InFoDiTex (ehemals "Distant Reading Forum")

empirisch – quantitativ – soziologisch – exegetisch – philologisch – epistemologisch – etymologisch

 

Spätestens seit Franco Morettis Aufsatz Conjectures on World Literature im Jahr 2000 sind Textanalysen digitaler Art in den Geisteswissenschaften in Mode gekommen. Es geht darum, durch Strukturanalyse großer Textcorpora neue Erkenntnisse zu erschließen (Distant Reading / Macroanalysis) oder Merkmale aus einzelnen Texten herauszufiltern, um sie in bestimmte Traditionen einordnen zu können (Stylometrie). Man kann Netzwerkanalyse betreiben oder große Corpora digital zugänglich machen. Ob in der Soziologie, den Geschichtswissenschaften, der Philologie oder Linguistik, ob Anglistik, Computerlinguistik, Germanistik, Geschichte, klassische Philologie, Philosophie, Romanistik, Theologie – digitale Textwissenschaften finden überall Anwendung und haben viele Gesichter. Doch wie lässt sich dieser Ansatz methodologisch in der Wissenschaftstheorie verorten? Ist dies ein zukünftiger neuer wissenschaftlicher Ansatz neben den traditionellen Methoden der Literatur-, Sprach- und Geschichtswissenschaft?  Und welche Anwendungsbereiche finden sich an der Universität Heidelberg? Gemeinsam wollen wir ein Interdisziplinäres Forum digitaler Textwissenschaften (InFoDiTex) für NachwuchswissenschaftlerInnen gründen, um einmal im Monat Theorie und Praxis der digitalen Textwissenschaften zu erörtern.

 

Die nächsten Termine

28.11.2017, 18-20 Uhr

13.12.2017, 18-20 Uhr

25.01.2018, 18-20 Uhr

Themen und Ort werden spätestens 2 Wochen vor den Sitzungen bekanntgegeben.

 
 

Präsentationen und Materialien (heiBOX)

 

Bisherige Themen

24.11.2016: Distant Readings? - Eine Kurzeinführung (Christopher Nunn)

15.12.2016: Methodenreflexion: Distant Reading - Hilfswissenschaft oder Literaturtheorie des 21. Jahrhunderts (Lektüre: Externer Inhalt Franco Moretti: Conjectures on World Literature, New Left Review 1 (2000))

19.01.2017: Quellenanalyse digital - "Distant Reading" in der Geschichtswissenschaft (Stefan Karcher)

06.03.2017: Distant Reading und die (Bibel-)Didaktik - ein ungleiches Paar? (Dialog mit Externer Inhalt Dr. Stephan Ahrnke)

28.03.2017: Sprachgeschichtliche Zugänge zu sogenannten Herrnhuter Lebensläufen unter Anwendung von R (Externer Inhalt Kerstin Vockel)

11.04.2017: Methodenreflexion: Big Data - little brains: Hermeneutische Probleme quantitativer Analysen (LektüreAdobe Thomas Weitin: Thinking slowly: Literatur lesen unter dem Eindruck von Big Data, LitLingLab Pamphlet #1, Forschungsstelle Digital Humanities Universität Konstanz, März 2015.)

11.05.2017: Möglichkeiten und Herausforderungen von (computerlinguistischer) Annotation (Externer Inhalt Dr. Ines Rehbein & Externer Inhalt Dr. Josef Ruppenhofer, Leibniz ScienceCampus/ Computerlinguistik)

07.06.2017: Was die Digital Humanities von der IT-Industrie noch lernen können (Stefan Karcher und Gast)

29.06.2017: Quo Vadis, Distant Reading Forum?

18.10.2017: Methodenreflexion: Wir können dem Autor nicht in den Kopf schauen... oder doch? (Lektüre:  Adobe Jiwei Li & Eduard Hovy: Reflections on Sentiment/ Opinion Analysis, arXiv: 1507.01636 [cs-CL] 2015)

Kontakt

Sie wollen Ihr Projekt vorstellen oder in den Newsletter aufgenommen werden, der Sie regelmäßig über neue Termine und Events rund um digitale Textwissenschaften informiert? Dann kontaktieren Sie gerne

 

E-Mail Stefan Karcher

oder

E-Mail Christopher Nunn

 

 

Webmaster: E-Mail
Letzte Änderung: 20.10.2017
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