JÜDISCHE FRIEDHÖFE IN BADEN-WÜRTTEMBERG

 

Aach

LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Flur Hohenhalden
BEMERKUNGEN: Im 16./Anfang 17. Jahrhundert bestand eine jüdische Gemeinde in Aach (1604 wurden die Juden ausgewiesen). Der Friedhof befand sich in der Flur Hohenhalden, wobei dessen genau Lage heute unbekannt ist (Hahn 1988, S. 302).

 

Adelshofen

Stadt Eppingen, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: östlich des Ortes, Flur "Beim Judenkerchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand hier in früheren Jahrhunderten ein jüdischer Friedhof (Hahn 1988, S. 224).

 

Affaltrach

Gemeinde Obersulm, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: am Salzberg
BELEGUNGSZEIT:
- etwa 1665 - 1942
- Der älteste sicher datierbare Grabstein stammt aus dem Jahr 1677 (
Ritter/Nir 1995, S. 9).
GRABSTEINE: 619            (nach Nir/Ritter 1998, S. 15)
DOKUMENTATION:
- Mitte der 80er Jahre bis 1998 durch
Affaltrach
(Fotos aller Grabsteine, Belegungsplan, Abschrift und Übersetzung aller Inschriften)
- 1990 Fotos aller Steine (eigentlich nur von 529 Steinen) sowie Belegungsplan durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 2 Fotos von einzelnen Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 51.
- Geschichte in
Nebel 1963, S. 29
- Geschichte in
Kahl 1987
- Geschichte; Fotos, Inschrift, Übersetzung (ausgewählte Grabsteine) in
Ritter/Nir 1995
- Volldokumentation in
Nir/Ritter 1998
BEMERKUNGEN:
-
In den 50er und 60er Jahren kam es zu Friedhofsschändungen, insbesondere im neueren Teil (Ritter/Nir 1995, S. 12).

 

Archshofen

Stadt Creglingen, Landkreis Main-Tauber-Kreis
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden vorrangig in Creglingen aber auch in Niederstetten beigesetzt. Möglicherweise besaßen die Archshofener Juden auch einen eigenen jüdischen Friedhofen. Südlich von Archshofen werden zwei Äcker "Judenkirchhof" genannt (Hahn 1988, S. 337).

 

Aufhausen

Stadt Bopfingen, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE: Schenkensteinstraße, oberhalb des allgemeinen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: ca. 1560 - 1940
ältester Grabstein datiert von 1699
GRABSTEINE: 363
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 erweiterte Grunddokumentation im Auftrag des
Landesdenkmalamtes
  und der Stadt Bopfingen (Bearbeiterin: Emily Link). Belegexemplar des Zentralarchivs: zwei Bände
  Aufhausen 1 [ = Formblätter der gewöhnlichen Grunddokumentation, Nr. 1-363]
  Aufhausen 2 [ = Wiedergabe der hebräischen und deutschen Inschriften, Nr. 1-363]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe in
Württemberg 1932, S. 55.
- Geschichte in
Irtenkauf 1962
- Geschichte in
Laurentzsch 1982, S. 28.
BEMERKUNGEN: Als 1856 die Juden aus Baldern vertrieben wurden, nahmen sie ihre Grabsteine mit und stellten sie auf dem Aufhausener jüdischen Friedhof auf. Sie bilden heute den ältesten Teil der Grabsteine des Friedhofes (Irtenkauf 1962, S. 37).

 

Aulendorf

LANDKREIS: Ravensburg
ADRESSE: beim Tiergarten
BELEGUNGSZEIT: bis Mitte 17. Jahrhundert
GRABSTEINE: keine
BEMERKUNGEN:
- 1659 legten die Aulendorfer Juden zusammen mit den Juden aus Mittelbiberach und Buchau einen
   neuen Friedhof auf der Buchauer "Insel" an [
Bad Buchau] (Hahn 1988, S. 447).
- Er wurde, laut Überlieferungen, danach von Buchauer Jüdinnen weiterbetreut.
  Anstelle von Grabsteinen wurden Holzstöcke bzw. Holzsäulen benutzt (
Hahn 1988, S. 447).

 

Bad Buchau

LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Buchauer Insel
BELEGUNGSZEIT: ca. Mitte 17. Jh.- 1988
- 1659 (urkundlich erwähnt)
- 1675 (ältester vorhandener Grabstein im Jahre 1879, Vgl.
Weimann 1879)
- 1771 (ältester datierbarer Grabstein im Jahre 1990)
GRABSTEINE: 825
DOKUMENTATION:
- zwischen 1862 und 1879 durch Elkan
Weimann
(Belegungsliste, Abschrift: deutsche Inschriften)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt Buchau und
   in Zusammenarbeit mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Tatjana Ilzhöfer).
- 1990-2005 Volldokumentation durch Charlotte Mayenberger.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste und Belegungsplan, Inschriften (deutsche) in
Weimann 1879
- Geschichte in
Vierfelder 1924, S. 102.
- Geschichte in
Vierfelder 1958, S. 7.
- Foto in
Württemberg 1932, S. 63.
- Volldokumentation in Mayenberger 2005
BEMERKUNGEN:
- Vor 1659 wurden die verstorbenen Juden aus Bad Buchau auf dem Friedhof in
Kappel beigesetzt (Hahn 1988, S. 121).
- Im November 1988 wurde der Friedhof geschändet. Dabei wurden 17 Grabsteine umgeworfen und beschmiert (Stuttgarter Zeitung. 15.11.1988)

 

Bad Cannstatt (Steigfriedhof)

Stadt Stuttgart
ADRESSE: Sparrhärmlingweg, oberhalb des Steigfriedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1872 - 1941 (vereinzelt bis heute)
GRABSTEINE: 272
DOKUMENTATION:
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1992-1995 durch Joachim
Hahn (Fotos: alle Steine, Belegungsliste)
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos (ausgewählte Grabsteine) in Hahn 1995

 

Bad Cannstatt (Steinhaldenfriedhof)

Stadt Stuttgart
ADRESSE: Ziegelbrennerstraße 23
BELEGUNGSZEIT: 1937/38 - bis heute
GRABSTEINE: 271 (1991)
DOKUMENTATION:
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:

 

Bad Rappenau

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Siegelsbacher Straße
BELEGUNGSZEIT: 1881 - 1944
GRABSTEINE: 49
DOKUMENTATION:
- ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 2010 [unveröffentlichte] Volldokumentation durch Bernd Göller [Ausdruck im Zentralarchiv, siehe unter Göller 2010 ]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 15.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 91.
-Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 30
BEMERKUNGEN: Bis 1881 wurden die Bad Rappenauer Juden in Heinsheim beigesetzt.

 

Bad Wimpfen

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Erich-Sailer-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1896 - 1943
GRABSTEINE: 21
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Angerbauer 1986, S. 44
BEMERKUNGEN:
- Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Friedhof in
Neudenau mitbenutzt (Hahn 1988, S. 222).
- Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert bestand möglicherweise ein jüdischer Friedhof in Bad Wimpfen: Flurname "Judenkirchhof" (Lage ist nicht mehr bekannt). (
Hahn 1988, S. 63, 222).
- Vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde von den Juden aus Bad Wimpfen der Friedhof in
Heinsheim, im 19. Jahrhundert auch der in Bad Rappenau mitbenutzt (Sauer 1966, S. 45, Angerbauer 1986, S. 44)

 

Baden-Baden

ADRESSE: Eckbergstraße, jüdische Teil des Städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1920 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 153 (Stand 1994)
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (148) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 10.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 91
BEMERKUNGEN: Bis 1920 wurden die Toten auf dem Verbandsfriedhof in Kuppenheim beerdigt (Hahn 1988, S. 115).

 

Baisingen

Stadt Rottenburg, Landkreis Tübingen
ADRESSE: Galgenweg
BELEGUNGSZEIT: 1778 (angelegt) -
GRABSTEINE: 405
DOKUMENTATION:
- 1987 durch
Institutum Judaicum
(Abschrift aller Steine)
- 1987 durch Stadtarchiv
Rottenburg
(Fotos aller Steine)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- 2004 Grunddokumentation durch Thomas Lehnardt
im Auftrag der Stadt Rottenburg (gefördert
  mit Mitteln des Landesdenkmalamts) unter Verwendung aller bis dahin gefertigten Fotos und Abschriften,
  Belegexemplar des Zentralarchivs: sechs Bände (= Baisingen1, 2, 3, 4, 5, 6).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 56.
BEMERKUNGEN: Bis 1779 wurden die Toten in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 47).

 

Baldern

Stadt Bopfingen, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE:
BELEGUNGSZEIT: bis Mitte 17. Jahrhundert
BEMERKUNGEN: In Baldern lebten Juden im Mittelalter und im 17. Jahrhundert. 1658 wurden die Juden aus Baldern vertrieben und siedelten sich darauf in Aufhausen und Lauchheim an. Die Grabsteine von ihrem Friedhof nahmen sie mit und stellten sie auf dem jüdischen Friedhof in Aufhausen auf (Irtenkauf 1962, S. 37; Hahn 1988, S. 421).

 

Berlichingen

Gemeinde Schöntal, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenbegräbnis"
BELEGUNGSZEIT: 1623 (erste Erwähnung)/1659 (ältester Stein) - 1936
GRABSTEINE: 1.197
DOKUMENTATION:
- seit 1978 durch Schwedler (immer noch in Arbeit)
(Fotos aller Grabsteine mit lesbaren Inschriften aus dem 17. Jahrhundert, ansonsten ausgewählte Grabsteine)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1990 Namensliste (nur Grabsteine 1-253) durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon).
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora
Bamberger beendet, aber est nach seinem Tod veröffentlicht
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 2 Übersichtsfotos in
Württemberg 1932, S. 57.
- Geschichte in
Berlichingen 1988
- Geschichte in
Berlinger 1991, S. 48-50.
- Volldokumentation in
Bamberger 2002, S. 1-774.
- Geschichte in Franken 2003, S. 104-111

 

Berwangen

Gemeinde Kirchhardt, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Fürfelderweg
BELEGUNGSZEIT: 1877 (ältester Grabstein) - 1938, 1973
GRABSTEINE: 101
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 16.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 48
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Berwanger Juden wurden vor Anlage eines eigenen Friedhofes in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 232).

 

Binau

LANDKREIS: Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: Reichenbucher Straße
BELEGUNGSZEIT: ca. 1835 angelegt - 1938
(ältester erhaltener Grabstein datiert 1851)
GRABSTEINE: 70
(außerdem Holzkreuz für französischen nichtjüdischen Kriegsgefangenen)
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 19.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 91
BEMERKUNGEN: Auf dem Friedhof wurden umgekommene Häftlinge und Zwangsarbeiter aus den KZ-Außenkommandos Neckargerach und Neckarelz begraben. Auf dem Friedhof steht ein Gedenkstein für die Opfer (Hahn 1988, S. 379-380).

 

Bödigheim

Gemeinde Buchen, Landkreis Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: an der Straße nach Waldhausen
BELEGUNGSZEIT: 1753 (ältester Grabstein) - 1939
(Der Friedhof wurde möglicherweise bereits im Mittelalter angelegt)
GRABSTEINE: 1573
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos angefangenene Grunddokumentation (nur für Grabsteine 1.098-1.201) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2000 Grunddokumentation (für eine Auswahl von 110 Inschriften auch Volldokumentation) durch Emily Link im Auftrag des
Landesdenkmalamtes und der Stadt Buchen.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Inschrift des ältesten Grabsteines von 1753 (R. Salomo Wolf) in
Löwenstein 1889
- Geschichte in
Wertheimer 1931, S. 13-14.
- Geschichte in
Bödigheim 1968
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 47-48: Geschichte, Abb. 20, 21: Foto Kriegerdenkmal, Grabsteingruppe.
-
Theobald 1984, S. 77-78: Geschichte, S. 91: Übersichtsfoto.
- Geschichte in Strassler 2007
BEMERKUNGEN:
- Das genaue Datum der Anlage des Friedhofes ist unbekannt. Es ist jedoch zu vermuten, daß er bis ins 14./15. Jahrhundert zurückreicht (
Hahn 1988, S. 59; Germania Judaica II/1, S. 90.).
- Zeitweise diente der Friedhof in Bödigheim 30 jüdischen Gemeinden als Begräbnisplatz. Schätzungsweise bis zu 4.000 Personen wurden in Bödigheim begraben (
Hahn 1988, S. 380).

 

Braunsbach

LANDKREIS: Schwäbisch-Hall
ADRESSE: oberhalb des Ortes am Waldrand, am Schaalberg
BELEGUNGSZEIT: 1738 oder 1747 (angelegt) - 1938
(ältester Grabstein stammt aus dem Jahr 1747/48)
GRABSTEINE: 398
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine durch
Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 60.
- Geschichte in
Taddey 1992, S. 102-104.
- Geschichte in Franken 2003, S. 44-49
BEMERKUNGEN: Bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die verstorbenen Juden in Berlichingen (Hahn 1988, S. 505) und/oder auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).

 

Breisach (Alter Friedhof)

LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Rheintorstraße/Klösterle
BELEGUNGSZEIT: 1755 (angelegt) - 1876
1769 (ältester Grabstein)
GRABSTEINE: 131 (viele Fragmente)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto eines Grabsteines in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 23.
- Geschichte in
Blum 1998, S. 106-111.
BEMERKUNGEN:
- Vor 1755 wurden die die Verstorbenen aus Breisach in Mackenheim (Elsaß), Schleppstadt (Elsaß),
Schmieheim und Emmendingen (Alter Friedhof) begraben (Hahn 1988, S. 143, Blum 1998, S. 96-105).
- Der Friedhof wurde während der NS-Zeit stark geschändet. Daher befinden sich heute nur noch wenige stehende Steine auf dem Friedhof. Die heutige Aufstellung scheint auch nicht orginal zu sein (Grunddokumentation, S. 3).

 

Breisach (Neuer Friedhof)

LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Isenbergstraße
BELEGUNGSZEIT: - 1939; 1959, 1992, 1993
1850 angelegt (
Hahn 1988, S. 143)
1875 (ältester Grabstein)
GRABSTEINE: 382 (1997)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (381) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Blum 1998, S. 111-112.

 

Brettach

Gemeinde Langenbrettach, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: südlich des Ortes, am Weg nach Siebeneich, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand hier in früheren Jahrhunderten ein jüdischer Begräbnisplatz (Hahn 1988, S. 233).

 

Bretten

LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Windstegweg
BELEGUNGSZEIT: 1883/84 - 1940, 1949
GRABSTEINE: 146
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften im Auftrag des
Zentralarchivs (Bearbeiter: Karol Sidon), sowie Belegungsliste.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Theobald 1985 (1)
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 26.
-
Beuttenmüller 1987: Ergänzungen zur Übersetzung der Grabinschriften durch das Zentralarchiv.
-
Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des Zentralarchivs).
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Juden aus Bretten wurden vor der Anlage eines eigenen Friedhofes in Waibstadt beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 53).

 

Bruchsal

LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Am Roßmarkt, innerhalb des städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1879 - 1967
GRABSTEINE: 375
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 29.
- Geschichte in Stude 2007, S. 374
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden bis 1632 in Worms, danach bis 1879 in Obergrombach bestattet (Hahn 1988, S. 282).

 

Bühl

LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: "Vordere Honau", Karl-Netter-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1833 - 1970
GRABSTEINE: 345
DOKUMENTATION:
1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Belegungsliste durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Andreas Gotzmann).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung der Grabinschriften (nur für Grabsteine 1-118) und
   Namensliste (alle Grabsteine) durch
Zentralarchiv (Bearbeiter Karol Sidon).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Volldokumentation durch
Preuß.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste (nur deutsche Inschriften berücksichtigt) in
Rumpf 1985.
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 34.
- Volldokumentation in
Preuß 1992 (kein Abdruck von Fotos).
BEMERKUNGEN: Bis 1833 begruben die Bühler Juden ihre Verstorbenen auf dem Friedhof in Kuppenheim.

 

Buttenhausen

Stadt Münsingen, Landkreis Reutlingen
ADRESSE: Nordhang des Mühlenbergwaldes
BELEGUNGSZEIT: 1789 (angelegt) - 1942
1802 (ältester lesbarer Stein)
GRABSTEINE: 399
DOKUMENTATION:
- seit 1976 durch Walter Ott (Belegungsplan und Belegungsliste)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der Fotos des Zentralarchis 1997 Grunddokumentation
  durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- 2008 durch Studenten des Historischen Seminars der Universität Heidelberg unter Anleitung von Dr. Schultes und in Zusammenarbeit mit der Agentur für jüdische Kulturvermittlung: Fotos aller Grabsteine. Projektbeschreibung.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in Württemberg 1932, S. 67.
- Geschichte in Rieth 1973
- Geschichte unter www.buttenhausen.de (dort unter Orte/Personen/Häuser die Nr. 5 Jüdischer Friedhof)

 

Crailsheim

LANDKREIS: Schwäbisch Hall
ADRESSE: Beuerlbacher Straße
BELEGUNGSZEIT: 1841 - 1942, 1961, 1968
GRABSTEINE: 415
DOKUMENTATION:
- 1980 - 1996 durch
Crailsheim (Fotos aller Steine, Abschrift und Übersetzung, sowie Belegungsliste und Belegungsplan)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1995 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 69.
- Übersichtsfoto in
Sauer 1966, Abb. 27.
- Geschichte in
Illich 1987.
- Volldokumentation in
Crailsheim 1996
- Geschichte in Franken 2003, S. 50-57
BEMERKUNGEN: Bis 1841 wurden die verstorbenen Crailsheimer Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).

 

Creglingen

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Judenbegräbnis", unweit der Straße nach Standorf
BELEGUNGSZEIT: 1696 (ältester lesbarer Stein) - 1939
GRABSTEINE: 373
DOKUMENTATION:
- 1892 Belegungsliste durch Josef
Preßburger, Weiterführung bis 1938
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt Creglingen und
   in Zusammenarbeit mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Preßburger 1930
- Foto in
Württemberg 1932, S. 69.
- Geschichte in Franken 2003, S. 114-123

 

Crispenhofen

Gemeinde Weißbach, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" nordwestlich des Ortes
BEMERKUNGEN: Hinweis auf jüdische Begräbnisstätte aus frühereren Jahrhunderten (Hahn 1988, S. 270).

 

Dettensee

Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Brandweg
BELEGUNGSZEIT: 1830 (angelegt) - 1934
GRABSTEINE: 159
DOKUMENTATION:
- Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Hamburg (124 Fotos, aufgenommen 1944)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1996 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in Theobald 1984, S. 92.
- Geschichte unter http://www.dettensee.net
BEMERKUNGEN: Vor 1830 wurden die Verstorbenen in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 67).

 

Diersburg

Gemeinde Hohberg, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Bachstraße
BELEGUNGSZEIT: um 1770 angelegt - 1936
ältester Grabstein datiert von 1773
GRABSTEINE: 212
DOKUMENTATION:
- 1984 durch
Diersburg und Naftali Bar-Giora Bamberger  (Fotos aller Grabsteine, Abschrift aller Grabsteine, Belegungsplan und Belegungsliste)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Geschichte in Bamberger 1985
- Geschichte in Stoffel 2000
- Belegungsliste in Diersburg 2007
BEMERKUNGEN: Vor der Anlegung eines eigenen Friedhofes wurden die verstorbenen Diersburger Juden in Offenburg beigesetzt (Hahn 1988, S. 403).

 

Donaueschingen

LANDKREIS: Schwarzwald-Baar-Kreis
BEMERKUNGEN: Die jüdische Gemeinde des 17./18. Jahrhunderts besaß einen eigenen Friedhof (Anfang des 18. Jahrhunderts erwähnt). Die Lage ist heute unbekannt. (Hahn 1988, S. 522)

 

Dünsbach

Stadt Gerabronn, Landkreis Schwäbisch Hall
ADRESSE: östlich des Ortes
BELEGUNGSZEIT: 1823 (angelegt), 1825 (ältester Grabstein) - 1933 (jüngster Grabstein)
GRABSTEINE: 76
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (71) durch
Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (76) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Fotos in Keil 1964
- Geschichte in Franken 2003, S. 58-61
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden vor 1823 vermutlich in
Braunsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 511). Dagegen Taddey: Bis 1823 wurden die verstorbenen Dünsbacher Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).

 

Durbach

LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Klingenbergstraße
BELEGUNGSZEIT: 1813 (angelegt)/1817 (ältester Grabstein) - 1917
GRABSTEINE: 17
DOKUMENTATION:
1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung der Grabinschriften durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto (einzelner Grabstein) in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 169.
- Geschichte in
Dengler 1973
- Volldokumentation in Durbach 2007
BEMERKUNGEN:
-
Die Verstorbenen wurden bis 1813 in Offenburg beerdigt (Hahn 1988, S. 398).
- Um 1900 standen noch 31 Steine auf dem Friedhof (siehe
Durbach 2007 )

 

Durlach

Stadt Karlsruhe
ADRESSE: an der Straße nach Stupferich vor der Abzweigung zum Rittnerhof
BEMERKUNGEN: Der Flurname "Judenbusch" weist möglicherweise auf einen jüdischen Friedhof aus der Zeit des 15./16. Jahrhunderts hin.
(Vgl.
Rosenthal 1927, S. 197, Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 149 sowie Hahn 1988, S. 271).

 

Eberbach

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: oberhalb des christl. Friedhofs am Ohrsberg
BELEGUNGSZEIT: 1891 - 1940
GRABSTEINE: 42
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Joho 1989, S. 14-15.
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden vor der Anlegung eines eigenen Friedhofes in Hirschhorn (Hessen) beerdigt (Hahn 1988, S. 463).

 

Ehingen

LANDKREIS: Alb-Donau-Kreis
ADRESSE: Ecke Pfisterstraße/Hindenburgstraße, beim Antonius-Bildstock, östlich des Pfisterturms
BELEGUNGSZEIT: 14./15. Jahrhundert
GRABSTEINE: keine
Der Friedhof wurde im Mittelalter eingebnet.
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos und Inschrift der zwei Grabsteine von 1370 und 1482 in Württemberg 1932, S. 38-39.
- Fotos (Reprint aus Württemberg 1932, S. 38-39) und Geschichte der zwei Grabsteine von 1370 und 1482 in Mall 1983, S. 112
BEMERKUNGEN:
- Eine jüdische Gemeinde existierte in Ehingen vom 13. bis 15. Jahrhundert (erste Erwähnung 1301/1305,
   ausgewiesen 1457, vereinzelte Niederlassungen bis zum 17. Jh.)
- Die Grabsteine des mittelalterlichen Friedhofes wurden abgeräumt und anderweitig verwendet (vermutlich Anfang 16. Jh.).
- 1911 wurden bei Renovierungsarbeiten an einem Stützpfeiler der Kirchhofsmauer der Sankt-Blasius-Pfarrkirche zwei Grabsteine von 1370 und 1482 entdeckt. Sie wurden im Ehinger Heimatmuseum aufbewahrt. Bei einer Entrümplungsaktion des Museum Anfang der 50er Jahre wurden sie auf den Berkacher Auffüllplatz abtransportiert. Seitdem gelten sie als verschollen (Mall 1983, S. 112).

 

Ehrstädt

Stadt Sinsheim, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand im 16./17. Jahrhundert eine eigene Begräbnisstätte. Ein Waldstück mit der Bezeichnung "Judenfriedhof" befindet sich in der Flur "Im Grund". Sichtbare Spuren sind jedoch nicht mehr vorhanden (Hahn 1988, S. 483).

 

Eichstetten

LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Friedhofstraße 1(südl. Ortsrand, Unterdorf)
BELEGUNGSZEIT: 1809 (angelegt) - 1940
GRABSTEINE: 471
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde Eichstetten
   und in Zusammenarbeit mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Löslein).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 42.
BEMERKUNGEN:
-
Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Emmendingen (Alter Friedhof) bestattet (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 72).

 

Eichtersheim

Gemeinde Angelbachtal, Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: an der Straße nach Wiesloch
BELEGUNGSZEIT: 1845 (ältester Grabstein) - 1943, 1949
1781 (angelegt, laut
Hahn 1988, S. 461)
GRABSTEINE: 143
DOKUMENTATION:
ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon), sowie Belegungsliste.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 46
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 92.
- Die von Karol Sidon erarbeitete
Belegungsliste ist 1996 auf den Webseiten des Zentralarchivs veröffentlicht worden.
- Geschichte in Dörfer 2011, S. 82-89. Dort auch 3 Fotos von Grabinschriften sowie Übersetzung einer der Inschriften. Auf den Seiten 108-111 Abdruck der Belegungsliste von Karol Sidon.
BEMERKUNGEN: Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 461).

 

Ellwangen

LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Karl-Stirner-Straße/Dalkinger Straße/Kolpingsweg
BELEGUNGSZEIT: 1901 (angelegt)/1902 (erste Beisetzung) - 1938
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 74.
- Übersichtsfoto in
Sauer 1966, Abb. 36.
- Geschichte, Belegungsliste in
Burr 1983.
- Geschichte in
Ellwangen 1983
BEMERKUNGEN:
- Bis 1901 wurden die Verstorbenen in
Aufhausen beerdigt (Sauer 1966, S. 72).
- Bis 1938 fanden 23 Beisetzungen auf dem Friedhof statt (Quelle: Beerdigungsregister).
- Die Grabsteine wurden 1944 abgeräumt. Nach Kriegsende wurden die Grabsteine auf Befehl der
   amerikanischen Militärverwaltung wiederaufgestellt. (
Burr 1983, S. 127)

 

Emmendingen (Alter Friedhof)

LANDKREIS: Emmendingen
ADRESSE: neben Markgrafenschule
BELEGUNGSZEIT: 1717 - 1902 (geschlossen), vereinzelte Belegungen bis 1930
GRABSTEINE: 466
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos (204 Grabsteine) durch Rosemarie
Schwemmer.
   Unter Verwendung dieser Fotos Volldokumentation von 121 Grabsteinen durch Karl
Günther.
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß). Zusätzlich wurde eine Korkordanz der Nummern des Zentralarchivs und der Veröffentlichungen Karl Günthers (Günther 1991/94) erarbeitet.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Foto, Inschrift, Übersetzung (2 Grabsteine) in
Günther 1967/68.
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 75: Geschichte; Abb. 49: Übersichtsfoto.
-
Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 92: Übersichtsfoto.
- Geschichte, Fotos der Grabsteine in
Schwemmer 1989.
- Geschichte, Foto, Übersetzung (2 Grabsteine) in
Günther 1990b
- Fotos (8 Grabsteine), Übersetzung (3 Grabinschriften) in
Günther 1991
- Volldokumentation von 121 Grabsteinen in
Günther 1991/94.
- Foto, Übersetzung (2 Grabsteine) in
Günther 1994.
-
Geschichte und Foto von 2 Grabsteinen (Juden aus Breisach, 18.Jh.) in Boll 2010.

 

Emmendingen (Neuer Friedhof)

LANDKREIS: Emmendingen
ADRESSE: neben städtischen Bergfriedhof
BELEGUNGSZEIT: 1899 - 1940, seit 1995 wieder neue Belegung
GRABSTEINE: 154
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 50.
- Geschichte in
Schwemmer 1989.

 

Ennetach

Stadt Mengen, Landkreis Sigmaringen
BEMERKUNGEN: "Die jüdischen Bewohner hatten im Mittelalter und vermutlich bis zum 16. Jahrhundert einen eigenen Friedhof, den 1767 erstmals genannten "Judengottesacker" nördlich von Ennetach an der "Alten Donau" und dem Gereut (heute noch sogenannte Flur "Jud"). Spuren sind nicht erhalten." (Hahn 1988, S. 524)

 

Eppingen

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Flur "großer Hellberg", Weinbrennerstraße
BELEGUNGSZEIT: 1819 - 1939
GRABSTEINE: 708
DOKUMENTATION:
- 1983-1987 durch
Eppingen (Photos aller Steine, Abschrift: deutsche Inschriften, Belegungsplan)
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 52, 53.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 93.
- Geschichte in
Hauke 1983
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 63
- Geschichte in
Kiehnle 1985, S. 156-160.
- Volldokumentation in
Eppingen 1989 (Fotos der Grabsteine nur ca. zur Hälfte abgedruckt).
- Geschichte in Eppingen 2006, S. 16
BEMERKUNGEN:
- Die verstorbenen Eppinger Juden wurden vor 1819 in
Oberöwisheim und Heinsheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 225).
- Während seines Bestehens wurde der jüdische Friedhof Eppingen mehrfach geschändet (
Eppingen 1989, S. 36-37). Im Oktober 1945 wurden auf Anordnung der Militärregierung Instandsetzungsarbeiten auf dem Friedhof durchgeführt (Eppingen 1989, S. 37-38). Zur schlimmsten Friedhofsschändung kam es im Oktober 1982, bei der 50 Grabsteine zerstört wurden (Eppingen 1989, S. 39).

 

Erzingen

Stadt Balingen, Landkreis Zollernalbkreis
ADRESSE: nördlich des Ortes, an der Straße nach Geisingen, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich bestand hier in früheren Jahrhunderten ein jüdischer Begräbnisplatz (Hahn 1988, S. 561).

 

Essingen

LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Ecke Bahnhofstraße/B 29, wahrscheinlich auf der Flur „Kemmle“
BELEGUNGSZEIT:.möglicherweise wurde der Friedhof Ende des 17. Jahrhunderts eingerichtet
GRABSTEINE: keine
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Hinweis in Hahn 1988, S. 425
BEMERKUNGEN: 1684 Aufnahme von Schutzjuden, 1838 finden sich im Tagebuch der Schultheißerei Essingen noch Einnahmen für die Pacht aus dem „Judenkirchhof“ (e-mail von Heinz Bohn aus Essingen vom 3.11.03)

 

Esslingen (Mittelalterlicher Friedhof)

LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: an der südlichen Mauer der Obertor-Vorstadt vor dem Tennetor; heutige ungefähre Lage: Schillerplatz
BELEGUNGSZEIT: 1327 erstmals urkundlich erwähnt, 1348 zerstört
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:

- Geschichte in
Hahn 1988b, S. 13.
BEMERKUNGEN: Germania Judaica vermerkt, daß ein zweiter mittelalterlicher Friedhof in Esslingen existierte. Er wurde urkundlich erstmals 1345 erwähnt (Germania Judaica II/1, S. 229).

 

Esslingen (Alter Friedhof)

LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: Mittlere Beutau/Turmstraße
BELEGUNGSZEIT: 1807 - 1874
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1862-1873 durch Mayer
Levi (Abschrift: alle damals lesbaren Inschriften sowie Übersetzung)
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
- 1990-1994 durch Joachim
Hahn (Fotos, Übersetzung: alle Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in
Württemberg 1932, S. 74.
- Geschichte, Fotos von 4 Grabsteinen in
Esslingen 1988, S. 6-10.
- Volldokumentation in
Hahn 1994
(S. 35, 100, 104: Geschichte; S. 382-457: Belegungsliste, Inschrift und Übersetzung; Abb. 86-99: Fotos der Grabsteine)

 

Esslingen (Neuer Friedhof)

LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE: innerhalb des städtischen Ebershalden-Friedhofes
BELEGUNGSZEIT: 1874 - 1939, 1961, 1972, 1979
GRABSTEINE: 75
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
- 1990-1994 durch Joachim
Hahn (Fotos, Übersetzung: alle Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Fotos von 9 Grabsteinen und des Denkmals in
Esslingen 1988, S. 11-20.
- Volldokumentation in
Hahn 1994
(S. 100-104: Geschichte; S. 384-457: Belegungsliste, Inschrift und Übersetzung; Abb. 100-176: Fotos der Grabsteine)
BEMERKUNGEN: Auf diesem Friedhof befindet sich außerdem ein Denkmal für 85 dort begrabene jüdische Opfer
des KZ Echterdingen, vgl.
Hahn 1994, S.193-194. Weitere Opfer desselben KZ sind in Stuttgart (Flughafen) begraben.

 

Eubigheim

Gemeinde Ahorn, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Vierzehnmorgen"
BELEGUNGSZEIT: 1850 (angelegt), 1880 (ältester Grabstein) - 1938
GRABSTEINE: 39
DOKUMENTATION:
1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung der Grabinschriften durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Vor 1850 wurden die Verstorbenen in Bödigheim beerdigt (Hahn 1988, S. 330).

 

Feudenheim (Scheffelstraße)

Stadt Mannheim
ADRESSE: Scheffelstraße
BELEGUNGSZEIT: 1858 (angelegt) - 1900
(ältester Grabstein 1861, jüngster Grabstein 1897)
GRABSTEINE: 53
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Watzinger 1965, S. 15.
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 145.
- Geschichte in
Mannheim 1987, S. 63.
BEMERKUNGEN: Vor 1858 wurden die Verstorbenen in Hemsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 365).

 

Feudenheim (Talstraße)

Stadt Mannheim
ADRESSE: Talstraße, Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1900 (angelegt) - 1941
(ältester Grabstein 1901, jüngster Grabstein 1939)
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Watzinger 1965, S. 15.
- Geschichte in
Mannheim 1987, S. 63.

 

Flehingen

Gemeinde Oberderdingen, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Flur "Judenbegräbnis", alte Gochsheimer Landstraße
BELEGUNGSZEIT: 1688 (angelegt) - 1939
(ältester datierbarer Stein: 1709)
GRABSTEINE: 294
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde Oberderdingen
   und in Zusammenarbeit mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Michael Thon).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 58.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 93.
BEMERKUNGEN: In den Jahren 1985 und 1986 ereigneten sich Friedhofsschändungen (Badische Neueste Nachrichten. 30.04.1986)

 

Freiburg

ADRESSE: Elsäßer Straße/Ecke Rosbaumweg
BELEGUNGSZEIT: 1870 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 761 (im Jahr 1989)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2001 Grunddokumentation (für eine Auswahl von 128 Inschriften auch Volldokumentation)
   im Auftrag des
Landesdenkmalamtes und der Stadt Freiburg (Bearbeiterin: Emily Link),
   Belegexemplar des Zentralarchivs: zwei Bände (= Freiburg 1, 2).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Schwineköper/Laubenberger 1963, S. 9.
- Foto einzelner Grabstein, Foto Kriegerdenkmal in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 61, 62.
- Geschichte in
Blod 1988, S. 48-52.
- Geschichte in Freiburg 2007, S. 101-108.
- Volldokumentation in Frankenstein 2009
- Frankenstein 2011 (Rede anlässlich der Buchvorstellung von Frankenstein 2009 )
BEMERKUNGEN:
- Die mittelalterliche Gemeinde benutzte vermutlich die Friedhöfe in
 
Breisach, Sulzburg und Waldkirch (siehe Germania Judaica II/1, S. 255; III/1, S. 397).
- Im 19. Jahrhundert beerdigte die Jüdische Gemeinde Freiburg ihre Toten in
 
Emmendingen und Schmieheim (siehe Schwineköper/Laubenberger 1963, S. 9)

 

Freistett

Gemeinde Rheinau, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann "Hungerfeld", an der heutigen B 36
BELEGUNGSZEIT: ca. 1810 angelegt - 1939
(ältester auffindbarer Grabstein datiert von 1817)
GRABSTEINE: 618
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch das
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 63.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 100.
BEMERKUNGEN: Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Kuppenheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 94).

 

Freudental (Alleenfeld)

LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Gewann "Alleenfeld"
BELEGUNGSZEIT: 1723 - 1811
GRABSTEINE: keine vor Ort
DOKUMENTATION:
- Fotos von 3 Fragmenten durch
Freudental
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in
Württemberg 1932, S. 76.
-
Nebel 1985, S. 30-32, 50-51: Geschichte; S. 31: Foto von einem Fragment (heute nicht mehr vorhanden)
- Geschichte in
Hahn 1988b, S. 14-15.
-
Freudental 1996, S. 14-17: Geschichte; S. 15 und 17: Fotos von 3 Fragmenten.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof wurde 1811 eingeebnet, wegen der Anlage einer königlichen Fasanerie (
Nebel 1985, S. 50-51).
- Vier Grabsteinfragmente befinden sich in der ehemaligen Synagoge Affaltrach (vgl.
Freudental 1996, S. 15-17).

 

Freudental (Seeberg)

LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Markung Bönnigheim, am Fuße des Seeberges
BELEGUNGSZEIT: 1811 - 1943, 1945, 1946, 1970
GRABSTEINE: 435
DOKUMENTATION:
- 1986 durch
Institutum Judaicum
(Abschrift aller Steine)
- 1990/1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1986 bis 1994 durch
Freudental: Fotos aller Steine, Abschrift und Übersetzung.
- 1997 Erarbeitung einer Konkordanz durch das
Landesdenkmalamt für das Nummernsystem von Freudental und des Zentralarchivs.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto in
Württemberg 1932, S. 76.
- Geschichte in
Nebel 1985, S. 50-51.
- Volldokumentation in
Freudental 1996
BEMERKUNGEN:  Im Jahr 2007 kam es zu mehreren Schändungen, bei denen Grabsteine beschmiert, umgestoßen und auch zerbrochen wurden, siehe: http://www.alemannia-judaica.de/freudental_friedhofneu.htm. Die Jüdische Zeitung vom Nov. 2007 berichtet auf S. 4, daß in der Nacht zum 2. Oktober insgesamt 110 Grabsteine geschändet wurden (73 Steine wurden umgeworfen und teilweise zerstört, 37 Steine wurden mit NS-Symbolen und antisemitischen Parolen besprüht.) Bereits Anfang August 2007 sind 5 Grabsteine umgestoßen worden.

 

Gailingen

LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Bürglestraße
BELEGUNGSZEIT: ca. 1650 - wird noch belegt
(ca. 1650 angelegt; ältester Grabstein datiert von 1695; letzte Beisetzung 1980)
GRABSTEINE: 1.244
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1990-1994 durch
Bamberger (Fotos, Abschrift und Übersetzung aller Grabsteine, sowie Belegungsliste und Belegungsplan)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Gailingen 1926, S. 9-10.
- Übersichtsfoto, Foto einzelner Grabstein in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 70, 71.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 94.
- Volldokumentation in
Bamberger 1994

 

Gissigheim

Gemeinde Königheim, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Tannenweg
BELEGUNGSZEIT: 1875 (angelegt) - ?
(ältester Grabstein datiert 1878; jüngster Grabstein von 1919)
(letzte Beisetzung erfolgte 1927, vgl.
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 110)
GRABSTEINE: 14
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barabara Döpp).
  
(Das Exemplar des Zentralarchivs wurde zusammengebunden mit der Grunddokumentation für Königheim und ist alphabetisch unter Königheim zu suchen)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 344).

 

Gondelsheim

LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: südwestlich des Ortes, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Die jüdische Gemeinde in Gondelsheim bestand seit dem 16. Jahrhundert. Die Verstorbenen wurden in Obergrombach beigesetzt. Vermutlich besaß die jüdische Gemeinde in der Anfangszeit einen eigenen Friedhof. 1632 wird erstmals die Flur "Judenkirchhof" erwähnt (Hahn 1988, S. 289).

 

Göppingen

LANDKREIS: Göppingen
ADRESSE: Hohenstaufenstraße, Teil des städt. Friedhofes
BELEGUNGSZEIT: 1903 eingeweiht, 1904 erste Bestattung - 1977
GRABSTEINE: 135
DOKUMENTATION:
- 1926/1927 durch Aron
Tänzer (Belegungsliste, Belegungsplan)
- 1986 bis 1988 durch
Göppingen und Naftali Bar Giora Bamberger (Belegungsplan, Fotos aller Grabsteine, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsplan und Belegungsliste (bis 1927) in
Tänzer 1927, S. 506-514.
- Volldokumentation in
Bamberger 1990, S. 256-346.
BEMERKUNGEN: Vor Anlegung eines eigenen Friedhofes wurden die Göppinger Juden in Jebenhausen beigesetzt (Vgl. Tänzer 1927, S. 211-214).

 

Großgartach

Gemeinde Leingarten, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: am Südosthang des Heuchelbergs, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 235).

 

Grötzingen

Stadt Karlsruhe
ADRESSE: Am Liepoldsacker
BELEGUNGSZEIT: ca. 1900 - 1935
(ältester Grabstein aus dem Jahre 1905)
GRABSTEINE: 13
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. .76
BEMERKUNGEN:
Vor Anlage dieses Friedhofes wurden die Verstorbenen aus Grötzingen in Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 112).

 

Grundsheim

LANDKREIS: Alb-Donau-Kreis
ADRESSE: an der Kreisstraße zwischen Grundsheim und Hundersingen, Flurname "Judengottesacker", Parzellennr.: 631/1
BELEGUNGSZEIT: 16 (?) bis 18. Jh.
GRABSTEINE: keine
Der Friedhof wurde eingeebnet.
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Vom 16. bis 18. Jh. (1720 vertrieben) bestand in Grundsheim eine jüdische Gemeinde.
Von dem Friedhof sind keine Spuren mehr vorhanden, er wird heute als Acker genutzt (
Hahn 1988, S. 112).

 

Haigerloch

LANDKREIS: Zollernalbkreis
ADRESSE: Im Haag
BELEGUNGSZEIT: 1803 - 1977
GRABSTEINE: 660
DOKUMENTATION:
- 1944 Fotos aller Steine durch das
Reichsinstitut
- durch Dr. Gottfried Reeg und Studenten (Institutum Judaicum)
(Abschrift und Übersetzung alle Steine)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Walburga Zumbroich).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Volldokumentation von drei Grabsteinen (aus den Jahren 1845, 1918, 1937) in
Hüttenmeister 1985.
-
Steim 1987, S. 15: Geschichte; S. 51-53: Fotos (Übersichtsaufnahmen).
- Geschichte in
Steim 1989
- Geschichte, Fotos (Übersichtsaufnahmen und ausgewählte Grabsteine) in
Schubert 1990
- Geschichte und 2 Fotos (Übersichtsaufnahmen) in
Steim 1994, S. 313-315.
BEMERKUNGEN: Im Jahr 1966 kam es zu einer Friedhofsschändung (Schubert 1990, S. 32-33).

 

Hardheim

LANDKREIS: Neckar-Odenwald-Kreis
ADRESSE: am Hohen Schmalberg
BELEGUNGSZEIT: 1876 (angelegt) - 1939
(ältester Grabstein datiert von 1876)
GRABSTEINE: 93
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 80.
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 120).

 

Hechingen

LANDKREIS: Zollernalbkreis
ADRESSE: sogenannter "Galgenrain" zwischen Hechingen und Sickingen
BELEGUNGSZEIT: vermutlich ab Mitte des 17. Jh. - 1941, 1958, 1995
(ältester sicher datierte Grabstein stammt von 1747)
GRABSTEINE: 651
DOKUMENTATION:
- 1935-1937 Jahre durch
Hamburger/Schmalzbach (Belegungsliste)
- 1944 Fotos aller Steine durch
Reichsinstitut
- durch Heinrich
Kohring (Fotos, Abschrift, Übersetzung: Grabsteine (5) der Familie Kaulla
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1997 Volldokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte und Belegungsliste in
Hamburger/Schmalzbach 1937
- Geschichte in
Werner 1984
- Geschichte in
Werner 1984/85, Teil 1, S. 158-188.
-
Kohring 1985, S. 171-213: Volldokumentation der Grabsteine der Familie Kaulla
- Geschichte in
Werner 1987, S. 185-186.
- Geschichte in
Werner 1996, S. 88-159.
BEMERKUNGEN:
- Über das Datum der Friedhofsanlegung und wo die Hechinger Juden zuvor begraben worden sind, gibt es in der Literatur verschiedene Ansichten. Dazu vgl.
Werner 1984 sowie Werner 1984/85, Teil 1, S. 159-163.
- Der jüdische Friedhof Hechingen wurde 1990 und 1993 geschändet. 1990 wurden 95 Grabsteine umgestürzt und mit Hakenkreuzen beschmiert; 1993 wurden 15 Grabsteine umgeworfen und teilweise zerstört. [Süddeutsche Zeitung, Nr. 207 (8./9. Sep.1990), S. 3; Stuttgarter Zeitung, Nr. 171 (28. Juli 1993)]

 

Heidelberg (Mittelalter)

ADRESSE: an der Plöck, zwischen der heutigen Sandgasse und Theaterstraße
BELEGUNGSZEIT: 1344 erste Erwähnung, 1369 Erweiterung, 1391 Vertreibung der Juden aus Heidelberg
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Löwenstein 1895, S. 11, 17, 283-284.
- Geschichte und eine Inschrift in Kuhn 1971
- Geschichte in
Szklanowski 1984, S. 16-17.
- Geschichte in
Heidelberg 1992, S. 300-301.
- Geschichte in
Heidelberg 1996, S. 35.
- Geschichte und eine Inschrift in Schaller 2007.
BEMERKUNGEN:
- 1391 Vertreibung der Juden aus Heidelberg, das Friedhofsgelände gelangte an die Universität, welche die darauf befindlichen Grabsteine 1398 an den Pfarrer der Peterskirche veräußerte.
- 1971 wurde im Haus Untere Straße 20 ein Stein mit einer hebräischen Inschrift gefunden. Es handelt sich wahrscheinlich um das Fragment eines Grabsteins von diesem mittelalterlichen Friedhof. Der Inschriftenstein wird seitdem im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg aufbewahrt, eine Replik steht in der Heidelberger Synagoge.

 

Heidelberg (Ende 17. Jh.)

ADRESSE: östlich der St.-Anna-Kirche, auf dem Grundstück Plöck Nr. 6
BELEGUNGSZEIT: 1688 - 1702
GRABSTEINE: keine Spuren
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Löwenstein 1895, S. 101-102.
- Geschichte in
Heidelberg 1992, S. 299-300.
- Geschichte in
Heidelberg 1996, S. 60-62.
BEMERKUNGEN:
- Zuvor wurden die Verstorbenen in Worms bzw.
Wiesloch beigesetzt.
- 1689 erging der kurfürstliche Befehl, daß der Verkauf des Geländes zur Nutzung als jüdischer Begräbnisplatz rückgängig zu machen sei. Die Grabsteine wurden abgeräumt.

 

Heidelberg (Klingenteich)

ADRESSE: Klingenteichstrasse
BELEGUNGSZEIT: 1702 (angelegt) - 1876
ältester Grabstein datiert von 1784
GRABSTEINE: 180
DOKUMENTATION:
- 1982/83 durch Benno
Szklanowski (Fotos aller Grabsteine, Abschrift und Übersetzung aller Inschriften)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Löwenstein 1895, S. 134-135.
- Geschichte in
Heidelberg, S. 31-34.
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 85, 86.
- Volldokumentation in
Szklanowski 1984
- Geschichte in Heidelberg 1992, S. 300-302.
- Geschichte in
Heidelberg 1996, S. 62, 200-201, 571.

 

Heidelberg (Bergfriedhof)

ADRESSE: Rohrbacher Strasse
BELEGUNGSZEIT: 1870 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 729 (1986)
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in Heidelberg, S. 120-123.
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 87.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 94.
- Geschichte in
Ruuskanen 1992, S. 254-259.
Geschichte in
Heidelberg 1992, S. 304-307.
Geschichte in
Heidelberg 1996, S. 251-255, 368-369, 572.

 

Heilbronn (Mittelalterliche Friedhöfe)

Im Mittelalter existierten in Heilbronn zwei jüdische Friedhöfe. Der erste befand sich in der Nähe der Judengasse am Kieselmarkt. Dieser wurde 1415 geschlossen. "Vor dem Brückentor", auf der anderen Neckarseite, befand sich der zweite Friedhof. 1467 wurden die Juden aus Heilbronn vertrieben und Synagoge und Friedhof fielen zunächst in kaiserlichen Besitz. 1490 wurden sie an die Stadt verkauft.
Ein Grabstein aus dem Jahre 1408 befindet sich heute im Heilbronner Ortsmuseum, ein weiterer von 1420 ist auf dem
Sontheimer Friedhof in die südliche Friedhofsmauer eingelassen.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Fotos der beiden Grabsteine in
Württemberg 1932, S. 36.
- Fotos der beiden Grabsteine, Geschichte in
Franke 1963, S. 34, 36, 182-183.
- Geschichte in
Germania Judaica II/1, S. 346-350 und Germania Judaica III/1, S. 531-540.
- Foto des Grabsteines von 1420 in
Sauer 1966, Abb. 57.
- Geschichte, Fotos in
Sontheim 1987, S. 10-11.

 

Heilbronn (Im Breitenloch)

ADRESSE: Im Breitenloch
BELEGUNGSZEIT: 1868 - 1942; 1960 - 1967; 1998
GRABSTEINE: 491
DOKUMENTATION:
- Belegungsliste, Belegungsplan sowie Fotos aller Steine durch Realschule
Heilbronn
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1990 Fotos aller Grabsteine durch
Stadtarchiv Heilbronn. Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Abschrift und
  Übersetzung aller Steine durch Dan
Bondy im Auftrag der Stadt Heilbronn.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Mayer 1927, S. 65
- Foto (Denkmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen) in
Württemberg 1932, S. 85.
- Geschichte in
Franke 1963, S. 70-71, 183-185.
- Fotos in
Sauer 1966, Abb. 55, 56.
- Inschrift und Übersetzung aller Steine, ausgewählte Fotos sowie Belegungsliste und Belegungsplan in
Bondy 1992.

 

Heinsheim

Stadt Bad Rappenau, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Gewann Schlierbach
BELEGUNGSZEIT: 16. Jahrhundert (angelegt) - 1937
ältester heute datierbarer Grabstein stammt von 1598
GRABSTEINE: 1152 (Steine und Fragmente)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (1113) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 90.
-
Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 94: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 104-105, 120, 207.

 

Hemsbach

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Oberer Mühlweg, Gewann Teufelsloch
BELEGUNGSZEIT: 1674 (angelegt) - 1940
Ältester heute lesbarer Grabstein datiert aus dem Jahr 1682.
GRABSTEINE: 1.066
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (1010) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv. 1992 durch Zentralarchiv Nachtrag (56 Steine) zur Dokumentation von 1987.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation und 45 Einzelübersetzungen durch Christa-Renata Fischer-Hoffmann
   im Auftrag der Stadt Hemsbach und des Fördervereins "Ehemalige Synagoge in Hemsbach e.V."
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Lilienthal 1931
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 91, 92.
- Geschichte in
Hemsbach 1980, S. 434, 460-463.
- Geschichte in
Hemsbach 1984, S. 25-30.
-
Theobald 1984, S. 78: Geschichte, S. 94: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Hoffmann 1985, [S. 2-3].
- Grunddokumentation, 45 Einzelübersetzungen in
Hoffmann 1993.
BEMERKUNGEN:
- Rosenthal als auch Lilienthal erwähnen, daß der älteste Grabstein aus dem Jahre 1665 stammen würde (Vgl.
Rosenthal 1927, S. 106, bzw. Lilienthal 1931)
- Im Bestand des Leo Baeck Instituts (New York) befindet sich: Liste der Beerdigungen auf dem jüdischen Friedhof vor 1810, erstellt vom Lehrer S. Pokow (Hemsbach). Siehe Berthold Rosenthal Collection, Bestandsverzeichnis: II, Nr. 3.

 

Hochberg

Gemeinde Remseck, Landkreis Ludwigsburg
ADRESSE: südl. des Ortes, auf einer Hochterasse oberhalb des Neckars
BELEGUNGSZEIT: 1795 (angelegt) - 1925
ältester Grabstein datiert von 1804
GRABSTEINE: 212, weiterhin 34 Fragmente
DOKUMENTATION:
- 1977 Grunddokumentation von 201 Grabsteinen durch Arnd
Breuning
- 1987 Fotos aller Steine durch Heinz
Pfizenmayer
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv. 1992 Fotos der Fragmente durch Landesdenkmalamt. Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation im Auftrag der Gemeinde Remseck in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Ulrike Sill). Auf Basis dieser Vorarbeiten Volldokumentation durch Hochberg [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto, Foto mit mehreren Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 86, 87.
- Grunddokumentation in
Breuning 1977
- Geschichte in
Hochberg 1990
- Geschichte in
Hahn 1988b, S. 15.

 

Hochdorf

Stadt Freiburg
BEMERKUNGEN: "Eine Wiese im Ettenbachtal trägt den Flurnamen "Judenfriedhof". Die Herkunft der Bezeichnung ist unbekannt." (Hahn 1988, S. 179)

 

Hochhausen

Stadt Tauberbischofsheim, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: am Rande des Neubaugebietes "An der Setz"
BELEGUNGSZEIT: 1876 (angelegt) - 1934
GRABSTEINE: 27
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 2007 legte Ortsvorsteher Werner Schramm eine Dokumentation vor (Computerausdruck), bei der es sich um eine Reproduktion der Grunddokumentation des Landesdenkmalamtes (von 1993) handelt, die durch eigene (im Jahr 2007 aufgenommene farbige) Fotos (aller Grabsteine) und Dokumente ergänzt wurde, u.a.: Lageplan von 1876.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 271).

 

Hockenheim

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Heidelberger Straße
BELEGUNGSZEIT: 1879 (angelegt), 1880 (ältester Grabstein) - 1933, 1962, 1977
GRABSTEINE: 53
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 94.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1879 wurden die Verstorbenen in
Wiesloch beigesetzt (Hahn 1988, S. 468).
- In der Berthold Rosenthal Collection (Leo Baeck Institute New York) befindet sich eine Gräberliste des Friedhofes (Bestandsverzeichnis Sammlung Berthold Rosenthal: II, Nr. 2)

 

Hohebach

Gemeinde Dörzbach, Landkreis Hohenlohe
ADRESSE: Ailringer Straße
BELEGUNGSZEIT: 1852 - 1940
GRABSTEINE: 300
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora
Bamberger abgeschlossen, aber erst nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 88.
- Geschichte in Künzelsau 1993, S. 3
- Volldokumentation in
Bamberger 2002, S. 775-956.
- Geschichte in Franken 2003, S. 80-89
BEMERKUNGEN: Bis 1741 wurden die Juden in Unterbalbach, danach bis 1852 in Weikersheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 256).

 

Höpfigheim

Stadt Steinheim an der Murr, Landkreis Ludwigsburg
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof", zwischen dem Gehöft Ditting und der Straße Steinheim-Höpfigheim
BEMERKUNGEN: Im 16. Jahrhundert wohnten Juden in Höpfigheim. Aus dieser Zeit stammt die Flur "Judenkirchhof" (1606 erstmals erwähnt). In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden dort Gräber entdeckt (Angaben aus Hahn 1988, S. 328).

 

Horb

LANDKREIS: Freudenstadt
ADRESSE: Brandsteigweg
BELEGUNGSZEIT: 1901 (angelegt), 1904 (ältester Grabstein) - 1939, 1952
GRABSTEINE: 75
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- Volldokumentation durch
Horb (Bearbeiter: Manfred Steck und Dr. Frowald Gil Hüttenmeister) [in Arbeit]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 85.
BEMERKUNGEN: Im 17./18. Jahrhundert wurden die Verstorbenen in Mühringen beigesetzt (Hahn 1988, S. 181, vgl. auch Silberstein 1875).

 

Hüngheim

Gemeinde Ravenstein, Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis
ADRESSE: Doktorsrain
BELEGUNGSZEIT: 1769 - 1770/1773
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Berlinger 1991, S. 50-52.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof diente als Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde
Merchingen. Streitigkeiten um den Friedhof, insbesondere zwischen weltlicher und geistlicher Herrschaft, führten 1770 zum kaiserlichen Richtspruch, daß der Friedhof zu zerstören sei und die Juden aus Merchingen wieder, wie früher, in Berlichingen beigesetzt werden sollen (Berlinger 1991, S. 50-52).
- Heute sind vom Friedhof keine Spuren mehr zu finden. Der Hang des Doktorsrain wurde in den Jahren 1953-1956 für eine Dammaufschüttung abgetragen (
Hahn 1988, S. 392).

 

Huttenheim

Gemeinde Philipsburg, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Gewann "Im Sand auf dem Wall"
BELEGUNGSZEIT: 1889 (angelegt), 1890 (erste Beisetzung) - 1954
GRABSTEINE: 47
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Huttenheim 1957
- Geschichte in
Theobald 1985 (2)
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 174.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof war Besitz der Philippsburger jüdischen Gemeinde und wurde von ihr benutzt. Das Gelände des Friedhofes befindet sich jedoch auf der Huttenheimer Gemarkung.
- Bis 1889 wurden die Verstorbenen in
Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 238).

 

Ihringen

LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwald
ADRESSE: am Weg nach Blankenhornsberg, Gewann Mittlere Gasse
BELEGUNGSZEIT: 1810 (ältester Grabstein) - 1937
GRABSTEINE: 255
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 95.
- Geschichte unter http://www.bethhahayim.info/ihringen.htm
BEMERKUNGEN: Im August 1990 wurde der Friedhof schwer geschändet. 177 Grabsteine wurden umgestürzt und teilweise zertrümmert. Grabsteine und Friedhofsmauer wurden mit nationalsozialistischen Zeichen und Parolen besprüht.

 

Ilvesheim

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: am Neckarkanal, Ecke Hebelstraße/Scheffelstraße
BELEGUNGSZEIT: 1860 (ältester Grabstein) - 1935
GRABSTEINE: 60
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
- Bis 1860 wurden die Verstorbenen in
Mannheim beerdigt.
- In den 30er Jahren wurde der Friedhof mehrfach geschändet (Grunddokumentation, S. 2).

 

Ittlingen

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Wohngebiet Bergstraße
BELEGUNGSZEIT: 1887 (angelegt) - 1938
GRABSTEINE: 58
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 98.
BEMERKUNGEN: Bis 1819 wurden die Ittlinger verstorbenen Juden in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt, in der Zeit von 1819-1887 auf dem Friedhof in Eppingen (Angerbauer 1986, S. 120, Hahn 1988, S. 231).

 

Jebenhausen

Stadt Göppingen, Landkreis Göppingen
ADRESSE: Kreuzhaldenweg
BELEGUNGSZEIT: 1781 (ältester Grabstein) - 1939
vermutlich bereits 1778 angelegt
GRABSTEINE: 349
DOKUMENTATION:
- 1919-1926 durch Aron
Tänzer (Belegungsliste, Belegungsplan, Abschrift von ausgewählten Inschriften)
- 1986 bis 1988 durch
Göppingen und Naftali Bar Giora Bamberger (Belegungsplan, Fotos aller Grabsteine, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Tänzer 1927, S. 208-261: Geschichte, Belegungsliste (bis 1926) und Belegungsplan; S. 87, 156, 157, 200:
  Grabinschriften von bedeutenden Persönlichkeiten der Gemeinde
- 2 Fotos mit jeweils mehreren Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 89.
- Geschichte in
Kauß 1981, S. 15.
- Volldokumentation in
Bamberger 1990, S. 17-254.

 

Jöhlingen

Gemeinde Walzbachtal, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: an der Straße nach Wössingen
BELEGUNGSZEIT: 1888 (angelegt) - 1936
GRABSTEINE: 46
DOKUMENTATION:
- In den 80er Jahren durch die Gemeinde
Walzbachtal (Fotos aller Steine, sowie Belegungsplan).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 99.
- Geschichte in
Theobald 1985 (3).
BEMERKUNGEN: Vor 1888 wurden die Verstorbenen in Obergrombach beigesetzt (Theobald 1985 (3)).

 

Kappel

Stadt Bad Buchau, Landkreis Biberach
ADRESSE: genaue Lage unbekannt
BELEGUNGSZEIT: - Mitte 17. Jh.
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: In Kappel befand sich der Friedhof der Buchauer Juden, bis sie 1659 einen neuen Friedhof in Bad Buchau anlegten (Vgl. Vierfelder 1958, S. 7 sowie Hahn 1988, S. 121-122, 124).

 

Karlsruhe (Mendelssohnplatz)

ADRESSE: Mendelssohnplatz
BELEGUNGSZEIT: 1723 - 1826
GRABSTEINE: keine
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Gumprich 1898.
- Geschichte in
Theobald 1984, S. 78-79.
- Geschichte in
Karlsruhe 1988, S. 262-265.
BEMERKUNGEN:
- Ab 1826 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof an der östlichen Kriegstraße beigesetzt.
- In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts setzten Bestrebungen seitens der Stadt ein, den Friedhof zu beseitigen und das Gelände für Baumaßnahmen zur Verfügung zu haben. 1897 wurde das Friedhofsgelände der Jüdischen Gemeinde enteignet und ging gegen Entschädigung in den Besitz der Stadt Karlsruhe über. 1898 wurden die sterblichen Überreste exhumiert und zum größten Teil auf den bereits geschlossenen Friedhof (
Kriegstraße) überführt. Die Grabsteine wurden entweder über den neuen Gräbern aufgestellt (Einzelgräber) bzw. die anderen (bei Gemeinschaftsgräbern) an der Friedhofsmauer angelehnt. (Informationen aus Gumprich 1898 sowie Karlsruhe 1988, S. 262-265)

 

Karlsruhe (Kriegsstraße)

ADRESSE: Kriegsstraße
BELEGUNGSZEIT: 1826 - 1896 (geschlossen), vereinzelte Beisetzungen bis in die 30er Jahre 20. Jahrhunderts
GRABSTEINE: 1.150
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Namensliste (Arbeitsfassung) durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Andreas Gotzmann).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt
  (Bearbeiter: Barabara Döpp, Frowald Gil
Hüttenmeister und Monika Preuß),
   Belegexemplar des Zentralarchivs: fünf Bände (= Karlsruhe 3, 4, 5, 6, 7 ).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Übersetzung von 133 ausgewählten Grabinschriften durch Andreas
Gotzmann
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 103, 106.
- Geschichte in
Karlsruhe 1988, S. 265-266.
BEMERKUNGEN: 1898 erfolgte auf dem Friedhof die Beisetzung der exhumierten Überreste vom Friedhof am Mendelssohnplatz. Die Grabsteine wurden größtenteils entlang der Friedhofsmauer aufgestellt, bei bedeutenden Persönlichkeiten, welche in Einzelgräbern beigesetzt wurden, sind ihre Grabsteine über den Gräbern aufgestellt worden.

 

Karlsruhe (Haid- und Neustraße, Orthodox)

ADRESSE: Haid- und Neu-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1872 - ca. 1940, 1971, 1984
GRABSTEINE: 377
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (368) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß),
   Belegexemplar des Zentralarchivs: zwei Bände (= Karlsruhe 1, 2 ).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte in
Karlsruhe 1988, S. 266.
BEMERKUNGEN:
- Die 1869 ausgetretene orthodoxe Minderheit aus der Israelitischen Gemeinde Karlsruhe legte 1872 einen eigenen, orthodoxen jüdischen Friedhof an.
- An der rückwärtigen Mauer wurden die vom ehemaligen Friedhof am
Mendelssohnplatz überführten Gräber der Angehörigen der Familie Ettlinger angelegt (Grunddokumentation, S. 2).

 

Karlsruhe (Haid- und Neustraße, Liberal)

ADRESSE: Haid- und Neu-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1876 (angelegt) - wird noch belegt
GRABSTEINE: 1.034 (1987)
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2003 Grunddokumentation (für eine Auswahl von 157 Steinen auch Volldokumentation)
   durch Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger) unter Hinzufügung eines Belegungsplans vom Friedhofs- und
   Bestattungsamt der Stadt Karlsruhe (vom 19.3.2002),
   Belegexemplar des Zentralarchivs: acht Bände (= Karlsruhe 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 ).
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Karlsruhe 1988, S. 266-270.

 

Kehl

LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: innerhalb des städtischen Friedhofs, Friedhofsstraße
BELEGUNGSZEIT: 1924 (angelegt) - 1939, 1968, 1969, 1975
GRABSTEINE: 17
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 107.
BEMERKUNGEN: Vor 1924 wurden die Verstorbenen in Freistett beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 151).

 

Kirchen

Gemeinde Efringen-Kirchen, Landkreis Lörrach
ADRESSE: Gewann Kehlacker
BELEGUNGSZEIT: 1865 (angelegt), 1867 (ältester Grabstein) - 1926
GRABSTEINE: 107
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Kahn 1963, [S. 6-7].
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 40.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 92.
-
Huettner 1993, S. 158-170: Geschichte und Fotos ausgewählter Grabsteine; S. 240-243: Belegunsliste und Belegungsplan; S: 244-250: alle hebräische Inschriften sowie vier ausgewählte Übersetzungen.
BEMERKUNGEN:
- Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Kirchener Juden in
Lörrach (Alter Friedhof) beigesetzt (Kahn 1963, [S. 6] ).
- 1965, 1973 und 1977 wurde der Friedhof geschändet. Grabsteine wurden umgeworfen und dabei zerstört (Vgl.
Hüttner 1993, S. 169).

 

Kochendorf

Stadt Bad Friedrichshall, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Flur Mittlerer Pfad, am Ende der Kappenstraße
BELEGUNGSZEIT: 1870 (angelegt), 1874 (ältester Grabstein) - 1916 (jüngster Grabstein)
GRABSTEINE: 30
DOKUMENTATION:
- 1988/1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Geschichte in Fieß 1965, S. 423-424.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 133.
BEMERKUNGEN:
- Vor 1870 wurden die Verstorbenen in
Neckarsulm beigesetzt (Sauer 1966, S. 37).
- Nach 1933 kam es mehrfach zu Verwüstungen auf dem Friedhof (
Hahn 1988, S. 215).

 

Königheim

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann Bachhelle
BELEGUNGSZEIT: 1875 (angelegt), 1876 (ältester Grabstein) - 1935
GRABSTEINE: 66
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 111.
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die Verstorbenen in Külsheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 158).

 

Königsbach

Gemeinde Königsbach-Stein, Landkreis Enzkreis
ADRESSE: Gewann Steidig, Ende Rhönstraße
BELEGUNGSZEIT: 1872 (ältester Grabstein) - 1940
GRABSTEINE: 134
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
- 1994/95 durch
Königsbach (Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 112.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 95.
- Belegungsliste und Belegungsplan in
Königsbach 1998, Umschlagseite und S. 70-74.
BEMERKUNGEN:
- Bis zur Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in
Obergrombach beigesetzt (Hahn 1988, S. 167,
  sowie Einträge im Standesbuch - Auskunft Dr. Joachim Mehne, 05.05.2000).
- Im Juni 1988 wurden bei einer Friedhofsschändung 16 Grabsteine umgeworfen und teilweise zerbrochen
  (Pforzheimer Zeitung, 14.06.88; Grunddokumentation, S. 2)

 

Konstanz

LANDKREIS: Konstanz
ADRESSE: Wollmatinger Straße, Teil des städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT:
- ältester Teil: 1870 - 1945
- neuerer Teil: 1932 - 1984
- neuester Teil: 1981 - (in Benutzung)
GRABSTEINE:
- ältester Teil: 281
- neuerer Teil: 91
- neuester Teil: 16 (Stand 1994)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 113.
- Geschichte, Belegungsliste in
Bloch 1971, S. 28-29, 245-247.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte und Belegungsliste (= Kopie aus der Grunddokumentation des Landesdenkmalamtes von 1994) in Stein 2007.
BEMERKUNGEN: Der jüdische Friedhof ist Teil des allgemeinen Hauptfriedhofs. Das Areal des jüdischen Friedhofs erstreckt sich über drei nebeneinanderliegende Grundstücke, die die jeweiligen Erweiterungen (1932, 1981) widerspiegeln.

 

Krautheim

LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: Gewann Im Zücker, am alten Neunstetter Weg
BELEGUNGSZEIT: 1837 (angelegt) - 1940
GRABSTEINE: 117
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora
Bamberger abgeschlossen, aber erst nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Hundsnurscher/Taddey 1968: Geschichte, S. 169; Übersichtsfoto, Foto eines Grabsteines, Abb. 119, 120.
- Geschichte in
Bauer 1982.
- Volldokumentation in
Bamberger 2002, S. 957-1024.
- Geschichte in Franken 2003, S. 92-97
BEMERKUNGEN: Bis 1837 wurden die Verstorbenen in Berlichingen beigesetzt (Hahn 1988, S. 260).

 

Külsheim

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: an der Straße nach Steinbach
BELEGUNGSZEIT: vermutlich Mitte 17. Jahrhundert - 1938
Ältester Grabstein stammt aus dem Jahre 1695 (John 1992, S. 145).
GRABSTEINE: 921
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999/2000 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Michael Thon).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 122.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 95.
- Geschichte in
John 1992
BEMERKUNGEN:
- In der Literatur existieren verschiedene Angaben über das Alter des Friedhofes. Eine erste Erwähnung des Friedhofes besteht aus dem Jahre 1658. Angaben, daß der Friedhof bereits um 1600 bestanden hat und möglicherweise bereits im Mittelalter benutzt wurde (
Hahn 1988, S. 346) lassen sich nicht belegen.
- Der Külsheimer Friedhof diente als Verbandsfriedhof der jüdischen Gemeinden Külsheim,
Gissigheim, Königheim, Tauberbischofsheim, Hochhausen und Hardheim. 1875 wurde der Friedhof für die Benutzung durch die auswärtigen jüdischen Gemeinden geschlossen. Diese mußten in ihren Orten jeweils eigene Friedhöfe anlegen.

 

Künzelsau

LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: Holderrain
BELEGUNGSZEIT: Mittelalter
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
- Geschichte in Hahn 1988, S. 262
- Geschichte in Künzelsau 1993, S. 4
BEMERKUNGEN:
Die mittelalterliche Gemeinde bestand nur bis 1581. Ihr Friedhof, von dem sich keine Spuren erhalten haben, soll sich im Holderrain befunden haben. Die Niederlassung von Juden in Künzelsau begann erst wieder1853 (Mitteilung von Stefan Kraut am 2.Juli 2004 per e-mail). Die neue Gemeinde setzte ihre Toten in Berlichingen und Steinbach bei.

 

Kuppenheim

LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: an der Stadtwaldstraße
BELEGUNGSZEIT: Ende 17. Jh. - 1938; 1983
(1694 erste schriftliche Erwähnung, vgl.
Linder 1999, S. 57)
GRABSTEINE: 1.054
DOKUMENTATION:
- 1987/1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- 2004 Fotos ausgewählter Steine durch Johann Deiters.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Rosenthal 1927, S. 195.
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 173: Geschichte; Abb. 124: Übersichtsfoto
-
Theobald 1984, S. 79: Geschichte; S. 96: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Linder 1999, S. 57-60.
- Geschichte und Volldokumentation von 11 ausgewählten Steinen in Deiters 2005.
BEMERKUNGEN: Seit 1692 werden Begräbnisbücher geführt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 173).

 

Ladenburg

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1848 (angelegt und erste Beisetzung) - 1938
(ältester lesbarer Stein datiert 1849)
GRABSTEINE: 96
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
- 1995 durch
Ladenburg (Fotos der Steine)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Darmstädter 1926
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 126.
- Geschichte in
Hoffmann 1985, [S. 2-3].
- Geschichte in
Ladenburg 1995, S. 98-101, 250-254.
- Geschichte in
Zieher 1998, S. 678.
- Geschichte in Zieher 2011, S. 40-42
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Ladenburger Juden wurden im Mittelalter und in der frühen Neuzeit vermutlich in Worms beigesetzt. Zwischen 1674 und 1847 erfolgten die Beisetzungen in Hemsbach (Hahn 1988, S. 470)

 

Laibach

Gemeinde Dörzbach, Landkreis Hohenlohe
ADRESSE: an der Straße nach Rengershausen
BELEGUNGSZEIT: ca. 1800 -
GRABSTEINE: 19
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora
Bamberger abgeschlossen, aber erst nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 93.
- Volldokumentation in
Bamberger 2002, S. 1025-1038.
- Geschichte in Franken 2003, S. 90-91

 

Laupheim

LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Judenberg
BELEGUNGSZEIT: 1732 - 1945, vereinzelt nach 1945
GRABSTEINE: 916
DOKUMENTATION:
- Anfang des 20. Jahrhunderts durch Rabbiner Dr. Leopold Treitel (Belegungsliste, bis 1916)
- in den 50er Jahren Fotos durch Josef
Schönle (Fotos aller Grabsteine)
- 1977 durch Braun und Pysik (
Braun/Pysik) (Abschrift der deutschen Trauerverse/Gedichte auf der Rückseite der Grabsteine)
- 1981-1990 durch John H. Bergmann und Ernst Schäll (Bergmann/Schäll) (Belegungsplan, Abschrift von Namen und Sterbedaten)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1992 Volldokumentation im Auftrag
  der Stadt Laupheim und in Zusammenarbeit mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Nathanja Hüttenmeister).
- Ausgehend von dieser Arbeit Buchpublikation durch Nathanja
Hüttenmeister im Auftrag von Laupheim. 1991/92 Fotos aller Grabsteine durch Laupheim.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 3 Fotos mit einzelnen Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 96.
- Geschichte in
Kohl 1965, S. 55-56.
- Geschichte in
Schenk 1979, S. 298.
- Geschichte in
Braun 1980
-
Schäll 1981, S. 56: Geschichte; S. 47-49: Fotos (4 Grabsteine)
- Geschichte in
Laupheim 1983
- Geschichte in
Schäll 1994, S. 71-86.
- Geschichte in
Schäll 1996
- Volldokumentation (Fotos nur von ausgewählten Grabsteinen) in
Hüttenmeister 1998 und auf den Webseiten des Steinheim-Instituts in der epigraphischen Datenbank

 

Lautlingen

Stadt Albstadt:
BEMERKUNGEN: "In Lautlingen besteht eine Flur "Judengarten" , in anderen Quellen "Judenkirchhof" genannt (Lage an der Eisenbachstr. unterhalb des "Bühl"). Die Herkunft der Bezeichnung ist unbekannt; sie könnte auch auf einen Pestfriedhof vor dem Ortsetter aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges hinweisen." (Hahn 1988, S. 560).

 

Lichtenau

LANDKREIS: Rastatt
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden in Kuppenheim, ab 1830 in Freistett beigesetzt. "Während einer Blatternepidemie 1871 konnten 3 in dieser Zeit verstorbene Gemeindemitglieder nicht in Freistett beigesetzt werden. Elias Roos und seine Mutter wurden auf einem Platz östl. des städt. Friedhofes Lichtenau beigesetzt, ein weiteres "Judengrab" wurde im Gewann "Galgenfeld" angelegt. Die Grabsteine wurden im "Dritten Reich" entfernt; der kleine jüdische Friedhof am städtischen Friedhof (das 9 qm große Flst. 244, heute ein Blumenbeet ohne Hinweis) ist erhalten." (zitiert aus Hahn 1988, S. 442)

 

Lörrach (Alter Friedhof)

LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Schützenwaldweg
BELEGUNGSZEIT: 1670 - 1902
GRABSTEINE: 39
(Nur noch drei datierbare Grabsteine aus den Jahren 1869, 1879 und 1902 sind heute vorhanden.
Der Rest der Steine sind Fragmente bzw. die Inschriftenplatten fehlen.)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Wilhelm 1932, S. 162-169.
- Geschichte in
Moehring 1970
- Geschichte in
Bloch 1979, S. 31-32.
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 131.
- Geschichte in
Huettner 1993, S. 158-160
BEMERKUNGEN:
- Nach dem "Grabregister und Chronik des alten und neuen israelitischen Friedhofs in Lörrach" (Bestand: Oberrat der Israeliten Badens) wurde der alte Friedhof bereits 1666 angelegt.
- 1914/18 sowie 1934/35 kam es auf dem Friedhof zu Verwüstungen
(Moehring 1970, S. 66).
- "Der Lörracher Judenfriedhof wurde in der Folge des 9. November 1938 sinnlos zerstört. Heute sind nur noch ca. 24 Grabsteine übriggeblieben. Dem ... Denkmalpfleger Julius Wilhelm ist es zu danken, daß zumindest diese bescheidenen Reste des einstmaligen großen Verbandsfriedhofes noch erhalten sind. Er wehrte sich 1942 mannhaft gegen die Einplanierung der Friedhofsanlage zu einem "Park"." (zitiert aus
Huettner 1993, S. 284)
- Während der NS-Zeit wurden Grabsteine zum Straßenbau entfernt. Deshalb sind nur noch einige wenige Grabstein und Fragmente vorhanden (Grunddokumentation, S. 2).

 

Lörrach (Neuer Friedhof)

LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Brombacher Straße
BELEGUNGSZEIT: 1892 Gelände angekauft, 1895 eingeweiht - bis heute
GRABSTEINE: 157 (1993)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (155) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 96.

 

Lörrach (Museum)

LANDKREIS: Lörrach
ADRESSE: Museum am Burghof, Basler Str. 143, 79540 Lörrach
BEMERKUNGEN: In der Sammlung des Museums der Stadt Lörrach befinden sich zwei Grabsteine. Sie stammen vermutlich vom jüdischen Friedhof in Lörrach (Alter Friedhof) und datieren aus den Jahren 1869 und 1895 (Auskunft des Museums im April 1999).

 

Ludwigsburg (Alter Friedhof)

LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Meiereistraße
BELEGUNGSZEIT: 1870 - 1917
GRABSTEINE: 99
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
- 1995-1998 durch Joachim
Hahn (Fotos, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Ludwigsburg 1989, S. 24, 38-39
-
Hahn 1998, S. 96-100: Geschichte; S. 605-607: Belegungsliste; S. 612-732: Inschriften und Übersetzung (alle Steine) sowie ausgewählte Fotos.
BEMERKUNGEN: Vor 1870 beerdigten die Ludwigsburger Juden ihre Verstorbenen in Freudental und Hochberg (Hahn 1998, S. 94-96).

 

Ludwigsburg (Neuer Friedhof)

LANDKREIS: Ludwigsburg
ADRESSE: Harteneckstraße
BELEGUNGSZEIT: 1904 - 1944; 1954 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 85 (1989), 86 (1998)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
- 1995-1998 durch Joachim
Hahn (Fotos, Abschrift und Übersetzung)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Hahn 1998, S. 100-105: Geschichte; S. 608-611: Belegungsliste; S. 612-734: Inschriften und Übersetzung (alle Steine) sowie ausgewählte Fotos.

 

Mannheim (Alter Friedhof)

ADRESSE: F 7
BELEGUNGSZEIT: 1661 - 1839
GRABSTEINE: keine, einige Grabsteine heute auf dem Neuen Friedhof
DOKUMENTATION:
- 1890 durch Leopold Mayer im Auftrag der jüdischen Gemeinde
Mannheim (vermutlich Belegungsliste oder Plan)
- 1890er Jahre durch jüdische Gemeinde
Mannheim für Leopold Löwenstein (Abschriften von ausgewählten Grabsteinen)
- um 1911 Fotos von ausgewählten Grabsteinen, vermutlich durch jüdische Gemeinde
Mannheim (26 Grabsteine aus dem 17. Jahrhundert)
- 1938 Fotos von ausgewählten Grabsteinen, vermutlich durch die jüdische Gemeinde
Mannheim
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Löwenstein 1895, S. 79-80.
- 5 Grabinschriften in
Löwenstein 1895, S. 85, 89, 173, 243.
- Geschichte in
Mannheim 1901
- Geschichte in
Rosenthal 1927, S. 104.
- Geschichte in
Rosenthal 1938
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 187, 195: Geschichte, Abb. 144: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Theobald 1984, S. 79.
- Geschichte in
Mannheim 1992, S. 308-309.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1661 wurden die verstorbenen Mannheimer Juden in Worms beigesetzt (
Hahn 1988, S. 369).
- 1938 mußte auf Druck der Behörden der Friedhof abgeräumt werden. Die Gebeine von 3.586 bestatteten Juden wurden exhumiert und auf dem Neuen Jüdischen Friedhof Mannheims in einem Sammelgrab beigesetzt. Von den damals noch 1.113 vorhandenen Grabsteinen wurde nur ein Teil auf den Neuen Friedhof gebracht (
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 195, vgl. auch Mannheim 1992, S. 306-307).
- Heute ist der Friedhof teilweise überbaut, teilweise Grünanlage. Eine Gedenktafel erinnert an den Friedhof (
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 196).

 

Mannheim (Neuer Friedhof)

ADRESSE: Feudenheimer Straße
BELEGUNGSZEIT: 1840 (angelegt) - wird noch belegt
GRABSTEINE: 4.743
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2005 Grunddokumentation (und für 1048 Inschriften auch Volldokumentation) durch eine Arbeitsgruppe
   unter Leitung von Manfred Erlich im Auftrag des Landesdenkmalamtes und der Stadt Mannheim. Die Ergebnisse liegen auf zwei CD vor.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Rosenthal 1938, S. 16.
- Geschichte in
Watzinger 1963
- Übersichtsfotos in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 138-142.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 96.
- Geschichte in
Mannheim 1987, S. 62
-
Mannheim 1992, S. 305-311: Geschichte, S. 311-332: Beschreibung der Grabsteine/Grabanlagen und Biographien bedeutender Verstorbener.
- Das Stadtarchiv Mannheim veröffentlichte 2013 eine Datenbank im Internet, unter Verwendung der 1986 vom
Zentralarchiv angefertigten Fotos, der daran anknüpfenden Dokumentation des Landesdenkmalamts, sowie einer fotografischen Neuaufnahme des ganzen Friedhofs, die 2008 durch Irmgard und Dr. Hans-Peter Kraft erfolgte. Siehe dazu Schlösser 2013.
BEMERKUNGEN: 1938 wurden im Eingangsbereich die auf dem Alten Friedhof exhumierten Gebeine in einem Sammelgrab beigesetzt.

 

Massenbach

Stadt Schwaigern, Landkreis Heilbronn
BEMERKUNGEN:
- Früher existierte am Ort ein Flurname "Judenkirchhof", der aber heute unbekannt ist. Möglicherweise bezieht er sich auf eine jüdische Begräbnisstätte früherer Jahrhunderte (16. Jh.?) (
Hahn 1988, S. 249).
- Im 19. Jahrhundert beabsichtigte die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof anzulegen und kaufte dazu Gelände im Gewann "Hetzenkopf" oder "Kleines Feldle". Dieser Plan wurde jedoch nicht umgesetzt. (
Hahn 1988, S. 249)

 

Meckesheim

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: hinter dem christlichen Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1896 (angelegt) - 1935
(erste Beerdigung 1897)
GRABSTEINE: 22
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 147.
BEMERKUNGEN: Vor 1896 wurden die Verstorbenen Meckesheimer Juden auf dem Friedhof in Wiesloch beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 197).

 

Merchingen

Gemeinde Ravenstein, Landkreis Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: an der Straße nach Ballenberg, Gewann Wurmberg
BELEGUNGSZEIT: 1812 - 1939
GRABSTEINE: 350
DOKUMENTATION:
1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 angefangene Grunddokumentation (nur Grabsteine 1-50) durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Vladimir Baum)
- Unter Verwendung dieser Fotos Volldokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Benjamin Nir) [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 149.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 96.
- Geschichte in
Berlinger 1991, S. 52
BEMERKUNGEN:
- Die verstorbenen Merchinger Juden wurden in
Bödigheim und Berlichingen beigesetzt (Hahn 1988, S. 393).
- Zwischen 1769 und 1770/1773 bestand an der Gemarkungsgrenze zwischen Hüngheim und Merchingen ein Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde Merchingen (siehe
Hüngheim), auf dem die Beisetzungen erfolgten (Hahn 1988, S. 393; Berlinger 1991, S. 50-52).

 

Michelbach

Wallhausen, Landkreis Schwäbisch Hall
ADRESSE: Gewann Judenwasen
BELEGUNGSZEIT: 1840 (angelegt) - 1939
(erste Beerdigung 1841)
GRABSTEINE: 273
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (264) durch Barbara
Schwedler
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
- 1995 Fotos aller Steine durch Heinz Illich (siehe Projekt
Crailsheim)
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Taddey 1992, S. 287.
- Foto mit mehreren Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 102.
- Geschichte in Franken 2003, S. 70-77
BEMERKUNGEN:
Bis 1840 wurden die verstorbenen Michelbacher Juden auf dem Verbandsfriedhof in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) beigesetzt (Taddey 1992, S. 251).

 

Michelfeld

Gemeinde Angelbachtal, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: neben dem christlichen Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1868 - 1931
GRABSTEINE: 89
DOKUMENTATION:
ca. 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung aller Inschriften durch das
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon), sowie Belegungsliste.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 151.
- Geschichte in
Michelfeld 1990, S. 106.
-
Belegungsliste (seit 1996 auf den Webseiten des Zentralarchivs)
BEMERKUNGEN:
- Vor 1751 wurden die verstorbenen Juden aus Michelfeld in
Oberöwisheim, danach bis 1868 in Waibstadt begraben (Hahn 1988, S. 462).

 

Mingolsheim

Gemeinde Bad Schönborn, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Konradin-Kreutzer-Straße
BELEGUNGSZEIT: 1878 - 1939
GRABSTEINE: 154
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 14.
- Geschichte in
Theobald 1985 (4)
- Geschichte in
Messmer 1986, S. 94-96.
BEMERKUNGEN: Bis 1878 begruben die Mingolsheimer Juden ihre Verstorbenen auf dem Verbandsfriedhof in Obergrombach, (Hahn 1988, S. 277).

 

Mittelbiberach

Landkreis Biberach
ADRESSE: an der Straße nach Reute
BEMERKUNGEN:
- Eine jüdische Gemeinde existierte in Mittelbiberach von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1672 (Ausweisung der Juden).
- Vermutlich besaß die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof. Heute sind keine Spuren mehr vorhanden.
  Erst später wurden die Verstorbenen in
Kappel, bzw. in Bad Buchau beigesetzt (Hahn 1988, S. 130).

 

Mosbach

LANDKREIS: Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: zwischen heutigem städtischen Friedhof und Kapellenweg
BELEGUNGSZEIT: 1559 (erstmals erwähnt) - 1935, 1989
(ältester Grabstein datiert 1876)
GRABSTEINE: 73
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto einzelner Grabstein in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 152.

 

Mühlen

Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Egeltaler Weg
BELEGUNGSZEIT: 1800 (angelegt) - 1934
(Ältester Grabstein datiert 1804/05).
GRABSTEINE: 154
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
- Seit 2000 Volldokumentation durch
Horb (Bearbeiterin: Ulrike Sill) [in Arbeit].
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 103.
BEMERKUNGEN:
- Bei Schändungen in der nationalsozialistischen Zeit wurden 10 bis 15 Grabsteine aus dem jüngsten Teil des Friedhofs verschleppt (Grunddokumentation 1996).

 

Mühlheim an der Donau

LANDKREIS: Tuttlingen
BEMERKUNGEN: Den 1528 zugezogenen jüdischen Familien wurde als Begräbnisplatz das "Zeinslöchlin" zugewiesen. Die genaue Lage ist heute unbekannt. (Hahn 1988, S. 548).

 

Mühringen

Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: Flur Totenhau
BELEGUNGSZEIT: angelegt vermutlich Mitte 16. Jh. -
Im Jahre 1875 stammte der älteste auffindbare Grabstein aus dem Jahre 1697 (
Silberstein 1875).
GRABSTEINE: 828
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Volldokumentation (vorläufige Fassung) durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Nils-Christian Engel).
- Ausgehend von diesen Ergebnissen unter Verwendung neu angefertigter digitaler Fotos (die aber nur zum Teil veröffentlicht wurden) 2003 Publikation einer Volldokumentation mit umfassender Darstellung der Gemeindegeschichte durch
Horb (Bearbeiter: Nils-Christian Engel und Dr. Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Silberstein 1875.
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 104.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in
Mühringen 1986, S. 135
- Geschichte in
Schlatter 1971/74
- Volldokumentation in Mühringen 2003, S. 225-418.

 

Müllheim

LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Schwarzwaldstraße/Im Nußbaumboden
BELEGUNGSZEIT: 1850 (angelegt) - 1938, 1967-1973
(ältester Grabstein datiert 1852)
GRABSTEINE: 301
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation im Auftrag der Stadt Müllheim und in Zusammenarbeit
   mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Renata Fischer-Hoffmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Kahn 1963, [S. 9]
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 156.
- Geschichte in
Müllheim 1978, S. 36.
BEMERKUNGEN:
- Vermutlich existierte früher schon ein Friedhof (15./16. Jh.?), auf den der Flurname "Judenkirchhof" im Gewann Mattfeld hinweist (
Hahn 1988, S. 152).
- Bis 1850 wurden die verstorbenen Müllheimer Juden in
Sulzburg beigesetzt (Hahn 1988, S. 152).

 

Münster

Stadt Creglingen, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 341).

 

Neckargartach

Stadt Heilbronn
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN:
"Vor einigen Jahrzehnten war noch eine im Volksmund sogenannte Flur "Judenkirchhof" bekannt, deren Lage aber nicht mehr festzustellen ist." (Hahn 1988, S. 210)

 

Neckarsulm

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Am Waldenberg
BELEGUNGSZEIT: Mitte 16. Jh. oder 1. Hälfte 17. Jh. - vermutlich 1920
GRABSTEINE: 13 und einige Fragmente
(ältester Grabstein datiert 1659, der jüngste datiert 1759)
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto, Foto mit mehreren Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 106.
- Geschichte in
Neckarsulm 1985.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 168, 176.
BEMERKUNGEN:
- Im Mittelalter begruben die Neckarsulmer Juden ihre Verstorbenen vermutlich in
Heilbronn bzw. Neudenau.
- 1938 wurde der Friedhof verwüstet, die Grabsteine zum Straßenbau verwendet. Nach dem Krieg wurde er
   als Parkanlage mit den verbliebenen Grabsteinresten angelegt (
Hahn 1988, S. 240).

 

Neudenau

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: Flur Untere Ebene
BELEGUNGSZEIT: Mittelalter - 1937
(ältester Grabstein datiert 1690)
GRABSTEINE: 244
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997/98 Grunddokumentation und 52 Einzelübersetzungen
   durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann in Zusammenarbeit mit Andrea Göldner).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 160.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 96, 177-179.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof reicht bis in mittelalterliche Zeiten zurück. Im Jahre 1492 wurde er erstmals als zentraler Begräbnisplatz für die Juden in und um Heilbronn, Wimpfen und dem Lande Schwaben genannt (
Angerbauer 1986, S. 177-178).
- Der Friedhof wurde jedoch nicht kontinuierlich belegt. Es gab Unterbrechungen im Mittelalter und im 17. Jahrhundert.

 

Neuenbürg

Gemeinde Kraichtal, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: allgemeiner Ortsfriedhof
BELEGUNGSZEIT: 1945
GRABSTEINE: 7
(Ehemalige KZ-Häftlinge, die nach der Befreiung in Neuenbürg verstorben sind.)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Neuenbürg 1959
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 165.
- Geschichte in
Theobald 1985 (5)
BEMERKUNGEN: 1945 wurden durch französische Truppen typhuskranke Häftlinge aus dem befreiten KZ Vaihingen in Neuenbürg untergebracht. 7 verstorbene Israeliten wurden auf einer abgesonderten Parzelle neben dem Ortsfriedhof beigesetzt (Theobald 1985 (5)).

 

Niederstetten

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann Salmhof
BELEGUNGSZEIT: 1737 (angelegt) - 1939
(ältester datierbarer Grabstein 1739)
GRABSTEINE: 478
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Stern 1928
- 2 Übersichtsfotos, 1 Foto mit einzelnem Grabstein in
Württemberg 1932, S. 108, 109.
- Geschichte in Franken 2003, S. 124-129
BEMERKUNGEN:
- Nach einer alten Überlieferung wurden die Verstorbenen in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) begraben. Seit 1730 existierte auch ein Vertrag über die Mitbenutzung des Friedhofes in
Weikersheim (Sauer 1966, S. 134).
- 1928 war noch das Chewra Buch der Chewra Kadischa erhalten, dessen Eintragungen bis 1741 zurückreichten (Vgl.
Stern 1929).
- 1993 kam es zu einer Friedhofsschändung, bei der einige Stelen umgestürzt und einige mit Hakenkreuzen und Davidssternen beschmiert wurden (Grunddokumentation, S. 3).

 

Nonnenweier

Gemeinde Schwanau, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Auf dem Rebgarten
BELEGUNGSZEIT: 1880 - 1950
GRABSTEINE: 126
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 162.
- Geschichte in
Wimmer 1975, S. 163-165.
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurden bis 1880 auf dem Verbandsfriedhof in Schmieheim beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 215).

 

Nordrach

LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann Leerenwinkel
BELEGUNGSZEIT: 1907 - 1941, 1977
GRABSTEINE: 30
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- 1992 Unter Verwendung der Fotos des Zentralarchivs Grunddokumentation
   durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
- 2001 Volldokumentation der 14 hebräischen Inschriften durch
Dzialoszynski, sowie Belegungsliste für alle 30 Steine.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 170.
- Geschichte, Übersichtsfotos, Belegungsplan, Dokumentation aller 30 Grabstätten
[ohne Fotos,
   hebräischen Inschriften in deutscher Übersetzung von Dzialoszynski]
in Nordrach 2012
BEMERKUNGEN: Von 1903-1940 existierte in Nordrach ein Sanatorium für Lungenkranke, welches im Besitz der Rothschildstiftung Frankfurt am Main war. Für die verstorbenen lungenkranken Patienten wurde 1907 ein Friedhof durch das Sanatorium eingerichtet (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 229-230).

 

Nordstetten

Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE:
BELEGUNGSZEIT: 1741 - 1938
GRABSTEINE: 299
DOKUMENTATION:
- 1983-1984 durch Reinhold Mayer im Auftrag von
Horb (Abschrift, Übersetzung: alle Steine)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe, 1 Foto Einzelgrabstein in
Württemberg 1932, S. 110, 111.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 97.
- Inschriften und Übersetzung in
Mayer 1985
BEMERKUNGEN: Die Verstorbenen wurde vor Anlage eines eigenen Friedhofes in Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 136).

 

Oberdischingen

LANDKREIS: Biberach
ADRESSE: Waldstück, Richtung Gerstetten/Blaubeuren
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE: ca. 20
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Privatfriedhof der Familie Steiner, dort befindet sich u.a. das Grabmal Kilians von Steiners (Hahn 1988, S. 129, 130).

 

Oberdorf

Stadt Bopfingen, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE: Karksteinstraße
BELEGUNGSZEIT: 1825 (angelegt und ältester Grabstein) - 1948
GRABSTEINE: 479
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 erweiterte Grunddokumentation im Auftrag des Landesdenkmalamtes
  und des Trägervereins "Ehemalige Synagoge Oberdorf e.V." (Bearbeiterin: Emily Link).
  Belegexemplar des Zentralarchivs: vier Bände
  Oberdorf 1, 2 [ = Formblätter der gewöhnlichen Grunddokumentation, Nr. 1 - 479]
  Oberdorf 3, 4 [ = Wiedergabe der hebräischen und deutschen Inschriften, Nr. 1 - 479, dabei 107 Einzelübersetzungen]
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Sutschek 1995, S. 28-33, 44.
- Geschichte in
Hildebrand 1996
BEMERKUNGEN:
- Vor 1825 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof in Wallerstein (Landkreis Donau-Ries, Bayern) begraben (
Sauer 1966, S. 141).
  Dagegen
Hahn 1988, S. 422: Die Toten wurden in Aufhausen beigesetzt.
- Während der nationalsozialistischen Zeit kam es zu Zerstörungen auf dem jüdischen Friedhof (
Sutschek 1995, S. 44).

 

Obergrombach

Stadt Bruchsal, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Eichelberg
BELEGUNGSZEIT: angelegt 1632; 1803 - 1964
GRABSTEINE: 510
DOKUMENTATION:
- 1985/86 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1993 durch
Bruchsal (Fotos der vom Friedhof entwendeten Grabsteine)
- 2004 Grunddokumentation (sowie Volldokumentation für 160 ausgewählte Inschriften) durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Emily Link) unter Verwendung der Fotos des Zentralarchivs. Diese Grunddokumentation bezieht sich auf 1210 Grabsteine. Die Differenz zu den oben angegebenen 510 erklärt sich durch die Einbeziehung der zahlreichen inzwischen aus dem Hohlweg geborgene Grabsteine bzw. Fragmente. Das Belegexemplar des Zentralarchivs wurde zu neun Bänden gebunden (Obergrombach 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9). Bd. 9 enthält die Volldokumentation der ausgewählten Inschriften.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Grzymisch 1931
- prosaische Beschreibung in
Linnebach 1931
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 279: Geschichte, Abb. 3, 207: Übersichtsfotos.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 97.
- Geschichte in
Theobald 1985 (6)
- Geschichte in
Messmer 1986, S. 103.
- Geschichte in Stude 2007, S. 374-376
BEMERKUNGEN:
- Während der nationalsozialistischen Zeit wurden ca. 900 bis 1000 Grabsteine vom Friedhof entfernt und zum Bau eines Hohlweges benutzt. (Weitere Informationen unter Projekt
Bruchsal)
- Im Leo Baeck Institute New York, befindet sich in der Berthold Rosenthal Collection eine Gräberliste des Friedhofes für die Jahre 1760-1814 (Bestandsverzeichnis Sammlung Berthold Rosenthal: II, Nr. 9).

 

Oberöwisheim

Gemeinde Kraichtal, Landkreis Karlsruhe
ADRESSE: Flur Reimenhalden
BELEGUNGSZEIT: 1629 (angelegt) - 1938
(ältester datierbarer Grabstein 1735)
GRABSTEINE: 492
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1988 Übersetzung der Grabinschriften durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon), sowie Belegungsliste.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Zumbach 1929
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 164.
- Geschichte und Belegungsliste in
Zumbach/Walter 1973
-
Theobald 1984, S. 79: Geschichte, S. 100: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Theobald 1985 (7)
- Geschichte in
Hahn 1985b, S. 160-161.
- Belegungsliste (seit 1996 auf der Homepage des Zentralarchivs):
Name und Vorname bekannt / nur Vorname bekannt.
- Geschichte in Beisel 2002, S. 99.
BEMERKUNGEN: In Oberöwisheim lebten zu keiner Zeit Juden. Hier befand sich jedoch ab 1629 der Verbandsfriedhof für alle Juden im Kraichgau. Früher haben die im Kraichgau lebenden Juden ihre Toten in Speyer beerdigt, ab 1435 (Vertreibung der Juden aus Speyer) dann in Worms.

 

Ochsenburg

Gemeinde Zaberfeld, Landkreis Heilbronn
BEMERKUNGEN: Im 19. Jahrhundert war noch eine Flur "Judenkirchhof" bekannt (Hahn 1988, S. 254).

 

Oedheim

LANDKREIS: Heilbronn
ADRESSE: im Bautzenwald
BELEGUNGSZEIT: 1874 -
(ältester Stein: 1878; jüngster Stein 1935)
GRABSTEINE: 39
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 114.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 194
BEMERKUNGEN:
- Vor 1874 wurden die Verstorbenen in Neckarsulm beigesetzt (
Hahn 1988, S. 249).
- 1938 wurde der Friedhof stark zerstört und nach 1945 wieder hergestellt (
Sauer 1966, S. 145, Hahn 1988, S. 249).

 

Offenburg (Alter Friedhof)

LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: auf dem Gebiet des heutigen Freiburger Platzes
BELEGUNGSZEIT: 17. Jh. (?) - 1813
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Kähni 1969, S. 88, 93.
- Geschichte in
Dengler 1973
- Geschichte in
Offenburg 1983
- Geschichte in Ruch 2011, S. 96
BEMERKUNGEN:
- 1836 wurde der Friedhof versteigert (
Kähni 1969, S. 93).
- Auf dem
Neuen Friedhof befinden sich 7 Grabsteine, die vermutlich vom Alten Friedhof stammen.

 

Offenburg (Neuer Friedhof)

LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Moltkestraße, Teil des alten städtischen Friedhofs („alter Waldbachfriedhof“), am nördlichen Rand des Geländes.
BELEGUNGSZEIT: 1870 angelegt - 1942, wird noch belegt
ältester Grabstein 1871
GRABSTEINE: 284 (1987)
DOKUMENTATION:
- ca. 1980 durch
Bamberger (Dokumentation der 9 Grabsteine vom Alten Friedhof, die sich heute auf dem Neuen Friedhof befinden)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1995 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt
  (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Monika Preuß).
- 1998 durch Samy
Dzialoszynski (Abschrift und Übersetzung: alle Inschriften)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 168.
- Geschichte in
Kähni 1969, S. 93.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte, Übersetzung aller Inschriften in
Offenburg 2000
- Geschichte in Ruch 2011, S. 96-98
BEMERKUNGEN:
-
Auf dem Friedhof befinden sich sieben Grabsteine [laut Dzialoszynski, dagegen 9 laut Bamberger], die aus der Zeit vor der Anlegung des Friedhofs stammen (1771-1804). Sie wurden bei Grabungsarbeiten am heutigen Freiburger Platz gefunden und auf den Friedhof gebracht. Es handelt sich vermutlich um Grabsteine vom Alten Friedhof.
- Bei einer Friedhofsschändung im Jahr 1922 wurden 19 Grabsteine umgeworfen.

 

Offenburg (Weingartenfriedhof)

LANDKREIS: Ortenaukreis
ADRESSE: Auf dem Weingartenfriedhof (Weingartenstr. 80).
Das für jüdische Beerdigungen vorgesehen Feld liegt im Süden des Geländes
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:  Die Jüdische Gemeinde Emmendingen, zu deren Einzugsgebiet auch Offenburg gehört, hat dieses Gelände 2010 von der Stadt Offenburg erworben und am 21. November 2010 als jüdischen Friedhof geweiht. Dort ist Platz für 80 Grabstätten. (Badische Zeitung, 19. und 22. Nov. 2010).

 

Öhringen

LANDKREIS: Hohenlohe
ADRESSE: auf dem Galgenberg
BELEGUNGSZEIT: 1911 - ca. 1938
GRABSTEINE: 54
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- Volldokumentation durch Naftali Bar-Giora
Bamberger abgeschlossen, aber erst nach seinem Tod veröffentlicht.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 115.
Volldokumentation in
Bamberger 2002, S. 1039-1075.
- Geschichte in Franken 2003, S. 98-103
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden vor Errichtung eines eigenen Friedhofs in
Affaltrach und Berlichingen beigesetzt (Hahn 1988, S. 266).
- Nach 1939 wurden die Grabsteine abgeräumt und nach 1945/46 wieder aufgestellt (
Hahn 1988, S. 266).

 

Ölbronn

Gemeinde Ölbronn-Dürrn, Landkreis Enzkreis
ADRESSE: Flur Judengrab
BEMERKUNGEN: Heute nicht mehr lokalisierbar (Hahn 1988, S. 63).

 

Olnhausen

Gemeinde Jagsthausen, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Flurname "Judenkirchhof", ca. 1 km nördlich des Ortes
BEMERKUNGEN:
Die Verstorben wurden vermutlich auf einem eigenem Friedhof beigesetzt, bis später der Friedhof in Berlichingen genutzt wurde (Hahn 1988, S. 231).

 

Orsenhausen

Gemeinde Schwendi, Landkreis Biberach
BEMERKUNGEN: 1550 wird ein Friedhof erwähnt. Es ist heute nicht mehr bekannt, wo er sich befunden hat. (Hahn 1988, S. 133).

 

Pflaumloch

Gemeinde Riesburg, Landkreis Ostalbkreis
ADRESSE: Flur "Platten"
BELEGUNGSZEIT: 1840 (ältester Grabstein) - 1916 (jüngster Grabstein)
GRABSTEINE: 113
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Gert Wildensee).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 116.
BEMERKUNGEN: Bis 1830 wurden die Verstorbenen auf dem Friedhof in Wallerstein (Landkreis Donau-Ries, Bayern) beigesetzt (Sauer 1966, S. 150).

 

Pforzheim (Alter Friedhof)

ADRESSE: Eutinger Straße
BELEGUNGSZEIT: 1846 - 1878
GRABSTEINE: 4 Fragmente
DOKUMENTATION:
- 1994 Grunddokumentation durch das
Landesdenkmalamt.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Theobald 1984, S. 79-80.
- Geschichte In
Brändle 1985, S. 30, 33, 36, 37.
BEMERKUNGEN: (Theobald 1984, S. 79 sowie Hahn 1988, S. 434)
- Bis 1846 wurden die Verstorbenen auf dem Verbandsfriedhof in
Obergrombach beigesetzt.
- 1940 wurde der Friedhof eingeebnet, die Grabsteine wurden zerstört. 1985-1988 wurde das Areal als Gedenkstätte hergerichtet.
- 4 Grabsteinfragmente sind in der Friedhofsmauer eingelassen.

 

Pforzheim (Neuer Friedhof)

ADRESSE: Teil des städtischen Friedhofs, Auf der Schanz
BELEGUNGSZEIT: 1878 - wird noch belegt
GRABSTEINE: 276 (1985)
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Volldokumentation durch
Preuß.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 172.
-
Theobald 1984, S. 80: Geschichte, S. 101: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Brändle 1985, S.31, 38, 42.
- Volldokumentation in
Preuß 1994.
BEMERKUNGEN: Der Neue Friedhof ist 1878 als Teil des städtischen Friedhofs an seiner Ostseite eingerichtet worden. Im Jahr 2003 fand eine Erweiterung statt, für die ein Areal im Nordwesten des städtischen Friedhofs als geeignet befunden wurde. Auf dem städtischen Friedhof befinden sich seitdem zwei räumlich voneinander getrennte jüdische Beerdigungsfelder. Siehe dazu den Artikel in der Pforzheimer Zeitung vom 26. Juni 2003. 

 

Randegg

Gemeinde Gottmadingen, Landkreis Konstanz
ADRESSE: Gewann Flözler, direkt an der Schweizer Grenze
BELEGUNGSZEIT: 1742 - 1938 (laut Gräberverzeichnis)
(ältester vorhandener Stein datiert 1810)
GRABSTEINE: 330
(340 Gräber laut Gräberverzeichnis)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
  Die dort enthaltene Belegungsliste wurde veröffentlicht in Maajan 2003, S. 2257-2261.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfotos in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 177, 178.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 99.
- Geschichte in
Moos 1986, S. 57-58.
- Belegungsliste in Maajan 2003, S. 2257-2261.
BEMERKUNGEN:
- Das Jüdische Museum Hohenems (Österreich) hat 1995 ein Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofes Randegg erworben.
- Der Friedhof wurde seit 1945 mehrfach schwer geschändet (1945, 1966, 1970, 1986) (
Hahn 1988, S. 306).

 

Rastatt

LANDKREIS: Rastatt
ADRESSE: Karlsruher Straße/Ecke Gerwigstraße
BELEGUNGSZEIT: 1881 (eingeweiht) - 1978
GRABSTEINE: 104
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Translateur 1931, S. 22, 30.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 99.
BEMERKUNGEN: Vor 1881 wurden die Verstorbenen in Kuppenheim beigesetzt (Translateur 1931, S. 22).

 

Reihen

Stadt Sinsheim, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN: Es existiert ein Flurstück mit dem Namen "Judengottesacker", was auf eine jüdische Begräbnisstätte hinweist (Hahn 1988, S. 485).

 

Rexingen

Stadt Horb, Landkreis Freudenstadt
ADRESSE: südlich des Ortes
BELEGUNGSZEIT: 1760 (angelegt) - 1942, vereinzelt nach 1945
(ältester Grabstein datiert 1765)
GRABSTEINE: 936
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1993-1996 durch
Horb (Fotos, Abschrift, Übersetzung aller Steine sowie Belegungsplan)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Spatz 1924
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Grabsteingruppe in
Württemberg 1932, S. 117.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 99.
- Volldokumentation in
Rexingen 1996
- Volldokumentation (Fotos nur von ausgewählten Grabsteinen) in
Rexingen 1997
- Belegungsliste (seit 1997 auf der Homepage des Zentralarchivs)
BEMERKUNGEN:
Ein erster Friedhof (16. Jh.) wurde nach einer Überschwemmung aufgegeben.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Verstorbenen in
Mühringen beigesetzt (Vgl. Silberstein 1875, Spatz 1924 und Hahn 1988, S. 190).

 

Rheinbischofsheim

Stadt Rheinau, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: Gewann "Schießrain"
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE: 1 (datiert 1819)
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte, Foto und Übersetzung in Honold 1985
BEMERKUNGEN:
Begräbnisplatz der Familie Löw Simson. Die anderen Juden aus Rheinbischofsheim ließen sich in Kuppenheim
bzw. ab 1830 in
Freistett beerdigen (Hahn 1988, S.414)

 

Rohrbach

Stadt Sinsheim, Landkreis Rhein-Neckar-Kreis
BEMERKUNGEN:
Vermutlich bestand im 17./18. Jahrhundert ein jüdischer Friedhof in Rohrbach.
Im Gewann "Untere Hälden" trägt ein Flurstück die Bezeichnung "Judenkirchhof" (
Hahn 1988, S. 485).

 

Rohrbach am Gießhübel

Stadt Eppingen, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: an der Straße nach Bahnbrücken, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 228).

 

Rottenburg

LANDKREIS: Tübingen
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Müller 1981, S. 38
BEMERKUNGEN: Im Mittelalter bestand eine jüdische Gemeinde im 13./14. Jahrhundert (1286 erste Nennung - 1348 Pestverfolgung) sowie vom Ende des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts. Der jüdische Friedhof wird erstmals in einem Zinsverzeichnis von 1494 erwähnt. Er befand sich vor dem Kiebinger Tor. Heutige Lage ungefähr zwischen dem südlichen Teil des östlichen Stadtgrabens und der Sprollstraße. (Informationen aus Müller 1981, S. 37-38; Germania Judaica II/2, S. 719 und III/2, S. 1277 sowie Hahn 1988, S. 546).

 

Rottweil

LANDKREIS: Rottweil
ADRESSE: Hoferstraße/Ecke Lindenstraße
BELEGUNGSZEIT: 1850 - 1938, 1948, 1974
GRABSTEINE: 112
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1995 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Klein, S. 67-68.
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 120.
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen wurden zuvor in
Hechingen und Mühringen beigesetzt (Sauer 1966, S. 155).
- Einzigartig in Baden-Württemberg ist, daß fast alle Grabsteine einheitlich schräg liegen. Vorbild war vermutlich der Friedhof der evangelischen Brüdergemeinde in Königsfeld bei Rottweil (
Sauer 1966, S. 155. Vgl. auch Klein, S. 67-68).

 

Ruchsen

Stadt Möckmühl, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: ca. 1,5 km nördlich des Ortes, unweit der Seeklinge, Gewann "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Es ist unklar, welche jüdische Gemeinde den Friedhof benutzt hat - die mittelalterliche jüdische Gemeinde in Möckmühl oder die spätere in Ruchsen? (Hahn 1988, S. 238)

 

Schechingen

LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" (Flurstück 200/3)
BELEGUNGSZEIT:
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: In Schechingen existierte eine jüdische Gemeinde im 16./17. Jahrhundert. Die Juden wurden aus dem Ort ausgewiesen. Spuren ehemaligen jüdischen Lebens sind nicht erhalten geblieben (Hahn 1988, S. 429).

 

Schluchtern

Gemeinde Leingarten, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Kiesbergweg
BELEGUNGSZEIT: 1882 - 1969
GRABSTEINE: 62
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Frowald Gil Hüttenmeister).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Bis zur Errichtung eines eigenen Friedhofes wurden die Juden aus Schluchtern in Waibstadt und in Heinsheim begraben (Angerbauer 1986, S. 207, Hahn 1988, S. 236).

 

Schmieheim

Gemeinde Kippenheim, Landkreis Ortenaukreis
ADRESSE: an der Straße nach Wallburg, Abzweig nach Altdorf
BELEGUNGSZEIT: 1701 (ältester Grabstein) - 1941
GRABSTEINE: 2.491
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (2.368), sowie Belegungsplan durch
Zentralarchiv
- 1990-1996 Fotos aller Grabsteine durch
Schmieheim
   Unter Verwendung dieser Fotos: 1994-1998 Dokumentation durch Naftali Bar-Giora
Bamberger
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 253: Geschichte, Abb. 187, 189: Übersichtsfoto, Foto (einzelner Grabstein).
- Geschichte in
Wimmer 1975
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 99.
- Inschrift, Übersetzung von 23 Grabsteinen, teilweise Fotos in
Boll 1986
- Geschichte in
Macher 1987
- Geschichte, Inschrift und Übersetzung von 4 ausgewählten Grabsteinen in
Uttenweiler 1988
- Geschichte in
Pommerening 1990, S. 99-102.
- Geschichte (über die ältesten Grabsteine 1701-1720) in
Boll 1997a
- Geschichte in
Boll 1997b
- Dokumentation in
Bamberger 1999
(Geschichte, Fotos aller Grabsteine, Volldokumentation der älteren Grabsteine (ca. 530), Grunddokumentation der restlichen Grabsteine)
- Geschichte in
Boll 2000
- Geschichte unter
http://home.t-online.de/home/EhSynKipp/dfriedh1.htm
BEMERKUNGEN:
- Im Jahre 1682 wurde ein Vertrag über die Nutzung des Gewanns Steinhalden als jüdischer Begräbnisplatz abgeschlossen
  (Vgl. den Artikel von Günter Boll in
Bamberger 1999, Bd. 2, S. 1069-1072, bzw. Boll 2000).
- Der jüdische Friedhof in Schmieheim war der größte Verbandsfriedhof Südbadens. 

 

Schriesheim

LANDKREIS: Rhein-Neckarkreis
ADRESSE: In der Plöck
BELEGUNGSZEIT: 1874 - 1938
GRABSTEINE: 48
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1991 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 190.
- Geschichte in Schriesheim 2004
BEMERKUNGEN: Bis 1874 wurden die Schriesheimer Juden auf dem Verbandsfriedhof in Hemsbach beigesetzt (Hahn 1988, S. 480).

 

Schwäbisch Gmünd

LANDKREIS: Ostalbkreis
ADRESSE: im Gebiet der heutigen Königsturmstraße und Oberbettinger Str./Gemeindehausstr.
BEMERKUNGEN: Außerhalb der Stadtmauer, unweit der jüdischen Siedlung befand sich im Mittelalter der jüdische Friedhof (Hahn 1988, S. 431).

 

Schwetzingen

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: nordwestliche Seite des heutigen städtischen Friedhofes
BELEGUNGSZEIT: 1893 - 1955
GRABSTEINE: 58
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN: Geschichte in Schwetzingen 1978, S. 65-70.
BEMERKUNGEN: Vor 1893 wurden die verstorbenen Schwetzinger Juden in Wiesloch bestattet (Hahn 1988, S. 481).
BEMERKUNGEN: In den Jahren 1931, 1970 und 1975 ereigneten sich Friedhofsschändungen (Schwetzingen 1978, S. 67, 68).

 

Sennfeld

Gemeinde Adelsheim, Landkreis Neckar-Odenwaldkreis
ADRESSE: Gewann Greßbach
BELEGUNGSZEIT: 1882 (angelegt), 1884 (erste Bestattung) - 1939
GRABSTEINE: 128 (1987), 131 (1999)
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1996 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
- zwischen 1994 und 1999 durch Reinhart
Lochmann (Fotos aller Grabsteine, Abschrift: deutsche Inschriften)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 193.
- Geschichte in
Wetterauer 1985.
BEMERKUNGEN: Vor 1884 wurden die Toten in Bödigheim beigesetzt (Hahn 1988, S. 377).

 

Siglingen

Stadt Neudenau, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Gewann Leiten, Flurstück "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 242).

 

Simprechtshausen

Gemeinde Mulfingen, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 265).

 

Sindringen

Stadt Forchtenberg, Landkreis Hohenlohekreis
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof" an der Straße nach Ohrnberg
BEMERKUNGEN: "Vermutlich als Erinnerung an die mittelalterlichen jüdischen Bewohner." (Hahn 1988, S. 260).

 

Sinsheim

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Krebsgrundweg
BELEGUNGSZEIT: 1891 - 1977
GRABSTEINE: 78
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 195.
BEMERKUNGEN: Vor 1890 wurden die verstorbenen Sinsheimer Juden in Waibstadt beigesetzt (Hahn 1988, S. 486).

 

Sontheim

Stadt Heilbronn
ADRESSE: Gewann "Schozach"
BELEGUNGSZEIT: 1840 - 1943
(ältester Grabstein 1842)
GRABSTEINE: 308
DOKUMENTATION:
- 1985-1988 durch Realschule
Heilbronn (Fotos: alle Steine, Abschrift: deutsche Inschriften; Belegungsliste, Belegungsplan)
   Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Abschrift und Übersetzung aller Steine durch Dan
Bondy im Auftrag der Stadt Heilbronn.
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- 2 Übersichtsfotos in
Württemberg 1932, S. 120-121.
- Geschichte, Belegungsliste (für den Zeitraum 1936-1942) in
Franke 1963, S. 186-192.
- Geschichte in
Nebel 1963, S. 29.
- Geschichte in
Angerbauer 1986, S. 219.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan in
Sontheim 1987
- Inschrift und Übersetzungen aller Steine in
Bondy 1990.
BEMERKUNGEN:
- Von der 2. Hälfte des 17. Jh. bis 1840 wurden die Toten aus Sontheim in
Affaltrach beerdigt (Hahn 1988, S. 211).
- An der der südlichen Friedhofsmauer ist ein Grabstein aus dem Jahre 1420, vom zweiten mittelalterlichen Friedhof
Heilbronn stammend, eingelassen. Foto in: Württemberg 1932, S. 36; Franke 1963, S. 36 sowie Sauer 1966, Abb. 57.

 

Stein am Kocher

Stadt Neuenstadt, Landkreis Heilbronn
ADRESSE: Kohlbachtal, an der Straße nach Kreßbach
BELEGUNGSZEIT: ca. 1810 angelegt - 1934
(ältester datierbarer Stein von 1812)
GRABSTEINE: 101
DOKUMENTATION:
- 1985 durch Norbert
Jung (Belegungsliste sowie Fotos und Übersetzung von ausgewählten Grabsteinen)
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 196.
- Geschichte
in Jung 1985
- Geschichte in
Jung 1987a
- Geschichte, Belegungsliste, Fotos und Übersetzung von ausgewählten Grabsteinen in Jung 1987b, S. 9, 10, 40-77.
BEMERKUNGEN: Vor der Anlage eines eigenen Friedhofes wurden die Verstorbenen in Neudenau beerdigt.

 

Steinbach

Stadt Schwäbisch Hall, Landkreis Schwäbisch Hall
ADRESSE: Steinbacher Straße
BELEGUNGSZEIT: ca. 1812 - 1948
GRABSTEINE: 121
DOKUMENTATION:
- 1985 durch Frau Eva-Maria
Kraiss (Fotos aller Steine, Belegungsliste sowie Belegungsplan, teilweise Übersetzungen)
- 1986-1993 durch
Schwäbisch Hall (Fotos, Abschrift, Übersetzung: alle Steine; Belegungsplan)
   Auf der Grundlage des Manuskriptes von Heinrich Kohring 1990 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt.
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Foto von zwei Grabsteinen in
Württemberg 1932, S. 80.
- Volldokumentation in
Steinbach 1985
- Volldokumentation in
Kohring 1996
- Geschichte in
Taddey 1992, S. 304, 311-312.
- Geschichte in Franken 2003, S. 62-69
BEMERKUNGEN:
- Die Toten aus Steinbach wurden früher in Schopfloch (Landkreis Ansbach, Bayern) und ab 1747 auch in
Braunsbach beigesetzt.
- Der Friedhof wurde während der NS-Zeit zerstört. Nach 1945 wurden die Grabsteine wiederaufgestellt.
  Von ehemals ca. 260-270 Grabsteinen sind nur noch 112 Grabsteine übriggeblieben.
- Der Friedhof wurde im November 1992 geschändet: 6 Grabsteine umgeworfen und zwei mit Hakenkreuzen beschmiert
  (Sonntag Aktuell. Nr. 45 vom 08.11.1992).

 

Straßdorf

Stadt Schwäbisch Gmünd, Landkreis Ostalbkreis
BEMERKUNGEN: "Auf der Gemarkung wurden früher im Volksmund zwei Fluren "Judenfriedhof genannt: im Neidlingswald und als Flurteil des Schirenhofes (beide Fluren heute nicht mehr genau lokalisierbar). Vermutlich wurden auf diesen Friedhöfen die in Straßdorf, Rechberg und Großeislingen im 16. Jahrhundert aufgenommenen und dort verstorbenen Juden beigesetzt." (zitiert aus Hahn 1988, S. 432).

 

Stühlingen

LANDKREIS: Waldshut
BEMERKUNGEN: Vom 16. bis 18. Jahrhundert (Ausweisung 1743) bestand eine jüdische Gemeinde in Stühlingen. Sie besaßen einen Friedhof, dessen genaue Lage nicht mehr bekannt ist (jenseits der Wutach gelegen, "obem Schaffhauser Weg"). Er wurde vermutlich nach der Vertreibung der Juden abgeräumt und die Grabsteine fanden unter anderem als Dohlendeckel Verwendung. (Vgl. Rosenthal 1927, S. 175, sowie Hahn 1988, S. 557).

 

Stuttgart (Hoppenlaufriedhof)

ADRESSE: Rosenbergstraße
BELEGUNGSZEIT: 1834 - 1873 (vereinzelt bis 1904)
GRABSTEINE: 208
DOKUMENTATION:
- 1987/88 Dokumentation durch Joachim
Hahn (Fotos: alle Steine; Abschrift: alle Inschriften; Übersetzung: hebräische Inschriften)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Festschrift 1911, S. 95.
- Foto in
Württemberg 1932, S. 127.
- Geschichte in
Zelzer 1964, S. 29-30.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos (ausgewählte Grabsteine), Inschrift und Übersetzung (16 ausgewählte hebräische Inschriften) in
Hahn 1988b.

 

Stuttgart (Pragfriedhof)

ADRESSE: Friedhofstraße 44
BELEGUNGSZEIT: 1874 - 1945 (vereinzelt bis heute)
GRABSTEINE: 2.373 (1991)
DOKUMENTATION:
- 1990-1992 Dokumentation durch Joachim
Hahn
(Fotos: alle Steine, Belegungsliste)
- 1991 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Festschrift 1911, S. 96-97.
- Foto (Ehrenfriedhof) in
Württemberg 1932, S. 127.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan, Fotos (ausgewählte Grabsteine) in
Hahn 1992.
BEMERKUNGEN: Nach Schließung des Friedhofs erfolgten die Beisetzungen der Stuttgarter Juden auf dem Steinhaldenfriedhof in Bad Cannstadt.

 

Stuttgart (Flughafen)

LANDKREIS: Esslingen
ADRESSE:
Stuttgarter Flughafen (auf dem Gebiet der Gemeinde Filderstadt)
BELEGUNGSZEIT: 1945
GRABSTEINE:
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN: Im September 2005 ist bei Bauarbeiten auf dem Stuttgarter Flughafen ein Massengrab entdeckt worden, in dem sich die sterblichen Überreste von 34 jüdischen KZ-Häftlingen befanden. Drei Monate später sind die ausgegrabenen Gebeine an derselben Stelle feierlich beigesetzt worden (Bericht der Netzeitung vom 15. Dez. 2005, der Stuttgarter Zeitung vom 16. Dez. 2005). Weitere Opfer desselben KZ-Kommandos sind 1944-45 in Esslingen (Neuer Friedhof) begraben worden, siehe dazu Hahn 1994, S.193-194.

 

Sulzburg

LANDKREIS: Breisgau-Hochschwarzwaldkreis
ADRESSE: Badstraße
BELEGUNGSZEIT: 1717 - 1980
(Mitte 16. Jh. angelegt; um 1660 verfallen; ab 1717 neue Belegung; der älteste datierbare Stein stammt von 1731)
GRABSTEINE: 462
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1997 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Kahn 1958
- Geschichte in
Kahn 1960
- Geschichte in
Kahn 1963, [S. 10-11]
- Fotos (zwei einzelne Grabsteine) in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 199, 200.
- Geschichte in
Kahn 1969, S. 14-21.
- Geschichte (literarisch) in
Huchel 1981, S. 20-27.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 98.
- Geschichte in
Fuchs 1991, S. 45-48.
- Geschichte unter http://www.bethhahayim.info/sulzburg.htm
BEMERKUNGEN:
Im jüngeren Teil des Friedhofs weisen die Grabsteine Spuren schwerer Schändung auf (Grunddokumentation 1997, S. 2).

 

Tauberbischofsheim

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Hochhäuser Straße
BELEGUNGSZEIT: 1875 - 1939
GRABSTEINE: 146
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Barbara Döpp).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 202.
BEMERKUNGEN: Bis 1875 wurden die verstorbenen Juden aus Tauberbischofsheim in Külsheim beerdigt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 269).

 

Tiengen

Stadt Waldshut, Landkreis Waldshut
ADRESSE: Feldbergstraße
BELEGUNGSZEIT: ca. 1760 - 1938
GRABSTEINE: 3 (1786, 1787, der dritte verschiedene Lesungen: 1763, 1793 oder 1823)
(außerdem 1 Gedenkstein)
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
   Die dort enthaltene Belegungsliste wurde veröffentlicht in Maajan 2003, S. 2261.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 98.
- Geschichte, Fotos und Inschriften der 3 Grabsteine in
Petri 1984, S. 71-79.
- Belegungsliste in Maajan 2003, S. 2261
BEMERKUNGEN:
Der Friedhof wurde 1938 eingeebnet und die Grabsteine wurden zum Bau einer Stützmauer (Seilerbergweg) verwendet.
Nach 1945 wurde der Friedhof zu einer Gedenkstätte umgestaltet (
Petri 1984, S. 73, 76-77).

 

Überlingen (Mittelalterlicher Friedhof)

LANDKREIS: Bodensee
ADRESSE: an der heutigen St.-Leonhard-Strasse
BELEGUNGSZEIT: 1226 - 1430
GRABSTEINE: Auf dem Friedhof befinden sich keine Steine mehr, aber im Städtischen Museum Überlingen werden 15 Fragmente aufbewahrt.
DOKUMENTATION:
- 2000 im Auftrag des Städtischen Museum
Überlingen Fotos aller Fragmente durch Renate Köberle und
   ausführliche Dokumentation der Inschriften durch Wilhelm Nebe.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
-
Löwenstein 1879, Geschichte: S. 1, 14, 106; Inschrift und Übersetzung von vier Grabinschriften; S. 107-109.
- Geschichte, Inschrift und Übersetzung von einem Grabstein in
Roder 1910a
- Inschrift, Übersetzung von einem Grabstein in Roder 1910b
- Geschichte, Inschrift, Übersetzung und Fotos (5 Grabsteine) in
Roder 1913
- Geschichte in
Germania Judaica I, S. 389; II/2, S. 838-842; III/2, S. 1494-1496.
- Geschichte in
Theobald 1984, S. 80.
- Geschichte in
Hahn 1988, S. 135-136.
- Volldokumentation (der 15 Grabsteinfragmente) in
Nebe 2002.
BEMERKUNGEN:
Der Friedhof wurde 1349 konfisziert, die Grabsteine als Baumaterial verwendet. 1376 begann eine erneute Belegungsphase v.a. durch Juden aus Konstanz, 1430 kam es zur endgültigen Aufhebung des Friedhofs. 1850 wurden einige Grabsteine gefunden. 1910 wurden weiter 4 Grabsteine bei Restaurationsarbeiten am Münster wiederentdeckt.

 

Ulm (Mittelalterliche Friedhöfe)

Ein erster Friedhof (1281 erwähnt) befand sich am Platz des Neuen Tores (heute: Kreuzung zwischen Kelter-, Wengen- und Sterngasse). Er wurde bis zum 14. Jahrhundert belegt und mußte aufgrund einer Stadterweiterung verlegt werden. Der zweite mittelalterliche Friedhof (1356 erstmals erwähnt) befand sich außerhalb des Neuen Tores (Gebiet der heutigen Hauptpost). Er wurde 1499 abgeräumt und die Grabsteine wurden zum Haus- und Münsterbau verwendet.
Einige Grabsteine wurden im 18./19. Jahrhundert wiederentdeckt.
Ein Teil der Grabsteine befindet sich heute in der Bauhütte des Ulmer Münsters. Ein Stein ist in der Außenmauer des Hauses Rabengasse 7 eingemauert. [Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde über die Grabsteine berichtet. Der ausführlichste Beitrag ist jedoch der von Markus Brann (
Brann 1917). Sowohl in diesem Aufsatz, als auch in dem von Herrmann Dicker (Dicker 1937), wird ausführlich auf die ältere Literatur verwiesen.]
In Langenau (Alb-Donau-Kreis) wurden 1985 bei Bauarbeiten in der mittelalterlichen Martinskirche zwei Teile eines Grabsteines gefunden. Sie dienten als Treppenstufe im Chor zum Hochaltar. Der Grabstein datiert aus dem Jahr 1375. Er stammt vermutlich vom Ulmer mittelalterlichen Friedhof. Heute befindet er sich in einem Wehrturm südöstlich der Martinskirche (Auskunft des Evangelischen Pfarramtes der Martinskirche am 18.02.2000). Desweiteren wurde in Langenau bereits vor mehreren Jahrzehnten ein Grabstein aus Ulm gefunden. 1934 wurde er nach Ulm zurückgebracht und dort in die Friedhofsmauer (
Alter Friedhof) eingemauert. Über seine späteres Schicksal ist nichts bekannt; der Friedhof wurde während der nationalsozialistischen Zeit zerstört. (Zu den Grabsteinen in Langenau vgl. Hahn 1988, S. 113)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Inschriften und Anmerkungen von 24 wiederaufgefundenen Grabsteinen in
Brann 1917
- Geschichte, Grabsteinliste in
Dicker 1937, S. 11, 20-21, 76-78.
- Fotos in
Württemberg 1932, S. 40-46.
- Geschichte in
Germania Judaica I, S. 381; II/2, S. 844; III/2, S. 1498.
- Geschichte in
Hahn 1988, S. 449-550.

 

Ulm (Alter Friedhof)

ADRESSE: Frauenstraße, Alter Städtischer Friedhof
heute: Parkanlage Frauenstraße
BELEGUNGSZEIT: 1852 (angelegt) -
(jüngster Grabstein datiert 1924)
GRABSTEINE: 14
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Michal Antmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
Zwischen 1936 und 1945 wurde der Friedhof zerstört. Nach dem Krieg wurden die verbliebenen Grabsteine wiederaufgestellt.
Heute ist er eine Parkanlage. (
Hahn 1988, S. 551).

 

Ulm (Neuer Friedhof)

ADRESSE: Stuttgarter Straße, Städtischer Friedhof
BELEGUNGSZEIT: 1899 - in Nutzung
GRABSTEINE: 335 (1990)
DOKUMENTATION:
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1994 Belegungsliste durch
Schubart-Gymnasium.
- 1997 Erarbeitung einer Konkordanz durch das
Landesdenkmalamt für das Nummernsystem des Schubart-Gymnasiums und des Zentralarchivs.
VERÖFFENTLICHUNGEN:

 

Unterbalbach

Stadt Lauda-Königshofen, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Oberbalbacher Straße
BELEGUNGSZEIT: erstmals erwähnt 1590; 1798 - 1938
GRABSTEINE: 1.358
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2003 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: S. Michal Antmann und Martina Strehlen).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte
Löwenstein 1895, S. 275-276
- Geschichte in
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 276-277.
- Geschichte in
Fechenbach 1972, S. 14, 17, 18, 27-28.
- Geschichte in
Oberhollenzer 1982
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 100.

 

Unterhausen

Lichtenstein, Landkreis Reutlingen
ADRESSE: Flurstück "Judenkirchhof" im Gewann Linsenäcker an der Holzelfinger Steige
BEMERKUNGEN: "Bei Grabungsarbeiten in den Jahren 1891 und 1971 wurden in diesem Bereich Gräber entdeckt, davon eines aus der frühen Karolingerzeit. Nach der örtlichen Überlieferung wurden hier ein oder zwei Juden beigesetzt. Es ist durchaus wahrscheinlich, daß hier ein älterer Begräbnisplatz vorliegt, der in späterer Zeit auch einmal zur Bestattung verstorbener Juden benutzt werden konnte." (Hahn 1988, S. 453)

 

Unterkessach

Stadt Widdern, Landkeis Heilbronn
ADRESSE: Ackergebiet oberhalb der alten Berlichinger Stiege, Flur "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: 1729 wird der Flurname "Judenkirchof" erstmals genannt. Im 16./17. Jahrhundert waren Juden in Unterkessach ansässig. (Hahn 1988, S. 254)

 

Unterschwandorf

Stadt Haiterbach, Landkreis Calw
ADRESSE: Alte Haiterbacher Landstraße
BELEGUNGSZEIT: 1801 - 1859
GRABSTEINE: 17
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (15) (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Otto-Hahn-Gymnasium
Nagold.
   Unter Verwendung dieser Fotos 1990 Übersetzung aller Inschriften durch
Kohring.
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Unterschwandorf 1918
- Geschichte in
Unterschwandorf 1925
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 132.
- Geschichte in
Unterschwandorf 1969
-
Theobald 1984, S. 80: Geschichte, S. 100: Übersichtsfoto.
- Volldokumentation in
Unterschwandorf 1992

 

Waibstadt

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Am Mühlbergwald
BELEGUNGSZEIT:  1690 (ältester Grabstein) - 1940 (letzte Beerdigung)
GRABSTEINE: 2.556
DOKUMENTATION:
- 1913 Belegungsliste durch Jakob Bloch (
Waibstadt), Fortführung bis 1936
- 1985/1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 2004 Grunddokumentation durch Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Martina Strehlen).
  Belegexemplar des Zentralarchivs: acht Bände (= Waibstadt 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste in
Waibstadt 1914
- Belegungsliste in
Waibstadt 1936
- Übersichtsfotos in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 158 (fälschlicherweise unter Neckarbischofsheim abgedruckt)
   und Abb. 210; Abb. 109: Foto (Grabstätte der Fam. Weil).
- Geschichte in
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 280-281.
- Geschichte in
Teichert 1981.
- Geschichte (Grabmausoleum der Familie Weil) in
Ebert 1982
- Foto (einzelner Grabstein) in
Theobald 1984, S. 93.
- Geschichte in
Hahn 1985b, S. 489.
- Geschichte in Beisel 2002, S. 99f.
BEMERKUNGEN:
- Der Friedhof wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg angelegt, das genaue Datum ist nicht bekannt.
-
 Zwischen 1938 und 1940 wurde das Mausoleum der Familie Weil stark beschädigt (Hahn 1988, S.489).

 

Waldkirch

LANDKREIS: Emmendingen
BELEGUNGSZEIT: Mittelalter
GRABSTEINE: keine
BEMERKUNGEN:
- Es existierten in Waldkirch zwei Friedhöfe. Der ältere (Flurname "Judenkirchhof") wurde vermutlich bis 1349 benutzt. In diesem Jahr wurden die Waldkirchener Juden unter dem Vorwand der Brunnenvergiftung verbrannt. Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts bestand eine neue jüdische Ansiedlung, die bis 1504 andauerte (erneute Vertreibung). In dieser Zeit benutzen sie wahrscheinlich den zweiten Friedhof (Flurname Judenkirchhöfle, in der Nähe des Flusses Elz) (
Hahn 1988, S. 166). Leicht abweichende Informationen liefern Germania Judaica II/2, S. 861, Germania Judaica III/2, S. 1551 sowie Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 88.

 

Waldshut

LANDKREIS: Waldshut
ADRESSE: Gemarkung Waldshut,
BELEGUNGSZEIT: 2. Hälfte 17. Jahrhundert - 1750
(1689 erster urkundlicher Nachweis; 1674 ältester Grabstein ; 1748 jüngster Grabstein)
GRABSTEINE: heute keine vor Ort
(16 Grabsteine befinden sich heute auf dem jüdischen Friedhof Endingen-Lengnau/Schweiz)
DOKUMENTATION:
- In den 50er Jahren durch
Waldshut
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Waldshut 1862
- Geschichte in
Waldshut 1872
- Geschichte in
Waldshut 1901
- Geschichte in
Waldshut 1909
- Geschichte in
Waldshut 1925
- Geschichte in
Waldshut 1926
- Geschichte in
Waldshut 1927
- Geschichte in
Waldshut 1951
- Geschichte in
Waldshut 1953
- Volldokumentation in
Guggenheim-Grünberg 1956
- Foto (einzelner Grabstein) in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 205.
- Geschichte in
Sutter 1982
- Geschichte in
Hahn 1988, S. 599
- Grabsteinliste (Name, Sterbedatum) von den Waldshuter Grabsteinen, welche sich auf dem Friedhof Endingen-Lengnau befinden,
   in
Endingen-Lengnau (Bd. II) 1993, S. 61-62.
BEMERKUNGEN:
(Folgende Informationen sind zusammengestellt aus
Guggenheim-Grünberg 1956, Hundsnurscher/Taddey 1968 und Hahn 1988):
- Der Friedhof befand sich auf der sogenannten Judenäule, einer Rheininsel. Auf diesem Friedhof bestatteten die Schweizer Juden
  aus Endingen und Lengnau im 17. und 18. Jahrhundert ihre Toten. Ab 1750 waren sie im Besitz eines Friedhofes auf Schweizer Territorium.
- Im Zuge der Rheinregulierung und geplanter neuer Hafenanlagen wurden 1954/1955 die Gebeine der Verstorbenen exhumiert und
  zusammen mit den vorhandenen Grabsteinen auf den jüdischen Friedhof in Endingen-Lengnau (Schweiz) überführt.

 

Walldorf

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: an der Westseite des städtischen Friedhofs
BELEGUNGSZEIT: 1880 - 1940
GRABSTEINE: 97
DOKUMENTATION:
- 1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1992 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 212.
- Geschichte in
Herrmann 1985, S. 9.
BEMERKUNGEN:
- Die Verstorbenen aus Walldorf wurden vor 1880 auf dem Verbandsfriedhof in
Wiesloch beerdigt (Hahn 1988, S. 492).
- Nach einer Friedhofsschändung im Jahr 1990 wurden die Steine wieder aufgerichtet und befestigt (Grunddokumentation, S. 3).

 

Wangen

Gemeinde Öhningen, Landkreis Konstanz
ADRESSE: Gewann "Am Hardtbühl"
BELEGUNGSZEIT: 1827 (älteste Beisetzungen nach Steinem 1901) - 1941, 1970, 1971
heute ältester datierbarer Grabstein stammt aus dem Jahr 1846
GRABSTEINE: 149
DOKUMENTATION:
- ca. 1900/1901 durch
Steinem (Belegungsliste, Belegungsplan)
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterinnen: Barbara Döpp und Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan in
Steinem 1901
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 215.
BEMERKUNGEN:
- Bis 1827 wurden die Juden aus Wangen in
Gailingen beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 286).
- Im Oktober 1992 wurden bei einer Friedhofsschändung 17 Grabsteine umgeworfen (Stuttgarter Zeitung. 19. Juni 1993).

 

Wankheim

Gemeinde Kusterdingen, Landkreis Tübingen
ADRESSE: an der heutigen B 28, Richtung Tübingen
BELEGUNGSZEIT: 1744 - 1941
(ältester Grabstein 1788/1789)
GRABSTEINE: 137
DOKUMENTATION:
- 1988 bis 1994 Volldokumentation durch Frowald Gil
Hüttenmeister
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Württemberg 1932, S. 132.
- Volldokumentation in
Wankheim 1995
BEMERKUNGEN:
-
1939 wurden 65 Grabsteine umgeworfen (Wankheim 1995, S. 27).
- Weitere Friedhofsschändungen fanden in den Jahren 1950, 1986, 1989 statt (
Wankheim 1995, S. 28).

 

Weikersheim

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Stadelhof"
BELEGUNGSZEIT: 1730 (angelegt sowie ältester Grabstein)- 1941
GRABSTEINE: 607
DOKUMENTATION:
- 1989 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1999 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Guido Kleinberger).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Schweizer 1924, S. 20.
- 1 Übersichtsfoto, 1 Foto Einzelgrabstein in
Württemberg 1932, S. 133.
- Geschichte in
Fechenbach 1972, S. 17.
- Geschichte in
Oberhollenzer 1982
- Geschichte in
Herrmann 1987
- Geschichte in Franken 2003, S. 130-139
BEMERKUNGEN: Die verstorbenen Weikersheimer Juden wurden bis 1730 in Unterbalbach bestattet (Sauer 1966, S. 189).

 

Weil im Schönbuch

LANDKREIS: Böblingen
ADRESSE: Flur "Judenkirchhof", unweit der Kreuzung B 27 alt/B 464
BELEGUNGSZEIT: vermutlich Mittelalter
GRABSTEINE: keine
In den 1860er Jahren existierten drei Sandsteinplatten, jedoch ohne Spuren von Inschriften.
Bei einer Grabung in dieser Zeit wurden menschliche Gebeine gefunden (
Tscherning 1894).
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Tscherning 1894
- Geschichte in
Hahn 1988, S. 141-142.

 

Weildorf

Stadt Haigerloch, Landkreis Zollernalbkreis
ADRESSE: Stadtwald
BELEGUNGSZEIT: ca. Mitte 16. Jh. - 1884
GRABSTEINE: 18
DOKUMENTATION:
- 1944 Fotos aller Steine durch das
Reichsinstitut
- 80er Jahre durch Gottfried Reeg (Institutum Judaicum) (Abschrift und Übersetzung)
- 1990 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der vom Zentralarchiv angefertigten Fotos 1990 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Walburga Zumbroich).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Geschichte in
Spier 1929
-
Steim 1987, S. 15: Geschichte. S. 50: Übersichtsfoto.
- Geschichte in
Steim 1989.
- Geschichte in
Schubert 1990, S. 29-30, 31, 34.
- Geschichte in
Steim 1994, S. 313-314.
BEMERKUNGEN:
- Im Jahr 1929 wurde festgestellt, daß der älteste Stein aus dem Jahre 1567 stammt (
Spier 1929, S. 70).
  1990 konnte nur noch das Jahr 1738 als ältestes lesbares Datum festgestellt werden.
- Aus dem Jahre 1629 stammt eine Erlaubnis, die Toten in
Mühringen bestatten zu dürfen (Silberstein 1875).
- Ab 1803 gab es einen neuen Friedhof in
Haigerloch.

 

Weingarten

LANDKREIS: Karlsruhe
ADRESSE: Gewann "Effenstiel"
BELEGUNGSZEIT: 1903 (ältester Grabstein) - 1936, 1950
GRABSTEINE: 35
DOKUMENTATION:
- 1986 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1993 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 217.
- Geschichte in
Theobald 1985 (8)
- Geschichte in
Büsing 1991, S. 26-28.
BEMERKUNGEN:
Die Juden aus Weingarten wurden vermutlich bis 1632 in Worms, danach in Obergrombach beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 288 Hahn 1988, S. 301).

 

Weinheim

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Flur "Judenbuckel", südlich der Altstadt
BELEGUNGSZEIT: 17./18. Jahrhundert
GRABSTEINE: keine
DOKUMENTATION:
VERÖFFENTLICHUNGEN:
BEMERKUNGEN:
- Um 1880 wurde ein hebräisch beschriebener Grabstein ausgegraben. Er wurde aber nicht entziffert und
   ist nicht erhalten geblieben (
Horsch 1964, S. 8, Hahn 1988, S. 494, vgl. auch Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 290.)
- Im Mittelalter wurden die verstorbenen Weinheimer Juden vermutlich in Worms beigesetzt, im 19./20. Jahrhundert in
Hemsbach.

 

Weißbach

LANDKREIS: Hohenlohekreis
ADRESSE: "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Die Flur "Judenkirchhof" war im 19. Jahrhundert noch bekannt. Heute ist die Lage unbekannt (Hahn 1988, S. 270).

 

Wenkheim

Gemeinde Werbach, Landkreis Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: Gewann "Großer Wald"
BELEGUNGSZEIT: 1714 (ältester lesbarer Grabstein) - 1939
(1590 Kauf des Friedhofsgeländes, vgl.
Weiss 1992, S. 104)
GRABSTEINE: 674
DOKUMENTATION:
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1996 Grunddokumentation und 100 Einzelübersetzungen durch das
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Margaretha Boockmann).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 219.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte in
Weiss 1992, S. 104-125.

 

Werbach

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: nördlich des Ortes, zwischen dem Limbach und der Straße nach Böttigheim, Gewannbezeichnung "Judenkirchhof"
BEMERKUNGEN: Vermutlich handelt es sich dabei um einen jüdischen Begräbnisplatz früherer Jahrhunderte (Hahn 1988, S. 363).

 

Wertheim

LANDKREIS: Main-Tauber-Kreis
ADRESSE: am Schloßberg, gegenüber der Mainbrücke
BELEGUNGSZEIT: 1405 (ältester Grabstein) - 1938
(möglicherweise Belegung seit dem 13. Jh.)
GRABSTEINE: 498
DOKUMENTATION:
1985 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1989 Übersetzung der Grabinschriften durch
Zentralarchiv (Bearbeiter: Karol Sidon).
- Unter Verwendung dieser Fotos 1998 Volldokumentation im Auftrag der Stadt Wertheim und
   in Zusammenarbeit mit dem
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Emily Link).
- 1989/90 durch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
Wertheim (Belegungsliste und Belegungsplan der Grabsteine im neuen Friedhofsteil (deutschen Inschriften)
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersetzung der Inschriften des 15. Jahrhunderts, in
Rapp 1961/62
- Geschichte in
Wertheim 1967
-
Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 296-297: Geschichte; Abb. 221: Übersichtsfoto.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte, Belegungsliste, Belegungsplan (nur neues Gräberfeld) in
Eckert 1990, S. 10-36.
- Geschichte in
Eckert 1995

 

Wiesloch

LANDKREIS: Rhein-Neckar-Kreis
ADRESSE: Merianstraße/Bahnweg
BELEGUNGSZEIT: 1661 (erstmals erwähnt) - 1939, 1950
(ältester Grabstein datiert 1670)
GRABSTEINE: 1.252
DOKUMENTATION:
- seit den 80er Jahren Dokumentation einzelner Steine (Juden aus Leimen) durch Karl
Günther
- 1987 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch Zentralarchiv.
- Unter Verwendung der Fotos des Zentralarchivs Übersetzung von Inschriften:
  1990 durch
Alter (Grabsteine aus den Jahren 1670-1819)
  1995 durch
Pöpl (Grabsteine aus den Jahren 1819-1865).
- 2004 e
benfalls unter Verwendung der Fotos des Zentralarchivs vollständige Grunddokumentation
 
(für eine Auswahl von 140 Steinen auch Volldokumentation) im Auftrag der Stadt Wiesloch und in Zusammenarbeit mit
   dem Landesdenkmalamt (Bearbeiter: Tobias Kostial).
   Belegexemplar des Zentralarchivs: neun Bände (= Wiesloch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfoto in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 223.
- Übersichtsfoto in
Theobald 1984, S. 101.
- Geschichte in
Hochwarth 1985, S. 174-179.
- Geschichte; Foto, Inschrift, Übersetzung (2 Grabsteine) in
Günther 1990a
- Geschichte, Übersetzung (Inschriften 1670-1819) in
Alter 1990.
- Geschichte, Übersetzung (Inschriften 1819-1865) in
Pöpl 1995.
- Geschichte (allgemein und speziell der Grabsteine der Familie Seligmann) in
Günther 1995.

 

Winnenden

Stadt Welzheim, Landkreis Rems-Murr-Kreis
ADRESSE: am Bogen links der alten Straße nach Breuningsweiler
BEMERKUNGEN: Der Flurname "Judenkirchhof" weist möglicherweise auf einen mittelalterlichen Friedhof hin. (Hahn 1988, S. 452)

 

Worblingen

Gemeinde Rielasingen, Landkreis Konstanz
ADRESSE: gegenüber Hardenbergschule, Am Burgstall
BELEGUNGSZEIT: 1857 (angelegt), 1858 (erste Beisetzung) - 1904
GRABSTEINE: 65
DOKUMENTATION:
- 1988 Fotos aller Steine (sowie Belegungsplan) durch
Zentralarchiv.
- Unter Verwendung dieser Fotos 1994 Grunddokumentation durch
Landesdenkmalamt (Bearbeiterin: Monika Preuß).
VERÖFFENTLICHUNGEN:
- Übersichtsfotos in
Hundsnurscher/Taddey 1968, Abb. 224, 225.
- Geschichte in Timm 2007
BEMERKUNGEN:
Die Verstorbenen aus Worblingen wurden vor 1857 in Gailingen beigesetzt (Hundsnurscher/Taddey 1968, S. 302).


Zum Seitenanfang
Alphabetische Liste der jüdischen Friedhöfe in Baden-Württemberg
Standardisierte
Kurzbezeichnungen

Zur Titelseite Baden-Württemberg
Zur Titelseite Friedhofsdokumentationen
Zur Home Page des Zentralarchivs