JÜDISCHE FRIEDHÖFE IN
BADEN-WÜRTTEMBERG
LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Flur Hohenhalden
BEMERKUNGEN:
Im 16./Anfang 17.
Jahrhundert bestand eine jüdische Gemeinde in Aach (1604 wurden die Juden
ausgewiesen). Der Friedhof befand sich in der Flur Hohenhalden, wobei dessen
genau Lage heute unbekannt ist (Hahn 1988, S. 302).
Stadt Eppingen, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: östlich des Ortes, Flur "Beim Judenkerchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich bestand hier in
früheren Jahrhunderten ein jüdischer Friedhof (Hahn 1988, S. 224).
Gemeinde Obersulm, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: am Salzberg
BELEGUNGSZEIT:
- etwa 1665 - 1942
- Der älteste sicher datierbare Grabstein stammt aus dem Jahr 1677 (Ritter/Nir 1995, S. 9).
GRABSTEINE:
619 (nach Nir/Ritter 1998, S. 15)
DOKUMENTATION:
- Mitte der 80er Jahre bis 1998 durch Affaltrach
(Fotos aller Grabsteine, Belegungsplan, Abschrift und Übersetzung aller
Inschriften)
- 1990 Fotos aller Steine (eigentlich nur von 529 Steinen) sowie Belegungsplan
durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 2 Fotos von einzelnen Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 51.
- Geschichte in Nebel 1963, S. 29
- Geschichte in Kahl 1987
- Geschichte; Fotos, Inschrift, Übersetzung (ausgewählte Grabsteine) in Ritter/Nir 1995
- Volldokumentation in Nir/Ritter 1998
BEMERKUNGEN:
- In den 50er und 60er
Jahren kam es zu Friedhofsschändungen, insbesondere im neueren Teil (Ritter/Nir 1995, S. 12).
Stadt Creglingen, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen wurden
vorrangig in Creglingen aber auch in Niederstetten beigesetzt. Möglicherweise
besaßen die Archshofener Juden auch einen eigenen jüdischen Friedhofen. Südlich
von Archshofen werden zwei Äcker "Judenkirchhof" genannt (Hahn 1988, S. 337).
Stadt Bopfingen, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE: Schenkensteinstraße, oberhalb des
allgemeinen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1560 - 1940
ältester Grabstein datiert von 1699
GRABSTEINE:
363
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der Fotos 1998 erweiterte Grunddokumentation [Wiedergabe der
hebräischen und
deutschen Inschriften, 8
Einzelübersetzungen] im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Bopfingen (Bearbeiterin:
Emily Link).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe in Württemberg 1932, S. 55.
- Geschichte in Irtenkauf 1962
- Geschichte in Laurentzsch 1982, S. 28.
BEMERKUNGEN:
Als 1856 die Juden aus Baldern
vertrieben wurden, nahmen sie ihre Grabsteine mit und stellten sie auf dem
Aufhausener jüdischen Friedhof auf. Sie bilden heute den ältesten Teil der
Grabsteine des Friedhofes (Irtenkauf 1962, S. 37).
LANDKREIS: Ravensburg
ADRESSE: beim Tiergarten
BELEGUNGSZEIT:
bis Mitte 17. Jahrhundert
GRABSTEINE:
keine
BEMERKUNGEN:
- 1659 legten die Aulendorfer Juden zusammen mit den Juden aus Mittelbiberach
und Buchau einen
neuen Friedhof auf der Buchauer
"Insel" an [Bad Buchau] (Hahn 1988,
S. 447).
- Er wurde, laut Überlieferungen, danach von Buchauer Jüdinnen weiterbetreut.
Anstelle von Grabsteinen wurden
Holzstöcke bzw. Holzsäulen benutzt (Hahn 1988, S. 447).
LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Buchauer Insel
BELEGUNGSZEIT: ca. Mitte 17. Jh.- 1988
- 1659 (urkundlich erwähnt)
- 1675 (ältester vorhandener Grabstein im Jahre 1879, Vgl. Weimann 1879)
- 1771 (ältester datierbarer Grabstein im Jahre 1990)
GRABSTEINE:
825
DOKUMENTATION:
- zwischen 1862 und 1879 durch Elkan Weimann
(Belegungsliste, Abschrift: deutsche Inschriften)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt
Buchau und
in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Tatjana Ilzhöfer).
- 1990-2005 Volldokumentation durch Charlotte Mayenberger.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste und Belegungsplan, Inschriften (deutsche) in Weimann 1879
- Geschichte in Vierfelder
1924, S. 102.
- Geschichte in Vierfelder 1958, S. 7.
- Foto in Württemberg 1932, S. 63.
- Volldokumentation in Mayenberger 2005
BEMERKUNGEN:
- Vor 1659 wurden die verstorbenen Juden aus Bad Buchau auf dem Friedhof in Kappel beigesetzt
(Hahn 1988, S. 121).
- Im November 1988 wurde der Friedhof geschändet. Dabei wurden 17 Grabsteine
umgeworfen und beschmiert (Stuttgarter Zeitung. 15.11.1988)
Bad Cannstatt (Steigfriedhof)
Stadt Stuttgart
ADRESSE: Sparrhärmlingweg, oberhalb des
Steigfriedhofs
BELEGUNGSZEIT:
1872 - 1941 (vereinzelt
bis heute)
GRABSTEINE:
272
DOKUMENTATION:
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1992-1995 durch Joachim Hahn (Fotos: alle Steine, Belegungsliste)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte,
Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos (ausgewählte Grabsteine) in Hahn 1995
Bad Cannstatt (Steinhaldenfriedhof)
Stadt Stuttgart
ADRESSE: Ziegelbrennerstraße 23
BELEGUNGSZEIT:
1937/38 - bis heute
GRABSTEINE:
271 (1991)
DOKUMENTATION:
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Siegelsbacher Straße
BELEGUNGSZEIT:
1881 - 1944
GRABSTEINE:
49
DOKUMENTATION:
- ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 2010 [unveröffentlichte] Volldokumentation durch Bernd Göller [Ausdruck im
Zentralarchiv, siehe unter Göller 2010 ]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 15.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 91.
-Geschichte in Angerbauer 1986, S. 30
BEMERKUNGEN:
Bis 1881 wurden die Bad
Rappenauer Juden in Heinsheim beigesetzt.
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Erich-Sailer-Straße
BELEGUNGSZEIT:
1896 - 1943
GRABSTEINE:
21
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Angerbauer 1986,
S. 44
BEMERKUNGEN:
- Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Friedhof in Neudenau mitbenutzt (Hahn 1988, S. 222).
- Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert bestand möglicherweise ein jüdischer
Friedhof in Bad Wimpfen: Flurname "Judenkirchhof" (Lage ist nicht
mehr bekannt). (Hahn 1988, S. 63, 222).
- Vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde von den Juden aus Bad Wimpfen der Friedhof
in Heinsheim,
im 19. Jahrhundert auch der in Bad Rappenau mitbenutzt (Sauer 1966, S. 45, Angerbauer 1986, S. 44)
ADRESSE: Eckbergstraße, jüdische Teil des
Städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
1920 - wird noch belegt
GRABSTEINE:
153 (Stand 1994)
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (148) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 10.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 91
BEMERKUNGEN:
Bis 1920 wurden die Toten
auf dem Verbandsfriedhof in Kuppenheim beerdigt (Hahn 1988, S. 115).
Stadt Rottenburg, Landkreis
Tübingen
ADRESSE: Galgenweg
BELEGUNGSZEIT:
1778 (angelegt) -
GRABSTEINE:
405
DOKUMENTATION:
- 1987 durch Institutum Judaicum
(Abschrift aller Steine)
- 1987 durch Stadtarchiv Rottenburg
(Fotos aller Steine)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- 2004 Grunddokumentation durch Thomas Lehnardt im Auftrag der Stadt Rottenburg (gefördert
mit Mitteln des Landesdenkmalamts) unter Verwendung aller bis dahin gefertigten Fotos und
Abschriften,
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 56.
BEMERKUNGEN:
Bis 1779 wurden die Toten
in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 47).
Stadt Bopfingen, Landkreis
Ostalbkreis
ADRESSE:
BELEGUNGSZEIT:
bis Mitte 17. Jahrhundert
BEMERKUNGEN:
In Baldern lebten Juden im
Mittelalter und im 17. Jahrhundert. 1658 wurden die Juden aus Baldern
vertrieben und siedelten sich darauf in Aufhausen und Lauchheim an. Die
Grabsteine von ihrem Friedhof nahmen sie mit und stellten sie auf dem jüdischen
Friedhof in Aufhausen auf (Irtenkauf 1962, S. 37; Hahn 1988, S. 421).
Gemeinde Schöntal, Landkreis
Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenbegräbnis"
BELEGUNGSZEIT:
1623 (erste
Erwähnung)/1659 (ältester Stein) - 1936
GRABSTEINE:
1.197
DOKUMENTATION:
- seit 1978 durch Schwedler
(immer noch in Arbeit)
(Fotos aller Grabsteine mit lesbaren Inschriften aus dem 17. Jahrhundert,
ansonsten ausgewählte Grabsteine)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger beendet, aber est nach
seinem Tod veröffentlicht
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 2 Übersichtsfotos in Württemberg 1932, S. 57.
- Geschichte in Berlichingen 1988
- Geschichte in Berlinger 1991, S. 48-50.
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 1-774.
- Geschichte in Franken 2003, S. 104-111
Gemeinde Kirchhardt, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Fürfelderweg
BELEGUNGSZEIT:
1877 (ältester Grabstein)
- 1938, 1973
GRABSTEINE:
101
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 16.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 48
BEMERKUNGEN:
Die verstorbenen Berwanger
Juden wurden vor Anlage eines eigenen Friedhofes in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 232).
LANDKREIS: Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: Reichenbucher Straße
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1835 angelegt - 1938
(ältester erhaltener Grabstein datiert 1851)
GRABSTEINE:
70
(außerdem Holzkreuz für französischen nichtjüdischen Kriegsgefangenen)
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 19.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 91
BEMERKUNGEN:
Auf dem Friedhof wurden
umgekommene Häftlinge und Zwangsarbeiter aus den KZ-Außenkommandos Neckargerach
und Neckarelz begraben. Auf dem Friedhof steht ein Gedenkstein für die Opfer (Hahn 1988, S. 379-380).
Gemeinde Buchen, Landkreis
Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: an der Straße nach Waldhausen
BELEGUNGSZEIT:
1753 (ältester Grabstein)
- 1939
(Der Friedhof wurde möglicherweise bereits im Mittelalter angelegt)
GRABSTEINE:
1573
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos angefangenene Grunddokumentation (nur für
Grabsteine 1.098-1.201) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2000 Grunddokumentation (für eine Auswahl von
110 Inschriften auch Volldokumentation) durch Emily Link im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Buchen.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Inschrift des ältesten Grabsteines von 1753 (R. Salomo Wolf) in Löwenstein 1889
- Geschichte in Wertheimer 1931, S. 13-14.
- Geschichte in Bödigheim 1968
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 47-48: Geschichte, Abb. 20,
21: Foto Kriegerdenkmal, Grabsteingruppe.
- Theobald 1984, S. 77-78: Geschichte, S. 91:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Strassler 2007
BEMERKUNGEN:
- Das genaue Datum der Anlage des Friedhofes ist unbekannt. Es ist jedoch zu
vermuten, daß er bis ins 14./15. Jahrhundert zurückreicht (Hahn 1988, S. 59; Germania Judaica II/1, S. 90.).
- Zeitweise diente der Friedhof in Bödigheim 30 jüdischen Gemeinden als
Begräbnisplatz. Schätzungsweise bis zu 4.000 Personen wurden in Bödigheim
begraben (Hahn 1988, S. 380).
LANDKREIS: Schwäbisch-Hall
ADRESSE: oberhalb des Ortes am Waldrand, am
Schaalberg
BELEGUNGSZEIT:
1738 oder 1747 (angelegt)
- 1938
(ältester Grabstein stammt aus dem Jahr 1747/48)
GRABSTEINE:
398
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine durch Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 60.
- Geschichte in Taddey 1992, S. 102-104.
- Geschichte in Franken 2003, S. 44-49
BEMERKUNGEN:
Bis zur Anlage eines
eigenen Friedhofes wurden die verstorbenen Juden in Berlichingen
(Hahn 1988, S. 505) und/oder auf dem
Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992,
S. 251).
Breisach (Alter Friedhof)
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Rheintorstraße/Klösterle
BELEGUNGSZEIT:
1755 (angelegt) - 1876
1769 (ältester Grabstein)
GRABSTEINE:
131 (viele Fragmente)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto eines Grabsteines in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 23.
- Geschichte in Blum 1998, S. 106-111.
BEMERKUNGEN:
- Vor 1755 wurden die die Verstorbenen aus Breisach in Mackenheim (Elsaß),
Schleppstadt (Elsaß), Schmieheim und Emmendingen
(Alter Friedhof) begraben (Hahn 1988, S. 143, Blum 1998,
S. 96-105).
- Der Friedhof wurde während der NS-Zeit stark geschändet. Daher befinden sich
heute nur noch wenige stehende Steine auf dem Friedhof. Die heutige Aufstellung
scheint auch nicht orginal zu sein (Grunddokumentation, S. 3).
Breisach (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Isenbergstraße
BELEGUNGSZEIT:
- 1939; 1959, 1992, 1993
1850 angelegt (Hahn 1988, S. 143)
1875 (ältester Grabstein)
GRABSTEINE:
382 (1997)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (381) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Blum 1998,
S. 111-112.
Gemeinde Langenbrettach, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: südlich des Ortes, am Weg nach Siebeneich,
Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich bestand hier in
früheren Jahrhunderten ein jüdischer Begräbnisplatz (Hahn 1988, S. 233).
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Windstegweg
BELEGUNGSZEIT:
1883/84 - 1940, 1949
GRABSTEINE:
146
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften im Auftrag
des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Theobald 1985 (1)
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 26.
- Beuttenmüller 1987: Ergänzungen zur Übersetzung der
Grabinschriften durch das
- Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des
BEMERKUNGEN:
Die verstorbenen Juden aus
Bretten wurden vor der Anlage eines eigenen Friedhofes in Waibstadt
beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 53).
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Am Roßmarkt, innerhalb des städtischen
Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
1879 - 1967
GRABSTEINE:
375
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 29.
- Geschichte in Stude 2007, S. 374
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen wurden
bis 1632 in Worms, danach bis 1879 in Obergrombach bestattet (Hahn 1988, S. 282).
LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: "Vordere Honau",
Karl-Netter-Straße
BELEGUNGSZEIT:
1833 - 1970
GRABSTEINE:
345
DOKUMENTATION:
1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Belegungsliste durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung der Grabinschriften (nur für
Grabsteine 1-118) und
Namensliste (alle Grabsteine) durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Volldokumentation durch Preuß.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste (nur deutsche Inschriften berücksichtigt) in Rumpf 1985.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 34.
- Volldokumentation in Preuß 1992 (kein Abdruck von Fotos).
BEMERKUNGEN:
Bis 1833 begruben die
Bühler Juden ihre Verstorbenen auf dem Friedhof in Kuppenheim.
LANDKREIS: Schwäbisch Hall
ADRESSE: Beuerlbacher Straße
BELEGUNGSZEIT:
1841 - 1942, 1961, 1968
GRABSTEINE:
415
DOKUMENTATION:
- 1980 - 1996 durch Crailsheim (Fotos aller Steine, Abschrift und
Übersetzung, sowie Belegungsliste und Belegungsplan)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 69.
- Übersichtsfoto in Sauer 1966, Abb. 27.
- Geschichte in Illich 1987.
- Volldokumentation in Crailsheim 1996
- Geschichte in Franken 2003, S. 50-57
BEMERKUNGEN:
Bis 1841 wurden die
verstorbenen Crailsheimer Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch
(Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey
1992, S. 251).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Judenbegräbnis", unweit
der Straße nach Standorf
BELEGUNGSZEIT:
1696 (ältester lesbarer
Stein) - 1939
GRABSTEINE:
373
DOKUMENTATION:
- 1892 Belegungsliste durch Josef Preßburger, Weiterführung bis 1938
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt
Creglingen und
in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Preßburger 1930
- Foto in Württemberg 1932, S. 69.
- Geschichte in Franken 2003, S. 114-123
Gemeinde Weißbach, Landkreis
Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" nordwestlich
des Ortes
BEMERKUNGEN:
Hinweis auf jüdische
Begräbnisstätte aus frühereren Jahrhunderten (Hahn 1988, S. 270).
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Brandweg
BELEGUNGSZEIT:
1830 (angelegt) - 1934
GRABSTEINE:
159
DOKUMENTATION:
- Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg (124 Fotos, aufgenommen 1944)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Geschichte unter http://www.dettensee.net
BEMERKUNGEN:
Vor 1830 wurden die
Verstorbenen in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 67).
Gemeinde Hohberg, Landkreis
Ortenaukreis
ADRESSE: Bachstraße
BELEGUNGSZEIT:
um 1770 angelegt - 1936
ältester Grabstein datiert von 1773
GRABSTEINE:
212
DOKUMENTATION:
- 1984 durch Diersburg und Naftali Bar-Giora Bamberger (Fotos aller
Grabsteine, Abschrift aller Grabsteine, Belegungsplan und Belegungsliste)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Bamberger 1985
- Geschichte in Stoffel 2000
- Belegungsliste in Diersburg 2007
BEMERKUNGEN:
Vor der Anlegung eines
eigenen Friedhofes wurden die verstorbenen Diersburger Juden in Offenburg
beigesetzt (Hahn 1988, S. 403).
LANDKREIS: Schwarzwald-Baar-Kreis
BEMERKUNGEN:
Die jüdische Gemeinde des
17./18. Jahrhunderts besaß einen eigenen Friedhof (Anfang des 18. Jahrhunderts
erwähnt). Die Lage ist heute unbekannt. (Hahn 1988, S. 522)
Stadt Gerabronn, Landkreis
Schwäbisch Hall
ADRESSE: östlich des Ortes
BELEGUNGSZEIT:
1823 (angelegt), 1825
(ältester Grabstein) - 1933 (jüngster Grabstein)
GRABSTEINE:
76
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (71) durch Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (76) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos in Keil 1964
- Geschichte in Franken 2003, S. 58-61
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden vor 1823 vermutlich in Braunsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 511). Dagegen Taddey: Bis 1823 wurden die
verstorbenen Dünsbacher Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis
Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Klingenbergstraße
BELEGUNGSZEIT:
1813 (angelegt)/1817
(ältester Grabstein) - 1917
GRABSTEINE:
17
DOKUMENTATION:
1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto (einzelner Grabstein) in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 169.
- Geschichte in Dengler 1973
- Volldokumentation in Durbach 2007
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden
bis 1813 in Offenburg beerdigt (Hahn 1988, S. 398).
- Um 1900 standen noch 31 Steine auf dem Friedhof (siehe Durbach 2007 )
Stadt Karlsruhe
ADRESSE: an der Straße nach Stupferich vor der
Abzweigung zum Rittnerhof
BEMERKUNGEN:
Der Flurname
"Judenbusch" weist möglicherweise auf einen jüdischen Friedhof aus
der Zeit des 15./16. Jahrhunderts hin.
(Vgl. Rosenthal 1927, S. 197, Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 149 sowie Hahn 1988, S. 271).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: oberhalb des christl. Friedhofs am Ohrsberg
BELEGUNGSZEIT:
1891 - 1940
GRABSTEINE:
42
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Joho 1989,
S. 14-15.
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen wurden
vor der Anlegung eines eigenen Friedhofes in Hirschhorn (Hessen) beerdigt (Hahn 1988, S. 463).
LANDKREIS: Alb-Donau-Kreis
ADRESSE: Ecke
Pfisterstraße/Hindenburgstraße, beim Antonius-Bildstock, östlich des
Pfisterturms
BELEGUNGSZEIT: 14./15. Jahrhundert
GRABSTEINE: keine
Der Friedhof wurde im Mittelalter eingebnet.
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos und Inschrift der zwei Grabsteine von 1370 und 1482 in Württemberg 1932, S. 38-39.
- Fotos (Reprint aus Württemberg 1932,
S. 38-39) und Geschichte der zwei Grabsteine von 1370 und 1482 in Mall 1983, S. 112
BEMERKUNGEN:
- Eine jüdische Gemeinde existierte in Ehingen vom 13. bis 15. Jahrhundert
(erste Erwähnung 1301/1305,
ausgewiesen 1457, vereinzelte Niederlassungen bis zum 17. Jh.)
- Die Grabsteine des mittelalterlichen Friedhofes wurden abgeräumt und
anderweitig verwendet (vermutlich Anfang 16. Jh.).
- 1911 wurden bei Renovierungsarbeiten an einem Stützpfeiler der Kirchhofsmauer
der Sankt-Blasius-Pfarrkirche zwei Grabsteine von 1370 und 1482 entdeckt. Sie
wurden im Ehinger Heimatmuseum aufbewahrt. Bei einer Entrümplungsaktion des
Museum Anfang der 50er Jahre wurden sie auf den Berkacher Auffüllplatz
abtransportiert. Seitdem gelten sie als verschollen (Mall
1983, S. 112).
Stadt Sinsheim, Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN:
Vermutlich bestand im
16./17. Jahrhundert eine eigene Begräbnisstätte. Ein Waldstück mit der Bezeichnung
"Judenfriedhof" befindet sich in der Flur "Im Grund".
Sichtbare Spuren sind jedoch nicht mehr vorhanden (Hahn 1988, S. 483).
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Friedhofstraße 1(südl. Ortsrand, Unterdorf)
BELEGUNGSZEIT:
1809 (angelegt) - 1940
GRABSTEINE:
471
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde
Eichstetten
und in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Löslein).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 42.
BEMERKUNGEN:
- Vor der Anlage eines
eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Emmendingen
(Alter Friedhof) bestattet (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 72).
Gemeinde Angelbachtal,
Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: an der Straße nach Wiesloch
BELEGUNGSZEIT:
1845 (ältester Grabstein)
- 1943, 1949
1781 (angelegt, laut Hahn 1988, S. 461)
GRABSTEINE:
143
DOKUMENTATION:
ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 46
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des
BEMERKUNGEN:
Vor der Anlage eines
eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 461).
LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Karl-Stirner-Straße/Dalkinger
Straße/Kolpingsweg
BELEGUNGSZEIT:
1901 (angelegt)/1902
(erste Beisetzung) - 1938
GRABSTEINE:
19
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 74.
- Übersichtsfoto in Sauer 1966, Abb. 36.
- Geschichte, Belegungsliste in Burr
1983.
- Geschichte in Ellwangen 1983
BEMERKUNGEN:
- Bis 1901 wurden die Verstorbenen in Aufhausen beerdigt (Sauer 1966, S. 72).
- Bis 1938 fanden 23 Beisetzungen auf dem Friedhof statt (Quelle:
Beerdigungsregister).
- Die Grabsteine wurden 1944 abgeräumt. Nach Kriegsende wurden die Grabsteine
auf Befehl der
amerikanischen Militärverwaltung
wiederaufgestellt. (Burr 1983, S. 127)
Emmendingen
(Alter Friedhof)
LANDKREIS: Emmendingen
ADRESSE: neben Markgrafenschule
BELEGUNGSZEIT:
1717 - 1902 (geschlossen),
vereinzelte Belegungen bis 1930
GRABSTEINE:
466
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos (204 Grabsteine) durch Rosemarie Schwemmer.
Unter Verwendung dieser Fotos
Volldokumentation von 121 Grabsteinen durch Karl Günther.
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Foto, Inschrift, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1967/68.
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 75: Geschichte; Abb. 49:
Übersichtsfoto.
- Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 92:
Übersichtsfoto.
- Geschichte, Fotos der Grabsteine in Schwemmer
1989.
- Geschichte, Foto, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1990b
- Fotos (8 Grabsteine), Übersetzung (3 Grabinschriften) in Günther 1991
- Volldokumentation von 121 Grabsteinen in Günther 1991/94.
- Foto, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1994.
- Geschichte und Foto von 2 Grabsteinen (Juden aus Breisach, 18.Jh.) in Boll 2010.
Emmendingen
(Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Emmendingen
ADRESSE: neben städtischen Bergfriedhof
BELEGUNGSZEIT:
1899 - 1940, seit 1995
wieder neue Belegung
GRABSTEINE:
154
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 50.
- Geschichte in Schwemmer 1989.
Stadt Mengen, Landkreis
Sigmaringen
BEMERKUNGEN:
"Die jüdischen
Bewohner hatten im Mittelalter und vermutlich bis zum 16. Jahrhundert einen
eigenen Friedhof, den 1767 erstmals genannten "Judengottesacker"
nördlich von Ennetach an der "Alten Donau" und dem Gereut (heute noch
sogenannte Flur "Jud"). Spuren sind nicht erhalten." (Hahn 1988, S. 524)
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Flur "großer Hellberg",
Weinbrennerstraße
BELEGUNGSZEIT:
1819 - 1939
GRABSTEINE:
708
DOKUMENTATION:
- 1983-1987 durch Eppingen (Photos aller Steine, Abschrift: deutsche
Inschriften, Belegungsplan)
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 52, 53.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 93.
- Geschichte in Hauke 1983
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 63
- Geschichte in Kiehnle 1985, S. 156-160.
- Volldokumentation in Eppingen 1989 (Fotos der Grabsteine nur ca. zur Hälfte
abgedruckt).
- Geschichte in Eppingen 2006, S. 16
BEMERKUNGEN:
- Die verstorbenen Eppinger Juden wurden vor 1819 in Oberöwisheim
und Heinsheim
beigesetzt (Hahn 1988, S. 225).
- Während seines Bestehens wurde der jüdische Friedhof Eppingen mehrfach
geschändet (Eppingen 1989, S. 36-37). Im Oktober 1945 wurden
auf Anordnung der Militärregierung Instandsetzungsarbeiten auf dem Friedhof
durchgeführt (Eppingen 1989, S. 37-38). Zur schlimmsten
Friedhofsschändung kam es im Oktober 1982, bei der 50 Grabsteine zerstört
wurden (Eppingen 1989, S. 39).
Stadt Balingen, Landkreis
Zollernalbkreis
ADRESSE: nördlich des Ortes, an der Straße nach
Geisingen, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich bestand hier in
früheren Jahrhunderten ein jüdischer Begräbnisplatz (Hahn 1988, S. 561).
LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Ecke Bahnhofstraße/B 29, wahrscheinlich auf
der Flur „Kemmle“
BELEGUNGSZEIT:.möglicherweise wurde der Friedhof Ende des
17. Jahrhunderts eingerichtet
GRABSTEINE:
keine
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hinweis in Hahn 1988, S. 425
BEMERKUNGEN:
1684 Aufnahme von
Schutzjuden, 1838 finden sich im Tagebuch der Schultheißerei Essingen noch
Einnahmen für die Pacht aus dem „Judenkirchhof“ (e-mail von Heinz Bohn aus
Essingen vom 3.11.03)
Esslingen (Mittelalterlicher Friedhof)
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: an der südlichen Mauer der Obertor-Vorstadt
vor dem Tennetor; heutige ungefähre Lage: Schillerplatz
BELEGUNGSZEIT:
1327 erstmals urkundlich
erwähnt, 1348 zerstört
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Hahn 1988b, S. 13.
BEMERKUNGEN:
Germania Judaica
vermerkt, daß ein zweiter mittelalterlicher Friedhof in Esslingen existierte.
Er wurde urkundlich erstmals 1345 erwähnt (Germania Judaica II/1, S. 229).
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: Mittlere Beutau/Turmstraße
BELEGUNGSZEIT:
1807 - 1874
GRABSTEINE:
19
DOKUMENTATION:
- 1862-1873 durch Mayer Levi (Abschrift: alle damals lesbaren
Inschriften sowie Übersetzung)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1990-1994 durch Joachim Hahn (Fotos, Übersetzung: alle Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 74.
- Geschichte, Fotos von 4 Grabsteinen in Esslingen
1988, S. 6-10.
- Volldokumentation in Hahn 1994
(S. 35, 100, 104: Geschichte; S. 382-457: Belegungsliste, Inschrift
und Übersetzung; Abb. 86-99: Fotos der Grabsteine)
Esslingen (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: innerhalb des städtischen
Ebershalden-Friedhofes
BELEGUNGSZEIT:
1874 - 1939, 1961, 1972,
1979
GRABSTEINE:
75
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1990-1994 durch Joachim Hahn (Fotos, Übersetzung: alle Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Fotos von 9 Grabsteinen und des Denkmals in Esslingen 1988,
S. 11-20.
- Volldokumentation in Hahn 1994
(S. 100-104: Geschichte; S. 384-457: Belegungsliste, Inschrift und
Übersetzung; Abb. 100-176: Fotos der Grabsteine)
BEMERKUNGEN:
Auf diesem Friedhof
befindet sich
außerdem ein Denkmal für
85 dort begrabene jüdische Opfer
des KZ Echterdingen, vgl. Hahn 1994, S.193-194. Weitere Opfer desselben KZ
sind in Stuttgart (Flughafen)
begraben.
Gemeinde Ahorn, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Vierzehnmorgen"
BELEGUNGSZEIT:
1850 (angelegt), 1880
(ältester Grabstein) - 1938
GRABSTEINE:
39
DOKUMENTATION:
1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Vor 1850 wurden die
Verstorbenen in Bödigheim beerdigt (Hahn 1988, S. 330).
Feudenheim
(Scheffelstraße)
Stadt Mannheim
ADRESSE: Scheffelstraße
BELEGUNGSZEIT:
1858 (angelegt) - 1900
(ältester Grabstein 1861, jüngster Grabstein 1897)
GRABSTEINE:
53
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Watzinger
1965, S. 15.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 145.
- Geschichte in Mannheim
1987, S. 63.
BEMERKUNGEN:
Vor 1858 wurden die
Verstorbenen in Hemsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 365).
Stadt Mannheim
ADRESSE: Talstraße, Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT:
1900 (angelegt) - 1941
(ältester Grabstein 1901, jüngster Grabstein 1939)
GRABSTEINE:
19
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Watzinger
1965, S. 15.
- Geschichte in Mannheim
1987, S. 63.
Gemeinde Oberderdingen, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: Flur "Judenbegräbnis", alte
Gochsheimer Landstraße
BELEGUNGSZEIT:
1688 (angelegt) - 1939
(ältester datierbarer Stein: 1709)
GRABSTEINE:
294
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde
Oberderdingen
und in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Michael Thon).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 58.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 93.
BEMERKUNGEN:
In den Jahren 1985 und
1986 ereigneten sich Friedhofsschändungen (Badische Neueste Nachrichten.
30.04.1986)
ADRESSE: Elsäßer Straße/Ecke Rosbaumweg
BELEGUNGSZEIT:
1870 - wird noch belegt
GRABSTEINE:
761 (im Jahr 1989)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2001
Grunddokumentation (für eine Auswahl von 128 Inschriften auch
Volldokumentation)
im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Freiburg (Bearbeiterin: Emily Link),
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Schwineköper/Laubenberger
1963, S. 9.
- Foto einzelner Grabstein, Foto Kriegerdenkmal in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 61, 62.
- Geschichte in Blod 1988, S. 48-52.
- Geschichte in Freiburg 2007, S. 101-108.
- Volldokumentation in Frankenstein 2009
- Frankenstein 2011 (Rede anlässlich
der Buchvorstellung von Frankenstein 2009 )
BEMERKUNGEN:
- Die mittelalterliche Gemeinde benutzte vermutlich die Friedhöfe in
Breisach, Sulzburg und Waldkirch (siehe Germania Judaica II/1, S. 255; III/1,
S. 397).
- Im 19. Jahrhundert beerdigte die Jüdische Gemeinde Freiburg ihre Toten in
Emmendingen
und Schmieheim
(siehe Schwineköper/Laubenberger
1963, S. 9)
Gemeinde Rheinau, Landkreis
Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann "Hungerfeld", an der
heutigen B 36
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1810 angelegt - 1939
(ältester auffindbarer Grabstein datiert von 1817)
GRABSTEINE:
618
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch das Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 63.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 100.
BEMERKUNGEN:
Vor der Anlage eines
eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Kuppenheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 94).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Gewann "Alleenfeld"
BELEGUNGSZEIT:
1723 - 1811
GRABSTEINE:
keine vor Ort
DOKUMENTATION:
- Fotos von 3 Fragmenten durch Freudental
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 76.
- Nebel 1985, S. 30-32, 50-51: Geschichte;
S. 31: Foto von einem Fragment (heute nicht mehr vorhanden)
- Geschichte in Hahn 1988b, S. 14-15.
- Freudental 1996, S. 14-17: Geschichte; S. 15 und
17: Fotos von 3 Fragmenten.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof wurde 1811 eingeebnet, wegen der Anlage einer königlichen
Fasanerie (Nebel 1985, S. 50-51).
- Vier Grabsteinfragmente befinden sich in der ehemaligen Synagoge Affaltrach
(vgl. Freudental 1996, S. 15-17).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Markung Bönnigheim, am Fuße des Seeberges
BELEGUNGSZEIT:
1811 - 1943, 1945, 1946,
1970
GRABSTEINE:
435
DOKUMENTATION:
- 1986 durch Institutum Judaicum
(Abschrift aller Steine)
- 1990/1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1986 bis 1994 durch Freudental: Fotos aller Steine, Abschrift und
Übersetzung.
- 1997 Erarbeitung einer Konkordanz durch das Landesdenkmalamt für das Nummernsystem von Freudental und des Zentralarchivs.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 76.
- Geschichte in Nebel 1985, S. 50-51.
- Volldokumentation in Freudental 1996
BEMERKUNGEN: Im
Jahr 2007 kam es zu mehreren Schändungen, bei denen Grabsteine beschmiert,
umgestoßen und auch zerbrochen wurden, siehe: http://www.alemannia-judaica.de/freudental_friedhofneu.htm.
Die Jüdische Zeitung vom Nov. 2007 berichtet auf S. 4, daß in der Nacht
zum 2. Oktober insgesamt 110 Grabsteine geschändet wurden (73 Steine wurden
umgeworfen und teilweise zerstört, 37 Steine wurden mit NS-Symbolen und
antisemitischen Parolen besprüht.) Bereits Anfang August 2007 sind 5 Grabsteine
umgestoßen worden.
LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Bürglestraße
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1650 - wird noch
belegt
(ca. 1650 angelegt; ältester Grabstein datiert von 1695; letzte Beisetzung
1980)
GRABSTEINE:
1.244
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1990-1994 durch Bamberger
(Fotos, Abschrift und Übersetzung
aller Grabsteine, sowie Belegungsliste und Belegungsplan)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Gailingen 1926, S. 9-10.
- Übersichtsfoto, Foto einzelner Grabstein in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 70, 71.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 94.
- Volldokumentation in Bamberger
1994
Gemeinde Königheim, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Tannenweg
BELEGUNGSZEIT:
1875 (angelegt) - ?
(ältester Grabstein datiert 1878; jüngster Grabstein von 1919)
(letzte Beisetzung erfolgte 1927, vgl. Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 110)
GRABSTEINE:
14
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barabara Döpp).
(Das Exemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Bis 1875 wurden die
Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 344).
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: südwestlich des Ortes, Flur
"Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Die jüdische Gemeinde in
Gondelsheim bestand seit dem 16. Jahrhundert. Die Verstorbenen wurden in Obergrombach
beigesetzt. Vermutlich besaß die jüdische Gemeinde in der Anfangszeit einen
eigenen Friedhof. 1632 wird erstmals die Flur "Judenkirchhof" erwähnt
(Hahn 1988, S. 289).
LANDKREIS: Göppingen
ADRESSE: Hohenstaufenstraße, Teil des städt.
Friedhofes
BELEGUNGSZEIT:
1903 eingeweiht, 1904
erste Bestattung - 1977
GRABSTEINE:
135
DOKUMENTATION:
- 1926/1927 durch Aron Tänzer (Belegungsliste, Belegungsplan)
- 1986 bis 1988 durch Göppingen und Naftali Bar Giora Bamberger (Belegungsplan, Fotos aller Grabsteine, Abschrift und
Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsplan und Belegungsliste (bis 1927) in Tänzer 1927,
S. 506-514.
- Volldokumentation in Bamberger
1990, S. 256-346.
BEMERKUNGEN:
Vor Anlegung eines eigenen
Friedhofes wurden die Göppinger Juden in Jebenhausen beigesetzt (Vgl. Tänzer 1927,
S. 211-214).
Gemeinde Leingarten, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: am Südosthang des Heuchelbergs, Flur
"Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich handelt es sich
dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 235).
Stadt Karlsruhe
ADRESSE: Am Liepoldsacker
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1900 - 1935
(ältester Grabstein aus dem Jahre 1905)
GRABSTEINE:
13
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. .76
BEMERKUNGEN:
Vor Anlage dieses
Friedhofes wurden die Verstorbenen aus Grötzingen in Obergrombach
beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 112).
LANDKREIS: Alb-Donau-Kreis
ADRESSE: an der Kreisstraße zwischen Grundsheim und
Hundersingen, Flurname "Judengottesacker", Parzellennr.: 631/1
BELEGUNGSZEIT:
16 (?) bis 18. Jh.
GRABSTEINE:
keine
Der Friedhof wurde eingeebnet.
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Vom 16. bis 18. Jh. (1720
vertrieben) bestand in Grundsheim eine jüdische Gemeinde.
Von dem Friedhof sind keine Spuren mehr vorhanden, er wird heute als Acker
genutzt (Hahn 1988, S. 112).
LANDKREIS: Zollernalbkreis
ADRESSE: Im Haag
BELEGUNGSZEIT:
1803 - 1977
GRABSTEINE:
660
DOKUMENTATION:
- 1944 Fotos aller Steine durch das Reichsinstitut
- durch Dr. Gottfried Reeg
und Studenten (Institutum Judaicum)
(Abschrift und Übersetzung alle Steine)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Volldokumentation von drei Grabsteinen (aus den Jahren 1845, 1918, 1937) in Hüttenmeister 1985.
- Steim 1987, S. 15: Geschichte; S. 51-53:
Fotos (Übersichtsaufnahmen).
- Geschichte in Steim 1989
- Geschichte, Fotos (Übersichtsaufnahmen und ausgewählte Grabsteine) in Schubert 1990
- Geschichte und 2 Fotos (Übersichtsaufnahmen) in Steim 1994, S. 313-315.
BEMERKUNGEN:
Im Jahr 1966 kam es zu
einer Friedhofsschändung (Schubert 1990, S. 32-33).
LANDKREIS: Neckar-Odenwald-Kreis
ADRESSE: am Hohen Schmalberg
BELEGUNGSZEIT:
1876 (angelegt) - 1939
(ältester Grabstein datiert von 1876)
GRABSTEINE:
93
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 80.
BEMERKUNGEN:
Bis 1875 wurden die
Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 120).
LANDKREIS: Zollernalbkreis
ADRESSE: sogenannter "Galgenrain" zwischen
Hechingen und Sickingen
BELEGUNGSZEIT:
vermutlich ab Mitte des
17. Jh. - 1941, 1958, 1995
(ältester sicher datierte Grabstein stammt von 1747)
GRABSTEINE:
651
DOKUMENTATION:
- 1935-1937 Jahre durch Hamburger/Schmalzbach
(Belegungsliste)
- 1944 Fotos aller Steine durch Reichsinstitut
- durch Heinrich Kohring (Fotos, Abschrift, Übersetzung: Grabsteine
(5) der Familie Kaulla
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte und Belegungsliste in Hamburger/Schmalzbach 1937
- Geschichte in Werner 1984
- Geschichte in Werner
1984/85, Teil 1, S. 158-188.
- Kohring 1985, S. 171-213: Volldokumentation der Grabsteine der
Familie Kaulla
- Geschichte in Werner 1987, S. 185-186.
- Geschichte in Werner 1996, S. 88-159.
BEMERKUNGEN:
- Über das Datum der Friedhofsanlegung und wo die Hechinger Juden zuvor
begraben worden sind, gibt es in der Literatur verschiedene Ansichten. Dazu
vgl. Werner 1984 sowie Werner 1984/85, Teil 1, S. 159-163.
- Der jüdische Friedhof Hechingen wurde 1990 und 1993 geschändet. 1990 wurden
95 Grabsteine umgestürzt und mit Hakenkreuzen beschmiert; 1993 wurden 15 Grabsteine
umgeworfen und teilweise zerstört. [Süddeutsche Zeitung, Nr. 207
(8./9. Sep.1990), S. 3; Stuttgarter Zeitung, Nr. 171 (28. Juli
1993)]
ADRESSE: an der Plöck, zwischen der heutigen
Sandgasse und Theaterstraße
BELEGUNGSZEIT:
1344 erste Erwähnung, 1369
Erweiterung, 1391 Vertreibung der Juden aus Heidelberg
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 11, 17, 283-284.
- Geschichte und eine Inschrift in Kuhn 1971
- Geschichte in Szklanowski
1984, S. 16-17.
- Geschichte in Heidelberg
1992, S. 300-301.
- Geschichte in Heidelberg
1996, S. 35.
- Geschichte und eine Inschrift in Schaller
2007.
BEMERKUNGEN:
- 1391 Vertreibung der
Juden aus Heidelberg, das Friedhofsgelände gelangte an die Universität, welche
die darauf befindlichen Grabsteine 1398 an den Pfarrer der Peterskirche
veräußerte.
- 1971 wurde im Haus Untere Straße 20 ein
Stein mit einer hebräischen Inschrift gefunden. Es handelt sich wahrscheinlich
um das Fragment eines Grabsteins von diesem mittelalterlichen Friedhof. Der
Inschriftenstein wird seitdem im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg
aufbewahrt, eine Replik steht in der Heidelberger Synagoge.
ADRESSE: östlich der St.-Anna-Kirche, auf dem
Grundstück Plöck Nr. 6
BELEGUNGSZEIT:
1688 - 1702
GRABSTEINE:
keine Spuren
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 101-102.
- Geschichte in Heidelberg
1992, S. 299-300.
- Geschichte in Heidelberg
1996, S. 60-62.
BEMERKUNGEN:
- Zuvor wurden die Verstorbenen in Worms bzw. Wiesloch beigesetzt.
- 1689 erging der kurfürstliche Befehl, daß der Verkauf des Geländes zur
Nutzung als jüdischer Begräbnisplatz rückgängig zu machen sei. Die Grabsteine
wurden abgeräumt.
ADRESSE: Klingenteichstrasse
BELEGUNGSZEIT:
1702 (angelegt) - 1876
ältester Grabstein datiert von 1784
GRABSTEINE:
180
DOKUMENTATION:
- 1982/83 durch Benno Szklanowski
(Fotos aller Grabsteine, Abschrift
und Übersetzung aller Inschriften)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 134-135.
- Geschichte in Heidelberg, S. 31-34.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 85, 86.
- Volldokumentation in Szklanowski
1984
- Geschichte in Heidelberg 1992, S. 300-302.
- Geschichte in Heidelberg
1996, S. 62, 200-201, 571.
ADRESSE: Rohrbacher Strasse
BELEGUNGSZEIT:
1870 - wird noch belegt
GRABSTEINE:
729 (1986)
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Heidelberg,
S. 120-123.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 87.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 94.
- Geschichte in Ruuskanen 1992, S. 254-259.
Geschichte in Heidelberg
1992, S. 304-307.
Geschichte in Heidelberg
1996, S. 251-255, 368-369, 572.
Heilbronn (Mittelalterliche Friedhöfe)
Im Mittelalter existierten in
Heilbronn zwei jüdische Friedhöfe. Der erste befand sich in der Nähe der
Judengasse am Kieselmarkt. Dieser wurde 1415 geschlossen. "Vor dem
Brückentor", auf der anderen Neckarseite, befand sich der zweite Friedhof.
1467 wurden die Juden aus Heilbronn vertrieben und Synagoge und Friedhof fielen
zunächst in kaiserlichen Besitz. 1490 wurden sie an die Stadt verkauft.
Ein Grabstein aus dem Jahre 1408 befindet sich heute im Heilbronner Ortsmuseum,
ein weiterer von 1420 ist auf dem Sontheimer Friedhof in die südliche Friedhofsmauer
eingelassen.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos der beiden Grabsteine in Württemberg 1932, S. 36.
- Fotos der beiden Grabsteine, Geschichte in Franke
1963, S. 34, 36, 182-183.
- Geschichte in Germania Judaica II/1, S. 346-350 und Germania Judaica III/1, S. 531-540.
- Foto des Grabsteines von 1420 in Sauer 1966, Abb. 57.
- Geschichte, Fotos in Sontheim 1987, S. 10-11.
Heilbronn (Im Breitenloch)
ADRESSE: Im Breitenloch
BELEGUNGSZEIT:
1868 - 1942; 1960 - 1967;
1998
GRABSTEINE:
491
DOKUMENTATION:
- Belegungsliste, Belegungsplan sowie Fotos aller Steine durch Realschule Heilbronn
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1990 Fotos aller Grabsteine durch Stadtarchiv Heilbronn. Unter Verwendung dieser Fotos 1991
Abschrift und
Übersetzung aller Steine durch Dan Bondy im
Auftrag der Stadt Heilbronn.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Mayer 1927, S. 65
- Foto (Denkmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen) in Württemberg 1932, S. 85.
- Geschichte in Franke 1963, S. 70-71, 183-185.
- Fotos in Sauer 1966, Abb. 55, 56.
- Inschrift und Übersetzung aller Steine, ausgewählte Fotos sowie
Belegungsliste und Belegungsplan in Bondy 1992.
Stadt Bad Rappenau, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Gewann Schlierbach
BELEGUNGSZEIT:
16. Jahrhundert (angelegt)
- 1937
ältester heute datierbarer Grabstein stammt von 1598
GRABSTEINE:
1152 (Steine und
Fragmente)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (1113) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 90.
- Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 94:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 104-105, 120, 207.
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Oberer Mühlweg, Gewann Teufelsloch
BELEGUNGSZEIT:
1674 (angelegt) - 1940
Ältester heute lesbarer Grabstein datiert aus dem Jahr 1682.
GRABSTEINE:
1.066
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (1010) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv. 1992 durch Zentralarchiv Nachtrag (56 Steine) zur Dokumentation von
1987.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation und 45
Einzelübersetzungen durch Christa-Renata Fischer-Hoffmann
im Auftrag der Stadt Hemsbach und des
Fördervereins "Ehemalige Synagoge in Hemsbach e.V."
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Lilienthal 1931
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 91, 92.
- Geschichte in Hemsbach 1980, S. 434, 460-463.
- Geschichte in Hemsbach 1984, S. 25-30.
- Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 94:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Hoffmann 1985, [S. 2-3].
- Grunddokumentation, 45 Einzelübersetzungen in Hoffmann 1993.
BEMERKUNGEN:
- Rosenthal als auch Lilienthal erwähnen, daß der älteste Grabstein aus dem
Jahre 1665 stammen würde (Vgl. Rosenthal 1927, S. 106, bzw. Lilienthal 1931)
- Im Bestand des Leo Baeck Instituts (New York) befindet sich: Liste der
Beerdigungen auf dem jüdischen Friedhof vor 1810, erstellt vom Lehrer
S. Pokow (Hemsbach). Siehe Berthold Rosenthal Collection,
Bestandsverzeichnis: II, Nr. 3.
Gemeinde Remseck, Landkreis
Ludwigsburg
ADRESSE: südl. des Ortes, auf einer Hochterasse
oberhalb des Neckars
BELEGUNGSZEIT:
1795 (angelegt) - 1925
ältester Grabstein datiert von 1804
GRABSTEINE:
212, weiterhin 34
Fragmente
DOKUMENTATION:
- 1977 Grunddokumentation von 201 Grabsteinen durch Arnd Breuning
- 1987 Fotos aller Steine durch Heinz Pfizenmayer
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv. 1992 Fotos der Fragmente durch Landesdenkmalamt. Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation im
Auftrag der Gemeinde Remseck in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Ulrike Sill). Auf Basis dieser
Vorarbeiten Volldokumentation durch Hochberg [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto, Foto mit mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 86, 87.
- Grunddokumentation in Breuning
1977
- Geschichte in Hochberg 1990
- Geschichte in Hahn 1988b, S. 15.
Stadt Freiburg
BEMERKUNGEN:
"Eine Wiese im
Ettenbachtal trägt den Flurnamen "Judenfriedhof". Die Herkunft der Bezeichnung
ist unbekannt." (Hahn 1988, S. 179)
Stadt Tauberbischofsheim,
Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: am Rande des Neubaugebietes "An der
Setz"
BELEGUNGSZEIT:
1876 (angelegt) - 1934
GRABSTEINE:
27
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 2007 legte Ortsvorsteher Werner Schramm eine Dokumentation vor
(Computerausdruck), bei der es sich um eine Reproduktion der Grunddokumentation
des Landesdenkmalamtes (von 1993) handelt, die durch eigene (im Jahr 2007
aufgenommene farbige) Fotos (aller Grabsteine) und Dokumente ergänzt wurde,
u.a.: Lageplan von 1876.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Bis 1875 wurden die
Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 271).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Heidelberger Straße
BELEGUNGSZEIT:
1879 (angelegt), 1880
(ältester Grabstein) - 1933, 1962, 1977
GRABSTEINE:
53
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 94.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1879 wurden die Verstorbenen in Wiesloch beigesetzt (Hahn 1988, S. 468).
- In der Berthold Rosenthal Collection (Leo Baeck Institute New York) befindet
sich eine Gräberliste des Friedhofes (Bestandsverzeichnis Sammlung Berthold
Rosenthal: II, Nr. 2)
Gemeinde Dörzbach, Landkreis
Hohenlohe
ADRESSE: Ailringer Straße
BELEGUNGSZEIT:
1852 - 1940
GRABSTEINE:
300
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 88.
- Geschichte in Künzelsau 1993, S. 3
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 775-956.
- Geschichte in Franken 2003, S. 80-89
BEMERKUNGEN:
Bis 1741 wurden die Juden
in Unterbalbach, danach bis 1852 in Weikersheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 256).
Stadt Steinheim an der Murr,
Landkreis Ludwigsburg
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof", zwischen
dem Gehöft Ditting und der Straße Steinheim-Höpfigheim
BEMERKUNGEN:
Im 16. Jahrhundert wohnten
Juden in Höpfigheim. Aus dieser Zeit stammt die Flur "Judenkirchhof"
(1606 erstmals erwähnt). In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden dort
Gräber entdeckt (Angaben aus Hahn 1988, S. 328).
LANDKREIS: Freudenstadt
ADRESSE: Brandsteigweg
BELEGUNGSZEIT:
1901 (angelegt), 1904
(ältester Grabstein) - 1939, 1952
GRABSTEINE:
75
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- Volldokumentation durch Horb (Bearbeiter: Manfred Steck und Dr. Frowald
Gil Hüttenmeister) [in Arbeit]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 85.
BEMERKUNGEN:
Im 17./18. Jahrhundert
wurden die Verstorbenen in Mühringen beigesetzt (Hahn 1988, S. 181, vgl. auch Silberstein
1875).
Gemeinde Ravenstein, Landkreis
Neckar-Odenwald-Kreis
ADRESSE: Doktorsrain
BELEGUNGSZEIT:
1769 - 1770/1773
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Berlinger 1991, S. 50-52.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof diente als Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde Merchingen.
Streitigkeiten um den Friedhof, insbesondere zwischen weltlicher und
geistlicher Herrschaft, führten 1770 zum kaiserlichen Richtspruch, daß der
Friedhof zu zerstören sei und die Juden aus Merchingen wieder, wie früher, in Berlichingen
beigesetzt werden sollen (Berlinger 1991, S. 50-52).
- Heute sind vom Friedhof keine Spuren mehr zu finden. Der Hang des Doktorsrain
wurde in den Jahren 1953-1956 für eine Dammaufschüttung abgetragen (Hahn 1988, S. 392).
Gemeinde Philipsburg, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: Gewann "Im Sand auf dem Wall"
BELEGUNGSZEIT:
1889 (angelegt), 1890
(erste Beisetzung) - 1954
GRABSTEINE:
47
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Huttenheim 1957
- Geschichte in Theobald 1985
(2)
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 174.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof war Besitz der Philippsburger jüdischen Gemeinde und wurde von
ihr benutzt. Das Gelände des Friedhofes befindet sich jedoch auf der
Huttenheimer Gemarkung.
- Bis 1889 wurden die Verstorbenen in Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 238).
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwald
ADRESSE: am Weg nach Blankenhornsberg, Gewann
Mittlere Gasse
BELEGUNGSZEIT:
1810 (ältester Grabstein)
- 1937
GRABSTEINE:
255
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 95.
- Geschichte unter http://www.bethhahayim.info/ihringen.htm
BEMERKUNGEN:
Im August 1990 wurde der
Friedhof schwer geschändet. 177 Grabsteine wurden umgestürzt und teilweise
zertrümmert. Grabsteine und Friedhofsmauer wurden mit nationalsozialistischen
Zeichen und Parolen besprüht.
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: am Neckarkanal, Ecke
Hebelstraße/Scheffelstraße
BELEGUNGSZEIT:
1860 (ältester Grabstein)
- 1935
GRABSTEINE:
60
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
- Bis 1860 wurden die Verstorbenen in Mannheim beerdigt.
- In den 30er Jahren wurde der Friedhof mehrfach geschändet
(Grunddokumentation, S. 2).
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Wohngebiet Bergstraße
BELEGUNGSZEIT:
1887 (angelegt) - 1938
GRABSTEINE:
58
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 98.
BEMERKUNGEN:
Bis 1819 wurden die
Ittlinger verstorbenen Juden in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt, in der Zeit von 1819-1887 auf
dem Friedhof in Eppingen (Angerbauer 1986, S. 120, Hahn 1988, S. 231).
Stadt Göppingen, Landkreis
Göppingen
ADRESSE: Kreuzhaldenweg
BELEGUNGSZEIT:
1781 (ältester Grabstein)
- 1939
vermutlich bereits 1778 angelegt
GRABSTEINE:
349
DOKUMENTATION:
- 1919-1926 durch Aron Tänzer (Belegungsliste, Belegungsplan, Abschrift
von ausgewählten Inschriften)
- 1986 bis 1988 durch Göppingen und Naftali Bar Giora Bamberger (Belegungsplan, Fotos aller Grabsteine, Abschrift und
Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Tänzer 1927, S. 208-261: Geschichte, Belegungsliste (bis 1926) und
Belegungsplan; S. 87, 156, 157, 200:
Grabinschriften von bedeutenden
Persönlichkeiten der Gemeinde
- 2 Fotos mit jeweils mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 89.
- Geschichte in Kauß 1981, S. 15.
- Volldokumentation in Bamberger
1990, S. 17-254.
Gemeinde Walzbachtal, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: an der Straße nach Wössingen
BELEGUNGSZEIT:
1888 (angelegt) - 1936
GRABSTEINE:
46
DOKUMENTATION:
- In den 80er Jahren durch die Gemeinde Walzbachtal
(Fotos aller Steine, sowie
Belegungsplan).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 99.
- Geschichte in Theobald 1985
(3).
BEMERKUNGEN:
Vor 1888 wurden die
Verstorbenen in Obergrombach beigesetzt (Theobald 1985 (3)).
Stadt Bad Buchau, Landkreis
Biberach
ADRESSE: genaue Lage unbekannt
BELEGUNGSZEIT:
- Mitte 17. Jh.
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
In Kappel befand sich der
Friedhof der Buchauer Juden, bis sie 1659 einen neuen Friedhof in Bad Buchau
anlegten (Vgl. Vierfelder 1958, S. 7 sowie Hahn 1988, S. 121-122, 124).
Karlsruhe
(Mendelssohnplatz)
ADRESSE: Mendelssohnplatz
BELEGUNGSZEIT:
1723 - 1826
GRABSTEINE:
keine
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Gumprich 1898.
- Geschichte in Theobald 1984, S. 78-79.
- Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 262-265.
BEMERKUNGEN:
- Ab 1826 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof an der östlichen Kriegstraße
beigesetzt.
- In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts setzten Bestrebungen seitens der
Stadt ein, den Friedhof zu beseitigen und das Gelände für Baumaßnahmen zur
Verfügung zu haben. 1897 wurde das Friedhofsgelände der Jüdischen Gemeinde
enteignet und ging gegen Entschädigung in den Besitz der Stadt Karlsruhe über.
1898 wurden die sterblichen Überreste exhumiert und zum größten Teil auf den
bereits geschlossenen Friedhof (Kriegstraße) überführt. Die Grabsteine wurden entweder
über den neuen Gräbern aufgestellt (Einzelgräber) bzw. die anderen (bei
Gemeinschaftsgräbern) an der Friedhofsmauer angelehnt. (Informationen aus Gumprich 1898
sowie Karlsruhe 1988, S. 262-265)
Karlsruhe (Kriegsstraße)
ADRESSE: Kriegsstraße
BELEGUNGSZEIT:
1826 - 1896 (geschlossen),
vereinzelte Beisetzungen bis in die 30er Jahre 20. Jahrhunderts
GRABSTEINE:
1.150
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Namensliste (Arbeitsfassung) durch Zentralarchiv (Bearbeiter: Andreas Gotzmann).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt
(Bearbeiter: Barabara Döpp, Frowald Gil
Hüttenmeister und Monika Preuß),
Belegexemplar des
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Übersetzung von 133 ausgewählten
Grabinschriften durch Andreas Gotzmann
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 103, 106.
- Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 265-266.
BEMERKUNGEN:
1898 erfolgte auf dem
Friedhof die Beisetzung der exhumierten Überreste vom Friedhof am Mendelssohnplatz. Die Grabsteine wurden größtenteils entlang der
Friedhofsmauer aufgestellt, bei bedeutenden Persönlichkeiten, welche in
Einzelgräbern beigesetzt wurden, sind ihre Grabsteine über den Gräbern
aufgestellt worden.
Karlsruhe (Haid- und Neustraße, Orthodox)
ADRESSE: Haid- und Neu-Straße
BELEGUNGSZEIT:
1872 - ca. 1940, 1971,
1984
GRABSTEINE:
377
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (368) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß),
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 266.
BEMERKUNGEN:
- Die 1869 ausgetretene orthodoxe Minderheit aus der Israelitischen Gemeinde
Karlsruhe legte 1872 einen eigenen, orthodoxen jüdischen Friedhof an.
- An der rückwärtigen Mauer wurden die vom ehemaligen Friedhof am Mendelssohnplatz überführten Gräber der Angehörigen der Familie Ettlinger
angelegt (Grunddokumentation, S. 2).
Karlsruhe (Haid- und Neustraße, Liberal)
ADRESSE: Haid- und Neu-Straße
BELEGUNGSZEIT:
1876 (angelegt) - wird
noch belegt
GRABSTEINE:
1.034 (1987)
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2003 Grunddokumentation (für eine Auswahl von 157 Steinen
auch Volldokumentation)
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger) unter Hinzufügung eines
Belegungsplans vom Friedhofs- und
Bestattungsamt der Stadt Karlsruhe
(vom 19.3.2002),
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Karlsruhe 1988,
S. 266-270.
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: innerhalb des städtischen Friedhofs,
Friedhofsstraße
BELEGUNGSZEIT:
1924 (angelegt) - 1939,
1968, 1969, 1975
GRABSTEINE:
17
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 107.
BEMERKUNGEN:
Vor 1924 wurden die
Verstorbenen in Freistett beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 151).
Gemeinde Efringen-Kirchen,
Landkreis Lörrach
ADRESSE: Gewann Kehlacker
BELEGUNGSZEIT:
1865 (angelegt), 1867
(ältester Grabstein) - 1926
GRABSTEINE:
107
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Kahn 1963, [S. 6-7].
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 40.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Huettner 1993, S. 158-170: Geschichte und Fotos ausgewählter
Grabsteine; S. 240-243: Belegunsliste und Belegungsplan; S: 244-250: alle
hebräische Inschriften sowie vier ausgewählte Übersetzungen.
BEMERKUNGEN:
- Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Kirchener Juden in Lörrach
(Alter Friedhof) beigesetzt (Kahn
1963, [S. 6] ).
- 1965, 1973 und 1977 wurde der Friedhof geschändet. Grabsteine wurden
umgeworfen und dabei zerstört (Vgl. Hüttner 1993, S. 169).
Stadt Bad Friedrichshall,
Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Flur Mittlerer Pfad, am Ende der Kappenstraße
BELEGUNGSZEIT:
1870 (angelegt), 1874
(ältester Grabstein) - 1916 (jüngster Grabstein)
GRABSTEINE:
30
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-Geschichte in Fieß 1965,
S. 423-424.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 133.
BEMERKUNGEN:
- Vor 1870 wurden die Verstorbenen in Neckarsulm beigesetzt (Sauer 1966, S. 37).
- Nach 1933 kam es mehrfach zu Verwüstungen auf dem Friedhof (Hahn 1988, S. 215).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann Bachhelle
BELEGUNGSZEIT:
1875 (angelegt), 1876
(ältester Grabstein) - 1935
GRABSTEINE:
66
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 111.
BEMERKUNGEN:
Bis 1875 wurden die
Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 158).
Gemeinde Königsbach-Stein,
Landkreis Enzkreis
ADRESSE: Gewann Steidig, Ende Rhönstraße
BELEGUNGSZEIT:
1872 (ältester Grabstein)
- 1940
GRABSTEINE:
134
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1994/95 durch Königsbach (Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 112.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Belegungsliste und Belegungsplan in Königsbach
1998, Umschlagseite und
S. 70-74.
BEMERKUNGEN:
- Bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Obergrombach
beigesetzt (Hahn 1988, S. 167,
sowie Einträge im Standesbuch -
Auskunft Dr. Joachim Mehne,
- Im Juni 1988 wurden bei einer Friedhofsschändung 16 Grabsteine umgeworfen und
teilweise zerbrochen
(Pforzheimer Zeitung, 14.06.88; Grunddokumentation,
S. 2)
LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Wollmatinger Straße, Teil des städtischen
Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
- ältester Teil: 1870 - 1945
- neuerer Teil: 1932 - 1984
- neuester Teil: 1981 - (in Benutzung)
GRABSTEINE:
- ältester Teil: 281
- neuerer Teil: 91
- neuester Teil: 16 (Stand 1994)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 113.
- Geschichte, Belegungsliste in Bloch
1971, S. 28-29, 245-247.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte und Belegungsliste (= Kopie aus der Grunddokumentation des
Landesdenkmalamtes von 1994) in Stein 2007.
BEMERKUNGEN:
Der jüdische Friedhof ist
Teil des allgemeinen Hauptfriedhofs. Das Areal des jüdischen Friedhofs
erstreckt sich über drei nebeneinanderliegende Grundstücke, die die jeweiligen
Erweiterungen (1932, 1981) widerspiegeln.
LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: Gewann Im Zücker, am alten Neunstetter Weg
BELEGUNGSZEIT:
1837 (angelegt) - 1940
GRABSTEINE:
117
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hundsnurscher/Taddey 1968: Geschichte, S. 169; Übersichtsfoto,
Foto eines Grabsteines, Abb. 119, 120.
- Geschichte in Bauer 1982.
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 957-1024.
- Geschichte in Franken 2003, S. 92-97
BEMERKUNGEN:
Bis 1837 wurden die
Verstorbenen in Berlichingen beigesetzt (Hahn 1988, S. 260).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: an der Straße nach Steinbach
BELEGUNGSZEIT:
vermutlich Mitte 17.
Jahrhundert - 1938
Ältester Grabstein stammt aus dem Jahre 1695 (John 1992, S. 145).
GRABSTEINE:
921
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999/2000 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Michael Thon).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 122.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte in John 1992
BEMERKUNGEN:
- In der Literatur existieren verschiedene Angaben über das Alter des
Friedhofes. Eine erste Erwähnung des Friedhofes besteht aus dem Jahre 1658.
Angaben, daß der Friedhof bereits um 1600 bestanden hat und möglicherweise
bereits im Mittelalter benutzt wurde (Hahn 1988, S. 346) lassen sich nicht belegen.
- Der Külsheimer Friedhof diente als Verbandsfriedhof der jüdischen Gemeinden
Külsheim, Gissigheim, Königheim, Tauberbischofsheim, Hochhausen und Hardheim. 1875 wurde der Friedhof für die Benutzung
durch die auswärtigen jüdischen Gemeinden geschlossen. Diese mußten in ihren
Orten jeweils eigene Friedhöfe anlegen.
LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: Holderrain
BELEGUNGSZEIT: Mittelalter
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
- Geschichte in
Hahn 1988, S. 262
- Geschichte in Künzelsau 1993, S. 4
BEMERKUNGEN:
Die mittelalterliche
Gemeinde bestand nur bis 1581. Ihr Friedhof, von dem sich keine Spuren erhalten
haben, soll sich im Holderrain befunden haben. Die Niederlassung von Juden in
Künzelsau begann erst wieder1853 (Mitteilung von Stefan Kraut am 2.Juli 2004
per e-mail). Die neue Gemeinde setzte ihre Toten in Berlichingen und Steinbach
bei.
LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: an der Stadtwaldstraße
BELEGUNGSZEIT:
Ende 17. Jh. - 1938; 1983
(1694 erste schriftliche Erwähnung, vgl. Linder
1999, S. 57)
GRABSTEINE:
1.054
DOKUMENTATION:
- 1987/1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- 2004 Fotos ausgewählter Steine durch Johann Deiters.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Rosenthal 1927, S. 195.
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 173: Geschichte; Abb. 124:
Übersichtsfoto
- Theobald 1984, S. 79: Geschichte; S. 96:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Linder 1999, S. 57-60.
- Geschichte und Volldokumentation von 11 ausgewählten Steinen in Deiters 2005.
BEMERKUNGEN:
Seit 1692 werden
Begräbnisbücher geführt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 173).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT:
1848 (angelegt und erste
Beisetzung) - 1938
(ältester lesbarer Stein datiert 1849)
GRABSTEINE:
96
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995 durch Ladenburg (Fotos der Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Darmstädter
1926
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 126.
- Geschichte in Hoffmann 1985, [S. 2-3].
- Geschichte in Ladenburg 1995, S. 98-101, 250-254.
- Geschichte in Zieher 1998, S. 678.
- Geschichte in Zieher 2011, S. 40-42
BEMERKUNGEN:
Die verstorbenen
Ladenburger Juden wurden im Mittelalter und in der frühen Neuzeit vermutlich in
Worms beigesetzt. Zwischen 1674 und 1847 erfolgten die Beisetzungen in Hemsbach (Hahn 1988, S. 470)
Gemeinde Dörzbach, Landkreis
Hohenlohe
ADRESSE: an der Straße nach Rengershausen
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1800 -
GRABSTEINE:
19
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 93.
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 1025-1038.
- Geschichte in Franken 2003, S. 90-91
LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Judenberg
BELEGUNGSZEIT:
1732 - 1945, vereinzelt
nach 1945
GRABSTEINE:
916
DOKUMENTATION:
- Anfang des 20.
Jahrhunderts durch Rabbiner Dr. Leopold Treitel
(Belegungsliste, bis 1916)
- in den 50er Jahren Fotos durch Josef Schönle
(Fotos aller Grabsteine)
- 1977 durch Braun und Pysik (Braun/Pysik) (Abschrift der deutschen
Trauerverse/Gedichte auf der Rückseite der Grabsteine)
- 1981-1990 durch John H. Bergmann und Ernst Schäll (Bergmann/Schäll) (Belegungsplan,
Abschrift von Namen und Sterbedaten)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
der Stadt Laupheim und in
Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Nathanja Hüttenmeister).
- Ausgehend von dieser Arbeit Buchpublikation durch Nathanja Hüttenmeister im Auftrag von Laupheim.
1991/92 Fotos aller Grabsteine durch Laupheim.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 3 Fotos mit einzelnen Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 96.
- Geschichte in Kohl 1965, S. 55-56.
- Geschichte in Schenk 1979, S. 298.
- Geschichte in Braun 1980
- Schäll 1981, S. 56: Geschichte; S. 47-49:
Fotos (4 Grabsteine)
- Geschichte in Laupheim 1983
- Geschichte in Schäll 1994, S. 71-86.
- Geschichte in Schäll 1996
- Volldokumentation (Fotos nur von ausgewählten Grabsteinen) in Hüttenmeister 1998 und auf
den Webseiten
des Steinheim-Instituts in der epigraphischen Datenbank
Stadt Albstadt:
BEMERKUNGEN:
"In Lautlingen
besteht eine Flur "Judengarten" , in anderen Quellen
"Judenkirchhof" genannt (Lage an der Eisenbachstr. unterhalb des
"Bühl"). Die Herkunft der Bezeichnung ist unbekannt; sie könnte auch
auf einen Pestfriedhof vor dem Ortsetter aus der Zeit des Dreißigjährigen
Krieges hinweisen." (Hahn 1988, S. 560).
LANDKREIS: Rastatt
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen wurden in
Kuppenheim,
ab 1830 in Freistett beigesetzt. "Während einer Blatternepidemie 1871 konnten
3 in dieser Zeit verstorbene Gemeindemitglieder nicht in Freistett beigesetzt
werden. Elias Roos und seine Mutter wurden auf einem Platz östl. des städt.
Friedhofes Lichtenau beigesetzt, ein weiteres "Judengrab" wurde im
Gewann "Galgenfeld" angelegt. Die Grabsteine wurden im "Dritten
Reich" entfernt; der kleine jüdische Friedhof am städtischen Friedhof (das
9 qm große Flst. 244, heute ein Blumenbeet ohne Hinweis) ist erhalten."
(zitiert aus Hahn 1988, S. 442)
LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Schützenwaldweg
BELEGUNGSZEIT:
1670 - 1902
GRABSTEINE:
39
(Nur noch drei datierbare Grabsteine aus den Jahren 1869, 1879 und 1902 sind
heute vorhanden.
Der Rest der Steine sind Fragmente bzw. die Inschriftenplatten fehlen.)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Wilhelm 1932, S. 162-169.
- Geschichte in Moehring 1970
- Geschichte in Bloch 1979, S. 31-32.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 131.
- Geschichte in Huettner 1993, S. 158-160
BEMERKUNGEN:
- Nach dem "Grabregister und Chronik des alten und neuen israelitischen
Friedhofs in Lörrach" (Bestand: Oberrat der Israeliten Badens) wurde der
alte Friedhof bereits 1666 angelegt.
- 1914/18 sowie 1934/35 kam es auf dem Friedhof zu Verwüstungen (Moehring 1970, S. 66).
- "Der Lörracher Judenfriedhof wurde in der Folge des
- Während der NS-Zeit wurden Grabsteine zum Straßenbau entfernt. Deshalb sind
nur noch einige wenige Grabstein und Fragmente vorhanden (Grunddokumentation,
S. 2).
Lörrach (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Brombacher Straße
BELEGUNGSZEIT:
1892 Gelände angekauft,
1895 eingeweiht - bis heute
GRABSTEINE:
157 (1993)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (155) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 96.
LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Museum am Burghof, Basler Str. 143, 79540
Lörrach
BEMERKUNGEN: In der Sammlung des Museums der Stadt
Lörrach befinden sich zwei Grabsteine. Sie stammen vermutlich vom jüdischen
Friedhof in Lörrach (Alter Friedhof) und datieren aus den
Jahren 1869 und 1895 (Auskunft des Museums im April 1999).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Meiereistraße
BELEGUNGSZEIT:
1870 - 1917
GRABSTEINE:
99
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995-1998 durch Joachim Hahn (Fotos, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Ludwigsburg 1989, S. 24, 38-39
- Hahn 1998, S. 96-100: Geschichte;
S. 605-607: Belegungsliste; S. 612-732: Inschriften und Übersetzung
(alle Steine) sowie ausgewählte Fotos.
BEMERKUNGEN:
Vor 1870 beerdigten die
Ludwigsburger Juden ihre Verstorbenen in Freudental und Hochberg (Hahn 1998, S. 94-96).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Harteneckstraße
BELEGUNGSZEIT:
1904 - 1944; 1954 - wird
noch belegt
GRABSTEINE:
85 (1989), 86 (1998)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995-1998 durch Joachim Hahn (Fotos, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hahn 1998, S. 100-105: Geschichte;
S. 608-611: Belegungsliste; S. 612-734: Inschriften und Übersetzung
(alle Steine) sowie ausgewählte Fotos.
ADRESSE: F 7
BELEGUNGSZEIT:
1661 - 1839
GRABSTEINE:
keine, einige Grabsteine
heute auf dem Neuen Friedhof
DOKUMENTATION:
- 1890 durch Leopold Mayer im Auftrag der jüdischen Gemeinde Mannheim (vermutlich
Belegungsliste oder Plan)
- 1890er Jahre durch jüdische Gemeinde Mannheim für Leopold Löwenstein (Abschriften von
ausgewählten Grabsteinen)
- um 1911 Fotos von ausgewählten Grabsteinen, vermutlich durch jüdische
Gemeinde Mannheim (26 Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert)
- 1938 Fotos von ausgewählten Grabsteinen, vermutlich durch die jüdische
Gemeinde Mannheim
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 79-80.
- 5 Grabinschriften in Löwenstein
1895, S. 85, 89, 173, 243.
- Geschichte in Mannheim 1901
- Geschichte in Rosenthal 1927, S. 104.
- Geschichte in Rosenthal
1938
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 187, 195: Geschichte,
Abb. 144: Übersichtsfoto.
- Geschichte in Theobald 1984, S. 79.
- Geschichte in Mannheim 1992, S. 308-309.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1661 wurden die verstorbenen Mannheimer Juden in Worms beigesetzt (Hahn 1988, S. 369).
- 1938 mußte auf Druck der Behörden der Friedhof abgeräumt werden. Die Gebeine
von 3.586 bestatteten Juden wurden exhumiert und auf dem Neuen Jüdischen
Friedhof Mannheims in einem Sammelgrab beigesetzt. Von den damals noch 1.113
vorhandenen Grabsteinen wurde nur ein Teil auf den Neuen Friedhof gebracht (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 195, vgl. auch Mannheim 1992, S. 306-307).
- Heute ist der Friedhof teilweise überbaut, teilweise Grünanlage. Eine
Gedenktafel erinnert an den Friedhof (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 196).
ADRESSE: Feudenheimer Straße
BELEGUNGSZEIT:
1840 (angelegt) - wird
noch belegt
GRABSTEINE:
4.743
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2005 Grunddokumentation (und für 1048
Inschriften auch Volldokumentation) durch eine Arbeitsgruppe
unter Leitung von Manfred Erlich im
Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Mannheim.
Die Ergebnisse liegen auf zwei CD vor.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Rosenthal
1938, S. 16.
- Geschichte in Watzinger
1963
- Übersichtsfotos in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 138-142.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 96.
- Geschichte in Mannheim
1987, S. 62
- Mannheim 1992, S. 305-311: Geschichte,
S. 311-332: Beschreibung der Grabsteine/Grabanlagen und Biographien
bedeutender Verstorbener.
BEMERKUNGEN: 1938 wurden im Eingangsbereich die auf
dem Alten Friedhof exhumierten Gebeine in einem Sammelgrab
beigesetzt.
Stadt Schwaigern, Landkreis
Heilbronn
BEMERKUNGEN:
- Früher existierte am Ort ein Flurname "Judenkirchhof", der aber
heute unbekannt ist. Möglicherweise bezieht er sich auf eine jüdische
Begräbnisstätte früherer Jahrhunderte (16. Jh.?) (Hahn 1988, S. 249).
- Im 19. Jahrhundert beabsichtigte die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof
anzulegen und kaufte dazu Gelände im Gewann "Hetzenkopf" oder
"Kleines Feldle". Dieser Plan wurde jedoch nicht umgesetzt. (Hahn 1988, S. 249)
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: hinter dem christlichen Friedhof
BELEGUNGSZEIT:
1896 (angelegt) - 1935
(erste Beerdigung 1897)
GRABSTEINE:
22
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 147.
BEMERKUNGEN:
Vor 1896 wurden die
Verstorbenen Meckesheimer Juden auf dem Friedhof in Wiesloch beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 197).
Gemeinde Ravenstein, Landkreis
Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: an der Straße nach Ballenberg, Gewann
Wurmberg
BELEGUNGSZEIT:
1812 - 1939
GRABSTEINE:
350
DOKUMENTATION:
1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 angefangene Grunddokumentation (nur
Grabsteine 1-50) durch Zentralarchiv (Bearbeiter: Vladimir Baum)
- Unter Verwendung dieser Fotos Volldokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Benjamin Nir) [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 149.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 96.
- Geschichte in Berlinger 1991, S. 52
BEMERKUNGEN:
- Die verstorbenen Merchinger Juden wurden in Bödigheim und Berlichingen beigesetzt (Hahn 1988, S. 393).
- Zwischen 1769 und 1770/1773 bestand an der Gemarkungsgrenze zwischen Hüngheim
und Merchingen ein Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde Merchingen (siehe Hüngheim), auf
dem die Beisetzungen erfolgten (Hahn 1988, S. 393; Berlinger 1991, S. 50-52).
Wallhausen, Landkreis Schwäbisch
Hall
ADRESSE: Gewann Judenwasen
BELEGUNGSZEIT:
1840 (angelegt) - 1939
(erste Beerdigung 1841)
GRABSTEINE:
273
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (264) durch Barbara Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995 Fotos aller Steine durch Heinz Illich (siehe Projekt Crailsheim)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Taddey 1992,
S. 287.
- Foto mit mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 102.
- Geschichte in Franken 2003, S. 70-77
BEMERKUNGEN:
Bis 1840 wurden die
verstorbenen Michelbacher Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch
(Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey
1992, S. 251).
Gemeinde Angelbachtal, Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: neben dem christlichen Friedhof
BELEGUNGSZEIT:
1868 - 1931
GRABSTEINE:
89
DOKUMENTATION:
ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung aller Inschriften durch das
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 151.
- Geschichte in Michelfeld 1990, S. 106.
- Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des
BEMERKUNGEN:
- Vor 1751 wurden die verstorbenen Juden aus Michelfeld in Oberöwisheim,
danach bis 1868 in Waibstadt begraben (Hahn 1988, S. 462).
Gemeinde Bad Schönborn, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: Konradin-Kreutzer-Straße
BELEGUNGSZEIT:
1878 - 1939
GRABSTEINE:
154
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 14.
- Geschichte in Theobald
1985 (4)
- Geschichte in Messmer 1986, S. 94-96.
BEMERKUNGEN:
Bis 1878 begruben die
Mingolsheimer Juden ihre Verstorbenen auf dem Verbandsfriedhof in Obergrombach,
(Hahn 1988, S. 277).
Landkreis Biberach
ADRESSE: an der Straße nach Reute
BEMERKUNGEN:
- Eine jüdische Gemeinde existierte in Mittelbiberach von der Mitte des 16.
Jahrhunderts bis 1672 (Ausweisung der Juden).
- Vermutlich besaß die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof. Heute sind
keine Spuren mehr vorhanden.
Erst später wurden die Verstorbenen in Kappel, bzw. in Bad Buchau
beigesetzt (Hahn 1988, S. 130).
LANDKREIS: Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: zwischen heutigem städtischen Friedhof und
Kapellenweg
BELEGUNGSZEIT:
1559 (erstmals erwähnt) -
1935, 1989
(ältester Grabstein datiert 1876)
GRABSTEINE:
73
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto einzelner Grabstein in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 152.
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Egeltaler Weg
BELEGUNGSZEIT:
1800 (angelegt) - 1934
(Ältester Grabstein datiert 1804/05).
GRABSTEINE:
154
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- Seit 2000 Volldokumentation durch Horb (Bearbeiterin: Ulrike Sill) [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 103.
BEMERKUNGEN:
- Bei Schändungen in der nationalsozialistischen Zeit wurden 10 bis 15
Grabsteine aus dem jüngsten Teil des Friedhofs verschleppt (Grunddokumentation
1996).
LANDKREIS: Tuttlingen
BEMERKUNGEN:
Den 1528 zugezogenen
jüdischen Familien wurde als Begräbnisplatz das "Zeinslöchlin"
zugewiesen. Die genaue Lage ist heute unbekannt. (Hahn 1988, S. 548).
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Flur Totenhau
BELEGUNGSZEIT:
angelegt vermutlich Mitte
16. Jh. -
Im Jahre 1875 stammte der älteste auffindbare Grabstein aus dem Jahre 1697 (Silberstein 1875).
GRABSTEINE:
828
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Volldokumentation (vorläufige Fassung)
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Nils-Christian Engel).
- Ausgehend von diesen Ergebnissen unter Verwendung neu angefertigter digitaler
Fotos (die aber nur zum Teil veröffentlicht wurden) 2003 Publikation einer
Volldokumentation mit umfassender Darstellung der Gemeindegeschichte durch Horb
(Bearbeiter: Nils-Christian Engel und Dr. Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Silberstein 1875.
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 104.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in Mühringen
1986, S. 135
- Geschichte in Schlatter 1971/74
- Volldokumentation in Mühringen 2003,
S. 225-418.
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Schwarzwaldstraße/Im Nußbaumboden
BELEGUNGSZEIT:
1850 (angelegt) - 1938,
1967-1973
(ältester Grabstein datiert 1852)
GRABSTEINE:
301
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt
Müllheim und in Zusammenarbeit
mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Renata Fischer-Hoffmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Kahn 1963, [S. 9]
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 156.
- Geschichte in Müllheim 1978, S. 36.
BEMERKUNGEN:
- Vermutlich existierte früher schon ein Friedhof (15./16. Jh.?), auf den der
Flurname "Judenkirchhof" im Gewann Mattfeld hinweist (Hahn 1988, S. 152).
- Bis 1850 wurden die verstorbenen Müllheimer Juden in Sulzburg
beigesetzt (Hahn 1988, S. 152).
Stadt Creglingen, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich handelt es sich
dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 341).
Stadt Heilbronn
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
"Vor einigen
Jahrzehnten war noch eine im Volksmund sogenannte Flur
"Judenkirchhof" bekannt, deren Lage aber nicht mehr festzustellen
ist." (Hahn 1988, S. 210)
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Am Waldenberg
BELEGUNGSZEIT:
Mitte 16. Jh. oder 1. Hälfte
17. Jh. - vermutlich 1920
GRABSTEINE:
13 und einige Fragmente
(ältester Grabstein datiert 1659, der jüngste datiert 1759)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto, Foto mit mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 106.
- Geschichte in Neckarsulm 1985.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 168, 176.
BEMERKUNGEN:
- Im Mittelalter begruben die Neckarsulmer Juden ihre Verstorbenen vermutlich
in Heilbronn bzw. Neudenau.
- 1938 wurde der Friedhof verwüstet, die Grabsteine zum Straßenbau verwendet.
Nach dem Krieg wurde er
als Parkanlage mit den verbliebenen
Grabsteinresten angelegt (Hahn 1988, S. 240).
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Flur Untere Ebene
BELEGUNGSZEIT:
Mittelalter - 1937
(ältester Grabstein datiert 1690)
GRABSTEINE:
244
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997/98 Grunddokumentation und 52
Einzelübersetzungen
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann in Zusammenarbeit mit
Andrea Göldner).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 160.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 96, 177-179.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof reicht bis in mittelalterliche Zeiten zurück. Im Jahre 1492
wurde er erstmals als zentraler Begräbnisplatz für die Juden in und um
Heilbronn, Wimpfen und dem Lande Schwaben genannt (Angerbauer 1986, S. 177-178).
- Der Friedhof wurde jedoch nicht kontinuierlich belegt. Es gab Unterbrechungen
im Mittelalter und im 17. Jahrhundert.
Gemeinde Kraichtal, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: allgemeiner Ortsfriedhof
BELEGUNGSZEIT:
1945
GRABSTEINE:
7
(Ehemalige KZ-Häftlinge, die nach der Befreiung in Neuenbürg verstorben sind.)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Neuenbürg 1959
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 165.
- Geschichte in Theobald 1985
(5)
BEMERKUNGEN:
1945 wurden durch
französische Truppen typhuskranke Häftlinge aus dem befreiten KZ Vaihingen in
Neuenbürg untergebracht. 7 verstorbene Israeliten wurden auf einer
abgesonderten Parzelle neben dem Ortsfriedhof beigesetzt (Theobald 1985 (5)).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann Salmhof
BELEGUNGSZEIT:
1737 (angelegt) - 1939
(ältester datierbarer Grabstein 1739)
GRABSTEINE:
478
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Stern 1928
- 2 Übersichtsfotos, 1 Foto mit einzelnem Grabstein in Württemberg 1932, S. 108, 109.
- Geschichte in Franken 2003, S. 124-129
BEMERKUNGEN:
- Nach einer alten Überlieferung wurden die Verstorbenen in Schopfloch
(Landkreis Ansbach, Bayern) begraben. Seit 1730 existierte auch ein Vertrag
über die Mitbenutzung des Friedhofes in Weikersheim (Sauer 1966, S. 134).
- 1928 war noch das Chewra Buch der Chewra Kadischa erhalten, dessen
Eintragungen bis 1741 zurückreichten (Vgl. Stern 1929).
- 1993 kam es zu einer Friedhofsschändung, bei der einige Stelen umgestürzt und
einige mit Hakenkreuzen und Davidssternen beschmiert wurden
(Grunddokumentation, S. 3).
Gemeinde Schwanau, Landkreis
Ortenaukreis
ADRESSE: Auf dem Rebgarten
BELEGUNGSZEIT:
1880 - 1950
GRABSTEINE:
126
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt
(Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 162.
- Geschichte in Wimmer 1975, S. 163-165.
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen wurden
bis 1880 auf dem Verbandsfriedhof in Schmieheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 215).
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann Leerenwinkel
BELEGUNGSZEIT:
1907 - 1941, 1977
GRABSTEINE:
30
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- 1992 Unter Verwendung der Fotos des
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
- 2001 Volldokumentation der 14 hebräischen Inschriften durch Dzialoszynski, sowie Belegungsliste für alle
30 Steine.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 170.
- Geschichte, Übersichtsfotos, Belegungsplan, Dokumentation aller 30
Grabstätten [ohne
Fotos,
hebräischen Inschriften in deutscher
Übersetzung von Dzialoszynski] in
Nordrach 2012
BEMERKUNGEN:
Von 1903-1940 existierte
in Nordrach ein Sanatorium für Lungenkranke, welches im Besitz der
Rothschildstiftung Frankfurt am Main war. Für die verstorbenen lungenkranken
Patienten wurde 1907 ein Friedhof durch das Sanatorium eingerichtet (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 229-230).
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE:
BELEGUNGSZEIT:
1741 - 1938
GRABSTEINE:
299
DOKUMENTATION:
- 1983-1984 durch Reinhold Mayer im Auftrag von Horb
(Abschrift, Übersetzung: alle Steine)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe, 1 Foto Einzelgrabstein in Württemberg 1932, S. 110, 111.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 97.
- Inschriften und Übersetzung in Mayer
1985
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurde vor Anlage eines
eigenen Friedhofes in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 136).
LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Waldstück, Richtung Gerstetten/Blaubeuren
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE:
ca. 20
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Privatfriedhof
der Familie Steiner, dort befindet sich u.a. das Grabmal Kilians von Steiners (Hahn 1988,
S. 129, 130).
Stadt Bopfingen, Landkreis
Ostalbkreis
ADRESSE: Karksteinstraße
BELEGUNGSZEIT:
1825 (angelegt und
ältester Grabstein) - 1948
GRABSTEINE:
479
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 erweiterte Grunddokumentation [Wiedergabe
der hebräischen und deutschen Inschriften, 107 Einzelübersetzungen] im Auftrag
des Landesdenkmalamtes und des Trägervereins "Ehemalige Synagoge
Oberdorf e.V." (Bearbeiterin: Emily Link).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Sutschek 1995, S. 28-33, 44.
- Geschichte in Hildebrand 1996
BEMERKUNGEN:
- Vor 1825 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof in Wallerstein (Landkreis
Donau-Ries, Bayern) begraben (Sauer 1966, S. 141).
Dagegen Hahn 1988, S. 422: Die Toten wurden in Aufhausen beigesetzt.
- Während der nationalsozialistischen Zeit kam es zu Zerstörungen auf dem
jüdischen Friedhof (Sutschek 1995, S. 44).
Stadt Bruchsal, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: Eichelberg
BELEGUNGSZEIT:
angelegt 1632; 1803 - 1964
GRABSTEINE:
510
DOKUMENTATION:
- 1985/86 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1993 durch Bruchsal (Fotos der vom Friedhof entwendeten
Grabsteine)
- 2004 Grunddokumentation (sowie Volldokumentation für 160 ausgewählte
Inschriften) durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Emily Link) unter
Verwendung der Fotos des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Grzymisch 1931
- prosaische Beschreibung in Linnebach 1931
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 279: Geschichte, Abb. 3,
207: Übersichtsfotos.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in Theobald 1985
(6)
- Geschichte in Messmer 1986, S. 103.
- Geschichte in Stude 2007, S. 374-376
BEMERKUNGEN:
- Während der nationalsozialistischen Zeit wurden ca. 900 bis 1000 Grabsteine
vom Friedhof entfernt und zum Bau eines Hohlweges benutzt. (Weitere
Informationen unter Projekt Bruchsal)
- Im Leo Baeck Institute New York, befindet sich in der Berthold Rosenthal
Collection eine Gräberliste des Friedhofes für die Jahre 1760-1814
(Bestandsverzeichnis Sammlung Berthold Rosenthal: II, Nr. 9).
Gemeinde Kraichtal, Landkreis
Karlsruhe
ADRESSE: Flur Reimenhalden
BELEGUNGSZEIT:
1629 (angelegt) - 1938
(ältester datierbarer Grabstein 1735)
GRABSTEINE:
492
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften durch Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon), sowie Belegungsliste.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Zumbach 1929
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 164.
- Geschichte und Belegungsliste in Zumbach/Walter
1973
- Theobald 1984, S. 79: Geschichte, S. 100:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Theobald 1985
(7)
- Geschichte in Hahn 1985b, S. 160-161.
- Belegungsliste (seit 1996 auf der Homepage des
- Geschichte in Beisel 2002, S. 99.
BEMERKUNGEN:
In Oberöwisheim lebten zu
keiner Zeit Juden. Hier befand sich jedoch ab 1629 der Verbandsfriedhof für
alle Juden im Kraichgau. Früher haben die im Kraichgau lebenden Juden ihre
Toten in Speyer beerdigt, ab 1435 (Vertreibung der Juden aus Speyer) dann in
Worms.
Gemeinde Zaberfeld, Landkreis
Heilbronn
BEMERKUNGEN:
Im 19. Jahrhundert war
noch eine Flur "Judenkirchhof" bekannt (Hahn 1988, S. 254).
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: im Bautzenwald
BELEGUNGSZEIT:
1874 -
(ältester Stein: 1878; jüngster Stein 1935)
GRABSTEINE:
39
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 114.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 194
BEMERKUNGEN:
- Vor 1874 wurden die Verstorbenen in Neckarsulm beigesetzt (Hahn 1988, S. 249).
- 1938 wurde der Friedhof stark zerstört und nach 1945 wieder hergestellt (Sauer 1966,
S. 145, Hahn 1988, S. 249).
Offenburg (Alter Friedhof)
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: auf dem Gebiet des heutigen Freiburger
Platzes
BELEGUNGSZEIT:
17. Jh. (?) - 1813
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Kähni 1969, S. 88, 93.
- Geschichte in Dengler 1973
- Geschichte in Offenburg 1983
- Geschichte in Ruch 2011, S. 96
BEMERKUNGEN:
- 1836 wurde der Friedhof versteigert (Kähni
1969, S. 93).
- Auf dem Neuen Friedhof befinden sich 7 Grabsteine, die vermutlich
vom Alten Friedhof stammen.
Offenburg (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Moltkestraße, Teil des alten städtischen
Friedhofs („alter Waldbachfriedhof“), am nördlichen Rand des Geländes.
BELEGUNGSZEIT:
1870 angelegt - 1942, wird
noch belegt
ältester Grabstein 1871
GRABSTEINE:
284 (1987)
DOKUMENTATION:
- ca. 1980 durch Bamberger
(Dokumentation der 9 Grabsteine vom Alten Friedhof, die sich heute auf dem Neuen
Friedhof befinden)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
(Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und
Monika Preuß).
- 1998 durch Samy Dzialoszynski (Abschrift und Übersetzung: alle
Inschriften)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 168.
- Geschichte in Kähni 1969, S. 93.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte, Übersetzung aller Inschriften in Offenburg 2000
- Geschichte in Ruch 2011, S. 96-98
BEMERKUNGEN:
- Auf dem Friedhof
befinden sich sieben Grabsteine [laut Dzialoszynski, dagegen 9 laut Bamberger],
die aus der Zeit vor der Anlegung des Friedhofs stammen (1771-1804). Sie wurden
bei Grabungsarbeiten am heutigen Freiburger Platz gefunden und auf den Friedhof
gebracht. Es handelt sich vermutlich um Grabsteine vom Alten Friedhof.
- Bei einer Friedhofsschändung im Jahr 1922 wurden 19 Grabsteine umgeworfen.
Offenburg (Weingartenfriedhof)
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Auf dem Weingartenfriedhof (Weingartenstr.
80).
Das für jüdische Beerdigungen vorgesehen Feld liegt im Süden des Geländes
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Die
Jüdische Gemeinde Emmendingen, zu deren Einzugsgebiet auch Offenburg gehört,
hat dieses Gelände 2010 von der Stadt Offenburg erworben und am 21. November
2010 als jüdischen Friedhof geweiht. Dort ist Platz für 80 Grabstätten.
(Badische Zeitung, 19. und 22. Nov. 2010).
LANDKREIS: Hohenlohe
ADRESSE: auf dem Galgenberg
BELEGUNGSZEIT:
1911 - ca. 1938
GRABSTEINE:
54
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 115.
Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 1039-1075.
- Geschichte in Franken 2003, S. 98-103
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden vor Errichtung eines eigenen Friedhofs in Affaltrach und
Berlichingen
beigesetzt (Hahn 1988, S. 266).
- Nach 1939 wurden die Grabsteine abgeräumt und nach 1945/46 wieder aufgestellt
(Hahn 1988, S. 266).
Gemeinde Ölbronn-Dürrn, Landkreis
Enzkreis
ADRESSE: Flur Judengrab
BEMERKUNGEN:
Heute nicht mehr
lokalisierbar (Hahn 1988, S. 63).
Gemeinde Jagsthausen, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Flurname "Judenkirchhof", ca. 1
km nördlich des Ortes
BEMERKUNGEN:
Die Verstorben wurden
vermutlich auf einem eigenem Friedhof beigesetzt, bis später der Friedhof in Berlichingen
genutzt wurde (Hahn 1988, S. 231).
Gemeinde Schwendi, Landkreis
Biberach
BEMERKUNGEN:
1550 wird ein Friedhof erwähnt.
Es ist heute nicht mehr bekannt, wo er sich befunden hat. (Hahn 1988, S. 133).
Gemeinde Riesburg, Landkreis
Ostalbkreis
ADRESSE: Flur "Platten"
BELEGUNGSZEIT:
1840 (ältester Grabstein) -
1916 (jüngster Grabstein)
GRABSTEINE:
113
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Gert Wildensee).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 116.
BEMERKUNGEN:
Bis 1830 wurden die
Verstorbenen auf dem Friedhof in Wallerstein (Landkreis Donau-Ries, Bayern)
beigesetzt (Sauer 1966, S. 150).
Pforzheim (Alter Friedhof)
ADRESSE: Eutinger Straße
BELEGUNGSZEIT:
1846 - 1878
GRABSTEINE:
4 Fragmente
DOKUMENTATION:
- 1994 Grunddokumentation durch das Landesdenkmalamt.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Theobald 1984, S. 79-80.
- Geschichte In Brändle 1985, S. 30, 33, 36, 37.
BEMERKUNGEN:
(Theobald 1984, S. 79 sowie Hahn 1988, S. 434)
- Bis 1846 wurden die Verstorbenen auf dem Verbandsfriedhof in Obergrombach
beigesetzt.
- 1940 wurde der Friedhof eingeebnet, die Grabsteine wurden zerstört. 1985-1988
wurde das Areal als Gedenkstätte hergerichtet.
- 4 Grabsteinfragmente sind in der Friedhofsmauer eingelassen.
Pforzheim (Neuer Friedhof)
ADRESSE: Teil des städtischen Friedhofs, Auf der
Schanz
BELEGUNGSZEIT:
1878 - wird noch belegt
GRABSTEINE:
276 (1985)
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Volldokumentation durch Preuß.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 172.
- Theobald 1984, S. 80: Geschichte, S. 101:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Brändle 1985, S.31, 38, 42.
- Volldokumentation in Preuß 1994.
BEMERKUNGEN:
Der Neue Friedhof ist 1878
als Teil des städtischen Friedhofs an seiner Ostseite eingerichtet worden. Im
Jahr 2003 fand eine Erweiterung statt, für die ein Areal im Nordwesten des
städtischen Friedhofs als geeignet befunden wurde. Auf dem städtischen Friedhof
befinden sich seitdem zwei räumlich voneinander getrennte jüdische
Beerdigungsfelder. Siehe dazu den Artikel in der Pforzheimer
Zeitung vom 26. Juni 2003.
Gemeinde Gottmadingen, Landkreis
Konstanz
ADRESSE: Gewann Flözler, direkt an der Schweizer
Grenze
BELEGUNGSZEIT:
1742 - 1938 (laut Gräberverzeichnis)
(ältester vorhandener Stein datiert 1810)
GRABSTEINE:
330
(340 Gräber laut Gräberverzeichnis)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
Die dort enthaltene Belegungsliste
wurde veröffentlicht in Maajan 2003, S.
2257-2261.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfotos in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 177, 178.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 99.
- Geschichte in Moos 1986, S. 57-58.
- Belegungsliste in Maajan 2003, S.
2257-2261.
BEMERKUNGEN:
- Das Jüdische Museum Hohenems (Österreich) hat 1995 ein Gräberverzeichnis des
jüdischen Friedhofes Randegg erworben.
- Der Friedhof wurde seit 1945 mehrfach schwer geschändet (1945, 1966, 1970,
1986) (Hahn 1988, S. 306).
LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: Karlsruher Straße/Ecke Gerwigstraße
BELEGUNGSZEIT:
1881 (eingeweiht) - 1978
GRABSTEINE:
104
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Translateur 1931, S. 22, 30.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 99.
BEMERKUNGEN:
Vor 1881 wurden die
Verstorbenen in Kuppenheim beigesetzt (Translateur 1931,
S. 22).
Stadt Sinsheim, Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN:
Es existiert ein Flurstück
mit dem Namen "Judengottesacker", was auf eine jüdische
Begräbnisstätte hinweist (Hahn 1988, S. 485).
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: südlich des Ortes
BELEGUNGSZEIT:
1760 (angelegt) - 1942,
vereinzelt nach 1945
(ältester Grabstein datiert 1765)
GRABSTEINE:
936
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1993-1996 durch Horb (Fotos, Abschrift, Übersetzung aller Steine sowie
Belegungsplan)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Spatz 1924
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe in Württemberg 1932, S. 117.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 99.
- Volldokumentation in Rexingen
1996
- Volldokumentation (Fotos nur von ausgewählten Grabsteinen) in Rexingen 1997
- Belegungsliste (seit 1997 auf der
Homepage des
BEMERKUNGEN:
Ein erster Friedhof (16.
Jh.) wurde nach einer Überschwemmung aufgegeben.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Verstorbenen in Mühringen
beigesetzt (Vgl. Silberstein 1875, Spatz
1924 und Hahn 1988, S. 190).
Stadt Rheinau, Landkreis
Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann "Schießrain"
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE:
1 (datiert 1819)
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte, Foto und
Übersetzung in Honold 1985
BEMERKUNGEN:
Begräbnisplatz der Familie
Löw Simson. Die anderen Juden aus Rheinbischofsheim ließen sich in Kuppenheim
bzw. ab 1830 in Freistett beerdigen (Hahn 1988, S.414)
Stadt Sinsheim, Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN:
Vermutlich bestand im
17./18. Jahrhundert ein jüdischer Friedhof in Rohrbach.
Im Gewann "Untere Hälden" trägt ein Flurstück die Bezeichnung
"Judenkirchhof" (Hahn 1988, S. 485).
Stadt Eppingen, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: an der Straße nach Bahnbrücken, Flur
"Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich handelt es sich
dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 228).
LANDKREIS: Tübingen
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Müller 1981,
S. 38
BEMERKUNGEN:
Im Mittelalter bestand
eine jüdische Gemeinde im 13./14. Jahrhundert (1286 erste Nennung - 1348
Pestverfolgung) sowie vom Ende des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts. Der
jüdische Friedhof wird erstmals in einem Zinsverzeichnis von 1494 erwähnt. Er
befand sich vor dem Kiebinger Tor. Heutige Lage ungefähr zwischen dem südlichen
Teil des östlichen Stadtgrabens und der Sprollstraße. (Informationen aus Müller 1981,
S. 37-38; Germania Judaica II/2, S. 719 und III/2, S. 1277
sowie Hahn 1988, S. 546).
LANDKREIS: Rottweil
ADRESSE: Hoferstraße/Ecke Lindenstraße
BELEGUNGSZEIT:
1850 - 1938, 1948, 1974
GRABSTEINE:
112
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Klein, S. 67-68.
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 120.
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden zuvor in Hechingen und Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 155).
- Einzigartig in Baden-Württemberg ist, daß fast alle Grabsteine einheitlich
schräg liegen. Vorbild war vermutlich der Friedhof der evangelischen
Brüdergemeinde in Königsfeld bei Rottweil (Sauer 1966, S. 155. Vgl. auch Klein,
S. 67-68).
Stadt Möckmühl, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: ca. 1,5 km nördlich des Ortes, unweit der
Seeklinge, Gewann "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Es ist unklar, welche
jüdische Gemeinde den Friedhof benutzt hat - die mittelalterliche jüdische
Gemeinde in Möckmühl oder die spätere in Ruchsen? (Hahn 1988, S. 238)
LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" (Flurstück
200/3)
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
In Schechingen existierte
eine jüdische Gemeinde im 16./17. Jahrhundert. Die Juden wurden aus dem Ort
ausgewiesen. Spuren ehemaligen jüdischen Lebens sind nicht erhalten geblieben (Hahn 1988, S. 429).
Gemeinde Leingarten, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Kiesbergweg
BELEGUNGSZEIT:
1882 - 1969
GRABSTEINE:
62
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Bis zur Errichtung eines
eigenen Friedhofes wurden die Juden aus Schluchtern in Waibstadt und
in Heinsheim
begraben (Angerbauer 1986, S. 207, Hahn 1988, S. 236).
Gemeinde Kippenheim, Landkreis
Ortenaukreis
ADRESSE: an der Straße nach Wallburg, Abzweig nach
Altdorf
BELEGUNGSZEIT:
1701 (ältester Grabstein)
- 1941
GRABSTEINE:
2.491
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (2.368), sowie Belegungsplan durch Zentralarchiv
- 1990-1996 Fotos aller Grabsteine durch Schmieheim
Unter Verwendung dieser Fotos:
1994-1998 Dokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 253: Geschichte, Abb. 187,
189: Übersichtsfoto, Foto (einzelner Grabstein).
- Geschichte in Wimmer 1975
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 99.
- Inschrift, Übersetzung von 23 Grabsteinen, teilweise Fotos in Boll 1986
- Geschichte in Macher 1987
- Geschichte, Inschrift und Übersetzung von 4 ausgewählten Grabsteinen in Uttenweiler 1988
- Geschichte in Pommerening 1990, S. 99-102.
- Geschichte (über die ältesten Grabsteine 1701-1720) in Boll 1997a
- Geschichte in Boll 1997b
- Dokumentation in Bamberger
1999
(Geschichte, Fotos aller
Grabsteine, Volldokumentation der älteren Grabsteine (ca. 530),
Grunddokumentation der restlichen Grabsteine)
- Geschichte in Boll 2000
- Geschichte unter http://home.t-online.de/home/EhSynKipp/dfriedh1.htm
BEMERKUNGEN:
- Im Jahre 1682 wurde ein Vertrag über die Nutzung des Gewanns Steinhalden als
jüdischer Begräbnisplatz abgeschlossen
(Vgl. den Artikel von Günter Boll in Bamberger 1999, Bd. 2, S. 1069-1072, bzw. Boll 2000).
- Der jüdische Friedhof in Schmieheim war der größte Verbandsfriedhof
Südbadens.
LANDKREIS: Rhein-Neckarkreis
ADRESSE: In der Plöck
BELEGUNGSZEIT:
1874 - 1938
GRABSTEINE:
48
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 190.
- Geschichte in Schriesheim 2004
BEMERKUNGEN:
Bis 1874 wurden die
Schriesheimer Juden auf dem Verbandsfriedhof in Hemsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 480).
LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: im Gebiet der heutigen Königsturmstraße und
Oberbettinger Str./Gemeindehausstr.
BEMERKUNGEN:
Außerhalb der Stadtmauer,
unweit der jüdischen Siedlung befand sich im Mittelalter der jüdische Friedhof
(Hahn 1988, S. 431).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: nordwestliche Seite des heutigen
städtischen Friedhofes
BELEGUNGSZEIT:
1893 - 1955
GRABSTEINE:
58
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Geschichte in Schwetzingen 1978, S. 65-70.
BEMERKUNGEN:
Vor 1893 wurden die
verstorbenen Schwetzinger Juden in Wiesloch bestattet (Hahn 1988, S. 481).
BEMERKUNGEN:
In den Jahren 1931, 1970
und 1975 ereigneten sich Friedhofsschändungen (Schwetzingen 1978, S. 67, 68).
Gemeinde Adelsheim, Landkreis
Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: Gewann Greßbach
BELEGUNGSZEIT:
1882 (angelegt), 1884
(erste Bestattung) - 1939
GRABSTEINE:
128 (1987), 131 (1999)
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- zwischen 1994 und 1999 durch Reinhart Lochmann
(Fotos aller Grabsteine, Abschrift:
deutsche Inschriften)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 193.
- Geschichte in Wetterauer 1985.
BEMERKUNGEN:
Vor 1884 wurden die Toten
in Bödigheim
beigesetzt (Hahn 1988, S. 377).
Stadt Neudenau, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Gewann Leiten, Flurstück
"Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich handelt es sich
dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 242).
Gemeinde Mulfingen, Landkreis
Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich handelt es sich
dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 265).
Stadt Forchtenberg, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" an der
Straße nach Ohrnberg
BEMERKUNGEN:
"Vermutlich als
Erinnerung an die mittelalterlichen jüdischen Bewohner." (Hahn 1988, S. 260).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Krebsgrundweg
BELEGUNGSZEIT:
1891 - 1977
GRABSTEINE:
78
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 195.
BEMERKUNGEN:
Vor 1890 wurden die
verstorbenen Sinsheimer Juden in Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 486).
Stadt Heilbronn
ADRESSE: Gewann "Schozach"
BELEGUNGSZEIT:
1840 - 1943
(ältester Grabstein 1842)
GRABSTEINE:
308
DOKUMENTATION:
- 1985-1988 durch Realschule Heilbronn
(Fotos: alle Steine, Abschrift:
deutsche Inschriften; Belegungsliste, Belegungsplan)
Unter Verwendung dieser Fotos 1990
Abschrift und Übersetzung aller Steine durch Dan Bondy im Auftrag der Stadt Heilbronn.
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 2 Übersichtsfotos in Württemberg 1932, S. 120-121.
- Geschichte, Belegungsliste (für den Zeitraum 1936-1942) in Franke 1963,
S. 186-192.
- Geschichte in Nebel 1963, S. 29.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 219.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan in Sontheim 1987
- Inschrift und Übersetzungen aller Steine in Bondy 1990.
BEMERKUNGEN:
- Von der 2. Hälfte des 17. Jh. bis 1840 wurden die Toten aus Sontheim in Affaltrach beerdigt
(Hahn 1988, S. 211).
- An der der südlichen Friedhofsmauer ist ein Grabstein aus dem Jahre 1420, vom
zweiten mittelalterlichen Friedhof Heilbronn stammend, eingelassen. Foto in: Württemberg 1932, S. 36; Franke 1963,
S. 36 sowie Sauer 1966, Abb. 57.
Stadt Neuenstadt, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Kohlbachtal, an der Straße nach Kreßbach
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1810 angelegt - 1934
(ältester datierbarer Stein von 1812)
GRABSTEINE:
101
DOKUMENTATION:
- 1985 durch Norbert Jung (Belegungsliste sowie Fotos und Übersetzung
von ausgewählten Grabsteinen)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 196.
- Geschichte in Jung 1985
- Geschichte in Jung 1987a
- Geschichte,
Belegungsliste, Fotos und Übersetzung von ausgewählten Grabsteinen in Jung 1987b,
S. 9, 10, 40-77.
BEMERKUNGEN:
Vor der Anlage eines
eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Neudenau beerdigt.
Stadt Schwäbisch Hall, Landkreis
Schwäbisch Hall
ADRESSE: Steinbacher Straße
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1812 - 1948
GRABSTEINE:
121
DOKUMENTATION:
- 1985 durch Frau Eva-Maria Kraiss (Fotos aller Steine, Belegungsliste sowie
Belegungsplan, teilweise Übersetzungen)
- 1986-1993 durch Schwäbisch Hall (Fotos, Abschrift, Übersetzung: alle
Steine; Belegungsplan)
Auf der Grundlage des Manuskriptes von
Heinrich Kohring 1990 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt.
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto von zwei Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 80.
- Volldokumentation in Steinbach 1985
- Volldokumentation in Kohring 1996
- Geschichte in Taddey 1992, S. 304, 311-312.
- Geschichte in Franken 2003, S. 62-69
BEMERKUNGEN:
- Die Toten aus Steinbach wurden früher in Schopfloch (Landkreis Ansbach,
Bayern) und ab 1747 auch in Braunsbach beigesetzt.
- Der Friedhof wurde während der NS-Zeit zerstört. Nach 1945 wurden die
Grabsteine wiederaufgestellt.
Von ehemals ca. 260-270 Grabsteinen
sind nur noch 112 Grabsteine übriggeblieben.
- Der Friedhof wurde im November 1992 geschändet: 6 Grabsteine umgeworfen und
zwei mit Hakenkreuzen beschmiert
(Sonntag Aktuell. Nr. 45 vom
08.11.1992).
Stadt Schwäbisch Gmünd, Landkreis
Ostalbkreis
BEMERKUNGEN:
"Auf der Gemarkung
wurden früher im Volksmund zwei Fluren "Judenfriedhof genannt: im
Neidlingswald und als Flurteil des Schirenhofes (beide Fluren heute nicht mehr
genau lokalisierbar). Vermutlich wurden auf diesen Friedhöfen die in Straßdorf,
Rechberg und Großeislingen im 16. Jahrhundert aufgenommenen und dort
verstorbenen Juden beigesetzt." (zitiert aus Hahn 1988, S. 432).
LANDKREIS: Waldshut
BEMERKUNGEN:
Vom 16. bis 18.
Jahrhundert (Ausweisung 1743) bestand eine jüdische Gemeinde in Stühlingen. Sie
besaßen einen Friedhof, dessen genaue Lage nicht mehr bekannt ist (jenseits der
Wutach gelegen, "obem Schaffhauser Weg"). Er wurde vermutlich nach
der Vertreibung der Juden abgeräumt und die Grabsteine fanden unter anderem als
Dohlendeckel Verwendung. (Vgl. Rosenthal 1927, S. 175, sowie Hahn 1988, S. 557).
ADRESSE: Rosenbergstraße
BELEGUNGSZEIT:
1834 - 1873 (vereinzelt
bis 1904)
GRABSTEINE:
208
DOKUMENTATION:
- 1987/88 Dokumentation durch Joachim Hahn
(Fotos: alle Steine; Abschrift: alle
Inschriften; Übersetzung: hebräische Inschriften)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Festschrift 1911, S. 95.
- Foto in Württemberg 1932, S. 127.
- Geschichte in Zelzer 1964, S. 29-30.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos (ausgewählte Grabsteine),
Inschrift und Übersetzung (16 ausgewählte hebräische Inschriften) in Hahn 1988b.
ADRESSE: Friedhofstraße 44
BELEGUNGSZEIT:
1874 - 1945 (vereinzelt
bis heute)
GRABSTEINE:
2.373 (1991)
DOKUMENTATION:
- 1990-1992 Dokumentation durch Joachim Hahn
(Fotos: alle Steine, Belegungsliste)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Festschrift 1911, S. 96-97.
- Foto (Ehrenfriedhof) in Württemberg 1932, S. 127.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos (ausgewählte Grabsteine) in Hahn 1992.
BEMERKUNGEN:
Nach Schließung des
Friedhofs erfolgten die Beisetzungen der Stuttgarter Juden auf dem
Steinhaldenfriedhof in Bad
Cannstadt.
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: Stuttgarter Flughafen
(auf dem Gebiet der Gemeinde Filderstadt)
BELEGUNGSZEIT:
1945
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Im September 2005 ist bei
Bauarbeiten auf dem Stuttgarter Flughafen ein Massengrab entdeckt worden, in
dem sich die sterblichen Überreste von 34 jüdischen KZ-Häftlingen befanden.
Drei Monate später sind die ausgegrabenen Gebeine an derselben Stelle feierlich
beigesetzt worden (Bericht der Netzeitung vom 15. Dez. 2005, der Stuttgarter
Zeitung vom 16. Dez. 2005). Weitere Opfer desselben KZ-Kommandos sind
1944-45 in Esslingen (Neuer
Friedhof) begraben worden, siehe dazu Hahn 1994, S.193-194.
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Badstraße
BELEGUNGSZEIT:
1717 - 1980
(Mitte 16. Jh. angelegt; um 1660 verfallen; ab 1717 neue Belegung; der älteste
datierbare Stein stammt von 1731)
GRABSTEINE:
462
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Kahn 1958
- Geschichte in Kahn 1960
- Geschichte in Kahn 1963, [S. 10-11]
- Fotos (zwei einzelne Grabsteine) in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 199, 200.
- Geschichte in Kahn 1969, S. 14-21.
- Geschichte (literarisch) in Huchel 1981, S. 20-27.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 98.
- Geschichte in Fuchs 1991, S. 45-48.
- Geschichte unter http://www.bethhahayim.info/sulzburg.htm
BEMERKUNGEN:
Im jüngeren Teil des
Friedhofs weisen die Grabsteine Spuren schwerer Schändung auf
(Grunddokumentation 1997, S. 2).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Hochhäuser Straße
BELEGUNGSZEIT:
1875 - 1939
GRABSTEINE:
146
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 202.
BEMERKUNGEN:
Bis 1875 wurden die
verstorbenen Juden aus Tauberbischofsheim in Külsheim beerdigt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 269).
Stadt Waldshut, Landkreis Waldshut
ADRESSE: Feldbergstraße
BELEGUNGSZEIT:
ca. 1760 - 1938
GRABSTEINE:
3 (1786, 1787, der dritte
verschiedene Lesungen: 1763, 1793 oder 1823)
(außerdem 1 Gedenkstein)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
Die dort enthaltene Belegungsliste
wurde veröffentlicht in Maajan 2003, S.
2261.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 98.
- Geschichte, Fotos und Inschriften der 3 Grabsteine in Petri 1984,
S. 71-79.
- Belegungsliste in Maajan 2003, S. 2261
BEMERKUNGEN:
Der Friedhof wurde 1938
eingeebnet und die Grabsteine wurden zum Bau einer Stützmauer (Seilerbergweg)
verwendet.
Nach 1945 wurde der Friedhof zu einer Gedenkstätte umgestaltet (Petri 1984,
S. 73, 76-77).
Überlingen (Mittelalterlicher Friedhof)
LANDKREIS: Bodensee
ADRESSE: an der heutigen St.-Leonhard-Strasse
BELEGUNGSZEIT:
1226 - 1430
GRABSTEINE:
Auf dem Friedhof befinden
sich keine Steine mehr, aber im Städtischen Museum Überlingen werden
15 Fragmente aufbewahrt.
DOKUMENTATION:
- 2000 im Auftrag des Städtischen Museum Überlingen Fotos aller Fragmente durch Renate Köberle
und
ausführliche Dokumentation der
Inschriften durch Wilhelm Nebe.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Löwenstein 1879, Geschichte: S. 1, 14, 106; Inschrift
und Übersetzung von vier Grabinschriften; S. 107-109.
- Geschichte, Inschrift und Übersetzung von einem Grabstein in Roder 1910a
- Inschrift, Übersetzung
von einem Grabstein in Roder 1910b
- Geschichte, Inschrift, Übersetzung und Fotos (5 Grabsteine) in Roder 1913
- Geschichte in Germania Judaica I, S. 389; II/2, S. 838-842; III/2,
S. 1494-1496.
- Geschichte in Theobald 1984, S. 80.
- Geschichte in Hahn 1988, S. 135-136.
- Volldokumentation (der 15 Grabsteinfragmente) in Nebe 2002.
BEMERKUNGEN:
Der Friedhof wurde 1349 konfisziert, die Grabsteine als Baumaterial verwendet.
1376 begann eine erneute Belegungsphase v.a. durch Juden aus Konstanz, 1430 kam
es zur endgültigen Aufhebung des Friedhofs. 1850 wurden einige Grabsteine
gefunden. 1910 wurden weiter 4 Grabsteine bei Restaurationsarbeiten am Münster
wiederentdeckt.
Ulm (Mittelalterliche
Friedhöfe)
Ein erster Friedhof (1281 erwähnt)
befand sich am Platz des Neuen Tores (heute: Kreuzung zwischen Kelter-, Wengen-
und Sterngasse). Er wurde bis zum 14. Jahrhundert belegt und mußte aufgrund
einer Stadterweiterung verlegt werden. Der zweite mittelalterliche Friedhof
(1356 erstmals erwähnt) befand sich außerhalb des Neuen Tores (Gebiet der
heutigen Hauptpost). Er wurde 1499 abgeräumt und die Grabsteine wurden zum
Haus- und Münsterbau verwendet.
Einige Grabsteine wurden im 18./19. Jahrhundert wiederentdeckt.
Ein Teil der Grabsteine befindet sich heute in der Bauhütte des Ulmer Münsters.
Ein Stein ist in der Außenmauer des Hauses Rabengasse 7 eingemauert. [Bereits
zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde über die Grabsteine berichtet. Der
ausführlichste Beitrag ist jedoch der von Markus Brann (Brann 1917).
Sowohl in diesem Aufsatz, als auch in dem von Herrmann Dicker (Dicker 1937),
wird ausführlich auf die ältere Literatur verwiesen.]
In Langenau (Alb-Donau-Kreis) wurden 1985 bei Bauarbeiten in der mittelalterlichen
Martinskirche zwei Teile eines Grabsteines gefunden. Sie dienten als
Treppenstufe im Chor zum Hochaltar. Der Grabstein datiert aus dem Jahr 1375. Er
stammt vermutlich vom Ulmer mittelalterlichen Friedhof. Heute befindet er sich
in einem Wehrturm südöstlich der Martinskirche (Auskunft des Evangelischen
Pfarramtes der Martinskirche am 18.02.2000). Desweiteren wurde in Langenau
bereits vor mehreren Jahrzehnten ein Grabstein aus Ulm gefunden. 1934 wurde er
nach Ulm zurückgebracht und dort in die Friedhofsmauer (Alter Friedhof)
eingemauert. Über seine späteres Schicksal ist nichts bekannt; der Friedhof
wurde während der nationalsozialistischen Zeit zerstört. (Zu den Grabsteinen in
Langenau vgl. Hahn 1988, S. 113)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Inschriften und Anmerkungen von 24 wiederaufgefundenen
Grabsteinen in Brann 1917
- Geschichte, Grabsteinliste in Dicker 1937, S. 11, 20-21, 76-78.
- Fotos in Württemberg 1932, S. 40-46.
- Geschichte in Germania Judaica I, S. 381; II/2, S. 844; III/2,
S. 1498.
- Geschichte in Hahn 1988, S. 449-550.
Ulm (Alter Friedhof)
ADRESSE: Frauenstraße, Alter Städtischer Friedhof
heute: Parkanlage Frauenstraße
BELEGUNGSZEIT:
1852 (angelegt) -
(jüngster Grabstein datiert 1924)
GRABSTEINE:
14
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Zwischen 1936 und 1945
wurde der Friedhof zerstört. Nach dem Krieg wurden die verbliebenen Grabsteine
wiederaufgestellt.
Heute ist er eine Parkanlage. (Hahn 1988, S. 551).
Ulm (Neuer Friedhof)
ADRESSE: Stuttgarter Straße, Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT:
1899 - in Nutzung
GRABSTEINE:
335 (1990)
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1994 Belegungsliste durch Schubart-Gymnasium.
- 1997 Erarbeitung einer Konkordanz durch das Landesdenkmalamt für das Nummernsystem des Schubart-Gymnasiums und des Zentralarchivs.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
Stadt Lauda-Königshofen, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Oberbalbacher Straße
BELEGUNGSZEIT:
erstmals erwähnt 1590;
1798 - 1938
GRABSTEINE:
1.358
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2003 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: S. Michal Antmann und Martina Strehlen).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte Löwenstein 1895, S. 275-276
- Geschichte in Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 276-277.
- Geschichte in Fechenbach 1972, S. 14, 17, 18, 27-28.
- Geschichte in Oberhollenzer 1982
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 100.
Lichtenstein, Landkreis Reutlingen
ADRESSE: Flurstück "Judenkirchhof" im
Gewann Linsenäcker an der Holzelfinger Steige
BEMERKUNGEN:
"Bei Grabungsarbeiten
in den Jahren 1891 und 1971 wurden in diesem Bereich Gräber entdeckt, davon
eines aus der frühen Karolingerzeit. Nach der örtlichen Überlieferung wurden
hier ein oder zwei Juden beigesetzt. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß hier
ein älterer Begräbnisplatz vorliegt, der in späterer Zeit auch einmal zur
Bestattung verstorbener Juden benutzt werden konnte." (Hahn 1988, S. 453)
Stadt Widdern, Landkeis Heilbronn
ADRESSE: Ackergebiet oberhalb der alten Berlichinger
Stiege, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
1729 wird der Flurname
"Judenkirchof" erstmals genannt. Im 16./17. Jahrhundert waren Juden
in Unterkessach ansässig. (Hahn 1988, S. 254)
Stadt Haiterbach, Landkreis Calw
ADRESSE: Alte Haiterbacher Landstraße
BELEGUNGSZEIT:
1801 - 1859
GRABSTEINE:
17
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (15) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Otto-Hahn-Gymnasium Nagold.
Unter Verwendung dieser Fotos 1990
Übersetzung aller Inschriften durch Kohring.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Unterschwandorf
1918
- Geschichte in Unterschwandorf
1925
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 132.
- Geschichte in Unterschwandorf
1969
- Theobald 1984, S. 80: Geschichte, S. 100:
Übersichtsfoto.
- Volldokumentation in Unterschwandorf
1992
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Am Mühlbergwald
BELEGUNGSZEIT:
1690 (ältester Grabstein) - 1940 (letzte
Beerdigung)
GRABSTEINE:
2.556
DOKUMENTATION:
- 1913 Belegungsliste durch Jakob Bloch (Waibstadt), Fortführung bis 1936
- 1985/1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2004
Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Martina Strehlen).
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste in Waibstadt
1914
- Belegungsliste in Waibstadt
1936
- Übersichtsfotos in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 158 (fälschlicherweise unter
Neckarbischofsheim abgedruckt)
und Abb. 210; Abb. 109: Foto
(Grabstätte der Fam. Weil).
- Geschichte in Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 280-281.
- Geschichte in Teichert 1981.
- Geschichte (Grabmausoleum der Familie Weil) in Ebert
1982
- Foto (einzelner Grabstein) in Theobald 1984, S. 93.
- Geschichte in Hahn 1985b, S. 489.
- Geschichte in Beisel 2002, S. 99f.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof wurde nach
dem Dreißigjährigen Krieg angelegt, das genaue Datum ist nicht bekannt.
- Zwischen
1938 und 1940 wurde das Mausoleum der Familie Weil stark beschädigt (Hahn 1988, S.489).
LANDKREIS: Emmendingen
BELEGUNGSZEIT:
Mittelalter
GRABSTEINE:
keine
BEMERKUNGEN:
- Es existierten in Waldkirch zwei Friedhöfe. Der ältere (Flurname
"Judenkirchhof") wurde vermutlich bis 1349 benutzt. In diesem Jahr
wurden die Waldkirchener Juden unter dem Vorwand der Brunnenvergiftung
verbrannt. Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts bestand eine neue jüdische
Ansiedlung, die bis 1504 andauerte (erneute Vertreibung). In dieser Zeit
benutzen sie wahrscheinlich den zweiten Friedhof (Flurname Judenkirchhöfle, in
der Nähe des Flusses Elz) (Hahn 1988, S. 166). Leicht abweichende
Informationen liefern Germania Judaica II/2, S. 861, Germania Judaica III/2, S. 1551 sowie Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 88.
LANDKREIS: Waldshut
ADRESSE: Gemarkung Waldshut,
BELEGUNGSZEIT:
2. Hälfte 17. Jahrhundert
- 1750
(1689 erster urkundlicher Nachweis; 1674 ältester Grabstein ; 1748 jüngster
Grabstein)
GRABSTEINE:
heute keine vor Ort
(16 Grabsteine befinden sich heute auf dem jüdischen Friedhof
Endingen-Lengnau/Schweiz)
DOKUMENTATION:
- In den 50er Jahren durch Waldshut
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Waldshut 1862
- Geschichte in Waldshut 1872
- Geschichte in Waldshut 1901
- Geschichte in Waldshut 1909
- Geschichte in Waldshut 1925
- Geschichte in Waldshut 1926
- Geschichte in Waldshut
1927
- Geschichte in Waldshut 1951
- Geschichte in Waldshut 1953
- Volldokumentation in Guggenheim-Grünberg
1956
- Foto (einzelner Grabstein) in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 205.
- Geschichte in Sutter 1982
- Geschichte in Hahn 1988, S. 599
- Grabsteinliste (Name, Sterbedatum) von den Waldshuter Grabsteinen, welche
sich auf dem Friedhof Endingen-Lengnau befinden,
in Endingen-Lengnau (Bd. II) 1993, S. 61-62.
BEMERKUNGEN:
(Folgende Informationen sind zusammengestellt aus Guggenheim-Grünberg 1956, Hundsnurscher/Taddey 1968 und Hahn 1988):
- Der Friedhof befand sich auf der sogenannten Judenäule, einer Rheininsel. Auf
diesem Friedhof bestatteten die Schweizer Juden
aus Endingen und Lengnau im
17. und 18. Jahrhundert ihre Toten. Ab 1750 waren sie im Besitz eines
Friedhofes auf Schweizer Territorium.
- Im Zuge der Rheinregulierung und geplanter neuer Hafenanlagen wurden
1954/1955 die Gebeine der Verstorbenen exhumiert und
zusammen mit den vorhandenen
Grabsteinen auf den jüdischen Friedhof in Endingen-Lengnau (Schweiz) überführt.
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: an der Westseite des städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
1880 - 1940
GRABSTEINE:
97
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 212.
- Geschichte in Herrmann 1985, S. 9.
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen aus Walldorf wurden vor 1880 auf dem Verbandsfriedhof in Wiesloch
beerdigt (Hahn 1988, S. 492).
- Nach einer Friedhofsschändung im Jahr 1990 wurden die Steine wieder
aufgerichtet und befestigt (Grunddokumentation, S. 3).
Gemeinde Öhningen, Landkreis
Konstanz
ADRESSE: Gewann "Am Hardtbühl"
BELEGUNGSZEIT:
1827 (älteste Beisetzungen
nach Steinem 1901) - 1941, 1970, 1971
heute ältester datierbarer Grabstein stammt aus dem Jahr 1846
GRABSTEINE:
149
DOKUMENTATION:
- ca. 1900/1901 durch Steinem (Belegungsliste, Belegungsplan)
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan in Steinem
1901
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 215.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1827 wurden die Juden aus Wangen in Gailingen beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 286).
- Im Oktober 1992 wurden bei einer Friedhofsschändung 17 Grabsteine umgeworfen
(Stuttgarter Zeitung. 19. Juni 1993).
Gemeinde Kusterdingen, Landkreis
Tübingen
ADRESSE: an der heutigen B 28, Richtung Tübingen
BELEGUNGSZEIT:
1744 - 1941
(ältester Grabstein 1788/1789)
GRABSTEINE:
137
DOKUMENTATION:
- 1988 bis 1994 Volldokumentation durch Frowald Gil Hüttenmeister
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 132.
- Volldokumentation in Wankheim
1995
BEMERKUNGEN:
- 1939 wurden 65
Grabsteine umgeworfen (Wankheim
1995, S. 27).
- Weitere Friedhofsschändungen fanden in den Jahren 1950, 1986, 1989 statt (Wankheim 1995, S. 28).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Stadelhof"
BELEGUNGSZEIT:
1730 (angelegt sowie
ältester Grabstein)- 1941
GRABSTEINE:
607
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Schweizer 1924, S. 20.
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Einzelgrabstein in Württemberg 1932, S. 133.
- Geschichte in Fechenbach 1972, S. 17.
- Geschichte in Oberhollenzer 1982
- Geschichte in Herrmann
1987
- Geschichte in Franken 2003, S. 130-139
BEMERKUNGEN:
Die verstorbenen
Weikersheimer Juden wurden bis 1730 in Unterbalbach bestattet (Sauer 1966, S. 189).
LANDKREIS: Böblingen
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof", unweit der
Kreuzung B 27 alt/B 464
BELEGUNGSZEIT:
vermutlich Mittelalter
GRABSTEINE:
keine
In den 1860er Jahren existierten drei Sandsteinplatten, jedoch ohne Spuren von
Inschriften.
Bei einer Grabung in dieser Zeit wurden menschliche Gebeine gefunden (Tscherning 1894).
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Tscherning 1894
- Geschichte in Hahn 1988, S. 141-142.
Stadt Haigerloch, Landkreis Zollernalbkreis
ADRESSE: Stadtwald
BELEGUNGSZEIT:
ca. Mitte 16. Jh. - 1884
GRABSTEINE:
18
DOKUMENTATION:
- 1944 Fotos aller Steine durch das Reichsinstitut
- 80er Jahre durch
Gottfried Reeg (Institutum
Judaicum) (Abschrift und Übersetzung)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Spier 1929
- Steim 1987, S. 15: Geschichte. S. 50:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Steim 1989.
- Geschichte in Schubert 1990, S. 29-30, 31, 34.
- Geschichte in Steim 1994, S. 313-314.
BEMERKUNGEN:
- Im Jahr 1929 wurde festgestellt, daß der älteste Stein aus dem Jahre 1567
stammt (Spier 1929, S. 70).
1990 konnte nur noch das Jahr 1738 als
ältestes lesbares Datum festgestellt werden.
- Aus dem Jahre 1629 stammt eine Erlaubnis, die Toten in Mühringen
bestatten zu dürfen (Silberstein 1875).
- Ab 1803 gab es einen neuen Friedhof in Haigerloch.
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Gewann "Effenstiel"
BELEGUNGSZEIT:
1903 (ältester Grabstein)
- 1936, 1950
GRABSTEINE:
35
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 217.
- Geschichte in Theobald 1985
(8)
- Geschichte in Büsing 1991, S. 26-28.
BEMERKUNGEN:
Die Juden aus Weingarten
wurden vermutlich bis 1632 in Worms, danach in Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 288 Hahn 1988, S. 301).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Flur "Judenbuckel", südlich der
Altstadt
BELEGUNGSZEIT:
17./18. Jahrhundert
GRABSTEINE:
keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
- Um 1880 wurde ein hebräisch beschriebener Grabstein ausgegraben. Er wurde
aber nicht entziffert und
ist nicht erhalten geblieben (Horsch 1964,
S. 8, Hahn 1988, S. 494, vgl. auch Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 290.)
- Im Mittelalter wurden die verstorbenen Weinheimer Juden vermutlich in Worms
beigesetzt, im 19./20. Jahrhundert in Hemsbach.
LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Die Flur
"Judenkirchhof" war im 19. Jahrhundert noch bekannt. Heute ist die
Lage unbekannt (Hahn 1988, S. 270).
Gemeinde Werbach, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Großer Wald"
BELEGUNGSZEIT:
1714 (ältester lesbarer
Grabstein) - 1939
(1590 Kauf des Friedhofsgeländes, vgl. Weiss
1992, S. 104)
GRABSTEINE:
674
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation und 100
Einzelübersetzungen durch das Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 219.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte in Weiss 1992, S. 104-125.
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: nördlich des Ortes, zwischen dem Limbach
und der Straße nach Böttigheim, Gewannbezeichnung "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
Vermutlich handelt es sich
dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 363).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: am Schloßberg, gegenüber der Mainbrücke
BELEGUNGSZEIT:
1405 (ältester Grabstein)
- 1938
(möglicherweise Belegung seit dem 13. Jh.)
GRABSTEINE:
498
DOKUMENTATION:
1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Volldokumentation im Auftrag der Stadt
Wertheim und
in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Emily Link).
- 1989/90 durch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim (Belegungsliste
und Belegungsplan der Grabsteine im neuen Friedhofsteil (deutschen Inschriften)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersetzung der Inschriften des 15. Jahrhunderts, in Rapp 1961/62
- Geschichte in Wertheim 1967
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 296-297: Geschichte;
Abb. 221: Übersichtsfoto.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan (nur neues Gräberfeld) in Eckert 1990, S. 10-36.
- Geschichte in Eckert 1995
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Merianstraße/Bahnweg
BELEGUNGSZEIT:
1661 (erstmals erwähnt) -
1939, 1950
(ältester Grabstein datiert 1670)
GRABSTEINE:
1.252
DOKUMENTATION:
- seit den 80er Jahren Dokumentation einzelner Steine (Juden aus Leimen) durch
Karl Günther
- 1987 Fotos aller Steine (sowie
Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der Fotos des
1990 durch Alter (Grabsteine
aus den Jahren 1670-1819)
1995 durch Pöpl
(Grabsteine aus den Jahren 1819-1865).
- 2004 ebenfalls unter Verwendung
der Fotos des
(für eine Auswahl von 140 Steinen
auch Volldokumentation) im Auftrag der Stadt Wiesloch und in Zusammenarbeit mit
dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Tobias Kostial).
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 223.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte in Hochwarth 1985, S. 174-179.
- Geschichte; Foto, Inschrift, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1990a
- Geschichte, Übersetzung (Inschriften 1670-1819) in Alter 1990.
- Geschichte, Übersetzung (Inschriften 1819-1865) in Pöpl 1995.
- Geschichte (allgemein und speziell der Grabsteine der Familie Seligmann) in Günther 1995.
Stadt Welzheim, Landkreis
Rems-Murr-Kreis
ADRESSE: am Bogen links der alten Straße nach
Breuningsweiler
BEMERKUNGEN:
Der Flurname
"Judenkirchhof" weist möglicherweise auf einen mittelalterlichen
Friedhof hin. (Hahn 1988, S. 452)
Gemeinde Rielasingen, Landkreis
Konstanz
ADRESSE: gegenüber Hardenbergschule, Am Burgstall
BELEGUNGSZEIT:
1857 (angelegt), 1858
(erste Beisetzung) - 1904
GRABSTEINE:
65
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfotos in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 224, 225.
- Geschichte in Timm 2007
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen aus
Worblingen wurden vor 1857 in Gailingen beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 302).
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