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Heidelberger Frauenstudien - Übersicht aller Bänder

 

Band 1 (1994)

Zwischen Schrift und Bild. Entwürfe des Weiblichen in literarischer Verfahrensweise
Christine Krause, Sylvia Mayer, Margret Schuchard & Agnes Speck (Hrsg.)  

In den neun literaturwissenschaftlichen Beiträgen dieses Bandes geht es insgesamt um bildgebende Verfahren. Die Texte – und es handelt sich zumeist um im Medium der Schrift gestaltete Bilder – entstammen verschiedenen Epochen und Literaturen, das Spektrum umfasst das Frauenbild männlicher und weiblicher Autoren sowie Ich-Entwürfe von Frauen. In den einzelnen Beiträgen werden Lesarten "zwischen Schrift und Bild" erprobt und die kulturellen Räume befragt, die den erzählten Blick bestimmen.

 

Band 2 (1995)

"The Name of the Sound "- Das Motiv des Klanges in den Romanen Toni Morrisons
Monographie von Sylvia Mayer

Toni Morrisons bisher vorliegendes Romanwerk – die Romane The Bluest Eye (1971), Sula (1973), Song of Solomon (1977), Tar Baby (1981), Beloved (1987) und Jazz (1992) – wird in dieser Studie vor dem komplexen Hintergrund afroamerikanischer Kultur untersucht. Morrisons Verwendung des Klangmotivs verweist auf den zentralen Stellenwert, den insbesondere die Formen, Inhalte und Funktionen der afroamerikanischen mündlichen Tradition für die Gestaltung ihrer Texte einnehmen. Im Hinblick auf Themenführung und Figurenzeichnung zeigt sich in allen Romanen, in welch komplexer und dabei auch kritischer Art und Weise Morrison das Bedeutungs- und Funktionspotential dieser Oraltradition auszuloten weiß.

 

Band 3 (1996)

Arbeitsplatz Hochschule. Überlegungen und Befunde zur beruflichen Situation und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Bärbel Kracke & Elke Wild (Hrsg.)

In diesem Band werden auf der Basis empirischer Ergebnisse über die berufliche Situation von Nachwuchswissenschaftlerinnen verschiedener Statusgruppen sowie ihre beruflichen Einstellungen und beruflichen wie privaten Ziele berichtet. Das Arbeitsverhalten und die Arbeitseinstellungen von männlichen und weiblichen Wissenschaftlern, ein Modellprojekt zur Beratung weiblicher Nachwuchswissenschaftlerinnen bei ihrer Laufbahnplanung und die Bedeutung informeller Netzwerke von Wissenschaftlerinnen sind die Themen der Beiträge. In einem abschließenden Kapitel werden die Befunde und Überlegungen zusammengestellt und im Hinblick auf die Frage diskutiert, wo Nachwuchsförderung ansetzen muss, wenn sie Frauen und Männer gleichermaßen erreichen und effektiv sein soll.

 

Band 4 (1996)

Mutterbilder - Ansichtssache:
Beiträge aus sozialwissenschaftlicher und psychoanalytischer, juristischer, historischer u. literaturwissenschaftlicher, medizinischer und verhaltensbiologischer Perspektive
Margret Schuchard & Agnes Speck (Hrsg.)
 

Der Titel nennt die thematischen Schwerpunkte der Beiträge. Mütterlichkeit und Muttersein werden aus sozialhistorischer und entwicklungspsychologischer Sicht als kulturelle Konstrukte beschrieben. Auf diesem Hintergrund wird die Problematik von Gynäkologie und Reproduktionsmedizin angesprochen, wo das konventionelle Verständnis der Geschlechterrollen mit einer rasanten technischen Entwicklung Schritt zu halten versucht. Der im Wort gefasste Entwurf der Mutter wird am Beispiel ausgewählter Beispiele aus der Romanliteratur diskutiert.

 

Band 5 (1997)

Medeas Wandlungen. Studien zu einem Mythos in Kunst und Wissenschaft.
Annette Kämmerer, Margret Schuchard & Agnes Speck (Hrsg.)

Medea, die Tochter des Königs in Kolchis, die Ehefrau des Argonauten Jason, Mutter zweier Söhne, verrät den Vater zugunsten des Ehemanns, tötet ihre Nebenbuhlerin und ihre eigenen Kinder und flieht auf dem Schlangenwagen des Helios nach Athen. Die Figur der Medea ist in Literatur und Bildplastik, Malerei, Musik und Film vielgestaltig wiederbelebt worden, am bekanntesten sind sicherlich die dramatischen Bearbeitungen des Stoffes bei Euripides und Seneca. In diesem Band wird der Mythos Medea aus der Sicht der Kulturanthropologie wie der klassischen Archäologie, der Literatur- und Musikwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Psychoanalyse in den Blick genommen und die Deutungen Medeas als Magierin, Mutter und Göttin werden interpretiert.

 

Die Bände 1 bis 5 der Reihe sind im Mattes Verlag, Heidelberg erschienen. Von Band 6 an werden die Heidelberger Frauenstudien im Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg publiziert.

 

 

Band 6 (1998)

Geschlecht und Moral
Annette Kämmerer & Agnes Speck (Hrsg.)

Ist die spätestens seit Kant gültige Forderung, die Moral habe allein Vernunftgründen zu gehorchen, nach wie vor in dieser Allgemeinheit aufrecht zu erhalten? Ist es nicht viel mehr so, dass rationale Entscheidungsprinzipien, wenn sie zum verallgemeinerten Inhalt der Moral werden, das moralische Verhalten des Einzelnen und dessen Besonderheiten vernachlässigen?

Besonders der Feminismus hat bei der Frage nach dem, was das Moralische sei, immer wieder darauf insistiert, das Besondere der Situation und das in ihr Angemessene im Blick zu haben – Fürsorglichkeit ist hier das am häufigsten zitierte Beispiel. Insofern wurde moralisches Handeln in diesem Sinne immer für etwas typisch Weibliches gehalten als der Blick für das Wohl und Wehe der nächsten Betroffenen. Und so gibt es gute Gründe anzunehmen, dass unsere Geschlechtlichkeit im Sinne von "gender ", als soziales Geschlecht also, aus der Diskussion um die Moral nicht mehr wegzudenken ist.

Wenn die Moral eng an das Geschlecht gebunden ist, gilt das dann umgekehrt auch für die Unmoral? Hier stellte sich die Frage, ob es in unserer Gesellschaft jenseits des offensichtlich Unmoralischen, Verwerflichen eine tiefere Schicht des Verhältnisses von Geschlecht und Moral gibt? Zeigt sich hierin eine spezielle Spielart der gesellschaftlichen Konstruktion des Geschlechtlichen und eben auch des Moralischen? Oder ist der einzelne Mensch dem Blick auf den Garten der Lüste nicht gewachsen? Der Band Geschlecht und Moral vereint Antworten auf diese und andere Fragen.

 

Band 7 (2000)

Hysterie und Wahnsinn
Silke Leopold & Agnes Speck (Hrsg.)

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs, überspannt, exaltiert, hysterisch – die Figur, die Frauen in diesen Bildern abgeben, wird je nach Epochen- und Kulturverständnis höchst unterschiedlich bewertet. Wenn man das Zustandekommen dieser Bewertungen ermitteln möchte, muss man dazu Definitionen in Medizin und Gesellschaftswissenschaften studieren. Einen generellen Erklärungsrahmen bildet die Dichotomie von seelischem Vorgang (oder neurotischer Störung) und materiellem Defekt (oder genetischer Ursache). Und noch etwas haben alle Erklärungsversuche gemeinsam: Symptome wurden und werden, bezogen auf das Geschlecht, in unterscheidende Befunde klassifiziert, die als typisches Frauenleiden von Hippokrates eingeführte Hysterie findet ihre Fortschreibung in der Suche nach den Geschlechtschromosomen zuzuordnenden Informationen. Dies ist der Hintergrund, vor dem "Hysterie und Wahnsinn" im Kultur- und Geschlechtervergleich diskutiert werden.

 

Band 8 (2001)

Halber Himmel, ganzer Herd
Die Wiederbelebung der Weiblichkeit. Eine Analyse des Diskurses über Frauenliteratur im postmaoistischen China
Monographie von Irmy Schweiger

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Frauenliteratur im post-maoistischen China. Anfang der achtziger Jahre sorgte in der Volksrepublik China die Literatur von und über Frauen für Aufsehen. Was in den westlichen Medien mitunter als ein literarischer Aufbruch gedeutet wurde, ist bei näherer Betrachtung vor allem ein Konstrukt der Kulturbürokratie.

Die inflationäre Verwendung des Begriffes "Frauenliteratur" ist in Wahrheit Ausweis einer literaturkritischen Steuerungsstrategie, die auf eine Veränderung in der Zuschreibung sozialer Rollen abzielt.

In dem scheinbar entlegenen Terrain der Literatur bereitet sich vor, was im gesellschaftlichen Kontext gewünscht wird: die Rückkehr zur Weiblichkeit. Die Untersuchung in diesem Buch beschäftigt sich folgerichtig nicht mit der Literatur von Frauen, sondern mit dem Diskurs über Frauenliteratur. Seine Entstehung und die Effekte geraten dabei gleichermaßen in den Blick. Nach einem Rückblick auf die Entwicklung der chinesischen Literaturtheorie und die Leitbilder des Weiblichen im vor- und nachrevolutionären China behandelt das Buch die verdeckten und offensichtlichen Funktionen der Frauenliteratur in Zeiten nationaler Neuerung und wirtschaftlicher Öffnung.

 

Band 9 (2002)

Frau und Mann im Sprichwort. Einblicke in die sprichwörtliche Weltanschauung Großbritanniens und Amerikas.
Christa Rittersbacher

Frauen sind die Wurzeln allen Übels – Frauen reden, Männer handeln – Frauen sind so wechselhaft wie das Wetter im April – ... Dass Sprichwörter Frauen schlecht behandeln, ist ein Gemeinplatz. Die Frage, welche negativen und positiven Eigenschaften die sprichwörtliche Frau aber tatsächlich besitzt, ist bislang unbeantwortet, und der sprichwörtliche Mann blieb bisher gänzlich unerwähnt.

Dieses Buch behandelt erstmals Sprichwörter über beide Geschlechter. Die empirische Untersuchung basiert auf der Analyse von 980 englischen und nordamerikanischen Sprichwörtern. Die Sprichwörter sind ins Deutsche übersetzt, kategorisiert und unter Einbeziehung kulturgeschichtlicher und sprachlicher Aspekte interpretiert. So präsentiert sich ein Gesamtbild der in den Sprichwörtern beschriebenen geschlechtsspezifischen Stereotypen. Frau und Mann werden einander gegenübergestellt, die sprichwörtlichen Welten Großbritanniens und Nordamerikas miteinander verglichen.

Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 02.05.2014
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