Neues Forschungsgebäude zur Unterbringung des Human Brain Projects

  • BrainScaleS
    Das neuartige und wegweisende Computersystem am Kirchhof-Institut für Physik

    Foto: Kirchhof-Institut für Physik

  • Prof. Dr. Karl-Heinz Meier
    Leiter der Forschungsplattform "Neuromorphic Computing" innerhalb des Human Brain Projekts

    Foto: Kirchhof-Institut für Physik

  • Erster Grundstein gelegt
    Spatenstich für das EINC Gebäude am 5. Mai 2017

    Foto: Kirchhof-Institut für Physik

Über das Human Brain Project

Das im Jahr 2013 von der EU initiierte und geförderte Human Brain Project wurde mit dem Ziel ins Leben ge­ru­fen, mithilfe computerbasierter Simulationen, ein besseres Verständnis für die Funktionsweise des mensch­li­chen Gehirns zu erhalten. Das Projekt verfügt aktuell über sechs Forschungsplattformen.

Auch die Heidelberger Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Karlheinz Meier ist am Human Brain Project beteiligt. Er hat die Lei­tung der Forschungsplattform „Neuromorphic Computing“ inne. Zentrale Aufgabe dieser Plattform ist der Auf­bau von zwei weltweit einzigartigen Computersystemen, in denen die Prinzipien des Gehirns in elektronischen Systemen realisiert werden. Die Gruppe von Steve Furber in Manchester verwendet hierzu 500.000 ARM Telefonprozessoren (SpiNNaker) und die Heidelberg Gruppe von Karlheinz Meier 20 Silizium-Wafer auf denen 4 Millionen Neurone und 1 Milliarde Synpasen als analoge physikalische Modelle der Biologie implementiert sind (BrainScaleS). Da neuromorphe Systeme 10.000-mal schneller arbeiten als das menschliche Gehirn, eignen sie sich hervorragend für die Erforschung von Lern- und Entwicklungsprozessen und für Anwendungen im Bereich der artifiziellen Intelligenz.

Möglichkeiten, die für das Projekt durch den Neubau des EINC-Gebäudes entstehen

Am 5. Mai 2017 erfolgte der Spatenstich für den Neubau des European Institute for Neuromorphic Computing (EINC), welcher in den kommenden beiden Jahren fertiggestellt werden soll und im Anschluss den Heidelberger Wissenschaftlern im Human Brain Project als neue Forschungsstätte zur Verfügung stehen wird.

 

Das neue European Institute for Neuromorphic Computing (EINC) bietet eine einzigartige Integration aller geplanten Aktivitäten unter einem Dach. Die Wertschöpfungskette beginnt bei der Entwicklung theoretischer Prinzipien und setzt sich fort über die Modellbildung, den Schaltungsentwurf, das Chipdesign, den Systemaufbau und Systemtest bis hin zum Betrieb und die Durchführung von Experimenten. Das Gebäude bietet neben konventionellen Büros Flächen für Montage und Test, Systemaufbau und die räumlich nahe Unterbringung von konventionellen Computern. Besonderen Wert wurde auf vielfältige Möglichkeiten der öffentlichen Darstellung dieses Forschungsgebietes gelegt. Eine transparente Maschinenhalle sowie Räumlichkeiten für die Demonstration von Systemen und die Durchführung von Workshops, Seminaren und Weiterbildungsmaßnahmen werden das EINC zu einem sowohl regionalen als auch internationalen Anziehungspunkt für Besucher machen.

 
Prof. Dr. Dr. h.c. Bernhard Eitel

"Das direkt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Gebäude, bei dem wir von Anfang an an der Planung beteiligt waren, bietet uns fantastische neue Möglichkeiten. Ich freue mich sehr darauf, in diesem neuen Institut an der Entwicklung der nächsten Generation der neuromorphen Systeme zu arbeiten."

Dan Husmann,
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Karlheinz Meier
 
 
 

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Letzte Änderung: 25.10.2017
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