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HCCH-Lehrveranstaltungen

 

                                Antikenmuseum
 

HCCH-Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

Mittelseminar (zu den Hilfswissenschaften/Historische Geographie)/Übung (auch zu Übergreifenden Kompetenzen): „Kaiser Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike – vom Exposé zur Ausstellung“

HCCH-Lehrveranstaltung (interdisziplinär) in Kooperation mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte, der GDKE Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie Außenstelle Speyer sowie dem Historischen Museum der Pfalz Speyer

Dozenten: Prof. Dr. Christian Witschel, Melanie Herget (M.A.), Dr. Ulrich Himmelmann, Dr. Roland Prien

Veranstaltungstermine: Das Seminar findet als Blockveranstaltung an folgenden Terminen statt:

Do. 20.04.2017, 13.00 – 14.00 Uhr: Vorbesprechung (im Inschriftenzimmer des SAGE)
Fr. 28.04.2017, 14.00 – 18.00 Uhr: 1. Blocksitzung in Heidelberg (Marstallhof 4, HS 512]
Sa. 13.05.2017, 09.00 – 17.00 Uhr: 1. Exkursion nach Speyer
Sa. 24.06.2017, 09.00 – 17.00 Uhr: 2. Exkursion nach Speyer
Fr. 21.07.2017, 14.00 – 18.00 Uhr: 2. Blocksitzung in Heidelberg (Marstallhof 4, HS 512)

Beginn: 20.04.2017

Kommentar:

Die Regierungszeit des römischen Kaisers Valentinian I. (reg. 364–375 n. Chr.) war für die Region am nördlichen Oberrhein und insbesondere für die Pfalz (als Teil der spätantiken Provinz Germania I) von großer Bedeutung, denn in dieser Periode wurde – nach schweren Alamanneneinfällen in den Jahren zuvor – ein umfangreiches Befestigungsprogramm an der Rheingrenze und in deren Hinterland realisiert. Valentinian I. hielt sich in diesem Kontext über einen längeren Zeitraum selbst in dem Gebiet auf und soll sogar einige der Festungsbaumaßnahmen in eigener Person überwacht haben. Entsprechend dicht ist die Überlieferung an Quellen – sowohl schriftlichen wie archäologischen – zu diesen Vorgängen. Das soll in dem Seminar zum Ausgangspunkt genommen werden, um sich intensiv mit der Entwicklung der Pfalz als einer zentralen spätantiken Siedlungslandschaft zwischen dem mittleren 3. und dem 5. Jh. n. Chr. zu beschäftigen.

Die Lehrveranstaltung dient zugleich als Vorbereitung für eine Ausstellung zu diesem Thema im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Sie folgt auf ein erstes Seminar dieser Art im SoSe 2016, in der ein Exposé für das Ausstellungsprojekt erstellt wurde. Dieses Exposé soll nun im Laufe der Lehrveranstaltung – nach einer allgemeinen Einführung in das Thema – zu einem detaillierten Ausstellungskonzept ausgearbeitet werden. Hierzu werden in dem Seminar auch Grundlagen der Ausstellungsorganisation und -planung vermittelt. Auf zwei Exkursionen nach Speyer werden zudem wichtige Original-Objekte (und mögliche Exponate für die Ausstellung) sowie der Museumskontext direkt in Augenschein genommen (der Erwerb eines Exkursionsscheines ist im Rahmen der Veranstaltung möglich).

Die Lehrveranstaltung steht grundsätzlich interessierten Studierenden aller Fächer offen. Zum Verständnis der schriftlichen Quellen sind grundlegende Lateinkenntnisse nützlich, aber nicht zwingend (für den Erwerb eines Mittelseminarscheines in Alter Geschichte sind allerdings Lateinkenntnisse erforderlich).

Literatur:

H. Bernhard, Die spätrömischen burgi von Bad Dürkheim-Ungestein und Eisenberg. Eine Untersuchung zum spätantiken Siedlungswesen in ausgewählten Teilgebieten der Pfalz, SJ 37, 1981, 23-85; ders., Die Merowingerzeit in der Pfalz. Bemerkungen zum Übergang von der Spätantike zum frühen Mittelalter und zum Stand der Forschung, MHVP 95, 1997, 7-106; ders., Das Oberrheingebiet zwischen Straßburg und Bingen im 5. Jh., in: Attila und die Hunnen; Ausstellungskatalog HMP Speyer (Stuttgart 2007) 117-124; H. Cüppers (Hrsg.), Die Römer in Rheinland-Pfalz (Stuttgart 1990); Imperium Romanum. Römer, Christen, Alamannen – Die Spätantike am Oberrhein; Ausstellungskatalog BLM Karlsruhe, Stuttgart 2005.

 

 

 

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Letzte Änderung: 24.03.2017
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