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Hinweis

Diese Regelungen und insbesondere die Sätze für die indirekten Kosten gelten nur für nichtmedizinische Fakultäten. Die medizinischen Fakultäten haben einen anderen Ansatz zur Ermittlung der Vollkosten gewählt.

Forschungsdekanat der Medizinischen Fakultät Heidelberg

Forschungsmanagement der Medizinischen Fakultät Mannheim

 
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Weiterführende Informationen
Rektoratsbeschluss vom 9.12.2009

Im Rektoratsbeschluss vom 9.12.2009 zur Auf­trags­for­schung wird die Mög­lich­keit gewährt, ab dem 1.1.2010 eine For­schungs­zu­lage bei Auf­trags­for­schungs­auf­trä­gen ein­zu­wer­ben. Die For­schungs­zu­lage, ge­mäß Lan­des­be­züge­ver­ord­nung §8 (1), kann da­bei nur von Pro­fessor­en in der Bun­des­be­sol­dungs­ord­nung W und von Junior- und Hoch­schul­do­zen­ten nach §51 des Lan­des­hoch­schul­ge­setz­es ein­ge­wor­ben werden. Hier­bei muss der Dritt­mittel­ge­ber aus­drück­lich Mittel für die For­schungs­zu­lage vor­sehen, die ne­ben den direkten Kosten, den Gemein­kosten und der Gewinn­spanne in die Kal­ku­lation des Auf­trages ein­fließ­en.

Weiter ent­hält der Bes­chluss die Auf­lage, im Lau­fe 2010 (erw. zum 1.7.2010) alle Pro­jekte im Be­reich der Auf­trags­for­schung nach Markt­prei­sen oder zu Voll­kost­en plus Ge­winn­spanne zu kalku­lieren.

 
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Regeln zur Auftragsforschung

Trennungsrechnung

Die Trennung zwischen wirtschaftlichen und nicht-wirtschaftlichen Tätigkeiten (Trennungsrechnung) an der Universität Heidelberg erfolgt aufgrund von Auflagen resultierend aus dem Wettbewerbsrecht der Europäischen Union (EU), gemäß Art. 87 EG-Vertrag.

So soll durch die buchhalterische Trennung der Kosten und der Finanzierung beider Tätigkeiten verhindert bzw. ersichtlich werden, dass aus öffentlichen Haushaltsmitteln der Universitäten oder Forschungseinrichtungen Dienstleistungen oder Forschungsvorhaben im Auftrag von und für private Unternehmen subventioniert werden oder dadurch privaten Anbietern von wissenschaftlichen Dienstleistungen „preiswerte“ Konkurrenz gemacht wird. (Näheres wird im Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation [2006/C 323/01], kurz FuEuI-Beihilfe geregelt) 

Zur Einführung der Trennungsrechnung sind europaweit alle Hochschulen zum 1.1.2009 verpflichtet.

 

Auftragsforschung

Die Auftragsforschung, bei der ein in der Regel nicht-öffentlicher Geldgeber von der Universität eine Gegenleistung in Form von Gutachten, Befunden, Untersuchungsergebnissen und dgl. erwartet und vereinbart wird, stellt eine wirtschaftliche Tätigkeit für die Universität dar. Um eine Beihilfe (Subvention) aus öffentlichen Mitteln bei der Durchführung der Auftragsforschung auszuschließen, muss die Leistung entweder zum Marktpreis oder durch eine Kalkulation inklusive Vollkosten plus einer angemessenen Gewinnspanne erfolgen.

 

Vollkosten

Vollkostenpreise schließen sämtliche Kosten mit ein, also auch die sog. indirekten Kosten (z.B. Infrastruktur, Energiekosten, Raummiete) und werden als Gemeinkosten oder „Overhead“ bezeichnet.

Die Ermittlung der Vollkosten an der Universität Heidelberg bei Auftragsforschungsprojekten werden analog zu den Vollkosten des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms berechnet. Danach soll auf die Kosten für das im Projekt beschäftigte wissenschaftliche Personal ein Overheadsatz aufgeschlagen werden. Die Höhe des Overheadsatzes richtet sich danach, in welcher Einrichtung der Universität die Auftragsforschung durchgeführt wird. Die Einrichtungen werden den gleichen drei Clustern zugeordnet wie in EU-Projekten. Für die Cluster (1) Buchwissenschaften (derzeit 78 %), (2) empirische Sozial- und Verhaltenswissenschaften sowie theoretische Naturwissenschaften (derzeit 59 %) und (3) experimentelle Naturwissenschaften (derzeit 101 %) wird der Overheadsatz jährlich berechnet.

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Letzte Änderung: 24.03.2017
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