Forschungspraktika

Aktuell sind am Lehrstuhl Forschungspraktika zu den folgenden Schwerpunktthemen angeboten.

Bewerbung bitte mit Motivationsschreiben & Lebenslauf online an: sebastian.harnisch@ipw.uni-heidelberg.de.

Informationen über den Ablauf eines Forschungspraktikums am Lehrstuhl von Prof. Harnisch entnehmen Sie bitte diesem Infoblatt.


Innenpolitische Polarisierung und US-Außenpolitik

Das Projekt befasst sich mit der Datenakquirierung und –Auswertung zur Polarisierung in den USA. Im Fokus stehen dabei die Zusammenführung von Polarisierung und US-Außenpolitik mithilfe quantitativer Daten zum Abstimmungsverhalten im US-Kongress, der Einstellung der US-Bevölkerung, sowie weiterführende Methoden zur Analyse von Kongressdebatten. Während bestehende Forschung den Grad und die Auswirkung von Polarisierung in der Außenpolitik nur unzureichend behandelt hat, ist eines der Ziele des Projektes, die mögliche veränderte Interaktion zwischen Kongress und Exekutive näher zu betrachten. Neben dem kategoriengestützten Aufbau eines Datensatzes soll ein eigenständiger inhaltlicher Forschungsbeitrag geleistet werden, wie etwa Fallstudienanalysen in verschiedenen Politikfeldern (Sicherheits-, Klima-, oder bspw. Handelspolitik) oder Beziehungsmuster zu anderen Staaten.

Aufgaben:

  • Recherche und Erstellung eines Datenkorpus zur Polarisierung in der US-Außenpolitik in Set an Abstimmungsverhalten und Kongressdebatten
  • Codierung und Analyse von Interaktionsmustern zwischen Präsident und Kongress

 


Vertrauen in US-Führungsrolle in der Weltpolitik (Perspektive der BRICS-Staaten und anderer aufstrebender Wirtschaftsmächte)

Im Mittelpunkt des Projektes steht die systematische Erfassung der Eigen- und Fremderwartungen an die US-amerikanische Führungsrolle in der Weltpolitik unter besonderer Berücksichtigung der BRICS-Staaten und anderer aufstrebender Wirtschaftsmächte. Drei Untersuchungsfoki stehen zur Auswahl: die Varianz über Zeit, die Varianz über Politikfelder und die Varianz zwischen den Eigen- und Fremderwartungen wichtiger Signifikanter Anderer. Das Projekt ist Teil eines größeren Forschungsverbundes des Heidelberg Center for American Studies.

Aufgaben:

  • Recherche und Kategorisierung der US-Führungsrolle über Zeit, Politikfeld und/oder gegenüber signifikanten Anderen
  • Analyse von Reaktionen ausgewählter BRICS-Staaten und anderer aufstrebender Wirtschaftsmächte auf die (veränderte) US-Führungsrolle

 


Chinas „Belt and Road Initiative“ und Reaktionen in Europa (i.e. mittelosteuropäische Staaten)

 

Das Projekt befasst sich mit Chinas Initiative der „Neuen Seidenstraße“ – auch als „One Belt, One Road“ (OBOR) oder „Belt and Road Initiative“ (BRI) bekannt – die darauf abzielt, Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Asien, Europa und Afrika aufzubauen und zu vertiefen. Der Fokus des Projektes liegt dabei auf der Erforschung von chinesisch-europäischen Beziehungen. Auf der einen Seite werden zahlreiche chinesische Infrastrukturprojekte und Milliardeninvestitionen in Mittelosteuropa und deren geopolitische Implikationen in den Blick genommen. Auf der anderen Seite wird das Projekt die bisher durch Skepsis gekennzeichneten Reaktionen westeuropäischer Länder beleuchten. Um eine potentielle strategische Neuorientierung mittelosteuropäischer EU-Mitgliedstaaten Richtung China aufgrund steigender Investitionen in der Region zu überprüfen, wird im Rahmen des Projektes ein Index entwickelt, der die Bindungsstärke von Staaten an bestimmte Normen und Werte (insbesondere EU-Normen und Werte) ermitteln soll.

Aufgaben:

  • Recherche und Vergleich von chinesischen Infrastrukturprojekten und Investitionen in Mittelosteuropa und Westeuropa
  • Analyse von Reaktionen ausgewählter EU-Mitgliedstaaten auf die Aktivitäten Chinas in Europa

 


Cyberkonflikte und nichtstaatliche Akteure

Im Rahmen des Projekts „Regulation und Furcht: Zur Klassifikation von Cyberangriffen“ soll zum einen der kategoriengestützte Aufbau eines Datensatzes zur Erfassung von Cyberangriffen mit politischer Dimension unterstützt und zum anderen darauf aufbauend ein inhaltlicher Forschungsbeitrag hierzu geleistet werden. Im Fokus stehen dabei die durch den Cyber-Index inkludierten nichtstaatlichen Akteure: Während bestehende Ansätze zur Erfassung des Online-Konfliktaustrages diese bislang überwiegend unbeachtet ließen, ist eines der Ziele des Projekts, deren womöglich zunehmende Instrumentalisierung von staatlicher Seite zur Durchführung von Cyberangriffen näher zu beleuchten. Andererseits könnten sich diese jedoch auch gerade auf Online-Ebene gegenüber staatlichen Akteuren zur Wehr setzten und somit die Vorteile der digitalen Infrastruktur zu ihren Zwecken ausnutzen.

Aufgaben:

  • Recherche von Cyberangriffen und Gegenangriffen in Set an Medienberichten und Fachanalysen
  • Codierung und Analyse von Angriffstypen und Aktions- Reaktionsmustern

 


Cyberkonflikte und Autokratien vs. Demokratien

Im Rahmen des Projekts „Regulation und Furcht: Zur Klassifikation von Cyberangriffen“ soll zum einen der kategoriengestützte Aufbau eines Datensatzes zur Erfassung von Cyberangriffen mit politischer Dimension unterstützt und zum anderen darauf aufbauend ein inhaltlicher Forschungsbeitrag hierzu geleistet werden. Im Fokus steht dabei die Betrachtung potenziell regimetypenabhängiger Cyber-Konflikt-Charakteristika: Verhalten sich Demokratien und Autokratien auf Online-Ebene ähnlich oder lassen sich Unterschiede hinsichtlich des jeweiligen Agierens im digitalen Raum auf die jeweilig politische Verfasstheit zurückführen? Mögliche Ansatzpunkte wären hierbei normbasierte Analyseperspektiven, andererseits könnten jedoch auch die Betrachtung der jeweiligen Ressourcen, respektive der Instrumentalisierung formal nichtstaatlicher Akteure einen analytischen Mehrwert bedeuten.

Aufgaben:

  • Recherche von Cyberangriffen und Gegenangriffen in Set an Medienberichten und Fachanalysen
  • Codierung und Analyse von Angriffstypen und Aktions- Reaktionsmustern

 


Strategische Migrationspolitik

Im Rahmen des Projekts „Strategic Migration Policy“ soll der Aufbau eines Datensatzes zur Erfassung und Klassifizierung bilateraler (und ggf. multilateraler) migrationsregulierender Abkommen unterstützt werden. Primäres Ziel des Projekts ist es, die Theorie zu untermauern, dass internationale Migrationspolitik einer Institutionalisierung von Migration in Form eines politischen, legalen Prozesses zwischen Ursprungs-, Transit- und Zielstaaten entspricht. Diese Theorie steht damit im Gegensatz zu Kelly Greenhills Publikation „Weapons of Mass Migration“, in der sie ein Erpressungs- bzw. Bedrohungsverhältnis von potenziellen Ursprungs- gegenüber Zielstaaten von Migrationsbewegungen postuliert. Im Fokus des Forschungspraktikums steht also die Schaffung einer empirischen Grundlage für die Fortführung des Projekts.

Aufgaben:

  • Recherche nach bi- und multilateralen Migrationsabkommen
  • Codierung und Analyse von Migrationsabkommen anhand eines gegebenen Kategorienschemas

 

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Letzte Änderung: 20.03.2018
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