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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Sommersemester 2015

Inklusion und Kirche - Seminar

Dozent: Prof. Eurich
Zeit: Di. 11-13 Uhr
Ort: ÜR K 2
Leistungspunkte: 4

Das soziale Phänomen „Behinderung“ ist eine Herausforderung für Theologie und Kirche und verlangt theologische Reflexionen. Zugleich sammeln Christinnen und Christen bereits Erfahrungen in etlichen kirchlichen Handlungsfeldern mit inklusiver Praxis. Im Seminar sollen sowohl bisherige Normen und Handlungsmuster in Frage gestellt und die Forderung nach einer Vielfaltsgemeinschaft theologisch durchdacht, als auch praktische Beispiele für die Umsetzung einer inklusiven Kirche besucht und besprochen werden.

Zielgruppe: Studierende im Hauptstudium Theologie
Anmeldung: in der 1. Sitzung
Leistungsnachweis: Hausarbeit
Literatur: Johannes Eurich/Andreas Lob-Hüdepohl (Hg.): Inklusive Kirche, Stuttgart 2011.

Diakoniemanagementmodelle: Ansätze und Entwicklungen vor dem Hintergrund von Praxisherausforderungen - Seminar

Dozent: Prof. Eurich
Zeit: Di. 14-16 Uhr
Ort: ÜR K2  
Leistungspunkte: 4
Beginn: Do, 23.10.2014

Mit der Ökonomisierung des Sozialbereichs wurden unterschiedliche Diakoniemanagementmodelle entwickelt und zur Anwendung gebracht. Im Seminar sollen die Hauptmodelle besprochen werden und mit Praxisanforderungen korreliert werden. Insbesondere werden Schnittstellen zwischen Theologie und Management aufgegriffen.

Zielgruppe: Studierende der Diakoniewissenschaft und interessierte Theologie-Studierende
Anmeldung: In der ersten Sitzung
Leistungsnachweis: Mündliche Prüfung
Literatur: Johannes Eurich/Wolfgang Maaser: Diakonie in der Sozialökonomie, Leipzig 2013.
Tobias Staib: Diakonisches Hilfehandeln alsVertrauensbeziehung, Leipzig 2013.

Diakonie im Dialog mit dem Judentum - Übung

Dozent: Prof. Müller
Zeit: Mi. 18-20 Uhr
Ort: ÜR K2
Leistungspunkte: 4

Das Seminar folgt den Wurzeln der Diakonie in der alttestamentlichen und jüdischen Tradition. Von dort her sind der Diakonie mit den altehrwürdigen Begriffen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zwei Orientierungsgrößen gesetzt, an denen sich Diakonie ausrichten kann und soll.

Zielgruppe: Alle Studierende
Anmeldung: Kontakt: klaus.mueller@ekiba.de
Leistungsnachweis: Kann erworben werden; nach Absprache
Literatur: K. Müller, Diakonie im Dialog mit dem Judentum, 1999 (im DWI erhältlich).

Alter und Altern - anthropologische und ethische Perspektven (EPG 2) - Seminar

Dozent: Prof. Dallmann
Zeit: Fr. 14-18 Uhr (14-tägig)
Ort: KiGa III
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: Studierende der Theologie und/oder der Diakoniewissenschaft sowie EPG-Studierende
Leistungsnachweis: Schriftlich ausgearbeitetes Referat
Literatur: Kursbuch 131 (2003): Das Alter, Berlin (Rowohlt).
Gerd Göckenjahn (2000): Das Alter würdigen. Altersbilder und Bedeutungswandel des Alters, Frankfurt (Suhrkamp).
Torsten Meireis(Hrsg.) (2013): Altern in Würde. Das Konzept der Würde im vierten Lebensalter, Zürich (Theologischer Verlag).

Diakonie zwischen Sozialanwaltschaf und Sozialökonomie - Oberseminar

Dozent: Prof. Eurich
Zeit: Fr. 16-18 Uhr
Ort: ÜR K2

Sozialanwaltschaft ist ein „urdiakonisches“ Prinzip, dass durch die Dienstleisterfunktion herausgefordert wird, denn Organisationen können nicht zugleich als Interessenvertreter derer agieren, die ihre Kunden sind. Dieses Spannungsfeld muss durch organisationsinterne Steuerungsvorgaben und Interessendifferenzierungen bearbeitet werden. Unterschiedliche Vorschläge dazu werden analysiert und weiterentwickelt.

Zielgruppe: Promovierende
Teilnahmevoraussetzungen: Promotionsprojekt in Diakoniewissenschaft
Anmeldung: Per Email an eurich@dwi.uni-heidelberg.de
Leistungsnachweis: Hausarbeit
Literatur: Markus Lehner/Michael Manderscheid (Hg.), Anwaltschaft und Dienstleistung. Organisierte Caritas im Spannungsfeld, Freiburg 2010.

Flucht, Asyl, Verfolgung. Ethische Grundfragen und kirchliche
Verantwortung angesichts globaler Migraton (EPG 1) - Übung

Dozenten: Hr. Renkert, Hr. Dietz
Zeit: Mo. 11-13 Uhr
Ort: ÜR K2
Leistungspunkte: 2

In der Veranstaltung erfolgt zunächst eine Einführung in die Grundlagen der Ethik und einige ihrer klassischen und zeitgenössischen Theorien. Ziel ist dabei der Erwerb bzw. die Vertiefung einer Grundkompetenz für ethische Fragestellungen und der Befähigung zur Bildung, Begründung und Bewertung ethischer Urteile. In einem zweiten, exemplarischen Teil sollen diese anhand des Problemkomplexes von Flucht und Migration in ethischer, theologischer und diakoniewissenschaftlicher Perspektive konkretisiert werden: Welche ethischen (Heraus-)Forderungen sind mit den gravierenden, weltweiten Flüchtlingsströmen gegeben? Wie sollen individuelle Christinnen und Christen diesen Herausforderungen begegnen? Welche Verantwortung tragen Gesellschaften angesichts globaler Migration? Und welche Antworten können Kirchen und Zivilgesellschaft geben? Gibt es in philosophischer oder theologischer Hinsicht ein „Recht auf Asyl“? Oder eine „Pflicht zur Gastfreundschaft“? Und was kann globale Gerechtigkeit im Zeitalter der Migration bedeuten? Zu diesen und weiteren Fragen werden in der Übung zum einen Grundlagentexte, zum anderen aber auch aktuelle Veröffentlichungen gelesen, die die Basis für die theoretische Diskussion bilden. Daneben soll an der einen oder anderen Stelle auch der Bezug zur aktuellen staatlichen und kirchlichdiakonischen Praxis hergestellt werden. In dieser Verbindung von Theorie und Anwendungspraxis wollen wir ein Stück „ethics in action“ einüben.

Zielgruppe: Theologiestudierende und Lehramtstudierende aller Fachrichtungen
Anmeldung: Über LSF
Leistungsnachweis: Übungs-/EPG1-Schein: Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Referat und mündliche oder schriftliche Prüfung
Literatur: wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Gruppen - Soziale Identtät und Religion: Katalysator für (gewalthaltge) Konfikte oder altruistsches Engagement? - Übung

Dozent: Hr. Blümke, Hr. Renkert
Zeit: Mi. 11 - 13 Uhr
Ort: Grabengasse 3-5 - neue Uni / Ehem. Senatssaal (II. OG)
Leistungspunkte: 2

Gruppen bestimmen einen großen Teil von Denken, Fühlen und Handeln des Menschen. Viele psychologische Phänomene ereignen sich innerhalb von Gruppen und können nur dort untersucht werden; manch grundlegender Aspekt lässt sich aber bereits im Labor nachweisen. Darüber hinaus hängen die soziopsychologischen Strukturen und Dynamiken von Gruppen und ähnlichen sozialen Konfigurationen von gemeinsamen und geteilten Selbstverständnissen, Werten und Überzeugungen ihrer Mitglieder ab. In der interdisziplinär ausgerichteten Veranstaltung soll diesen Phänomenen beispielhaft anhand des Faktors 'Religion' nachgegangen werden. Gemeinsam werden wir uns Fragen stellen wie:
- Warum verhalten sich Menschen in Gruppen anders als alleine (Rollentheorie; Soziale Identitätstheorie)? Welche Rolle spielt die Wahrnehmung als Eigen- und Fremdgruppe (Soziale Kategorisierung)?
- Wie stellen sich die Zusammenhänge dar zwischen den Einstellungen und Entscheidungen von Gruppen zu denen ihrer Mitglieder? Sind sie gemäßigter oder extremer als bei Individuen (Gruppenpolarisation)?
- Sind Gruppen eher aggressiver oder altruistischer (Diskontinuitätseffekt)?
- Welche Bedeutung und Reichweite haben überlieferte religiöse Traditionen für das Ethos einer Gruppe und ihrer Mitglieder? Was bedingt, ob ein solches Ethos als potentieller Konflikt oder als Ressource sozialen Hilfehandelns verstanden wird?
- Und wie kann es bspw. zu Gesprächen zwischen religiösen Gruppen kommen, die beide einen Absolutheitsanspruch vertreten (Kontakthypothese; Rekategorisierung)?

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Psychologie und der Theologie.
Sie setzt Interesse an der Einarbeitung in unterschiedliche Forschungstraditionen der beteiligten Fächer, Offenheit für psychologische Zugänge und religiöse Themen sowie Bereitschaft zur offenen und kritischen Diskussion voraus. Durch den intensiven Austausch wird die vorhandene interdisziplinäre Expertise der Teilnehmer/innen in neuen, innovativen und bereichernden Perspektiven auf das Thema resultieren. Der Kurs ist auf 30 Teilnehmer/-innen begrenzt. Die Plätze sind etwa je zur Hälfte für Theologie- und Psychologie-Studierende vorgesehen. Anmeldung bis 31.03.2015 per E-Mail bei thomas.renkert@dwi.uni-heidelberg.de. Die Anmeldung berechtigt noch nicht zur Zulassung; die Zulassung muss zuvor bestätigt worden sein. Die Seminarzulassung jedes Studierenden erfolgt innerhalb jedes Fachs in Eingangsreihenfolge. Nicht ausgeschöpfte Plätze werden an Nachrücker auf den Wartelisten vergeben.

Zielgruppe: Studierende der Theologie und der Psychologie
Teilnahmevoraussetzungen: Interesse am Thema
Anmeldung: bis 31.03.2015 per E-Mail bei thomas.renkert@dwi.uni-heidelberg.de.
Literatur: wird in der Übung bekanntgegeben.

Einführung und Auswertung zum Diakoniepraktkum und zum
„Praxissemester Diakonie“ - Übung

Dozent: Hr. Renkert
Zeit: n.V.
Ort: n.V.

Im Mittelpunkt dieser Begleitung steht die Beratung und Auswertung von Diakoniepraktika von der Auswahl der Praktikumsstelle bis zur gemeinsamen abschließenden Reflexion der Erfahrungen und ihrer theologischen Relevanz im hospitierten Tätigkeitsfeld. – Bei ausreichender TeilnehmerInnenzahl wird im Anschluss an die Praktika ein gemeinsamer Auswertungstag veranstaltet. InteressentInnen vereinbaren bitte einen Beratungstermin.

Zielgruppe: Studierende der Ev. Theologie, die ein Diakoniepraktikum planen, durchführen und auswerten möchten. Insbes. für Theologiestudierende der evangelischen Landeskirche in Baden
Anmeldung: Per E-Mail an thomas.renkert@dwi.uni-heidelberg.de

Kolloquium für DoktorandInnen

Dozent: Prof. Eurich
Zeit: n.V.
Ort: n.V.

Zielgruppe: Promovierende
Teilnahmevoraussetzungen: Promotionsprojekt in Diakoniewissenschaft
Anmeldung:Per Email an eurich@dwi.uni-heidelberg.de

 

Kolloquium zum Dritten Sektor gemeinsam mit dem CSI

Dozent: Prof. Eurich / Dr. Mildenberger
Zeit: Mo. 16 - 18 Uhr
Ort: CSI

Aktuelle Forschungsprojekte zum Dritten Sektor werden vorgestellt und diskutiert: Frontier-Projekt, Reallabor, ITSSOIN u.a.

Zielgruppe: Studierende im Hauptstudium und Promovierende
Anmeldung: Per E-Mail an thomas.renkert@dwi.uni-heidelberg.de
Leistungsnachweis: Mündliche Prüfung
Literatur: Jürgen Howaldt, Heike Jacobsen (Hg.): Soziale Innovation: Auf dem Weg zu einem postindustriellen Innovationsparadigma, Wiesbaden 2010.

 
Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 04.05.2015
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