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KVV Sommersemester 2009

Übersicht:




  • Einführung in das diakoniewissenschaftliche Studium

DozentInnen: Anika Christina Albert, Christian Oelschlägel
Zeit / Beginn: 30.03.2009, 10-16 Uhr
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: StudieninteressentInnen und Neueingeschriebene der DWI-Studiengänge
Teilnahmevoraussetzungen: Keine

Der Einführungstag will interessierten Studierenden und Examinierten aller Wissenschaften Informationen zu den Zulassungs- und Studienmöglichkeiten des DWI, zu Anerkennungs- und Prüfungsordnungsfragen, zu Studieninhalten und beruflichen Perspektiven vermitteln.
Darüber hinaus sollen neu eingeschriebene Studierende der diakoniewissenschaftlichen Schwerpunkt- und Masterstudiengänge Hinweise für den Beginn ihres Studiums am DWI bekommen: Arbeitsweise und Veranstaltungen, Personelles und Aktuelles, Räumlichkeiten und Bibliothek, Literatur etc.

  • Vorlesung: Diakonische Leitlinien im Alten und Neuen Testament

Dozent: Prof. Johannes Eurich
Zeit / Beginn: Di, 11-13 Uhr. Beginn: 07.04.09
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Die Vorlesung richtet sich vor allem an Studierende, die einen Überblick über die biblisch-theologische Begründung diakonischen Handelns erlangen möchten.
Teilnahmevoraussetzungen: Keine
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 2 Stunden Vorbereitung und 1 Stunde Nachbereitung
Leistungsnachweis: Hausarbeit oder mündliche Prüfung

In dieser Veranstaltung lernen wir biblische Leitlinien diakonischen Handelns im Alten Testament und im Neuen Testament kennen, die theologisch reflektiert und auf die heutige Zeit übertragen werden.

Arbeitsform: Vorlesung, Einzelarbeit zu Texten und Gruppenarbeit

Ziel: Biblisch-theologisches Grundlagenwissen zur Diakonie

Empfohlene / begleitende Literatur: Gerhard K. Schäfer/Theodor Strohm (Hg.): Diakonie - biblische Grundlagen und Orientierungen : ein Arbeitsbuch zur theologischen Verständigung über den diakonischen Auftrag. 3. Auflage. Heidelberg 1998. Die Lektüre wird in einem Seminarordner zur Verfügung gestellt.

  • Übung: Schlaglichter der Diakoniegeschichte

Dozentin: Anika Christina Albert
Zeit / Beginn: Mi,11-13 Uhr
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: DWI-Studierende und alle Interessierten
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 2 Stunden
Leistungsnachweis: Schriftlich ausgearbeitetes Referat
Teilnahmenvoraussetzungen: Keine

Kenntnisse historischer Entwicklungslinien sind für ein angemessenes Verstehen heutiger Diakonie unerlässlich. Deshalb gibt diese Veranstaltung einen Überblick über prägende Gestalten der Diakoniegeschichte vor allem im 19. Jahrhundert, richtet ihren Blick aber auch auf vorausgegangene und nachfolgende Entwicklungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der »weiblichen Diakonie«, denn sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart gilt, dass Diakonie im Wesentlichen von Frauen gestaltet wird, während Leitungsfunktionen - damals wie heute - zumeist in männlicher Hand liegen.


Empfohlene/begleitende Literatur: Ursula Röper/Carola Jüllig, Die Macht der Nächstenliebe. Einhundertfünfzig Jahre Innere Mission und Diakonie 1848-1998, 2. Auflage, Stuttgart 2007; Volker Herrmann (Hg.), Zur Diakonie im 19. Jahrhundert. Überblicke - Durchblicke - Einblicke (DWI-Sonderinfo 6), Heidelberg 2005; Kaiser, Jochen-Christoph, Evangelische Kirche und sozialer Staat. Diakonie im 19. und 20. Jahrhundert, hg. von Volker Herrmann, Stuttgart 2008; Jutta Schmidt, Beruf: Schwester. Mutterhausdiakonie im 19. Jahrhundert, Frankfurt/Main 1998; Adelheid M. von Hauff (Hg.), Frauen gestalten Diakonie, 2 Bände, Stuttgart 2006/2007.

  • Seminar: Kritische Lebensereignisse und ihre religiöse Relevanz

Dozenten: Prof. Heinz Schmidt / Prof. Weber
Zeit / Beginn: Do, 10-12 Uhr. Beginnt am Do, 23.04.08; letzte Seminarsitzung am 26.07.09.
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Lehramtsstudenten, Studierende des Masterstudiengangs Straßenkinderpädagogik, Studierende der Uni und des DWI
Teilnahmevoraussetzungen: Keine
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 4 Stunden
Leistungsnachweis: Referate, Präsentationen mit schriftlicher Ausarbeitung

In der Biographieforschung kann sich das Hauptinteresse an der Lebens- und
Schicksalsgeschichte von Individuen auf kritische Lebensereignisse, ihre Folgen und deren
Bewältigungsversuche konzentrieren. Befragte Kinder und Jugendliche, die z.B. in Kolumbien auf
der Straße leben, verweisen immer wieder auf traumatische Erfahrungen, die am Anfang ihrer
Exklusionskarrieren stehen. Das Hauptseminar widmet sich dieser Thematik, ihrer Erforschung
und der Entwicklung von Strategien der Inklusion. Ziel des Seminars ist Kenntnisse über
Biographie- und Resilienzforschung, Kinder und Jugendliche in gesellschaftlichen
Problemsituationen, Exklusionsphänomene in unterschiedlichen Gesellschaften zu erwerben.

Empfohlene / begleitende Literatur: Siehe Literaturverzeichnis im Seminarplan (Aushang).

  • Seminar: Rechtes Handeln, Nächstenliebe, Solidarität

In dieser Veranstaltung lernen wir biblisch-theologische und philosophische Konzeptionen von
Gerechtigkeit, Solidarität und Nächstenliebe kennen und setzen diese in Beziehung zu heutigem
Hilfehandeln am Beispiel von sozial ausgeschlossenen Menschen.

Dozent: Prof. Johannes Eurich
Zeit / Beginn: Do, 14-16 Uhr
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Studierenden der Diakoniewissenschaft und wird gemeinsam mit Studiengang Straßenkinderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg angeboten
Teilnahmevoraussetzungen: Keine
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: ca. 3 Stunden
Leistungsnachweis: Teilnahmeschein für ein mündliches Impulsreferat mit Handout und didakt. Hinweisen; Benoteter Schein für ein mündl. Impulsreferat und zusätzlicher schriftliche Ausarbeitung des Referats

Empfohlene / begleitende Literatur: Gerechte Teilhabe - Befähigung zu Eigenverantwortung und Solidarität. Eine Denkschrift des Rates der EKD zur Armut in Deutschland, Juli 2006. Güterloher Verlagshaus.

  • Seminar: Diakonische Unternehmenskultur


Dozent: Dr. Werner Schwartz
Zeit / Beginn: Do, 16-18 Uhr. Beginnt in der ersten Vorlesungswoche.
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Studierende aller Semester und Fachgruppen
Teilnahmevoraussetzungen: Interesse
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: ca. 2 Stunden
Leistungsnachweis: Referat oder Hausarbeit

Diakonische Einrichtungen unterscheiden sich (oder sollen sich unterscheiden) von anderen
Anbietern von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen maßgeblich durch ihr Profil, die sie
tragenden Wertvorstellungen, die sich in ihrer Arbeit äußern. Das Seminar geht der Frage nach,
wie sich diese Kultur zeigt - in der Arbeit, bei den Mitarbeitenden, in der Außensicht -, woher sie
gespeist ist - aus der biblischen Tradition, der Geschichte der Einrichtungen und der Anbindung
zur Kirche - und wie sie geschärft und verstetigt werden kann.

Empfohlene / begleitende Literatur: Beate Hofmann, Diakonische Unternehmenskultur, Stuttgart 2008; Diakonisches Werk der EKD, Charakteristika einer diakonischen Kultur, Diakonie Texte 1.2008.

  • Seminar: Rabbinische Texte zur Gerechtigkeit


Dozent: Prof. Klaus Müller
Zeit / Beginn: Mo, 11-13 Uhr
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Studierende aller Semester und Fachgruppen
Teilnahmevoraussetzungen: Keine

Der ehrwürdige biblische Begriff der Gerechtigkeit wird zusehends - schon biblisch und dann mehr
und mehr in der nachbiblischen jüdischen Auslegungsgeschichte - zum Äquivalent für »soziale
Gerechtigkeit« und damit zu einem Integral der nachmaligen »Diakonia«. Ein spannender
Zusammenhang, den es zu untersuchen und an den Quellen zu verifizieren lohnt.

Empfohlene / begleitende Literatur: Wird in der Seminarsitzung bekannt gegeben.

  • Blockseminar: Werteorientiertes Management. Überlegungen zu einem werteorientierten Management auf Makro-, Meso- und Mikroebene in Theorie und Praxis


Dozent: Pfarrer Dr. Martin Michel
Zeit / Beginn: 17.-18.04.2009 und 08.-09.05.2009. Beginn jeweils um 9.00 Uhr c.t., Ende gegen 17.30 Uhr.
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Studierende aller Semester und Fachgruppen

Es werden die grundlegenden Positionen zu einer Wirtschaftsethik, wie die der »Moralökonomik«
von Karl Homann, die der »Integrativen Wirtschaftsethik« von Peter Ulrich und die der
»Governanceethik« von Josef Wieland diskutiert. Die ethischen bzw. sozialethischen Maßstäben
zur verantwortlichen Gestaltung der (Sozial-) Wirtschaft auf der Basis der EKD-Denkschrift
»Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive« werden ermittelt und kritisch diskutiert
(Frieden mit dem Kapital?, Ulrich Duchrow). Schließlich wird die »Gefangenendilemma-Situation«
des Managements SGB-refinanzierter, staatlich durchregulierter und standardisierter diakonischer
Dienstleister unter dem Paradigma aus Lukasevangelium 10 (selbstlose Samariter- bzw. bezahlte
Wirtsfunktion) betrachtet.
Die Komplexität des Managements auf der Mikroebene wird schließlich anhand des St. Gallener
Managementmodell erschlossen und aus der Praxis heraus beraten.

  • Blockseminar: Konfliktfelder materialer Ethik in diakoniewissenschaftlicher Perspektive


Dozent: Prof. Johannes Eurich
Zeit / Beginn: 03.07.-05.07.2009 ab 9 Uhr. Vorbesprechung am 24.03.2009 um 16 Uhr
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Studierenden der Diakoniewissenschaft.
Teilnahmevoraussetzungen: Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist obligatorisch.
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: 2 Stunden Vorbereitung und 1 Stunde Nachbereitung
Leistungsnachweis: Teilnahmeschein für ein mündliches Impulsreferat mit Handout und didaktischen Hinweisen; benoteter Schein für ein mündliches Impulsreferat und zusätzlicher schriftlicher Ausarbeitung des Referats.

Im Seminar werden ethische Konfliktfelder am Lebensbeginn und Lebensende bearbeitet.
Unterschiedliche Ansätze werden anhand von Fallbeispielen besprochen und in Gruppen
vorbereitet. Ziel ist der Erwerb einer ethisch-diakoniewissenschaftlichen Kompetenz zur Orientierung
in ethischen Konfliktfeldern am Lebensbeginn und Lebensende.

Empfohlene / begleitende Literatur: Eberhard Schockenhoff: Ethik des Lebens. Ein theologischer Grundriß. 3. Aufl. Mainz 2000.

  • Exkursion zum Kirchentag nach Bremen

    - siehe Aushang im DWI -

  • Exkursion zu einer diakonischen Einrichtung

Weitere Informationen zum Ziel und Ablauf werden zu gegebener Zeit per Aushang bekannt gegeben, Auskunft gibt auch das Sekretariat des Diakoniewissenschaftlichen Instituts unter Tel. 06221/543336.

Zielgruppe: Studierende der Diakoniewissenschaft und alle Interessierten
Teilnahmevorausetzungen: Besuch einer Vorbereitungssitzung, Übernahme eines Berichtes
Zusätzlicher Arbeitsaufwand pro Woche: ca. 4 Tage.
  • Besprechung von Praxisprojekten im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Studiums

Dozentin: Anika Christina Albert
Zeit: nach Vereinbarung
Ort: Karlstraße 16, Zimmer 102
Zielgruppe: alle Interessierten
Arbeitsaufwand/Woche: 2-4 Stunden
Leistungsnachweis: Praxisprojektbericht

Vorhaben von Praxisprojekten werden besprochen, ggf. vermittelt und begleitet. Diese können mit anderen Lehrveranstaltungen bzw. Handlungsfeldern diakonischer Praxis in Verbindung stehen. Erste Informationen sind als Merkblatt „Praxisprojekt“ im DWI erhältlich. Es besteht zugleich die Möglichkeit der Studienberatung am DWI.

  • Auswertung zum Diakoniepraktikum und zum „Praxissemester Diakonie“, insbesondere für Theologiestudierende der Evang. Landeskirche in Baden

Dozent: Christian Oelschlägel
Zeit / Beginn: nach Vereinbarung
Ort: nach Vereinbarung
Zielgruppe: Studierende der Diakoniewissenschaft und Theologiestudierende, insbes. der Evang. Landeskirche in Baden
Teilnahmevoraussetzungen: Anmeldung per Mail an: christian.oelschlaegel@dwi.uni-heidelberg.de
Leistungsnachweis: Praktikumsbericht bzw. Praxissemesterbericht

Im Mittelpunkt dieser Begleitung steht die Beratung und Auswertung von Diakoniepraktika von der Auswahl der Praktikumsstelle bis zur gemeinsamen abschließenden Reflexion der Erfahrungen und ihrer theologischen Relevanz im hospitierten Tätigkeitsfeld. Als besonderes Angebot wird auf die Möglichkeit hingewiesen, im Rahmen des diakonischen Gemeindeaufbaus der Heidelberger Kapellengemeinde in der Plöck ein Diakoniepraktikum durchzuführen.
Bei ausreichender TeilnehmerInnenzahl wird im Anschluss an die Praktika ein gemeinsamer Auswertungstag veranstaltet. InteressentInnen vereinbaren bitte einen Beratungstermin.

  • Kolloquium für AbsolventInnen und DiplomandInnen

DozentInnen: Prof. Johannes Eurich / Anika Christina Albert / Christian Oelschlägel
Zeit / Beginn: Mi, 13-15 Uhr
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Studierende der diakoniewissenschaftlichen Studiengänge

Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, AbsolventInnen und DiplomandInnen am DWI die Gelegenheit zu geben, ihre Abschluss- und Diplomarbeitsprojekte nach Intention, Zielsetzung, Themenstellung und Methodik vorzustellen und zu diskutieren. Zugelassen sind alle Studierenden des DWI, die ihre Abschluss- bzw. Diplomarbeiten planen, entwerfen oder ausgestalten.

  • Kolloquium für DoktorandInnen

Dozenten: Proff. Johannes Eurich / Theodor Strohm / Jörg Thierfelder
Zeit / Beginn: nach Vereinbarung
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Studierende der diakoniewissenschaftlichen Studiengänge

Das Kolloquium für Doktorandinnen und Doktoranden der Diakoniewissenschaft bietet die Gelegenheit, Konzeptionen und Methodik der Dissertation darzustellen und ins Gespräch zu bringen. Wir wollen die Kommunikation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fördern und uns gegenseitig beraten. Die Themen umfassen das gesamte Spektrum der Diakoniewissenschaft.
  • Kolloquium zum Dritten Sektor gemeinsam mit dem
    "Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen" (CSI) der Universität Heidelberg

Dozent: Prof. Johannes Eurich
Zeit / Beginn: nach Vereinbarung
Ort: ÜR K2
Zielgruppe: Fortgeschrittene Studierende, DiplomandInnen und DoktorandInnen

Im Kolloquium werden anhand unterschiedlicher Vorträge Themen des Dritten Sektors wie Entwicklung der Zivilgesellschaft, Aktivierung der Verantwortung, Freiwilligen-Management, Steuerung von NGOs und NPOs, Stiftungsmodelle sowie Stellung des Dritten Sektors zwischen Markt und Staatvorgestellt und diskutiert.


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Letzte Änderung: 02.04.2009
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