JÜDISCHE FRIEDHÖFE IN
BADEN-WÜRTTEMBERG
LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Flur Hohenhalden
BEMERKUNGEN: Im 16./Anfang 17. Jahrhundert bestand eine jüdische
Gemeinde in Aach (1604 wurden die Juden ausgewiesen). Der Friedhof befand sich
in der Flur Hohenhalden, wobei dessen genau Lage heute unbekannt ist (Hahn 1988, S. 302).
Stadt Eppingen, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: östlich des Ortes, Flur "Beim
Judenkerchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand hier in früheren Jahrhunderten ein
jüdischer Friedhof (Hahn 1988, S. 224).
Gemeinde Obersulm, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: am Salzberg
BELEGUNGSZEIT:
- ab ca. 1665/1670 - 1942
- Ältester sicher datierbar Grabstein stammt aus dem Jahr 1677 (Ritter/Nir 1995, S. 9).
DOKUMENTATION:
- Ab Mitte der 80er Jahre bis 1998 durch Affaltrach
(Fotos aller Grabsteine, Belegungsplan, Abschrift und Übersetzung aller
Inschriften)
- 1990 Fotos aller Steine (529) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 2 Fotos von einzelnen Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 51.
- Geschichte in Nebel 1963, S. 29
- Geschichte in Kahl 1987
- Geschichte; Fotos, Inschrift, Übersetzung (ausgewählte Grabsteine) in Ritter/Nir 1995
- Volldokumentation in Nir/Ritter 1998
BEMERKUNGEN: In den 50er und 60er Jahren kam es zu
Friedhofsschändungen, insbesondere im neueren Teil (Ritter/Nir 1995, S. 12).
Stadt Creglingen, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden vorrangig in Creglingen aber
auch in Niederstetten beigesetzt. Möglicherweise besaßen die Archshofener Juden
auch einen eigenen jüdischen Friedhofen. Südlich von Archshofen werden zwei
Äcker "Judenkirchhof" genannt (Hahn 1988, S. 337).
Stadt Bopfingen, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE: Schenkensteinstraße, oberhalb des allgemeinen
Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: ca. 1560 - 1940
ältester Grabstein datiert von 1699
GRABSTEINE: 363
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der Fotos 1998 erweiterte Grunddokumentation [Wiedergabe der
hebräischen und
deutschen Inschriften, 8 Einzelübersetzungen]
im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Bopfingen (Bearbeiterin: Emily Link).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe in Württemberg 1932, S. 55.
- Geschichte in Irtenkauf 1962
- Geschichte in Laurentzsch 1982, S. 28.
BEMERKUNGEN: Als 1856 die Juden aus Baldern vertrieben wurden, nahmen sie ihre Grabsteine mit
und stellten sie auf dem Aufhausener jüdischen Friedhof auf. Sie bilden heute
den ältesten Teil der Grabsteine des Friedhofes (Irtenkauf 1962,
S. 37).
LANDKREIS: Ravensburg
ADRESSE: beim Tiergarten
BELEGUNGSZEIT: bis Mitte 17. Jahrhundert
GRABSTEINE: keine
BEMERKUNGEN:
- 1659 legten die Aulendorfer Juden zusammen mit den Juden aus Mittelbiberach
und Buchau einen
neuen Friedhof auf der Buchauer
"Insel" an [Bad Buchau] (Hahn
1988, S. 447).
- Er wurde, laut Überlieferungen, danach von Buchauer Jüdinnen weiterbetreut.
Anstelle von Grabsteinen wurden
Holzstöcke bzw. Holzsäulen benutzt (Hahn 1988, S. 447).
LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Buchauer Insel
BELEGUNGSZEIT: ca. Mitte 17. Jh.- 1988
- 1659 (urkundlich erwähnt)
- 1675 (ältester vorhandener Grabstein im Jahre 1879, Vgl. Weimann 1879)
- 1771 (ältester datierbarer Grabstein im Jahre 1990)
GRABSTEINE: 825
DOKUMENTATION:
- zwischen 1862 und 1879 durch Elkan Weimann
(Belegungsliste, Abschrift: deutsche Inschriften)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt
Buchau und
in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Tatjana Ilzhöfer).
- 1990-2005 Volldokumentation durch Charlotte Mayenberger.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste und Belegungsplan, Inschriften (deutsche) in Weimann 1879
- Geschichte in Vierfelder
1924, S. 102.
- Geschichte in Vierfelder 1958, S. 7.
- Foto in Württemberg 1932, S. 63.
- Volldokumentation in Mayenberger 2005
BEMERKUNGEN:
- Vor 1659 wurden die verstorbenen Juden aus Bad Buchau auf dem Friedhof in Kappel beigesetzt (Hahn 1988, S. 121).
- Im November 1988 wurde der Friedhof geschändet. Dabei wurden 17 Grabsteine
umgeworfen und beschmiert (Stuttgarter Zeitung. 15.11.1988)
Bad Cannstatt (Steigfriedhof)
Stadt Stuttgart
ADRESSE: Sparrhärmlingweg, oberhalb des Steigfriedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1872 - 1941 (vereinzelt bis heute)
GRABSTEINE: 272
DOKUMENTATION:
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1992-1995 durch Joachim Hahn (Fotos: alle Steine, Belegungsliste)
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos
(ausgewählte Grabsteine) in Hahn
1995
Bad Cannstatt (Steinhaldenfriedhof)
Stadt Stuttgart
ADRESSE: Ziegelbrennerstraße 23
BELEGUNGSZEIT: 1937/38 - bis heute
GRABSTEINE: 271 (1991)
DOKUMENTATION:
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Siegelsbacher Straße
BELEGUNGSZEIT: 1881 - 1944
GRABSTEINE: 49
DOKUMENTATION:
- ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 2009 [unveröffentlichte] Volldokumentation durch Bernd Göller [Ausdruck im
Zentralarchiv, siehe unter Göller 2009 ]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 15.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 91.
-Geschichte in Angerbauer 1986, S. 30
BEMERKUNGEN: Bis 1881 wurden die Bad Rappenauer Juden in Heinsheim beigesetzt.
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Erich-Sailer-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1896 - 1943
GRABSTEINE: 21
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Angerbauer 1986,
S. 44
BEMERKUNGEN:
- Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Friedhof in Neudenau mitbenutzt (Hahn 1988, S. 222).
- Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert bestand möglicherweise ein jüdischer
Friedhof in Bad Wimpfen: Flurname "Judenkirchhof" (Lage ist nicht
mehr bekannt). (Hahn 1988, S. 63, 222).
- Vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde von den Juden aus Bad Wimpfen der Friedhof
in Heinsheim,
im 19. Jahrhundert auch der in Bad Rappenau mitbenutzt (Sauer 1966, S. 45, Angerbauer 1986, S. 44)
ADRESSE: Eckbergstraße, jüdische Teil des Städtischen
Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1920 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 153 (Stand 1994)
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (148) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 10.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 91
BEMERKUNGEN: Bis 1920 wurden die Toten auf dem Verbandsfriedhof in
Kuppenheim
beerdigt (Hahn 1988, S. 115).
Stadt Rottenburg, Landkreis Tübingen
ADRESSE: Galgenweg
BELEGUNGSZEIT: 1778 (angelegt) -
GRABSTEINE: 405
DOKUMENTATION:
- 1987 durch Institutum Judaicum
(Abschrift aller Steine)
- 1987 durch Stadtarchiv Rottenburg
(Fotos aller Steine)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- 2004 Grunddokumentation durch Thomas Lehnardt im Auftrag der Stadt Rottenburg (gefördert
mit Mitteln des Landesdenkmalamts) unter Verwendung aller bis dahin gefertigten Fotos und Abschriften,
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 56.
BEMERKUNGEN: Bis 1779 wurden die Toten in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 47).
Stadt Bopfingen, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE:
BELEGUNGSZEIT: bis Mitte 17. Jahrhundert
BEMERKUNGEN: In Baldern lebten Juden im Mittelalter und im 17.
Jahrhundert. 1658 wurden die Juden aus Baldern vertrieben und siedelten sich
darauf in Aufhausen und Lauchheim an. Die Grabsteine von ihrem Friedhof nahmen
sie mit und stellten sie auf dem jüdischen Friedhof in Aufhausen auf (Irtenkauf 1962,
S. 37; Hahn 1988, S. 421).
Gemeinde Schöntal, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenbegräbnis"
BELEGUNGSZEIT: 1623 (erste Erwähnung)/1659 (ältester Stein) - 1936
GRABSTEINE: 1.197
DOKUMENTATION:
- seit 1978 durch Schwedler (immer
noch in Arbeit)
(Fotos aller Grabsteine mit lesbaren Inschriften aus dem 17. Jahrhundert,
ansonsten ausgewählte Grabsteine)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger beendet, aber est nach
seinem Tod veröffentlicht
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 2 Übersichtsfotos in Württemberg 1932, S. 57.
- Geschichte in Berlichingen 1988
- Geschichte in Berlinger 1991, S. 48-50.
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 1-774.
- Geschichte in Franken 2003, S. 104-111
Gemeinde Kirchhardt, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Fürfelderweg
BELEGUNGSZEIT: 1877 (ältester Grabstein) - 1938, 1973
GRABSTEINE: 101
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 16.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 48
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Berwanger Juden wurden vor Anlage
eines eigenen Friedhofes in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 232).
LANDKREIS: Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: Reichenbucher Straße
BELEGUNGSZEIT: ca. 1835 angelegt - 1938
(ältester erhaltener Grabstein datiert 1851)
GRABSTEINE: 70
(außerdem Holzkreuz für französischen nichtjüdischen Kriegsgefangenen)
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 19.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 91
BEMERKUNGEN: Auf dem Friedhof wurden umgekommene Häftlinge und
Zwangsarbeiter aus den KZ-Außenkommandos Neckargerach und Neckarelz begraben.
Auf dem Friedhof steht ein Gedenkstein für die Opfer (Hahn 1988, S. 379-380).
Gemeinde Buchen, Landkreis
Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: an der Straße nach Waldhausen
BELEGUNGSZEIT: 1753 (ältester Grabstein) - 1939
(Der Friedhof wurde möglicherweise bereits im Mittelalter angelegt)
GRABSTEINE: 1573
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos angefangenene Grunddokumentation (nur für
Grabsteine 1.098-1.201) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2000 Grunddokumentation (für eine Auswahl von
110 Inschriften auch Volldokumentation) durch Emily Link im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Buchen.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Inschrift des ältesten Grabsteines von 1753 (R. Salomo Wolf) in Löwenstein 1889
- Geschichte in Wertheimer 1931, S. 13-14.
- Geschichte in Bödigheim 1968
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 47-48: Geschichte, Abb. 20, 21: Foto
Kriegerdenkmal, Grabsteingruppe.
- Theobald 1984, S. 77-78: Geschichte, S. 91:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Strassler 2007
BEMERKUNGEN:
- Das genaue Datum der Anlage des Friedhofes ist unbekannt. Es ist jedoch zu
vermuten, daß er bis ins 14./15. Jahrhundert zurückreicht (Hahn 1988, S. 59; Germania Judaica II/1,
S. 90.).
- Zeitweise diente der Friedhof in Bödigheim 30 jüdischen Gemeinden als
Begräbnisplatz. Schätzungsweise bis zu 4.000 Personen wurden in Bödigheim
begraben (Hahn 1988, S. 380).
LANDKREIS: Schwäbisch-Hall
ADRESSE: oberhalb des Ortes am Waldrand, am Schaalberg
BELEGUNGSZEIT: 1738 oder 1747 (angelegt) - 1938
(ältester Grabstein stammt aus dem Jahr 1747/48)
GRABSTEINE: 398
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine durch Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 60.
- Geschichte in Taddey 1992, S. 102-104.
- Geschichte in Franken 2003, S. 44-49
BEMERKUNGEN: Bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die
verstorbenen Juden in Berlichingen (Hahn 1988, S. 505) und/oder auf dem Verbandsfriedhof in
Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992,
S. 251).
Breisach (Alter Friedhof)
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Rheintorstraße/Klösterle
BELEGUNGSZEIT: 1755 (angelegt) - 1876
1769 (ältester Grabstein)
GRABSTEINE: 131 (viele Fragmente)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto eines Grabsteines in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 23.
- Geschichte in Blum 1998, S. 106-111.
BEMERKUNGEN:
- Vor 1755 wurden die die Verstorbenen aus Breisach in Mackenheim (Elsaß),
Schleppstadt (Elsaß), Schmieheim und Emmendingen (Alter Friedhof) begraben (Hahn 1988, S. 143, Blum 1998, S. 96-105).
- Der Friedhof wurde während der NS-Zeit stark geschändet. Daher befinden sich
heute nur noch wenige stehende Steine auf dem Friedhof. Die heutige Aufstellung
scheint auch nicht orginal zu sein (Grunddokumentation, S. 3).
Breisach (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Isenbergstraße
BELEGUNGSZEIT: - 1939; 1959, 1992, 1993
1850 angelegt (Hahn 1988, S. 143)
1875 (ältester Grabstein)
GRABSTEINE: 382 (1997)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (381) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Blum
1998, S. 111-112.
Gemeinde Langenbrettach, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: südlich des Ortes, am Weg nach Siebeneich, Flur
"Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand hier in früheren Jahrhunderten ein
jüdischer Begräbnisplatz (Hahn 1988, S. 233).
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Windstegweg
BELEGUNGSZEIT: 1883/84 - 1940, 1949
GRABSTEINE: 146
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften im Auftrag
des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Theobald 1985 (1)
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 26.
- Beuttenmüller 1987: Ergänzungen zur Übersetzung der Grabinschriften
durch das
- Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Juden aus Bretten wurden vor der
Anlage eines eigenen Friedhofes in Waibstadt beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 53).
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Am Roßmarkt, innerhalb des städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1879 - 1967
GRABSTEINE: 375
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 29.
- Geschichte in Stude 2007, S. 374
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden bis 1632 in Worms, danach bis
1879 in Obergrombach bestattet (Hahn 1988, S. 282).
LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: "Vordere Honau", Karl-Netter-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1833 - 1970
GRABSTEINE: 345
DOKUMENTATION:
1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Belegungsliste durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung der Grabinschriften (nur für
Grabsteine 1-118) und
Namensliste (alle Grabsteine) durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Volldokumentation durch Preuß.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste (nur deutsche Inschriften berücksichtigt) in Rumpf 1985.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 34.
- Volldokumentation in Preuß 1992 (kein Abdruck von Fotos).
BEMERKUNGEN: Bis 1833 begruben die Bühler Juden ihre Verstorbenen
auf dem Friedhof in Kuppenheim.
LANDKREIS: Schwäbisch Hall
ADRESSE: Beuerlbacher Straße
BELEGUNGSZEIT: 1841 - 1942, 1961, 1968
GRABSTEINE: 415
DOKUMENTATION:
- 1980 - 1996 durch Crailsheim (Fotos aller Steine, Abschrift und Übersetzung, sowie
Belegungsliste und Belegungsplan)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 69.
- Übersichtsfoto in Sauer 1966, Abb. 27.
- Geschichte in Illich 1987.
- Volldokumentation in Crailsheim 1996
- Geschichte in Franken
2003, S. 50-57
BEMERKUNGEN: Bis 1841 wurden die verstorbenen Crailsheimer Juden
auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992,
S. 251).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Judenbegräbnis", unweit der Straße
nach Standorf
BELEGUNGSZEIT: 1696 (ältester lesbarer Stein) - 1939
GRABSTEINE: 373
DOKUMENTATION:
- 1892 Belegungsliste durch Josef Preßburger, Weiterführung bis 1938
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt
Creglingen und
in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Preßburger 1930
- Foto in Württemberg 1932, S. 69.
- Geschichte in Franken 2003, S. 114-123
Gemeinde Weißbach, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" nordwestlich des Ortes
BEMERKUNGEN: Hinweis auf jüdische Begräbnisstätte aus frühereren
Jahrhunderten (Hahn 1988, S. 270).
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Brandweg
BELEGUNGSZEIT: 1830 (angelegt) - 1934
GRABSTEINE: 159
DOKUMENTATION:
- Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg (124 Fotos, aufgenommen 1944)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Geschichte unter http://www.dettensee.net
BEMERKUNGEN: Vor 1830 wurden die Verstorbenen in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966,
S. 67).
Gemeinde Hohberg, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Bachstraße
BELEGUNGSZEIT: um 1770 angelegt - 1936
ältester Grabstein datiert von 1773
GRABSTEINE: 212
DOKUMENTATION:
- 1984 durch Diersburg und Naftali Bar-Giora Bamberger (Fotos aller Grabsteine,
Abschrift aller Grabsteine, Belegungsplan und Belegungsliste)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Bamberger 1985
- Geschichte in Stoffel 2000
- Belegungsliste in Diersburg 2007
BEMERKUNGEN: Vor der Anlegung eines eigenen Friedhofes wurden die
verstorbenen Diersburger Juden in Offenburg beigesetzt (Hahn 1988, S. 403).
LANDKREIS: Schwarzwald-Baar-Kreis
BEMERKUNGEN: Die jüdische Gemeinde des 17./18. Jahrhunderts besaß
einen eigenen Friedhof (Anfang des 18. Jahrhunderts erwähnt). Die Lage ist
heute unbekannt. (Hahn 1988, S. 522)
Stadt Gerabronn, Landkreis Schwäbisch Hall
ADRESSE: östlich des Ortes
BELEGUNGSZEIT: 1823 (angelegt), 1825 (ältester Grabstein) - 1933
(jüngster Grabstein)
GRABSTEINE: 76
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (71) durch Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (76) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos in Keil 1964
- Geschichte in Franken
2003, S. 58-61
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden vor 1823 vermutlich in Braunsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 511). Dagegen Taddey: Bis 1823 wurden die verstorbenen
Dünsbacher Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach,
Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Klingenbergstraße
BELEGUNGSZEIT: 1813 (angelegt)/1817 (ältester Grabstein) - 1917
GRABSTEINE: 17
DOKUMENTATION:
1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto (einzelner Grabstein) in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 169.
- Geschichte in Dengler 1973
- Volldokumentation in Durbach 2007
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden bis 1813
in Offenburg beerdigt (Hahn 1988, S. 398).
- Um 1900 standen noch 31 Steine auf dem Friedhof (siehe Durbach 2007 )
Stadt Karlsruhe
ADRESSE: an der Straße nach Stupferich vor der Abzweigung zum
Rittnerhof
BEMERKUNGEN: Der Flurname "Judenbusch" weist
möglicherweise auf einen jüdischen Friedhof aus der Zeit des 15./16. Jahrhunderts
hin.
(Vgl. Rosenthal 1927, S. 197, Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 149 sowie Hahn 1988, S. 271).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: oberhalb des christl. Friedhofs am Ohrsberg
BELEGUNGSZEIT: 1891 - 1940
GRABSTEINE: 42
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Joho
1989, S. 14-15.
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden vor der Anlegung eines
eigenen Friedhofes in Hirschhorn (Hessen) beerdigt (Hahn 1988, S. 463).
LANDKREIS: Alb-Donau-Kreis
ADRESSE: Ecke Pfisterstraße/Hindenburgstraße,
beim Antonius-Bildstock, östlich des Pfisterturms
BELEGUNGSZEIT: 14./15. Jahrhundert
GRABSTEINE: keine
Der Friedhof wurde im Mittelalter eingebnet.
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos und Inschrift der zwei Grabsteine von 1370 und 1482 in Württemberg 1932, S. 38-39.
- Fotos (Reprint aus Württemberg 1932,
S. 38-39) und Geschichte der zwei Grabsteine von 1370 und 1482 in Mall 1983, S. 112
BEMERKUNGEN:
- Eine jüdische Gemeinde existierte in Ehingen vom 13. bis 15. Jahrhundert
(erste Erwähnung 1301/1305,
ausgewiesen 1457, vereinzelte
Niederlassungen bis zum 17. Jh.)
- Die Grabsteine des mittelalterlichen Friedhofes wurden abgeräumt und
anderweitig verwendet (vermutlich Anfang 16. Jh.).
- 1911 wurden bei Renovierungsarbeiten an einem Stützpfeiler der Kirchhofsmauer
der Sankt-Blasius-Pfarrkirche zwei Grabsteine von 1370 und 1482 entdeckt. Sie
wurden im Ehinger Heimatmuseum aufbewahrt. Bei einer Entrümplungsaktion des
Museum Anfang der 50er Jahre wurden sie auf den Berkacher Auffüllplatz
abtransportiert. Seitdem gelten sie als verschollen (Mall
1983, S. 112).
Stadt Sinsheim, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand im 16./17. Jahrhundert eine eigene
Begräbnisstätte. Ein Waldstück mit der Bezeichnung "Judenfriedhof"
befindet sich in der Flur "Im Grund". Sichtbare Spuren sind jedoch
nicht mehr vorhanden (Hahn 1988, S. 483).
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Friedhofstraße 1(südl. Ortsrand, Unterdorf)
BELEGUNGSZEIT: 1809 (angelegt) - 1940
GRABSTEINE: 471
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde
Eichstetten
und in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Löslein).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 42.
BEMERKUNGEN:
- Vor der Anlage eines eigenen
Friedhofes wurden die Verstorbenen in Emmendingen (Alter Friedhof) bestattet (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 72).
Gemeinde Angelbachtal, Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: an der Straße nach Wiesloch
BELEGUNGSZEIT: 1845 (ältester Grabstein) - 1943, 1949
1781 (angelegt, laut Hahn 1988, S. 461)
GRABSTEINE: 143
DOKUMENTATION:
ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 46
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des
BEMERKUNGEN: Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die
Verstorbenen in Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 461).
LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Karl-Stirner-Straße/Dalkinger Straße/Kolpingsweg
BELEGUNGSZEIT: 1901 (angelegt)/1902 (erste Beisetzung) - 1938
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 74.
- Übersichtsfoto in Sauer 1966, Abb. 36.
- Geschichte, Belegungsliste in Burr
1983.
- Geschichte in Ellwangen 1983
BEMERKUNGEN:
- Bis 1901 wurden die Verstorbenen in Aufhausen beerdigt (Sauer 1966, S. 72).
- Bis 1938 fanden 23 Beisetzungen auf dem Friedhof statt (Quelle:
Beerdigungsregister).
- Die Grabsteine wurden 1944 abgeräumt. Nach Kriegsende wurden die Grabsteine
auf Befehl der
amerikanischen Militärverwaltung
wiederaufgestellt. (Burr 1983, S. 127)
Emmendingen (Alter Friedhof)
LANDKREIS: Emmendingen
ADRESSE: neben Markgrafenschule
BELEGUNGSZEIT: 1717 - 1902 (geschlossen), vereinzelte Belegungen bis
1930
GRABSTEINE: 466
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos (204 Grabsteine) durch Rosemarie Schwemmer.
Unter Verwendung dieser Fotos
Volldokumentation von 121 Grabsteinen durch Karl Günther.
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Foto, Inschrift, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1967/68.
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 75: Geschichte; Abb. 49:
Übersichtsfoto.
- Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 92: Übersichtsfoto.
- Geschichte, Fotos der Grabsteine in Schwemmer
1989.
- Geschichte, Foto, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1990b
- Fotos (8 Grabsteine), Übersetzung (3 Grabinschriften) in Günther 1991
- Volldokumentation von 121 Grabsteinen in Günther 1991/94.
- Foto, Übersetzung (2 Grabsteine) in Günther 1994.
Emmendingen (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Emmendingen
ADRESSE: neben städtischen Bergfriedhof
BELEGUNGSZEIT: 1899 - 1940, seit 1995 wieder neue Belegung
GRABSTEINE: 154
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 50.
- Geschichte in Schwemmer 1989.
Stadt Mengen, Landkreis Sigmaringen
BEMERKUNGEN: "Die jüdischen Bewohner hatten im Mittelalter
und vermutlich bis zum 16. Jahrhundert einen eigenen Friedhof, den 1767
erstmals genannten "Judengottesacker" nördlich von Ennetach an der
"Alten Donau" und dem Gereut (heute noch sogenannte Flur
"Jud"). Spuren sind nicht erhalten." (Hahn 1988, S. 524)
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Flur "großer Hellberg", Weinbrennerstraße
BELEGUNGSZEIT: 1819 - 1939
GRABSTEINE: 708
DOKUMENTATION:
- 1983-1987 durch Eppingen (Photos aller Steine, Abschrift: deutsche
Inschriften, Belegungsplan)
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 52, 53.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 93.
- Geschichte in Hauke 1983
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 63
- Geschichte in Kiehnle 1985, S. 156-160.
- Volldokumentation in Eppingen 1989 (Fotos der Grabsteine nur ca. zur Hälfte
abgedruckt).
- Geschichte in Eppingen 2006, S. 16
BEMERKUNGEN:
- Die verstorbenen Eppinger Juden wurden vor 1819 in Oberöwisheim und Heinsheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 225).
- Während seines Bestehens wurde der jüdische Friedhof Eppingen mehrfach
geschändet (Eppingen 1989, S. 36-37). Im Oktober 1945 wurden auf
Anordnung der Militärregierung Instandsetzungsarbeiten auf dem Friedhof
durchgeführt (Eppingen 1989, S. 37-38). Zur schlimmsten Friedhofsschändung
kam es im Oktober 1982, bei der 50 Grabsteine zerstört wurden (Eppingen 1989,
S. 39).
Stadt Balingen, Landkreis Zollernalbkreis
ADRESSE: nördlich des Ortes, an der Straße nach Geisingen,
Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand hier in früheren Jahrhunderten ein
jüdischer Begräbnisplatz (Hahn 1988, S. 561).
LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Ecke Bahnhofstraße/B 29, wahrscheinlich auf der Flur
„Kemmle“
BELEGUNGSZEIT:.möglicherweise wurde der Friedhof Ende des 17.
Jahrhunderts eingerichtet
GRABSTEINE: keine
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hinweis in Hahn 1988, S. 425
BEMERKUNGEN: 1684 Aufnahme von Schutzjuden, 1838 finden sich im
Tagebuch der Schultheißerei Essingen noch Einnahmen für die Pacht aus dem
„Judenkirchhof“ (e-mail von Heinz Bohn aus Essingen vom 3.11.03)
Esslingen (Mittelalterlicher Friedhof)
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: an der südlichen Mauer der Obertor-Vorstadt vor dem
Tennetor; heutige ungefähre Lage: Schillerplatz
BELEGUNGSZEIT: 1327 erstmals urkundlich erwähnt, 1348 zerstört
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Hahn 1988b, S. 13.
BEMERKUNGEN: Germania Judaica vermerkt, daß ein zweiter
mittelalterlicher Friedhof in Esslingen existierte. Er wurde urkundlich erstmals
1345 erwähnt (Germania Judaica II/1, S. 229).
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: Mittlere Beutau/Turmstraße
BELEGUNGSZEIT: 1807 - 1874
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1862-1873 durch Mayer Levi (Abschrift: alle damals lesbaren Inschriften sowie
Übersetzung)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1990-1994 durch Joachim Hahn (Fotos, Übersetzung: alle Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 74.
- Geschichte, Fotos von 4 Grabsteinen in Esslingen
1988, S. 6-10.
- Volldokumentation in Hahn 1994
(S. 35, 100, 104: Geschichte; S. 382-457: Belegungsliste, Inschrift
und Übersetzung; Abb. 86-99: Fotos der Grabsteine)
Esslingen (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: innerhalb des städtischen Ebershalden-Friedhofes
BELEGUNGSZEIT: 1874 - 1939, 1961, 1972, 1979
GRABSTEINE: 75
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1990-1994 durch Joachim Hahn (Fotos, Übersetzung: alle Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Fotos von 9 Grabsteinen und des Denkmals in Esslingen 1988,
S. 11-20.
- Volldokumentation in Hahn 1994
(S. 100-104: Geschichte; S. 384-457: Belegungsliste, Inschrift und
Übersetzung; Abb. 100-176: Fotos der Grabsteine)
BEMERKUNGEN: Auf diesem Friedhof befindet sich außerdem ein Denkmal für 85 dort begrabene jüdische Opfer
des KZ Echterdingen, vgl. Hahn 1994, S.193-194. Weitere Opfer desselben KZ sind in Stuttgart (Flughafen) begraben.
Gemeinde Ahorn, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Vierzehnmorgen"
BELEGUNGSZEIT: 1850 (angelegt), 1880 (ältester Grabstein) - 1938
GRABSTEINE: 39
DOKUMENTATION:
1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung der Grabinschriften durch
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Vor 1850 wurden die Verstorbenen in Bödigheim beerdigt (Hahn 1988, S. 330).
Feudenheim (Scheffelstraße)
Stadt Mannheim
ADRESSE: Scheffelstraße
BELEGUNGSZEIT: 1858 (angelegt) - 1900
(ältester Grabstein 1861, jüngster Grabstein 1897)
GRABSTEINE: 53
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Watzinger
1965, S. 15.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 145.
- Geschichte in Mannheim
1987, S. 63.
BEMERKUNGEN: Vor 1858 wurden die Verstorbenen in Hemsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 365).
Stadt Mannheim
ADRESSE: Talstraße, Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1900 (angelegt) - 1941
(ältester Grabstein 1901, jüngster Grabstein 1939)
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Watzinger
1965, S. 15.
- Geschichte in Mannheim
1987, S. 63.
Gemeinde Oberderdingen, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Flur "Judenbegräbnis", alte Gochsheimer
Landstraße
BELEGUNGSZEIT: 1688 (angelegt) - 1939
(ältester datierbarer Stein: 1709)
GRABSTEINE: 294
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde
Oberderdingen
und in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Michael Thon).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 58.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 93.
BEMERKUNGEN: In den Jahren 1985 und 1986 ereigneten sich
Friedhofsschändungen (Badische Neueste Nachrichten. 30.04.1986)
ADRESSE: Elsäßer Straße/Ecke Rosbaumweg
BELEGUNGSZEIT: 1870 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 761 (im Jahr 1989)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2001
Grunddokumentation (für eine Auswahl von 128 Inschriften auch
Volldokumentation)
im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Freiburg (Bearbeiterin: Emily Link),
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Schwineköper/Laubenberger
1963, S. 9.
- Foto einzelner Grabstein, Foto Kriegerdenkmal in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 61, 62.
- Geschichte in Blod 1988, S. 48-52.
- Geschichte in Freiburg 2007, S. 101-108.
- Volldokumentation in Frankenstein 2009
BEMERKUNGEN:
- Die mittelalterliche Gemeinde benutzte vermutlich die Friedhöfe in
Breisach, Sulzburg und Waldkirch (siehe Germania Judaica II/1, S. 255; III/1, S. 397).
- Im 19. Jahrhundert beerdigte die Jüdische Gemeinde Freiburg ihre Toten in
Emmendingen
und Schmieheim
(siehe Schwineköper/Laubenberger
1963, S. 9)
Gemeinde Rheinau, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann "Hungerfeld", an der heutigen B 36
BELEGUNGSZEIT: ca. 1810 angelegt - 1939
(ältester auffindbarer Grabstein datiert von 1817)
GRABSTEINE: 618
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch das Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 63.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 100.
BEMERKUNGEN: Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die
Verstorbenen in Kuppenheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 94).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Gewann "Alleenfeld"
BELEGUNGSZEIT: 1723 - 1811
GRABSTEINE: keine vor Ort
DOKUMENTATION:
- Fotos von 3 Fragmenten durch Freudental
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 76.
- Nebel 1985, S. 30-32, 50-51: Geschichte; S. 31: Foto
von einem Fragment (heute nicht mehr vorhanden)
- Geschichte in Hahn 1988b, S. 14-15.
- Freudental 1996, S. 14-17: Geschichte; S. 15 und 17: Fotos
von 3 Fragmenten.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof wurde 1811 eingeebnet, wegen der Anlage einer königlichen
Fasanerie (Nebel 1985, S. 50-51).
- Vier Grabsteinfragmente befinden sich in der ehemaligen Synagoge Affaltrach
(vgl. Freudental 1996, S. 15-17).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Markung Bönnigheim, am Fuße des Seeberges
BELEGUNGSZEIT: 1811 - 1943, 1945, 1946, 1970
GRABSTEINE: 435
DOKUMENTATION:
- 1986 durch Institutum Judaicum
(Abschrift aller Steine)
- 1990/1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1986 bis 1994 durch Freudental: Fotos aller Steine, Abschrift und Übersetzung.
- 1997 Erarbeitung einer Konkordanz durch das Landesdenkmalamt für das Nummernsystem von Freudental und des Zentralarchivs.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 76.
- Geschichte in Nebel 1985, S. 50-51.
- Volldokumentation in Freudental 1996
BEMERKUNGEN: Im Jahr 2007
kam es zu mehreren Schändungen, bei denen Grabsteine beschmiert, umgestoßen und
auch zerbrochen wurden, siehe: http://www.alemannia-judaica.de/freudental_friedhofneu.htm.
Die Jüdische Zeitung vom Nov. 2007 berichtet auf S. 4, daß in der Nacht
zum 2. Oktober insgesamt 110 Grabsteine geschändet wurden (73 Steine wurden
umgeworfen und teilweise zerstört, 37 Steine wurden mit NS-Symbolen und
antisemitischen Parolen besprüht.) Bereits Anfang August 2007 sind 5 Grabsteine
umgestoßen worden.
LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Bürglestraße
BELEGUNGSZEIT: ca. 1650 - wird noch belegt
(ca. 1650 angelegt; ältester Grabstein datiert von 1695; letzte Beisetzung
1980)
GRABSTEINE: 1.244
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1990-1994 durch Bamberger
(Fotos, Abschrift und Übersetzung aller
Grabsteine, sowie Belegungsliste und Belegungsplan)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Gailingen 1926, S. 9-10.
- Übersichtsfoto, Foto einzelner Grabstein in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 70, 71.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 94.
- Volldokumentation in Bamberger
1994
Gemeinde Königheim, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Tannenweg
BELEGUNGSZEIT: 1875 (angelegt) - ?
(ältester Grabstein datiert 1878; jüngster Grabstein von 1919)
(letzte Beisetzung erfolgte 1927, vgl. Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 110)
GRABSTEINE: 14
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barabara Döpp).
(Das Exemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 344).
LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: südwestlich des Ortes, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Die jüdische Gemeinde in Gondelsheim bestand seit dem
16. Jahrhundert. Die Verstorbenen wurden in Obergrombach beigesetzt. Vermutlich besaß die jüdische Gemeinde
in der Anfangszeit einen eigenen Friedhof. 1632 wird erstmals die Flur
"Judenkirchhof" erwähnt (Hahn 1988, S. 289).
LANDKREIS: Göppingen
ADRESSE: Hohenstaufenstraße, Teil des städt. Friedhofes
BELEGUNGSZEIT: 1903 eingeweiht, 1904 erste Bestattung - 1977
GRABSTEINE: 135
DOKUMENTATION:
- 1926/1927 durch Aron Tänzer (Belegungsliste, Belegungsplan)
- 1986 bis 1988 durch Göppingen und Naftali Bar Giora Bamberger (Belegungsplan, Fotos aller Grabsteine, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsplan und Belegungsliste (bis 1927) in Tänzer 1927,
S. 506-514.
- Volldokumentation in Bamberger
1990, S. 256-346.
BEMERKUNGEN: Vor Anlegung eines eigenen Friedhofes wurden die
Göppinger Juden in Jebenhausen beigesetzt (Vgl. Tänzer 1927,
S. 211-214).
Gemeinde Leingarten, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: am Südosthang des Heuchelbergs, Flur
"Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz
früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 235).
Stadt Karlsruhe
ADRESSE: Am Liepoldsacker
BELEGUNGSZEIT: ca. 1900 - 1935
(ältester Grabstein aus dem Jahre 1905)
GRABSTEINE: 13
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. .76
BEMERKUNGEN:
Vor Anlage dieses Friedhofes wurden
die Verstorbenen aus Grötzingen in Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 112).
LANDKREIS: Alb-Donau-Kreis
ADRESSE: an der Kreisstraße zwischen Grundsheim und
Hundersingen, Flurname "Judengottesacker", Parzellennr.: 631/1
BELEGUNGSZEIT: 16 (?) bis 18. Jh.
GRABSTEINE: keine
Der Friedhof wurde eingeebnet.
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Vom 16. bis 18. Jh. (1720 vertrieben) bestand in
Grundsheim eine jüdische Gemeinde.
Von dem Friedhof sind keine Spuren mehr vorhanden, er wird heute als Acker
genutzt (Hahn 1988, S. 112).
LANDKREIS: Zollernalbkreis
ADRESSE: Im Haag
BELEGUNGSZEIT: 1803 - 1977
GRABSTEINE: 660
DOKUMENTATION:
- 1944 Fotos aller Steine durch das Reichsinstitut
- durch Dr. Gottfried Reeg und
Studenten (Institutum Judaicum)
(Abschrift und Übersetzung alle Steine)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Volldokumentation von drei Grabsteinen (aus den Jahren 1845, 1918, 1937) in Hüttenmeister 1985.
- Steim 1987, S. 15: Geschichte; S. 51-53: Fotos
(Übersichtsaufnahmen).
- Geschichte in Steim 1989
- Geschichte, Fotos (Übersichtsaufnahmen und ausgewählte Grabsteine) in Schubert 1990
- Geschichte und 2 Fotos (Übersichtsaufnahmen) in Steim 1994, S. 313-315.
BEMERKUNGEN: Im Jahr 1966 kam es zu einer Friedhofsschändung (Schubert 1990,
S. 32-33).
LANDKREIS: Neckar-Odenwald-Kreis
ADRESSE: am Hohen Schmalberg
BELEGUNGSZEIT: 1876 (angelegt) - 1939
(ältester Grabstein datiert von 1876)
GRABSTEINE: 93
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 80.
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 120).
LANDKREIS: Zollernalbkreis
ADRESSE: sogenannter "Galgenrain" zwischen Hechingen
und Sickingen
BELEGUNGSZEIT: vermutlich ab Mitte des 17. Jh. - 1941, 1958, 1995
(ältester sicher datierte Grabstein stammt von 1747)
GRABSTEINE: 651
DOKUMENTATION:
- 1935-1937 Jahre durch Hamburger/Schmalzbach
(Belegungsliste)
- 1944 Fotos aller Steine durch Reichsinstitut
- durch Heinrich Kohring (Fotos, Abschrift, Übersetzung: Grabsteine (5) der
Familie Kaulla
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte und Belegungsliste in Hamburger/Schmalzbach 1937
- Geschichte in Werner 1984
- Geschichte in Werner
1984/85, Teil 1, S. 158-188.
- Kohring 1985, S. 171-213: Volldokumentation der Grabsteine der Familie Kaulla
- Geschichte in Werner 1987, S. 185-186.
- Geschichte in Werner 1996, S. 88-159.
BEMERKUNGEN:
- Über das Datum der Friedhofsanlegung und wo die Hechinger Juden zuvor
begraben worden sind, gibt es in der Literatur verschiedene Ansichten. Dazu
vgl. Werner 1984 sowie Werner 1984/85, Teil 1, S. 159-163.
- Der jüdische Friedhof Hechingen wurde 1990 und 1993 geschändet. 1990 wurden
95 Grabsteine umgestürzt und mit Hakenkreuzen beschmiert; 1993 wurden 15
Grabsteine umgeworfen und teilweise zerstört. [Süddeutsche Zeitung, Nr. 207
(08./09.09.1990), S. 3; Stuttgarter Zeitung, Nr. 171 (28.07.1993)]
- Lage: an der Plöck, zwischen der heutigen
Sandgasse und Theaterstraße
- 1344 erste Erwähnung, 1369 Erweiterung, 1391 geschlossen, Grabsteine
abgeräumt, Übertragung des Geländes in den Besitz der Universität Heidelberg
- 1971 wurde im Haus Untere Straße 20 ein Stein mit einer hebräischen Inschrift
gefunden (Szklanowski 1984, S. 17). Es könnte sich um einen Rest eines
Grabsteins vom mittelalterlichen Friedhof handeln. Das Fragment befindet sich
heute im Kurpfälzischen Museum Heidelberg und eine Replik in der Heidelberger
Synagoge.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 11, 17, 283-284.
- Geschichte in Szklanowski
1984, S. 16-17.
- Geschichte in Heidelberg
1992, S. 300-301.
- Geschichte in Heidelberg
1996, S. 35.
ADRESSE: östlich der St.-Anna-Kirche, auf dem Grundstück Plöck
Nr. 6
BELEGUNGSZEIT: 1688 - 1702
GRABSTEINE: keine Spuren
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 101-102.
- Geschichte in Heidelberg
1992, S. 299-300.
- Geschichte in Heidelberg
1996, S. 60-62.
BEMERKUNGEN:
- Zuvor wurden die Verstorbenen in Worms bzw. Wiesloch beigesetzt.
- 1689 erging der kurfürstliche Befehl, daß der Verkauf des Geländes zur
Nutzung als jüdischer Begräbnisplatz rückgängig zu machen sei. Die Grabsteine
wurden abgeräumt.
ADRESSE: Klingenteichstrasse
BELEGUNGSZEIT: 1702 (angelegt) - 1876
ältester Grabstein datiert von 1784
GRABSTEINE: 180
DOKUMENTATION:
- 1982/83 durch Benno Szklanowski
(Fotos aller Grabsteine, Abschrift und
Übersetzung aller Inschriften)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 134-135.
- Geschichte in Heidelberg, S. 31-34.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 85, 86.
- Volldokumentation in Szklanowski
1984
- Geschichte in Heidelberg 1992, S. 300-302.
- Geschichte in Heidelberg
1996, S. 62, 200-201, 571.
ADRESSE: Rohrbacher Strasse
BELEGUNGSZEIT: 1870 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 729 (1986)
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Heidelberg,
S. 120-123.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 87.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 94.
- Geschichte in Ruuskanen 1992, S. 254-259.
Geschichte in Heidelberg
1992, S. 304-307.
Geschichte in Heidelberg
1996, S. 251-255, 368-369, 572.
Heilbronn (Mittelalterliche Friedhöfe)
Im Mittelalter existierten in Heilbronn zwei
jüdische Friedhöfe. Der erste befand sich in der Nähe der Judengasse am
Kieselmarkt. Dieser wurde 1415 geschlossen. "Vor dem Brückentor", auf
der anderen Neckarseite, befand sich der zweite Friedhof. 1467 wurden die Juden
aus Heilbronn vertrieben und Synagoge und Friedhof fielen zunächst in
kaiserlichen Besitz. 1490 wurden sie an die Stadt verkauft.
Ein Grabstein aus dem Jahre 1408 befindet sich heute im Heilbronner Ortsmuseum,
ein weiterer von 1420 ist auf dem Sontheimer Friedhof in die südliche Friedhofsmauer eingelassen.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos der beiden Grabsteine in Württemberg 1932, S. 36.
- Fotos der beiden Grabsteine, Geschichte in Franke
1963, S. 34, 36, 182-183.
- Geschichte in Germania Judaica II/1, S. 346-350 und Germania Judaica III/1, S. 531-540.
- Foto des Grabsteines von 1420 in Sauer 1966, Abb. 57.
- Geschichte, Fotos in Sontheim 1987, S. 10-11.
Heilbronn (Im Breitenloch)
ADRESSE: Im Breitenloch
BELEGUNGSZEIT: 1868 - 1942; 1960 - 1967; 1998
GRABSTEINE: 491
DOKUMENTATION:
- Belegungsliste, Belegungsplan sowie Fotos aller Steine durch Realschule Heilbronn
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- 1990 Fotos aller Grabsteine durch Stadtarchiv Heilbronn. Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Abschrift und
Übersetzung aller Steine durch Dan Bondy im Auftrag der
Stadt Heilbronn.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Mayer 1927, S. 65
- Foto (Denkmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen) in Württemberg 1932, S. 85.
- Geschichte in Franke 1963, S. 70-71, 183-185.
- Fotos in Sauer 1966, Abb. 55, 56.
- Inschrift und Übersetzung aller Steine, ausgewählte Fotos sowie
Belegungsliste und Belegungsplan in Bondy 1992.
Stadt Bad Rappenau, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Gewann Schlierbach
BELEGUNGSZEIT: 16. Jahrhundert (angelegt) - 1937
ältester heute datierbarer Grabstein stammt von 1598
GRABSTEINE: 1152 (Steine und Fragmente)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (1113) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 90.
- Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 94: Übersichtsfoto.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 104-105, 120, 207.
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Oberer Mühlweg, Gewann Teufelsloch
BELEGUNGSZEIT: 1674 (angelegt) - 1940
Ältester heute lesbarer Grabstein datiert aus dem Jahr 1682.
GRABSTEINE: 1.066
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (1010) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv. 1992 durch Zentralarchiv Nachtrag (56 Steine) zur Dokumentation von 1987.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation und 45
Einzelübersetzungen durch Christa-Renata Fischer-Hoffmann
im Auftrag der Stadt Hemsbach und des
Fördervereins "Ehemalige Synagoge in Hemsbach e.V."
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Lilienthal 1931
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 91, 92.
- Geschichte in Hemsbach 1980, S. 434, 460-463.
- Geschichte in Hemsbach 1984, S. 25-30.
- Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 94: Übersichtsfoto.
- Geschichte in Hoffmann 1985, [S. 2-3].
- Grunddokumentation, 45 Einzelübersetzungen in Hoffmann 1993.
BEMERKUNGEN:
- Rosenthal als auch Lilienthal erwähnen, daß der älteste Grabstein aus dem
Jahre 1665 stammen würde (Vgl. Rosenthal 1927, S. 106, bzw. Lilienthal 1931)
- Im Bestand des Leo Baeck Instituts (New York) befindet sich: Liste der
Beerdigungen auf dem jüdischen Friedhof vor 1810, erstellt vom Lehrer
S. Pokow (Hemsbach). Siehe Berthold Rosenthal Collection,
Bestandsverzeichnis: II, Nr. 3.
Gemeinde Remseck, Landkreis Ludwigsburg
ADRESSE: südl. des Ortes, auf einer Hochterasse oberhalb des
Neckars
BELEGUNGSZEIT: 1795 (angelegt) - 1925
ältester Grabstein datiert von 1804
GRABSTEINE: 212, weiterhin 34 Fragmente
DOKUMENTATION:
- 1977 Grunddokumentation von 201 Grabsteinen durch Arnd Breuning
- 1987 Fotos aller Steine durch Heinz Pfizenmayer
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv. 1992 Fotos der Fragmente durch Landesdenkmalamt. Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation im Auftrag der
Gemeinde Remseck in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Ulrike Sill). Auf Basis dieser Vorarbeiten
Volldokumentation durch Hochberg [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto, Foto mit mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 86, 87.
- Grunddokumentation in Breuning
1977
- Geschichte in Hochberg 1990
- Geschichte in Hahn 1988b, S. 15.
Stadt Freiburg
BEMERKUNGEN: "Eine Wiese im Ettenbachtal trägt den Flurnamen
"Judenfriedhof". Die Herkunft der Bezeichnung ist unbekannt." (Hahn 1988, S. 179)
Stadt Tauberbischofsheim, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: am Rande des Neubaugebietes "An der Setz"
BELEGUNGSZEIT: 1876 (angelegt) - 1934
GRABSTEINE: 27
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 2007 legte Ortsvorsteher Werner Schramm eine Dokumentation vor
(Computerausdruck), bei der es sich um eine Reproduktion der Grunddokumentation
des Landesdenkmalamtes (von 1993) handelt, die durch eigene (im Jahr 2007
aufgenommene farbige) Fotos (aller Grabsteine) und Dokumente ergänzt wurde,
u.a.: Lageplan von 1876.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 271).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Heidelberger Straße
BELEGUNGSZEIT: 1879 (angelegt), 1880 (ältester Grabstein) - 1933,
1962, 1977
GRABSTEINE: 53
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 94.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1879 wurden die Verstorbenen in Wiesloch beigesetzt (Hahn 1988, S. 468).
- In der Berthold Rosenthal Collection (Leo Baeck Institute New York) befindet
sich eine Gräberliste des Friedhofes (Bestandsverzeichnis Sammlung Berthold
Rosenthal: II, Nr. 2)
Gemeinde Dörzbach, Landkreis Hohenlohe
ADRESSE: Ailringer Straße
BELEGUNGSZEIT: 1852 - 1940
GRABSTEINE: 300
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 88.
- Geschichte in Künzelsau 1993, S. 3
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 775-956.
- Geschichte in Franken 2003, S. 80-89
BEMERKUNGEN: Bis 1741 wurden die Juden in Unterbalbach, danach
bis 1852 in Weikersheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 256).
Stadt Steinheim an der Murr, Landkreis
Ludwigsburg
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof", zwischen dem Gehöft
Ditting und der Straße Steinheim-Höpfigheim
BEMERKUNGEN: Im 16. Jahrhundert wohnten Juden in Höpfigheim. Aus
dieser Zeit stammt die Flur "Judenkirchhof" (1606 erstmals erwähnt). In
der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden dort Gräber entdeckt (Angaben aus
Hahn 1988, S. 328).
LANDKREIS: Freudenstadt
ADRESSE: Brandsteigweg
BELEGUNGSZEIT: 1901 (angelegt), 1904 (ältester Grabstein) - 1939,
1952
GRABSTEINE: 75
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- Volldokumentation durch Horb (Bearbeiter: Manfred Steck und Dr. Frowald Gil Hüttenmeister) [in Arbeit]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 85.
BEMERKUNGEN: Im 17./18. Jahrhundert wurden die Verstorbenen in Mühringen beigesetzt (Hahn 1988, S. 181, vgl. auch Silberstein
1875).
Gemeinde Ravenstein, Landkreis
Neckar-Odenwald-Kreis
ADRESSE: Doktorsrain
BELEGUNGSZEIT: 1769 - 1770/1773
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Berlinger 1991, S. 50-52.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof diente als Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde Merchingen.
Streitigkeiten um den Friedhof, insbesondere zwischen weltlicher und
geistlicher Herrschaft, führten 1770 zum kaiserlichen Richtspruch, daß der
Friedhof zu zerstören sei und die Juden aus Merchingen wieder, wie früher, in Berlichingen
beigesetzt werden sollen (Berlinger 1991, S. 50-52).
- Heute sind vom Friedhof keine Spuren mehr zu finden. Der Hang des Doktorsrain
wurde in den Jahren 1953-1956 für eine Dammaufschüttung abgetragen (Hahn 1988, S. 392).
Gemeinde Philipsburg, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Gewann "Im Sand auf dem Wall"
BELEGUNGSZEIT: 1889 (angelegt), 1890 (erste Beisetzung) - 1954
GRABSTEINE: 47
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Huttenheim 1957
- Geschichte in Theobald 1985
(2)
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 174.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof war Besitz der Philippsburger jüdischen Gemeinde und wurde von
ihr benutzt. Das Gelände des Friedhofes befindet sich jedoch auf der
Huttenheimer Gemarkung.
- Bis 1889 wurden die Verstorbenen in Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 238).
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwald
ADRESSE: am Weg nach Blankenhornsberg, Gewann Mittlere Gasse
BELEGUNGSZEIT: 1810 (ältester Grabstein) - 1937
GRABSTEINE: 255
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 95.
- Geschichte unter http://www.bethhahayim.info/ihringen.htm
BEMERKUNGEN: Im August 1990 wurde der Friedhof schwer geschändet.
177 Grabsteine wurden umgestürzt und teilweise zertrümmert. Grabsteine und
Friedhofsmauer wurden mit nationalsozialistischen Zeichen und Parolen besprüht.
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: am Neckarkanal, Ecke Hebelstraße/Scheffelstraße
BELEGUNGSZEIT: 1860 (ältester Grabstein) - 1935
GRABSTEINE: 60
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
- Bis 1860 wurden die Verstorbenen in Mannheim beerdigt.
- In den 30er Jahren wurde der Friedhof mehrfach geschändet
(Grunddokumentation, S. 2).
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Wohngebiet Bergstraße
BELEGUNGSZEIT: 1887 (angelegt) - 1938
GRABSTEINE: 58
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 98.
BEMERKUNGEN: Bis 1819 wurden die Ittlinger verstorbenen Juden in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt, in
der Zeit von 1819-1887 auf dem Friedhof in Eppingen (Angerbauer 1986, S. 120, Hahn 1988, S. 231).
Stadt Göppingen, Landkreis Göppingen
ADRESSE: Kreuzhaldenweg
BELEGUNGSZEIT: 1781 (ältester Grabstein) - 1939
vermutlich bereits 1778 angelegt
GRABSTEINE: 349
DOKUMENTATION:
- 1919-1926 durch Aron Tänzer (Belegungsliste, Belegungsplan, Abschrift von
ausgewählten Inschriften)
- 1986 bis 1988 durch Göppingen und Naftali Bar Giora Bamberger (Belegungsplan, Fotos aller Grabsteine, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Tänzer 1927, S. 208-261: Geschichte, Belegungsliste (bis 1926) und
Belegungsplan; S. 87, 156, 157, 200:
Grabinschriften von bedeutenden
Persönlichkeiten der Gemeinde
- 2 Fotos mit jeweils mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 89.
- Geschichte in Kauß 1981, S. 15.
- Volldokumentation in Bamberger
1990, S. 17-254.
Gemeinde Walzbachtal, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: an der Straße nach Wössingen
BELEGUNGSZEIT: 1888 (angelegt) - 1936
GRABSTEINE: 46
DOKUMENTATION:
- In den 80er Jahren durch die Gemeinde Walzbachtal
(Fotos aller Steine, sowie Belegungsplan).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 99.
- Geschichte in Theobald 1985
(3).
BEMERKUNGEN: Vor 1888 wurden die Verstorbenen in Obergrombach
beigesetzt (Theobald 1985
(3)).
Stadt Bad Buchau, Landkreis Biberach
ADRESSE: genaue Lage unbekannt
BELEGUNGSZEIT: - Mitte 17. Jh.
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: In Kappel befand sich der Friedhof der Buchauer
Juden, bis sie 1659 einen neuen Friedhof in Bad
Buchau anlegten (Vgl. Vierfelder 1958,
S. 7 sowie Hahn 1988, S. 121-122, 124).
Karlsruhe (Mendelssohnplatz)
ADRESSE: Mendelssohnplatz
BELEGUNGSZEIT: 1723 - 1826
GRABSTEINE: keine
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Gumprich 1898.
- Geschichte in Theobald 1984, S. 78-79.
- Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 262-265.
BEMERKUNGEN:
- Ab 1826 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof an der östlichen Kriegstraße
beigesetzt.
- In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts setzten Bestrebungen seitens der
Stadt ein, den Friedhof zu beseitigen und das Gelände für Baumaßnahmen zur
Verfügung zu haben. 1897 wurde das Friedhofsgelände der Jüdischen Gemeinde
enteignet und ging gegen Entschädigung in den Besitz der Stadt Karlsruhe über.
1898 wurden die sterblichen Überreste exhumiert und zum größten Teil auf den
bereits geschlossenen Friedhof (Kriegstraße) überführt. Die Grabsteine wurden entweder über den
neuen Gräbern aufgestellt (Einzelgräber) bzw. die anderen (bei
Gemeinschaftsgräbern) an der Friedhofsmauer angelehnt. (Informationen aus Gumprich 1898
sowie Karlsruhe 1988, S. 262-265)
Karlsruhe (Kriegsstraße)
ADRESSE: Kriegsstraße
BELEGUNGSZEIT: 1826 - 1896 (geschlossen), vereinzelte Beisetzungen
bis in die 30er Jahre 20. Jahrhunderts
GRABSTEINE: 1.150
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Namensliste (Arbeitsfassung) durch Zentralarchiv (Bearbeiter: Andreas Gotzmann).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt
(Bearbeiter: Barabara Döpp, Frowald Gil
Hüttenmeister und Monika Preuß),
Belegexemplar des
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Übersetzung von 133 ausgewählten
Grabinschriften durch Andreas Gotzmann
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 103, 106.
- Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 265-266.
BEMERKUNGEN: 1898 erfolgte auf dem Friedhof die Beisetzung der
exhumierten Überreste vom Friedhof am Mendelssohnplatz. Die Grabsteine wurden größtenteils entlang der Friedhofsmauer
aufgestellt, bei bedeutenden Persönlichkeiten, welche in Einzelgräbern
beigesetzt wurden, sind ihre Grabsteine über den Gräbern aufgestellt worden.
Karlsruhe (Haid- und Neustraße, Orthodox)
ADRESSE: Haid- und Neu-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1872 - ca. 1940, 1971, 1984
GRABSTEINE: 377
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (368) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß),
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 266.
BEMERKUNGEN:
- Die 1869 ausgetretene orthodoxe Minderheit aus der Israelitischen Gemeinde
Karlsruhe legte 1872 einen eigenen, orthodoxen jüdischen Friedhof an.
- An der rückwärtigen Mauer wurden die vom ehemaligen Friedhof am Mendelssohnplatz überführten Gräber der Angehörigen der Familie Ettlinger angelegt
(Grunddokumentation, S. 2).
Karlsruhe (Haid- und Neustraße, Liberal)
ADRESSE: Haid- und Neu-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1876 (angelegt) - wird noch belegt
GRABSTEINE: 1.034 (1987)
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2003 Grunddokumentation (für eine Auswahl von 157 Steinen
auch Volldokumentation)
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger) unter Hinzufügung eines Belegungsplans
vom Friedhofs- und
Bestattungsamt der Stadt Karlsruhe
(vom 19.3.2002),
Belegexemplar des
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Karlsruhe
1988, S. 266-270.
LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: innerhalb des städtischen Friedhofs, Friedhofsstraße
BELEGUNGSZEIT: 1924 (angelegt) - 1939, 1968, 1969, 1975
GRABSTEINE: 17
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 107.
BEMERKUNGEN: Vor 1924 wurden die Verstorbenen in Freistett beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 151).
Gemeinde Efringen-Kirchen, Landkreis Lörrach
ADRESSE: Gewann Kehlacker
BELEGUNGSZEIT: 1865 (angelegt), 1867 (ältester Grabstein) - 1926
GRABSTEINE: 107
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Kahn 1963, [S. 6-7].
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 40.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Huettner 1993, S. 158-170: Geschichte und Fotos ausgewählter Grabsteine;
S. 240-243: Belegunsliste und Belegungsplan; S: 244-250: alle hebräische
Inschriften sowie vier ausgewählte Übersetzungen.
BEMERKUNGEN:
- Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Kirchener Juden in Lörrach (Alter
Friedhof) beigesetzt (Kahn 1963, [S. 6] ).
- 1965, 1973 und 1977 wurde der Friedhof geschändet. Grabsteine wurden umgeworfen
und dabei zerstört (Vgl. Hüttner 1993, S. 169).
Stadt Bad Friedrichshall, Landkreis
Heilbronn
ADRESSE: Flur Mittlerer Pfad, am Ende der Kappenstraße
BELEGUNGSZEIT: 1870 (angelegt), 1874 (ältester Grabstein) - 1916
(jüngster Grabstein)
GRABSTEINE: 30
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-Geschichte in Fieß 1965, S. 423-424.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 133.
BEMERKUNGEN:
- Vor 1870 wurden die Verstorbenen in Neckarsulm beigesetzt (Sauer 1966, S. 37).
- Nach 1933 kam es mehrfach zu Verwüstungen auf dem Friedhof (Hahn 1988, S. 215).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann Bachhelle
BELEGUNGSZEIT: 1875 (angelegt), 1876 (ältester Grabstein) - 1935
GRABSTEINE: 66
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 111.
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 158).
Gemeinde Königsbach-Stein, Landkreis
Enzkreis
ADRESSE: Gewann Steidig, Ende Rhönstraße
BELEGUNGSZEIT: 1872 (ältester Grabstein) - 1940
GRABSTEINE: 134
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1994/95 durch Königsbach (Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 112.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Belegungsliste und Belegungsplan in Königsbach
1998, Umschlagseite und S. 70-74.
BEMERKUNGEN:
- Bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Obergrombach
beigesetzt (Hahn 1988, S. 167,
sowie Einträge im Standesbuch -
Auskunft Dr. Joachim Mehne,
- Im Juni 1988 wurden bei einer Friedhofsschändung 16 Grabsteine umgeworfen und
teilweise zerbrochen
(Pforzheimer Zeitung, 14.06.88;
Grunddokumentation, S. 2)
LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Wollmatinger Straße, Teil des städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
- ältester Teil: 1870 - 1945
- neuerer Teil: 1932 - 1984
- neuester Teil: 1981 - (in Benutzung)
GRABSTEINE:
- ältester Teil: 281
- neuerer Teil: 91
- neuester Teil: 16 (Stand 1994)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 113.
- Geschichte, Belegungsliste in Bloch
1971, S. 28-29, 245-247.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte und Belegungsliste (= Kopie aus der Grunddokumentation des
Landesdenkmalamtes von 1994) in Stein 2007.
BEMERKUNGEN: Der jüdische Friedhof ist Teil des allgemeinen
Hauptfriedhofs. Das Areal des jüdischen Friedhofs erstreckt sich über drei
nebeneinanderliegende Grundstücke, die die jeweiligen Erweiterungen (1932,
1981) widerspiegeln.
LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: Gewann Im Zücker, am alten Neunstetter Weg
BELEGUNGSZEIT: 1837 (angelegt) - 1940
GRABSTEINE: 117
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hundsnurscher/Taddey 1968: Geschichte, S. 169; Übersichtsfoto, Foto eines
Grabsteines, Abb. 119, 120.
- Geschichte in Bauer 1982.
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 957-1024.
- Geschichte in Franken 2003, S. 92-97
BEMERKUNGEN: Bis 1837 wurden die Verstorbenen in Berlichingen beigesetzt
(Hahn 1988, S. 260).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: an der Straße nach Steinbach
BELEGUNGSZEIT: vermutlich Mitte 17. Jahrhundert - 1938
Ältester Grabstein stammt aus dem Jahre 1695 (John 1992, S. 145).
GRABSTEINE: 921
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999/2000 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Michael Thon).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 122.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte in John 1992
BEMERKUNGEN:
- In der Literatur existieren verschiedene Angaben über das Alter des
Friedhofes. Eine erste Erwähnung des Friedhofes besteht aus dem Jahre
1658. Angaben, daß der Friedhof bereits um 1600 bestanden hat und
möglicherweise bereits im Mittelalter benutzt wurde (Hahn 1988, S. 346) lassen sich nicht belegen.
- Der Külsheimer Friedhof diente als Verbandsfriedhof der jüdischen Gemeinden
Külsheim, Gissigheim, Königheim, Tauberbischofsheim, Hochhausen und Hardheim. 1875 wurde der Friedhof für die Benutzung durch die
auswärtigen jüdischen Gemeinden geschlossen. Diese mußten in ihren Orten
jeweils eigene Friedhöfe anlegen.
LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: Holderrain
BELEGUNGSZEIT: Mittelalter
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
- Geschichte in Hahn 1988, S. 262
- Geschichte in Künzelsau 1993, S. 4
BEMERKUNGEN:
Die mittelalterliche Gemeinde
bestand nur bis 1581. Ihr Friedhof, von dem sich keine Spuren erhalten haben,
soll sich im Holderrain befunden haben. Die Niederlassung von Juden in
Künzelsau begann erst wieder1853 (Mitteilung von Stefan Kraut am 2.Juli 2004
per e-mail). Die neue Gemeinde setzte ihre Toten in Berlichingen und Steinbach
bei.
LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: an der Stadtwaldstraße
BELEGUNGSZEIT: Ende 17. Jh. - 1938; 1983
(1694 erste schriftliche Erwähnung, vgl. Linder
1999, S. 57)
GRABSTEINE: 1.054
DOKUMENTATION:
- 1987/1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- 2004 Fotos ausgewählter Steine durch Johann Deiters.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Rosenthal 1927, S. 195.
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 173: Geschichte; Abb. 124:
Übersichtsfoto
- Theobald 1984, S. 79: Geschichte; S. 96: Übersichtsfoto.
- Geschichte in Linder 1999, S. 57-60.
- Geschichte und Volldokumentation von 11 ausgewählten Steinen in Deiters 2005.
BEMERKUNGEN: Seit 1692 werden Begräbnisbücher geführt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 173).
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1848 (angelegt und erste Beisetzung) - 1938
(ältester lesbarer Stein datiert 1849)
GRABSTEINE: 96
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995 durch Ladenburg (Fotos der Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Darmstädter
1926
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 126.
- Geschichte in Hoffmann 1985, [S. 2-3].
- Geschichte in Ladenburg 1995, S. 98-101, 250-254.
- Geschichte in Zieher 1998, S. 678.
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Ladenburger Juden wurden im
Mittelalter und in der frühen Neuzeit vermutlich in Worms beigesetzt. Zwischen
1674 und 1847 erfolgten die Beisetzungen in Hemsbach (Hahn 1988, S. 470)
Gemeinde Dörzbach, Landkreis Hohenlohe
ADRESSE: an der Straße nach Rengershausen
BELEGUNGSZEIT: ca. 1800 -
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora Bamberger abgeschlossen, aber erst
nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 93.
- Volldokumentation in Bamberger 2002, S. 1025-1038.
- Geschichte in Franken 2003, S. 90-91
LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Judenberg
BELEGUNGSZEIT: 1732 - 1945, vereinzelt nach 1945
GRABSTEINE: 916
DOKUMENTATION:
- Anfang des 20. Jahrhunderts durch
Rabbiner Dr. Leopold Treitel (Belegungsliste, bis 1916)
- in den 50er Jahren Fotos durch Josef Schönle
(Fotos aller Grabsteine)
- 1977 durch Braun und Pysik (Braun/Pysik) (Abschrift der deutschen Trauerverse/Gedichte auf
der Rückseite der Grabsteine)
- 1981-1990 durch John H. Bergmann und Ernst Schäll (Bergmann/Schäll) (Belegungsplan, Abschrift
von Namen und Sterbedaten)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
der Stadt Laupheim und in
Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Nathanja Hüttenmeister).
- Ausgehend von dieser Arbeit Buchpublikation durch Nathanja Hüttenmeister im Auftrag von Laupheim. 1991/92 Fotos aller Grabsteine durch Laupheim.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 3 Fotos mit einzelnen Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 96.
- Geschichte in Kohl 1965, S. 55-56.
- Geschichte in Schenk 1979, S. 298.
- Geschichte in Braun 1980
- Schäll 1981, S. 56: Geschichte; S. 47-49: Fotos (4
Grabsteine)
- Geschichte in Laupheim 1983
- Geschichte in Schäll 1994, S. 71-86.
- Geschichte in Schäll 1996
- Volldokumentation (Fotos nur von ausgewählten Grabsteinen) in Hüttenmeister 1998 und auf
den Webseiten
des Steinheim-Instituts in der epigraphischen Datenbank
Stadt Albstadt:
BEMERKUNGEN: "In Lautlingen besteht eine Flur
"Judengarten" , in anderen Quellen "Judenkirchhof" genannt
(Lage an der Eisenbachstr. unterhalb des "Bühl"). Die Herkunft der
Bezeichnung ist unbekannt; sie könnte auch auf einen Pestfriedhof vor dem
Ortsetter aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges hinweisen." (Hahn 1988, S. 560).
LANDKREIS: Rastatt
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden in Kuppenheim, ab 1830 in Freistett beigesetzt.
"Während einer Blatternepidemie 1871 konnten 3 in dieser Zeit verstorbene
Gemeindemitglieder nicht in Freistett beigesetzt werden. Elias Roos und seine
Mutter wurden auf einem Platz östl. des städt. Friedhofes Lichtenau beigesetzt,
ein weiteres "Judengrab" wurde im Gewann "Galgenfeld"
angelegt. Die Grabsteine wurden im "Dritten Reich" entfernt; der kleine
jüdische Friedhof am städtischen Friedhof (das 9 qm große Flst. 244, heute ein
Blumenbeet ohne Hinweis) ist erhalten." (zitiert aus Hahn 1988, S. 442)
LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Schützenwaldweg
BELEGUNGSZEIT: 1670 - 1902
GRABSTEINE: 39
(Nur noch drei datierbare Grabsteine aus den Jahren 1869, 1879 und 1902 sind
heute vorhanden.
Der Rest der Steine sind Fragmente bzw. die Inschriftenplatten fehlen.)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Wilhelm 1932, S. 162-169.
- Geschichte in Moehring 1970
- Geschichte in Bloch 1979, S. 31-32.
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 131.
- Geschichte in Huettner 1993, S. 158-160
BEMERKUNGEN:
- Nach dem "Grabregister und Chronik des alten und neuen israelitischen
Friedhofs in Lörrach" (Bestand: Oberrat der Israeliten Badens) wurde der
alte Friedhof bereits 1666 angelegt.
- 1914/18 sowie 1934/35 kam es auf dem Friedhof zu Verwüstungen (Moehring 1970, S. 66).
- "Der Lörracher Judenfriedhof wurde in der Folge des
- Während der NS-Zeit wurden Grabsteine zum Straßenbau entfernt. Deshalb sind
nur noch einige wenige Grabstein und Fragmente vorhanden (Grunddokumentation,
S. 2).
Lörrach (Neuer Friedhof)
LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Brombacher Straße
BELEGUNGSZEIT: 1892 Gelände angekauft, 1895 eingeweiht - bis heute
GRABSTEINE: 157 (1993)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (155) (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 96.
LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Museum am Burghof, Basler Str. 143, 79540 Lörrach
BEMERKUNGEN: In der Sammlung des Museums der Stadt Lörrach
befinden sich zwei Grabsteine. Sie stammen vermutlich vom jüdischen Friedhof in
Lörrach (Alter Friedhof) und datieren aus den Jahren 1869 und 1895 (Auskunft
des Museums im April 1999).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Meiereistraße
BELEGUNGSZEIT: 1870 - 1917
GRABSTEINE: 99
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995-1998 durch Joachim Hahn (Fotos, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Ludwigsburg 1989, S. 24, 38-39
- Hahn 1998, S. 96-100: Geschichte; S. 605-607:
Belegungsliste; S. 612-732: Inschriften und Übersetzung (alle Steine)
sowie ausgewählte Fotos.
BEMERKUNGEN: Vor 1870 beerdigten die Ludwigsburger Juden ihre
Verstorbenen in Freudental und Hochberg (Hahn 1998, S. 94-96).
LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Harteneckstraße
BELEGUNGSZEIT: 1904 - 1944; 1954 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 85 (1989), 86 (1998)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995-1998 durch Joachim Hahn (Fotos, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hahn 1998, S. 100-105: Geschichte; S. 608-611:
Belegungsliste; S. 612-734: Inschriften und Übersetzung (alle Steine)
sowie ausgewählte Fotos.
ADRESSE: F 7
BELEGUNGSZEIT: 1661 - 1839
GRABSTEINE: keine, einige Grabsteine heute auf dem Neuen Friedhof
DOKUMENTATION:
- 1890 durch Leopold Mayer im Auftrag der jüdischen Gemeinde Mannheim (vermutlich
Belegungsliste oder Plan)
- 1890er Jahre durch jüdische Gemeinde Mannheim für Leopold Löwenstein (Abschriften von ausgewählten
Grabsteinen)
- um 1911 Fotos von ausgewählten Grabsteinen, vermutlich durch jüdische
Gemeinde Mannheim (26 Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert)
- 1938 Fotos von ausgewählten Grabsteinen, vermutlich durch die jüdische
Gemeinde Mannheim
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Löwenstein
1895, S. 79-80.
- 5 Grabinschriften in Löwenstein
1895, S. 85, 89, 173, 243.
- Geschichte in Mannheim 1901
- Geschichte in Rosenthal 1927, S. 104.
- Geschichte in Rosenthal
1938
- Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 187, 195: Geschichte, Abb. 144:
Übersichtsfoto.
- Geschichte in Theobald 1984, S. 79.
- Geschichte in Mannheim 1992, S. 308-309.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1661 wurden die verstorbenen Mannheimer Juden in Worms beigesetzt (Hahn 1988, S. 369).
- 1938 mußte auf Druck der Behörden der Friedhof abgeräumt werden. Die Gebeine
von 3.586 bestatteten Juden wurden exhumiert und auf dem Neuen Jüdischen
Friedhof Mannheims in einem Sammelgrab beigesetzt. Von den damals noch 1.113
vorhandenen Grabsteinen wurde nur ein Teil auf den Neuen Friedhof gebracht (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 195, vgl. auch Mannheim 1992, S. 306-307).
- Heute ist der Friedhof teilweise überbaut, teilweise Grünanlage. Eine
Gedenktafel erinnert an den Friedhof (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 196).
ADRESSE: Feudenheimer Straße
BELEGUNGSZEIT: 1840 (angelegt) - wird noch belegt
GRABSTEINE: 4.743
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2005 Grunddokumentation (und für 1048
Inschriften auch Volldokumentation) durch eine Arbeitsgruppe
unter Leitung von Manfred Erlich im
Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Mannheim.
Die Ergebnisse liegen auf zwei CD vor.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Rosenthal
1938, S. 16.
- Geschichte in Watzinger
1963
- Übersichtsfotos in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 138-142.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 96.
- Geschichte in Mannheim
1987, S. 62
- Mannheim 1992, S. 305-311: Geschichte, S. 311-332:
Beschreibung der Grabsteine/Grabanlagen und Biographien bedeutender
Verstorbener.
BEMERKUNGEN: 1938 wurden im Eingangsbereich die auf dem Alten Friedhof
exhumierten Gebeine in einem Sammelgrab beigesetzt.
Stadt Schwaigern, Landkreis Heilbronn
BEMERKUNGEN:
- Früher existierte am Ort ein Flurname "Judenkirchhof", der aber
heute unbekannt ist. Möglicherweise bezieht er sich auf eine jüdische
Begräbnisstätte früherer Jahrhunderte (16. Jh.?) (Hahn 1988, S. 249).
- Im 19. Jahrhundert beabsichtigte die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof
anzulegen und kaufte dazu Gelände im Gewann "Hetzenkopf" oder
"Kleines Feldle". Dieser Plan wurde jedoch nicht umgesetzt. (Hahn 1988, S. 249)
LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: hinter dem christlichen Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1896 (angelegt) - 1935
(erste Beerdigung 1897)
GRABSTEINE: 22
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 147.
BEMERKUNGEN: Vor 1896 wurden die Verstorbenen Meckesheimer Juden
auf dem Friedhof in Wiesloch beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 197).
Gemeinde Ravenstein, Landkreis
Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: an der Straße nach Ballenberg, Gewann Wurmberg
BELEGUNGSZEIT: 1812 - 1939
GRABSTEINE: 350
DOKUMENTATION:
1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 angefangene Grunddokumentation (nur
Grabsteine 1-50) durch Zentralarchiv (Bearbeiter: Vladimir Baum)
- Unter Verwendung dieser Fotos Volldokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Benjamin Nir) [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 149.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 96.
- Geschichte in Berlinger 1991, S. 52
BEMERKUNGEN:
- Die verstorbenen Merchinger Juden wurden in Bödigheim und Berlichingen beigesetzt (Hahn 1988, S. 393).
- Zwischen 1769 und 1770/1773 bestand an der Gemarkungsgrenze zwischen Hüngheim
und Merchingen ein Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde Merchingen (siehe Hüngheim), auf dem die
Beisetzungen erfolgten (Hahn 1988, S. 393; Berlinger 1991, S. 50-52).
Wallhausen, Landkreis Schwäbisch Hall
ADRESSE: Gewann Judenwasen
BELEGUNGSZEIT: 1840 (angelegt) - 1939
(erste Beerdigung 1841)
GRABSTEINE: 273
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (264) durch Barbara Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom
- 1995 Fotos aller Steine durch Heinz Illich (siehe Projekt Crailsheim)
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Taddey
1992, S. 287.
- Foto mit mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 102.
- Geschichte in Franken 2003, S. 70-77
BEMERKUNGEN:
Bis 1840 wurden die verstorbenen
Michelbacher Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach,
Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).
Gemeinde Angelbachtal, Landkreis
Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: neben dem christlichen Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1868 - 1931
GRABSTEINE: 89
DOKUMENTATION:
ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung aller Inschriften durch das
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 151.
- Geschichte in Michelfeld 1990, S. 106.
- Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des
BEMERKUNGEN:
- Vor 1751 wurden die verstorbenen Juden aus Michelfeld in Oberöwisheim, danach
bis 1868 in Waibstadt begraben (Hahn 1988, S. 462).
Gemeinde Bad Schönborn, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Konradin-Kreutzer-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1878 - 1939
GRABSTEINE: 154
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 14.
- Geschichte in Theobald
1985 (4)
- Geschichte in Messmer 1986, S. 94-96.
BEMERKUNGEN: Bis 1878 begruben die Mingolsheimer Juden ihre
Verstorbenen auf dem Verbandsfriedhof in Obergrombach, (Hahn 1988, S. 277).
Landkreis Biberach
ADRESSE: an der Straße nach Reute
BEMERKUNGEN:
- Eine jüdische Gemeinde existierte in Mittelbiberach von der Mitte des 16. Jahrhunderts
bis 1672 (Ausweisung der Juden).
- Vermutlich besaß die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof. Heute sind
keine Spuren mehr vorhanden.
Erst später wurden die Verstorbenen in Kappel, bzw. in Bad Buchau beigesetzt (Hahn 1988, S. 130).
LANDKREIS: Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: zwischen heutigem städtischen Friedhof und
Kapellenweg
BELEGUNGSZEIT: 1559 (erstmals erwähnt) - 1935, 1989
(ältester Grabstein datiert 1876)
GRABSTEINE: 73
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto einzelner Grabstein in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 152.
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Egeltaler Weg
BELEGUNGSZEIT: 1800 (angelegt) - 1934
(Ältester Grabstein datiert 1804/05).
GRABSTEINE: 154
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- Seit 2000 Volldokumentation durch Horb (Bearbeiterin: Ulrike Sill) [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 103.
BEMERKUNGEN:
- Bei Schändungen in der nationalsozialistischen Zeit wurden 10 bis 15 Grabsteine
aus dem jüngsten Teil des Friedhofs verschleppt (Grunddokumentation 1996).
LANDKREIS: Tuttlingen
BEMERKUNGEN: Den 1528 zugezogenen jüdischen Familien wurde als
Begräbnisplatz das "Zeinslöchlin" zugewiesen. Die genaue Lage ist
heute unbekannt. (Hahn 1988, S. 548).
Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Flur Totenhau
BELEGUNGSZEIT: angelegt vermutlich Mitte 16. Jh. -
Im Jahre 1875 stammte der älteste auffindbare Grabstein aus dem Jahre 1697 (Silberstein 1875).
GRABSTEINE: 828
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Volldokumentation (vorläufige Fassung)
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Nils-Christian Engel).
- Ausgehend von diesen Ergebnissen unter Verwendung neu angefertigter digitaler
Fotos (die aber nur zum Teil veröffentlicht wurden) 2003 Publikation einer
Volldokumentation mit umfassender Darstellung der Gemeindegeschichte durch Horb (Bearbeiter:
Nils-Christian Engel und Dr. Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Silberstein 1875.
- Übersichtsfoto in Württemberg 1932, S. 104.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in Mühringen
1986, S. 135
- Geschichte in Schlatter 1971/74
- Volldokumentation in Mühringen 2003,
S. 225-418.
LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Schwarzwaldstraße/Im Nußbaumboden
BELEGUNGSZEIT: 1850 (angelegt) - 1938, 1967-1973
(ältester Grabstein datiert 1852)
GRABSTEINE: 301
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt
Müllheim und in Zusammenarbeit
mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Renata Fischer-Hoffmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Kahn 1963, [S. 9]
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 156.
- Geschichte in Müllheim 1978, S. 36.
BEMERKUNGEN:
- Vermutlich existierte früher schon ein Friedhof (15./16. Jh.?), auf den der
Flurname "Judenkirchhof" im Gewann Mattfeld hinweist (Hahn 1988, S. 152).
- Bis 1850 wurden die verstorbenen Müllheimer Juden in Sulzburg beigesetzt (Hahn 1988, S. 152).
Stadt Creglingen, Landkreis
Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen
Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 341).
Stadt Heilbronn
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
"Vor einigen Jahrzehnten war
noch eine im Volksmund sogenannte Flur "Judenkirchhof" bekannt, deren
Lage aber nicht mehr festzustellen ist." (Hahn 1988, S. 210)
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Am Waldenberg
BELEGUNGSZEIT: Mitte 16. Jh. oder 1. Hälfte 17. Jh. - vermutlich
1920
GRABSTEINE: 13 und einige Fragmente
(ältester Grabstein datiert 1659, der jüngste datiert 1759)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto, Foto mit mehreren Grabsteinen in Württemberg 1932, S. 106.
- Geschichte in Neckarsulm 1985.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 168, 176.
BEMERKUNGEN:
- Im Mittelalter begruben die Neckarsulmer Juden ihre Verstorbenen vermutlich
in Heilbronn bzw. Neudenau.
- 1938 wurde der Friedhof verwüstet, die Grabsteine zum Straßenbau verwendet.
Nach dem Krieg wurde er
als Parkanlage mit den verbliebenen
Grabsteinresten angelegt (Hahn 1988, S. 240).
LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Flur Untere Ebene
BELEGUNGSZEIT: Mittelalter - 1937
(ältester Grabstein datiert 1690)
GRABSTEINE: 244
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997/98 Grunddokumentation und 52
Einzelübersetzungen
durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann in Zusammenarbeit mit Andrea
Göldner).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 160.
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 96, 177-179.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof reicht bis in mittelalterliche Zeiten zurück. Im Jahre 1492
wurde er erstmals als zentraler Begräbnisplatz für die Juden in und um
Heilbronn, Wimpfen und dem Lande Schwaben genannt (Angerbauer 1986, S. 177-178).
- Der Friedhof wurde jedoch nicht kontinuierlich belegt. Es gab Unterbrechungen
im Mittelalter und im 17. Jahrhundert.
Gemeinde Kraichtal, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: allgemeiner Ortsfriedhof
BELEGUNGSZEIT: 1945
GRABSTEINE: 7
(Ehemalige KZ-Häftlinge, die nach der Befreiung in Neuenbürg verstorben sind.)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Neuenbürg 1959
- Übersichtsfoto in Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 165.
- Geschichte in Theobald 1985
(5)
BEMERKUNGEN: 1945 wurden durch französische Truppen typhuskranke
Häftlinge aus dem befreiten KZ Vaihingen in Neuenbürg untergebracht. 7
verstorbene Israeliten wurden auf einer abgesonderten Parzelle neben dem
Ortsfriedhof beigesetzt (Theobald 1985
(5)).
LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann Salmhof
BELEGUNGSZEIT: 1737 (angelegt) - 1939
(ältester datierbarer Grabstein 1739)
GRABSTEINE: 478
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Stern 1928
- 2 Übersichtsfotos, 1 Foto mit einzelnem Grabstein in Württemberg 1932, S. 108, 109.
- Geschichte in Franken 2003, S. 124-129
BEMERKUNGEN:
- Nach einer alten Überlieferung wurden die Verstorbenen in Schopfloch
(Landkreis Ansbach, Bayern) begraben. Seit 1730 existierte auch ein Vertrag
über die Mitbenutzung des Friedhofes in Weikersheim (Sauer 1966, S. 134).
- 1928 war noch das Chewra Buch der Chewra Kadischa erhalten, dessen
Eintragungen bis 1741 zurückreichten (Vgl. Stern 1929).
- 1993 kam es zu einer Friedhofsschändung, bei der einige Stelen umgestürzt und
einige mit Hakenkreuzen und Davidssternen beschmiert wurden
(Grunddokumentation, S. 3).
Gemeinde Schwanau, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Auf dem Rebgarten
BELEGUNGSZEIT: 1880 - 1950
GRABSTEINE: 126
DOKUMENTATION: