1997
).
In Folge dieser Tätigkeit beschäftigten sich Edgar Rütten und Andrea Scholz mit den jüdischen Friedhöfen von Mönchengladbach-Rheindahlen. Auf einer Reise in die USA zu jüdischen Emigranten aus Rheindahlen entdeckte Herr Rütten ein altes Foto, das den Zustand eines Teils des Friedhofes in Rheindahlen (Neuer Friedhof) an der Hardter Strasse aus der Zeit zwischen 1934 -1941 zeigt. Eine Reproduktion des alten Fotos sowie 24 Fotos und Negative (Grabsteine und Friedhofsansichten), die Herr Rütten Mitte März 1997 auf dem Friedhof Rheindahlen (Neuer Friedhof) machte, liegen bei ihm.
Seit Mai 2002 betreiben die Autoren eine eigene Webseite, auf der sie
inzwischen auch eine überarbeitete Varainte ihres Artikels Rheindahlen 1997
veröffentlicht haben: http://home.arcor.de/edgar.ruetten/juden/inhalt.html
.
SCHALLER
Prof. Dr. Berndt Schaller vom Fachbereich Theologie, Abteilung Antikes
Judentum an der Georg - August - Universität Göttingen begann 1983 sich mit den
Grabstein Inschriften auf jüdischen Friedhöfen zu beschäftigen. Der grösste
Teil der von ihm dokumentierten Friedhöfe liegt in Niedersachsen, vereinzelt
wurde Prof. Schaller zusammen mit seinen Studenten auch in anderen
Bundesländern tätig. In Nordrhein-Westfalen arbeitete er auf den jüdischen
Friedhöfen in Belle, Reelkirchen und Schwalenberg. Eine ausführliche Projektbeschreibung
befindet sich unter Schaller in
der Liste der länderübergreifenden Dokumentationsprojekte.
SCHMITZ
Im Februar 1989 fotografierte Günter Schmitz für seine Arbeit über
den jüdischen Friedhof in Richrath, Stadt
Langenfeld, sämtliche Grabsteine vor Ort. Für die Übersetzung der hebräischen
Grabinschriften fand er Unterstützung bei Prof. M. Brocke.
Die Veröffentlichung ausgewählten Fotos und Karten im Rahmen einer
Volldokumentation (Richrath 1989)
erfolgte mit finanzieller Hilfe der Stadtsparkasse Langenfeld. Insgesamt 64
Fotos von Grabsteinen liegen im Stadtarchiv Langenfeld, Verwaltungsarchiv
Akten-Nr. 3483. Die Negative liegen bei Günter Schmitz.
Adressen:
Stadtarchiv Langenfeld
Hauptstr. 83
40 764 Langenfeld
Günter Schmitz
Tannenweg 14a
40764 Langenfeld
SCHNEIDER
Der Theologe Werner Schneider, Lehrer für Religion, Deutsch und Hebräisch
erforschte nach seiner Pensionierung als Studiendirektor zwischen 1980 - 1985
die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Recklinghausen, speziell anhand der
Friedhöfe in Stadt und Kreis Recklinghausen. 1985 hatte Schneider, der 1993
verstarb, als Mitbegründer und langjähriger geschäftsführender Vorsitzender der
Gesellschaft für Christlich - Jüdische Zusammenarbeit e. V. , Recklinghausen,
das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.
Während der NS - Zeit waren alle Friedhöfe der Region mehrfach geschändet und
schliesslich systematisch zerstört worden, häufig wurden die Grabsteine von den
Friedhöfen entfernt. Infolge dessen muss von einem hohen Verlust an Grabsteinen
im Kreis Recklinghausen ausgegangen werden. Bereits 1983 veröffentlichte
Schneider einen Teil seiner historischen Forschung in dem Gedenkbuch der
jüdischen Gemeinden im Kreis Recklinghausen: Schneider 1983.
Darüber hinaus war Werner Schneider auf folgenden Friedhöfen der Region tätig,
indem er per Hand die hebräischen Inschriften der noch vorhandenen Grabsteine
erfasste und sie übersetzte: Bottrop, Castrop, Datteln,
Dorsten, Haltern,
Recklinghausen (Neuer
Friedhof). Belegungsliste erstellte er für die Friedhöfe in Gladbeck, Waltrop (Alter Friedhof), Waltrop (Neuer Friedhof). Auch die
übrigen Friedhöfen des Kreises, die keinen Grabstein Bestand mehr haben, nahm
Schneider in seine Schrift auf: Ahsen, Buer, Recklinghausen (Alter
Friedhof), Lembeck, Wulfen.
Eine Kopie des Typoskript von Schneider ist im
Das Stadtarchiv Recklinghausen besitzt eine umfangreiche Materialsammlung zur
Person Schneider sowie vereinzelte Fotos von jüdischen Grabsteinen in Stadt und
Kreis, die jedoch nicht von Werner Schneider stammen.
Adresse
Stadtverwaltung Recklinghausen
Stadtarchiv , FB 41/1
Hohenzollernstrasse 12
45655 Recklinghausen
SCHULTE
Etwa seit Beginn der 70er Jahre widmete sich Klaus H. S. Schulte, ein in
Mönchengladbach lebender Rechtsanwalt, der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
der Juden im Rheinland. Um jüdisches Leben vor allem in den ländlichen Gebieten
des Rheinlandes seit dem 17. Jahrhundert zu erforschen, erschloß Schulte
zahlreiche archivarische Quellen und Urkunden und veröffentlichte diese
hauptsächlich personenbezogene Nachrichten unter dem jeweiligen Ortsnamen der
Kreise im ersten Teil seiner Dokumentation zur Geschichte der Juden an
linken Niederrhein seit dem 17. Jahrhundert, Schulte 1972. Im zweiten Teil seiner
Veröffentlichung publizierte Schulte eigene Bestandsaufnahmen von zahlreichen
jüdischen Friedhöfen in Form von Belegungslisten. Um die Namen und Daten der
Verstorbenen festzuhalten, hatte Schulte Anfang der 70er Jahre die Grabsteine
vor Ort selbst in Augenschein genommen. Dies ermöglichte Schulte in seinen
Belegungslisten zugleich Auskunft über den damaligen Zustand der vorhandenen
Grabsteine einfliessen zu lassen und die Gesamtzahl der Steine vor Ort
anzugeben. Von daher divergiert zuweilen die Anzahl der Steine mit der Zahl der
so ermittelten Namen. Hinzu kommt, dass sich im Verlauf der letzten 25 Jahre
die Lesbarkeit der Inschriften vielerorts weiter verschlechtert hat.
Hinsichtlich der Erstellung von Belegungslisten konnte auch Dieter Peters von der Arbeit Schultes
profitieren, da dieser ihm 1991 nicht publizierte Ergebnisse seiner
zwanzigjährigen Forschungsarbeit für seine Veröffentlichung zur Verfügung
stellte (Peters1993).
Im folgenden veröffentlichte Schulte Forschungsergebnisse zur Geschichte der
Juden in Dülken: Schulte 1974, zu
Stadt und Kreis Bonn: Schulte 1976
, und 1988 zum ehemaligen Herzogtum Jülich: Schulte 1988, darin Hinweise zur
Geschichte von Heinsberg
(Alter Friedhof). Darüber hinaus widmete sich Schulte auch anderen
Themenbereichen.
Etwa 1997 zog Schulte von Mönchengladbach nach Enkirch an der Mosel, wo er 2001
im Alter von 64 Jahren starb
(Information von Leo Hoenig, New York).
SCHWARZ
Der Leiter der Unteren Denkmalbehörde in Warburg, Franz Schwarz,
veranlasste in den Jahren 2000 - 2001 in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen
Amt für Denkmalpflege die fotografische Dokumentation sämtlicher Grabsteine auf
dem Friedhof Warburg (Am Sacktor).
Die erneute fotografische Erfassung des heutigen Bestandes, der bereits vor ca.
20 Jahren fotografiert wurde, s. Landschaftsverband,
steht im Zusammenhang mit der Erarbeitung der Geschichte der Juden in Warburg
durch das Städtische Museum am Stern. Dort wurde eine ausführliche Darstellung
jüdischen Lebens in Warburg zum Jahreswechsel 2000/2001 durchgeführt. Die Fotos
der Grabsteine werden im Zuge der Vorbereitung einer weiteren
Ausstellungseinheit entwickelt; die Negative liegen in der Bauverwaltung der
Stadt Warburg.
Adresse
Stadt Warburg
Der Bürgermeister
Fachbereich II, Bauverwaltung
Bahnhofstrasse 28
34414 Warburg
SENGER
Michael Senger legte das Staatsexamen im Fach Geschichte für das Lehramt
und war bis 2001 Mitarbeiter des Stadtarchiv Sundern. Dort erarbeitete er in
den Jahren 1992 - 1994 die Geschichte der jüdischen Friedhöfe im
Hochsauerlandkreis. Die im Band III der Schriftenreihe des Hochsauerlandkreises
veröffentlichten Belegungspläne und Belegungslisten entstanden durch Begehungen
vor Ort, Senger 1994. Seit 2002
ist Senger Kulturamtsleiter der Stadt Schmallenberg.
SIEGBURG
Im Rahmen einer Darstellung der Geschichte der Juden des Rhein - Sieg -
Kreises entstand ein ausführlicher Katalog zu der Wanderausstellung: Juden
an Rhein und Sieg, herausgeben von Dr. Heinrich Linn, dem Leiter des
Archivs Rhein - Sieg - Kreis (ARSK) in Siegburg, Linn 1983. Eine Erläuterung des
wissenschaftlichen Unternehmens, im Zuge dessen zahlreiche Archivalien zur
Geschichte der jüdischen Gemeinden und der Friedhöfe des Kreises erschlossen
wurden, findet sich in den Heimatblättern des Rhein - Sieg - Kreises (Siegburg 1985). Mitarbeiter des
Archivs (Ulla Eickelpoth, Norbert Zerlett) publizierten im Ausstellungskatalog
die Geschichte folgender Friedhöfe: Bonn
(Römerstrasse), Endenich, Rösberg (Alter Friedhof), Rösberg (Neuer Friedhof), Schwarzrheindorf, Walberberg (Alter Friedhof). Für
das Ausstellungsprojekt entstanden im Auftrag des Kreisarchivs zwischen 1981 -
1982 zahlreiche Fotografien einzelner Friedhöfe und ausgewählter Grabsteine
durch die Fotografen Monika Hilbrink / Hans Schafgans (1981) und Michael J.
Wiesener (1982), von denen Abzüge in der Bildsammlung des ARSK vorhanden sind.
Ebenso liegen dort die Fotografien jüdischer Friedhöfe, die in Vergrösserung
als Exponate im Rahmen der Wanderausstellung nicht nur in Siegburg selbst
(1983), sondern auch in Rheinbach, Köln und Bornheim-Walberberg gezeigt wurden.
Aus diesem Grunde finden sich in der Bildsammlung des ARSK auch Aufnahmen, die
nicht im Katalog veröffentlicht wurden. Auch sind in den folgenden Jahren immer
wieder Fotos der jüdischen Friedhöfe des Siegkreises entstanden, die der
Bildsammlung des ARSK zugeführt wurden. Ein Einzelverzeichnis der vorhandenen
Aufnahmen existiert bislang nicht. Für das Ausstellungsprojekt erfasst und
fotografisch dokumentiert wurden folgende Friedhöfe: Alfter, Bad
Honnef, Bornheim, Eitorf, Geistingen,
Heimerzheim, Hersel,
Königswinter, Meckenheim, Mondorf,
Rheinbach (Neuer Friedhof), Ruppichteroth, Siegburg, Walberberg (Neuer Friedhof), Wormersdorf.
Gut zehn Jahre nach dieser ersten Arbeits- und Dokumentationsphase wurde 1996
eine gründliche Dokumentation des Jüdischen Friedhofs in Siegburg in Angriff genommen. Es war dies ein
Projekt des Stadtarchivs und der Unteren Denkmalbehörde in Siegburg, beide seit
1984 unter der Leitung von Dr. Andrea Korte-Börger, die dann auch die
Herausgabe der 2004 erschienen Volldokumentation im Auftrag der Stadt besorgte
( Siegburg 2004 ). Für die eigentliche
Inschriftendokumentation konnte Dan Bondy
gewonnen werden (S. 68). Die Inschriften sind von der Unteren Denkmalbehörde
fotografiert worden (Fotograf: Hand-Georg Wulf), wobei für die gute
Ausleuchtung ein Generator der Feuerwehr benutzt wurde (S. 71)
Adressen
Archiv und Wissenschaftliche Bibliothek des Rhein - Sieg - Kreises
Kaiser - Wilhelm - Platz 1
53 721 Siegburg
Stadtarchiv Siegburg
Nogenter Platz 10
53721 Siegburg
andrea.korte-boeger@siegburg.de
TILLY
Im Rahmen einer Darstellung der Vredener Judengemeinde, die vor 1933 zu den
größten im Kreis Borken gehörte, befasste sich Heinz-Peter Tilly 1984 mit dem
älteren der zwei Friedhöfe in Vreden (Alter Friedhof). Von den 40 noch
vorhandenen Grabsteinen wählte Tilly, Dozent für Judaistik, 10 Grabsteine aus
der Zeit von 1831 - 1895 aus, die er auf Grund ihres relativ gut erhaltenen
Zustandes publizierte in der Schrift: Studien zur Geschichte der Juden im Kreis
Borken, Vreden 1984. Neben den
Fotos der Grabsteine werden von Tilly die hebräischen Inschriften wiedergegeben
sowie übersetzt und kommentiert. Zusammen mit dem Theologen Herbert Diekmann
war Tilly auch auf dem jüdischen Friedhof in Gronau tätig.
WACKER
Aus Anlaß des 50. Jahrestages der Reichspogromnacht 1988 gaben Dr. Bernd
und Dr. Marie - Theres Wacker, Mitglieder des damaligen "Arbeitskreises
Juden in Salzkotten", eine Dokumentation zur Geschichte der jüdischen
Gemeinde Salzkottens zwischen 1933 und 1942 heraus, die mit Unterstützung der
Stadt Salzkotten gedruckt wurde. Sie enthielt auch eine Teildokumentation der
Grabsteine auf den beiden jüdischen Friedhöfen in Salzkotten (Neuer Friedhof)
und Niederntudorf. In Rückgriff auf diese Veröffentlichung und eine Vielzahl
bis dato unbekannt gebliebener Quellen haben Bernd und Marie - Theres Wacker
2002 ein neues Buch vorgelegt, das den Titel trägt: "Ausgelöscht.
Erinnerung an die jüdische Gemeinde Salzkotten". Herausgeber ist "Judentum
in Salzkotten, e.V.". Das Buch enthält nun nicht nur die Geschichte
der jüdischen Gemeinde Salzkottens seit ca. 1825, sondern auch eine komplette
Bild - und Textdokumentation der noch lesbaren Grabsteine auf den genannten
beiden Friedhöfen. Teilweise wurden die Fotos von 1988 (erstellt von Theo
Gockel, Salzkotten), wiederverwendet, teilweise im Jahre 2002 auch neue Fotos
aufgenommen (von Marie - Theres Wacker, Münster). Die Übersetzung der
hebräischen Grabstein Inschriften stammt von Marie - Theres Wacker, Professorin
für Altes Testament und theologische Frauenforschung an der Katholisch -
Theologischen Fakultät der Universität Münster. Die Fotos und Negative werden
im Stadtarchiv Salzkotten aufbewahrt.
Adressen
Stadtarchiv Salzkotten
Marktplatz 8
33154 Salzkotten
Judentum in Salzkotten, e.V.
Frau Elisabeth Kloke - Kemper
Schützenstraße 1
33154 Salzkotten
www.Judentum-in-Salzkotten.de
WALDHOFF
In eigener Initiative widmete sich der Stadtheimatpfleger Johannes Waldhoff
zwischen 1975 - 1980 der Dokumentation der Grabsteine auf dem Friedhof in Steinheim. Bei seiner Tätigkeit vor Ort
erstellte Waldhoff Belegungslisten und erfasste den gesamten deutschen
Inschriftenbestand der damals vorhandenen Steine. Diese Dokumentation, die
in Vorbereitung zu einer von Waldhoff erarbeiteten Schrift über "Die
Geschichte der Juden in Steinheim" entstand, befindet sich heute im
Stadtarchiv der Stadt. 1980 wurde die Arbeit Waldhoffs vom Heimatverein
Steinheim, e.V. , herausgegeben, Waldhoff
1980.
Adresse
Stadt Steinheim
Stadtverwaltung / Stadtarchiv
Postfach 1363
32835 Steinheim
WEILAND
Frau Linde Weiland, die in Köln Judaistik studiert hatte und seit 1988
Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Fulda ist, war bereits Anfang der 80er Jahre
maßgeblich an der Dokumentation mehrere jüdischer Friedhöfe im
niedersächsischen Uelzen
und Umgebung beteiligt. Außerdem fotografierte sie damals noch sämtliche
Grabsteine in Buer
(Niedersachsen) und im westfälischen Bünde
(Neuer Friedhof). Gleichzeitig entstanden Belegungslisten.
Die Negative sowie s/w. Abzüge der Fotos legen bei der Jüdischen Gemeinde
Fulda:
Adresse
Frau Linde Weiland
Jüdische Gemeinde Fulda
Von Schildeck Strasse 13
36043 Fulda
WEISWEILER
Eine Schülergruppe der St. Franciscus Schule in Vossenack entdeckte 1988
unter der Leitung ihres Lehrers Helmut Wanka auf dem ältesten Teil des
Weisweiler Friedhofs 14 bis dahin unbekannte Grabsteine. Die Steine wurden
wieder aufgestellt und teilweise mit Hilfe von Landesmitteln sowie städtischen
Mitteln restauriert. Der Katalog zu einer Ausstellung zum jüdischen Friedhof Weisweiler im Rathaus Eschweiler 1995 - Weisweiler 1995 - enthält die
Volldokumentation der wieder entdeckten Grabsteinen, Fotos,
Transkriptionen, Übersetzungen und Kommentierungen von Professor Brocke und
Nathanja Hüttenmeister sowie von Monika Grübel und Ursula Reuter, Martin -
Buber - Institut, Universität Köln.
WUPPERTAL
Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal wird seit ihrer
Eröffnung 1994 von Frau Dr. Ulrike Schrader geleitet, die sich von Anfang an
auch um die drei auf Wuppertaler Stadtgebiet befindlichen (älteren) jüdischen
Friedhöfe bemüht:
Barmen (Hugostraße)
Elberfeld
(Weißenburgstraße)
Elberfeld (Am Weinberg)
Bereits im Jahr 2000 lag eine Belegungsliste für den Friedhof in Barmen (Hugostraße) vor, zunächst nur im Archiv
des Hauses. Dort wurden auch Abschriften der Grabinschriften abgelegt.
Inzwischen (15.2.2012) findet sich auf
den Webseiten der Alten Synagoge Wuppertal eine gemeinsame
Belegungsliste für alle drei Friedhöfe. Die alphabetisch nach den Namen
geordnete Liste ist als pdf-Datei unter folgender Adresse abgelegt:
http://www.alte-synagoge-wuppertal.de/uploads/media/BAS_Juedische_Grabstaetten.pdf
Bei jedem Namen wurde hinzugefügt, auf welchem der drei Friedhöfe der
Verstorbene beerdigt wurde. Außerdem wurden Angaben zur Lokalisierung der
Grabstätte gemacht und es werden die Geburts- und Sterbedaten mitgeteilt. In
einer kurzen Einleitung
wird die zeitliche Aufeinanderfolge und räumlicher Verteilung der verschiedenen
Friedhofsanlagen erläutert.
Adresse
Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
Genügsamkeitstraße
42105 Wuppertal
E-mail: info@alte-synagoge-wuppertal.de
XHONNEUX
Im Jahre 1989 erforschte Renate Xhonneux, Vorsitzende des Geschichtsvereins der
Gemeinde Inden e.V., die Geschichte der Friedhöfe in Frenz und Pier, Gemeinde
Inden. Chroniken von zehn jüdischen Familien ergänzen die Materialsammlung zur
Geschichte jüdischen Lebens in der Gemeinde Inden ab dem 18. Jahrhundert. Auf
den verbliebenen Grabsteinen der beiden Begräbnisplätze in Frenz und Pier
erfasste Xhonneux den Inschriften Bestand. Für die Übersetzung der hebräischen
Texte fand sie Unterstützung bei Prof. Brocke, Direktor des Steinheim-
Instituts, das der Universität / Gesamthochschule Duisburg angegliedert ist.
Adresse:
Renate Xhonneux
Goltsteinstrasse 55
52459 Inden
email: renate.xhonneux@geschichtsverein-inden.de
Homepage Geschichtsverein Inden, e.V.: www.geschichtsverein-inden.de
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