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Arbeitskreis
Ideengeschichte der Rechtsphilosophie
(Subsektion
der IVR-Deutschland)
Die
Ausrichtung der rechtsphilosophischen Tagungen der IVR konzentriert sich
zunehmend auf aktuelle Fragestellungen. Das ist wichtig, unterstreicht die
Organisation dadurch doch die praktische Relevanz der Rechtsphilosophie.
Gleichzeitig tritt damit jedoch die vertiefte Beschäftigung mit der
rechtsphilosophischen Tradition in den Hintergrund. Die Folge ist nur zu
häufig eine verkürzende Bezugnahme gegenwärtiger Argumentation auf die
Geschichte des Rechtsdenkens, bzw. geradezu deren Instrumentalisierung.
Deshalb bedarf es einer (Wieder-) Aneignung und Auseinandersetzung mit der
Geschichte rechtsphilosophischer Entwürfe. Ernst Cassirer hat im Anschluß
an Leibnitz dieses Anliegen treffend zum Ausdruck gebracht: „Der Mensch
kann die Zukunft nicht gestalten, ohne sich über die Voraussetzungen der
Gegenwart und die aus der Vergangenheit erwachsenen Beschränkungen im klaren
zu sein. Leibnitz pflegte zu sagen … ‚man tritt zurück, um besser zu
springen’“.
Es geht dem Arbeitskreis nicht einfach um eine archivarische Beschäftigung
mit dem historischen Stoff gehen, sondern um die Aneignung im Sinne der
Vergegenwärtigung der geschichtlichen Grundlagen der zeitgenössischen
Rechtsphilosophie und ihrer kritischen Hinterfragung vor dem
Problemhorizont der rechtsphilosophischen Ideengeschichte, sowie die
Konfrontation mit der Fülle der Theorieangebote. Ausdrücklich finden dabei
auch weniger bekannte und vergessene Denker Berücksichtigung.
Eine
solche Arbeit kann im normalen Verlauf der zweijährigen Tagungen der
deutschen Sektion der IVR nicht geleistet werden. Daher finden alternierend mit den Tagungen der deutschen Sektion und in
zeitlichem Abstand zu den Weltkongressen der IVR alle zwei Jahre Tagungen
zu einschlägigen Themen statt.
Die Tagungsthemen werden überwiegend durch gemeinsame
Arbeit an den einschlägigen Texten behandelt; zusätzlich sollen zwei
Referenten mit Spezialkompetenz eingeladen werden. Sie werden jeweils bei
der vorangegangenen Tagung beschlossen.
Die Veranstaltungen sind offen für
alle Interessenten.
Auch
wenn der Arbeitskreis eine Subsektion der IVR-Deutschland
ist, so ist der Teilnehmerkreis ausdrücklich nicht auf Deutsche beschränkt!
Wenn Sie laufend über die Aktivitäten des Arbeitskreises informiert werden
wollen, können Sie sich
hier
in einen Verteiler eintragen (die Adressen werden ausschließlich für
den Verteiler verwendet).
Die fünfte Tagung des Arbeitskreises „Ideengeschichte der Rechtsphilosophie“
findet vom 25. bis 27. September 2009 statt. Die Tagung
widmet sich dem Thema "Person
und Rechtsperson - Zur Philosophie der Personalität in den interpersonalen
Verhältnissen des Rechts".
Nähere Informationen zu den
früheren Tagungen finden
Sie hier.
Prof.
Dr. Rolf Gröschner,
Dr.
Martin Hochhuth,
Prof. Dr. Stephan Kirste,
Professor Dr. Martin Sattler,
Professor Dr. Kay
Waechter,
Professor
Dr. Manfred Walther.
Interessenten wenden sich
an
kirste@jurs.uni-heidelberg.de.
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