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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Sommersemester 2014

Passgenaue Hilfe für Kinder und Jugendliche auf der Straße? Zur Kooperation von Straßenpädagogik und Case Management - Blockseminar

Dozent: Prof. Schmidt / Prof. Weber
Zeit: Drei eintägige Veranstaltungen, jeweils 9-17 Uhr, an drei Wochenenden, (Beginn, Mitte, Ende des Semesters)
Ort: ÜR K 2
Beginn: 24.05.2014. Die weiteren Termine werden zusammen mit den Teilnehmern festgelegt.
Leistungspunkte: 4, als EPG: 6

Grundlage des Seminars ist das E-Learning-Programm Straßenpädagogik: strassenpaedagogik.de auf Moodle), das durch Einheiten zum Case Management ergänzt wird. Das Programm vermittelt in der bisher vorliegenden Fassung einen Einblick in die schwierigen Lebenslagen gesellschaftlich benachteiligter Kinder und Jugendlicher und qualifiziert dazu, ihnen lebensdienliche Orientierungs- und Bildungsangebote zu machen. Die Hauptteile sind:
1. Biographien und Situation von Kindermüttern
2. Junge Menschen am Rande der Gesellschaft
3. Armut, Exklusion, Globalisierung
4. Straßenpädagogik: Grundlegung und Ziele
5. Straßenpädagogische Methoden
Ausgehend von Beispielen aus Hauptteil 1 werden schwerpunktmäßig die Hauptteile 4 und 5 behandelt und mit den Grundlagen und Verfahren des Case Managements verbunden. Dabei kommen auch grundlegende ethische und diakonische Perspektiven zur Sprache. Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit, eigene Beiträge dazu auszuarbeiten. Freilich ist zunächst eine (begleitete) Durcharbeitung der einschlägigen Teile des Programms erforderlich.

Zielgruppe: Studierende der Theologie, Diakoniewissenschaft (Studierende im Masterprogramm), Pädagogik und Soziologie, Lehramt, auch EPG 2 (wenn ethischer Schwerpunkt gewählt wird).
Anmeldung: heinz.schmidt@urz.uni-heidelberg.de, bitte bis zum 9.5. per Mail anmelden.
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 2-3h: Durcharbeiten des Studienprogramms; Lektüre
Leistungsnachweis:
unbenotet: Durcharbeitung des E-Learning-Programms, Lösung von Aufgaben innerhalb des Programms;
benotet: Durcharbeitung des E-Learning-Programms, Lösung von Aufgaben innerhalb des Programms; darüber hinaus Lerntagebuch / Portfolio /schriftliche Ausarbeitung
Literatur: Hartwig Weber/Sor Sara Sierra Jaramillo, Bildung gegen den Strich. Lebensort Straße als pädagogische Herausforderung, Don Bosco Medien München 2013; Wolf Rainer Wendt, Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen. Eine Einführung, 5. Auflage, Freiburg 2010; Peter Löcherbach/Hugo Mennemann /Thomas Hermsen, Case Management in der Jugendhilfe, Reinhardt- Verlag München 2009.

Diakonie im Dialog mit dem Judentum - Seminar

Dozent: Prof. Müller
Zeit: Mo. 11-13 Uhr
Ort: ÜR K2  
Leistungspunkte: 4

Das Seminar folgt den Wurzeln der Diakonie in der alttestamentlichen und jüdischen Tradition. Von dort her sind der Diakonie mit den altehrwürdigen Begriffen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zwei Orientierungspunkte gesetzt, an denen sich Diakonie ausrichten kann und soll."

Zielgruppe: Alle Interessierten.
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 3h
Leistungsnachweis: Kann erworben werden
Literatur: K. Müller, Diakonie im Dialog mit dem Judentum, 1999 (Im DWI erhältlich).

Begründungsmodelle der Diakonie in der gegenwärtigen Diskussion - Oberseminar

Dozent: Prof. Eurich
Zeit: Fr. 16-18 Uhr
Ort: ÜR K2
Leistungspunkte: 4

Die neuere Diskussion zu Begründungsmodellen der Diakonie wird aufgearbeitet.

Zielgruppe: Promovierende der Diakoniewissenschaft
Teilnahmevoraussetzungen: Annahme als Dokt.
Anmeldung: Per Mail unter Eurich@dwi.uni-heidelberg.de
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 4h
Literatur: Heinz Rüegger, Christoph Sigrist: Diakonie. Eine Einführung, Zürich 2012; Johannes Eurich/Wolfgang Maaser: Diakonie in der Sozialökonomie, Leipzig 2013.

Intercultural Cooperation for Justice and Well-Being - Seminar

Dozent: Prof. Päivänsalo
Zeit: Sa. 9-13 Uhr (17.05.-28.06) & Di. 14-16 Uhr (ab 01.07.)
Ort: ÜR K2
Leistungspunkte: 4

What could cooperation for justice and well-being mean in pluralist societies in our global age? Most societies today can be depicted as more or less pluralist societies, in which state governments have at least a minimum democratic legitimacy to pursue their understandings of justice and well-being. At the same time, there is a need to strengthen transnational cooperation as a response to many large-scale problems of the 21st century. Within civil societies, in turn, voluntary agencies sometimes promote vigorous cooperation for broadly accepted human development goals. The upcoming seminar explores various schemes of cooperative justice with a particular attention to tensions as well as opportunities related to religious traditions, identities, groups, and agencies, mostly Christian but for example Islamic as well. The participants of the seminar are challenged to explore issues in fields ranging from tolerance and human rights to dialogical co-existence, ethics of love in multi-religious regimes, and to responsibilities for health and social services in transforming welfare societies. Students will also be encouraged to elaborate their own models of cooperative justice with references to contexts that can be adequately discussed on basis of available literature. In the beginning of the course, some insights stemming from the suggested reading will be discussed as reference points for further explorations of both theories and theologies of cooperative justice in our global age.

Zielgruppe: Vor allem Studierende im Hauptstudium
Sprachvorraussetzungen: Englisch
Leistungsnachweis: Für benoteten Schein: Seminararbeit (englisch)
Literatur: Andersen, Svend: Macht aus Liebe (2010); Bäckström, Anders et al.: Welfare and Values in Europe (Vol. 2, 2012); Beckmann, David: Exodus from Hunger (2010); Bloomquist, Karen L. (ed.): Communion, Responsibility, Accountability (2004); Cohen, G. A.: Rescuing Justice and Equality (2008); Corbet, Steve & Brian Fikkert: When Helping Hurts (2012); Dréze, Jean & Amartya Sen, An Uncertain Glory (2013); Ferguson, Niall: Civilization (2011), The Great Degeneration (2013); Gülen, Fethullah: Toward a Global Civilization of Love and Tolerance (2012), So That Others May Live (2013); Gunderson, Gary R. & James R. Cochrane: Religion and the Health of the Public (2012); Heynes, Jeffrey: Religion and Development (2007); Martin, Jim: The Just Church (2012); Nussbaum, Martha: Frontiers of Justice (2006), The Clash Within (2007), Not for Profit (2010), New Religious Intolerance (2012); The Royal Aal Al-Bayt Institute for Islamic Thought: A Common Word between Us and You (2012); Sen, Amartya: Identity and Violence (2006), The Idea of Justice (2009); Schoberth, Wolfgang & Ingrid Schoberth: Kirche – Ethik – Öffentlichkeit (2002); Kunhiyop, Samuel Waje: African Christian Ethics (2008).
 

Diakonische Seelsorge bei Menschen mit Demenz - Übung

Dozent: Dr. Albert
Zeit: Di. 11-13 Uhr
Ort: ÜR K2
Leistungspunkte: 2

Demenz ist nicht nur eine Herausforderung für die Gesellschaft, sondern auch für Kirche und Diakonie. Die Übung beleuchtet das Phänomen Demenz aus unterschiedlichen Perspektiven und setzt sich dabei mit theologischen, medizinischen, sozialpsychologischen und pflegewissenschaftlichen Ansätzen zur Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen auseinander. Im Fokus sind dabei insbesondere konkrete Seelsorgeformen wie Gottesdienst, Biographiearbeit, Bibliolog, Leibsorge und Sterbebegleitung.

Zielgruppe: Studierende am DWI und alle Interessierten
Anmeldung: Bitte bis 10.04.2014 per Mail an anika.albert@dwi.uni-heidelberg.de
Sprachvorraussetzungen: Englisch
Zusätzlicher Arbeitsaufwand: 2h
Leistungsnachweis: Ausgearbeitetes Referat oder je nach Vorgaben der PO
Literatur: Lena-Katharina Roy, Demenz in Theologie und Seelsorge, Berlin 2013; Gerhard Sprakties, Sinnorientierte Altenseelsorge, Neukirchen-Vluyn 2013; Gerhard Hille/Antje Koehler, Seelsorge und Predigt für Menschen mit Demenz, Göttingen 2013; Andrea Fröchtling, "Und dann habe ich auch noch den Kopf verloren ...": Menschen mit Demenz in Theologie, Seelsorge und Gottesdienst, Leipzig 2008.

 

Management in der Diakonie und Fragen der Unternehmensethikt - Übung

Dozent: Dr. Schwartz
Zeit: Do. 16-18 Uhr
Ort: ÜR K2
Leistungspunkte: 2

Die Übung behandelt allgemeine Fragen des Managements in diakonischen Unternehmen: Wie organisiert Diakonie ihre Arbeit? Finanzierung, Managementtheorie, Unternehmensführung, Strategieentwicklung, Leitbild, Mitarbeitergespräche, Personalwesen, Controlling, Marketing - und sie beschäftigt sich mit Fragen der Unternehmensethik: Welche Rolle spielt eine Ethik des Unternehmens? Konzepte, Verantwortung, Prägung, diakonische Marke, diakonisches Profil, diakonische Bildung. Eine Exkursion zu einem diakonischen Unternehmen in der Nachbarschaft vermittelt einen Einblick in den Alltag und erlaubt es, die theoretischen Kenntnisse mit der Praxis zu vermitteln.

Zielgruppe: Theologiestudierende und Lehramtsstudierende mit Interesse an der Begegnung mit diakonischer Praxis
Teilnahmevoraussetzungen: Interesse am Thema
Anmeldung: bitte per mail: schwartz@uni-heidelberg.de
Zusätzlicher Arbeitsaufwand: etwa 2h Lektüre
Leistungsnachweis: unbenotet: Teilnahme; benotet: Präsentation mit Thesenpapier und schriftlicher Ausarbeitung
Literatur: David Lohmann: Das Bielefelder Diakonie-Management-Modell, Gütersloh 1997; Josef Wieland: Die Ethik der Governance, Marburg 1999; Peter Ulrich: Integrative Wirtschaftsethik, Bern/Stuttgart/Wien 4.A. 2008; Daniel Dietzfelbinger: Praxisleitfaden Unternehmensethik, Wiesbaden 2008; Hanns-Stephan Haas: Theologie und Ökonomie, Stuttgart 2010; und Aufsätze, Literaturliste nach Anmeldung.

Wissenschaftstheorie, Forschungsmethoden I & II - Übung (Blockveranstaltung)

Dozent: Hr. Renkert
Beginn: 22./23.4. (weitere Termine werden bekanntgegeben)
Leistungspunkte: 2

Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, unterschiedliche Forschungsmethoden und die entsprechenden Wissenschaftstheorien kennenzulernen und im Bereich der Diakonie anwenden zu können. Am Ende des Moduls werden die Studierenden die folgenden Kompetenzen erworben haben:

  • Grundlagen der Wissenschaftstheorie kennen und verstehen
  • Fragestellungen im Bereich der Diakonie stellen und den Fragestellungen entsprechende Methoden zur Erforschung kennen und anwenden
  • Empirische Methoden qualitativer und quantitativer Forschung kennen und ihre Anwendung beurteilen
  • Grundlagen der Anwendung empirischer Methoden auf Fragestellungen aus der Diakonie umsetzen können
  • Unterschiedliche Forschungsmethoden beurteilen

Zielgruppe: Studierende im Europäischen Masterstudiengang Diakonie (Masterkandidaten)
Sprachvoraussetzungen: Englisch
Anmeldung: Bis zum 31.3. per Email an thomas.renkert@dwi.uni-heidelberg.de
Zusätzlicher Arbeitsaufwand: 3h
Literatur: Wird in der Übung bekanntgegeben

Diakonische Predigten – ein Gang durch die Kirchengeschichte (MTh-Wahl 1 u. 2) - Seminar

Dozent: Prof. Müller
Zeit: Mo. 11 - 13 Uhr
Ort: ÜR K2
Beginn: 21.10.2013
Leistungspunkte: 4

Diakonie und Predigt verdanken sich gleichermaßen der Menschenfreundlichkeit Gottes (Tit 3,4). Diese verkündigend und handelnd zu bezeugen, ist Grundbestimmung von Kirche überhaupt. Die Analyse ausgewählter pointiert diakonischer Predigten von der Alten Kirche bis in die Gegenwart lässt unterschiedliche Diakonieverständnisse in der Sprachform der Predigt deutlich werden. Wie sind Diakonie und Verkündigung aufeinander bezogen? "Die Menschenfreundlichkeit Gottes bezeugen" – in diesem Sinne für die kirchliche bzw. christliche Praxis heute Sprache und Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen, ist nicht zuletzt die Erwartung an eine Beschäftigung mit der Predigtgeschichte.

Zielgruppe: Alle Studierende
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 3h
Literatur: DWI-Veröffentlichung „Die Menschenfreundlichkeit Gottes bezeugen“

Auswertung zum Diakoniepraktikum und zum „Praxissemester Diakonie“

Dozent: Hr. Renkert
Zeit: n. V.
Ort: ÜR K2

Im Mittelpunkt dieser Begleitung steht die Beratung und Auswertung von Diakoniepraktika von der Auswahl der Praktikumsstelle bis zur gemeinsamen abschließenden Reflexion der Erfahrungen und ihrer theologischen Relevanz im hospitierten Tätigkeitsfeld. – Bei ausreichender TeilnehmerInnenzahl wird im Anschluss an die Praktika ein gemeinsamer Auswertungstag veranstaltet. InteressentInnen vereinbaren bitte einen Beratungstermin.

Zielgruppe: Studierende der Ev. Theologie, die ein Diakoniepraktikum planen, durchführen und auswerten möchten, insbes. für Theologiestudierende der Evang. Landeskirche in Baden.
Anmeldung: bitte per Email an Herr Renkert

Kolloquium zum Dritten Sektor

Dozent: Prof. Eurich
Zeit: Mo. 16 - 18 Uhr
Ort: CSI

Aktuelle Forschungsprojekte zum Dritten Sektor werden vorgestellt und diskutiert.

Zielgruppe: Promovierende der Diakoniewissenschaft
Teilnahmevoraussetzungen: Annahme als Doktorand
Anmeldung: bitte per Email an Herr Prof. Eurich
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 4h
Literatur: Heinz Rüegger, Christoph Sigrist: Diakonie. Eine Einführung, Zürich 2012, Johannes Eurich/Wolfgang Maaser: Diakonie in der Sozialökonomie, Leipzig 2013.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 29.03.2014
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