Eifel 2004

Arzneipflanzenexkursion der Pharmazeuten der Universität Heidelberg

Die Exkursion führte die Pharmazeuten des 2. Semesters der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. M. Wink vom 18.06.2004 bis zum 21.06.2004 in die Eifel. Das Ziel war es, im Rahmen des Pharmaziestudiums die einheimischen Gift- und Arzneipflanzen kennen zu lernen. Dabei sollten auch ihre näturlichen Lebensräume, sowie deren Inhaltsstoffe und Anwendungen Beachtung finden. Es wurden viele sehr spezialisierte Lebensräume aufgesucht, wie z.B. Kalktrockenrasen und Maare der Eifel, sowie die Moorlandschaften des Hohen Venns in Belgien. Wir verbrachten hier vier sehr schöne, wenn auch zum Teil verregnete Tage, in denen wir alle viel Spass hatten und sicherlich sehr viel gelernt haben.

Pflanzenliste mit Photos, nach Pflanzenfamilien geordnet

Tag 1

Wir, eine Gruppe von 25 Studenten des 2. Semesters, trafen uns um 7.45 Uhr mit Prof. M. Wink und dem Betreuerteam an der Univerität Heidelberg zur Abfahrt. Unsere Reise führte uns zuerst zu einem sehr feuchten Standort, dem Dauner Maar. Als nächstes besuchten wir die Niederburg Manderscheid, bei der man besonders an Hitze und Dürre angepasste Pflanzen findet. Weiter ging es dann auf der Georoute Manderscheid zum einzigen echten Kratersee nördlich der Alpen, dem Windsbornkrater. Danach besuchten wir einen besonderen Anziehungspunkt dieser Gegend, den Wallenborner Brubbel, eine kohlendioxidhaltige Quelle. Als letzte Station des Tages sind wir noch zu einer Stelle gegangen, an der man versteinerte Lilienstängel finden kann. Den offiziellen Tagesabschluss bildeten, wie jeden Abend, die Nachbestimmung einiger Pflanzen, die wir den Tag über gesehen haben.

Tag 2

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Alendorfer Wachholderheide. Hier gab es vor allem die seltenen Orchideen zu sehen. Mit der Zeit stabilisierte sich auch das Wetter und die Sonne schaute zwischen den grauen Wolken hervor. Unser weiterer Weg führte uns zu einem Naturschauspiel, dem Wasserfall Dreimühlen. Zum Abschluss haben wir uns auch heute wieder in einen Steinbruch begeben, wo wir versteinerte Lilienstängel und andere Fossilien sammelten.

Tag 3

Der dritte Tag stand ganz im Sinne der Moorlandschaften. Zuerst waren wir im Brag Venn bei Ormont, später fuhren wie zum Hohen Venn nach Belgien. Auf dem Rückweg in die Jugendherberge kamen wir noch bei einem römischen Wasserspeicher, der Brunnenstube Klausbrunnen, und dem dazugehörigen Aquädukt bei Fussen vorbei. Hinterher besuchten wir die Kakushöhle, die seit der Steinzeit von Menschen besiedelt wurde. Die letzte Station bildete ein gallo-römisches Matronenheiligtum bei Görresburg. Zum Abschluss des Tages und der Exkursion, grillten wir am Abend bei unserer Jugendherberge.

Tag 4

Heute hieß es leider schon wieder nach Hause zurück zu kehren. Aber vorher schauten wir uns noch die Pflanzen des Ferschweiler Plateaus an. Auf diesem Magerrasen wachsen auch wieder in erster Linie die seltenen Orchideen. Auf unserem Heimweg machten wir noch einen Abstecher nach Trier und besichtigten das Amphitheater. Das Wahrzeichen Triers, die Porta Nigra, konnten wir leider nur aus dem Busfenster betrachten. Als Resümee lässt sich sagen, dass es eine sehr interessante und lehrreiche Exkursion war, bei der das Wetter auch schlechter hätte sein können.

© Bärbel Fischer