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Forscherrichtlinie

Seit dem 01.08.2017 gibt es für Wissenschaftler aus Nicht-EU Staaten nur noch die Möglichkeit eine Aufenthaltserlaubnis für Forscher §20 Aufenthaltsgesetz oder eine Blaue Karte §19a Aufenthaltsgesetz zu bekommen. Die Blaue Karte kommt grundsätzlich nur für Wissenschaftler mit einem Arbeitsvertrag und Mindestgehalt in Frage.

 

Die Aufenthaltserlaubnis für Forscher (§20)  berechtigt den Forscher in einem bestimmten Forschungsvorhaben oder in der Lehre tätig zu sein, entweder mit einem Arbeitsvertrag oder als Stipendiat. Den Aufenthalt nach §20 AufenthG können alle Wissenschaftler aus Drittstaaten beantragen, die länger als drei Monate in Deutschland forschen wollen. Unter bestimmten Umständen können auch Promovierende einen Aufenthalt nach §20 AufenthG bekommen.

Die Forscherrichtlinie bietet einige Vorteile, z.B.:

  • Der Aufenthaltstitel "Forscher" beinhaltet ein Mobilitätsrecht innerhalb der EU. Ein Forscher, der einen Aufenthaltstitel für Deutschland besitzt, kann Teile seines Forschungsvorhabens ohne weiteren Visumsantrag auch in einem anderen Mitgliedsstaat der EU bis zu sechs Monaten durchführen (außer Großbritannien und Dänemark). Umgekehrt kann ein Forscher, der diesen Aufenthaltstitel für einen anderen Mitgliedsstaat der EU besitzt, bis zu sechs Monaten in Deutschland forschen.
  • Bei Familiennachzug hat der Ehegatte des Forschers/in einen uneingeschränkten Zugang zur Erwerbstätigkeit. Er bekommt einen Aufenthaltstitel mit der Nebenbestimmung "Erwerbstätigkeit gestattet". Es müssen keine Deutschkenntnisse nachgewiesen werden.
  • Nach Beendigung des Forschungsvorhabens unter §20 AufenthG ist es möglich, eine weitere Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche bis zu 9 Monaten zu bekommen.

Ein Aufenthalt nach §20 AuftenthG ist daher besonders für Forscher interessant,

  • die im Rahmen ihres Forschungsprojektes auch in einem anderen EU-Land befristet arbeiten möchten und
  • im Anschluss an das Forschungsprojekt eine Arbeitsstelle in Deutschland suchen.

Damit ein Aufenthaltstitel nach §20 AufenthG beantragt werden kann, muss die Forschungseinrichtung mit dem Forscher eine Aufnahmevereinbarung abschliessen.

Möchten Sie eine Aufenthaltserlaubnis oder Visum nach §20 AufenthG an der Universität Heidelberg beantragen, so sprechen Sie bitte frühzeitig Ihr Gastinsitut in Heidelberg darauf an. Für den Visumsantrag bei der deutschen Botschaft in Ihrem Heimatland sollte die Aufnahmevereinbarung eingereicht werden. Ein Einladungsschreiben vom Gastinstitut wird neuerdings nicht mehr akzeptiert.

Bitten Sie ihr Gastinstitut, sich mit dem Welcome Centre für internationale Wissenschaftler der Universität in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen abzuklären.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 07.09.2017
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