DWI Institutsabend am 22. Januar 2018

„Soziale Innovationen durch Social Innovation Labs fördern“

  • [DWI] Institutsabend Januar 2018-1

    ​DWI Institutsabend im Januar 2018

  • [DWI] Institutsabend Januar 2018-2

    DWI Institusabend im Januar 2018
  • [DWI] Institutsabend Januar 2018-3

    DWI Institusabend im Januar 2018​​
  • [DWI] Institutsabend Januar 2018-4

    DWI Institusabend im Januar 2018​​

Am Dienstag, den 22. Januar 2018 fand der Institutsabend des Diakoniewissenschaftlichen Instituts im Wintersemester 2017/18 zum Thema „Labore zur Förderung Sozialer Innovation“ statt. In seiner Begrüßung betonte Prof. Eurich, dass soziale Innovationen ein relativ junges Forschungsgebiet sind, in welchem innovative Lösungen für neue soziale Bedarfe oder Herausforderungen untersucht werden.

Als Vortragender war Prof. Dr. Andreas Schröer von der Universität Trier eingeladen. Prof. Schröer lehrte an der Portland State University in den USA und an der Ev. Hochschule Darmstadt Nonprofit- Management und leitet nun die Abteilung Organisationspädagogik an der Universität Trier. Er beschäftigt sich schon seit Jahren mit sozialen Innovationen und hat bereits Labore zur Förderung sozialer Unternehmen zusammen mit diakonischen Trägern durchgeführt.

Soziale Innovationen können als eine mögliche Antwort auf soziale Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels (z.B. demographischer Wandel, Integration von Flüchtlingen etc.) gesehen werden, weil durch sie neue Lösungen erarbeitet werden können. Soziale Innovationen beinhalten sowohl die Entwicklung neuer Ideen als auch deren Verbreitung.

In seinem Vortrag betonte Prof. Schröer, dass soziale Innovation sowohl durch externe Mitarbeitende (Entrapreneure, Social Startups) als auch durch interne Mitarbeitende z.B. diakonischer Unternehmen (Intrapreneure) entwickelt werden können. Die Problematik gerade in Sozialunternehmen bestehe in deren starren Strukturen und Hierarchien sowie in fehlenden Ressourcen und mangelnder Kommunikation. Deshalb versuchen verschiedene Projekte die Gründungsbedingungen für neue Lösungen zu verbessern, indem Kontakt zu Nutzergruppen, Ressourcen- und Finanzierungszugang hergestellt wird und Verbreitungsmöglichkeiten verbessert werden. Ziel ist es, Räume zu schaffen, die kooperatives Arbeiten von unternehmerischen Individuen auch innerhalb eines diakonischen Trägers ermöglichen. Beispiele hierfür sind LaDU (Labor für diakonisches Unternehmertum) in Kooperation mit der Mission Leben in Darmstadt und das INTRA Lab. INTRA Lab unterstützt seit Januar 2017 innovative Wohlfahrtsunternehmen und sozial engagierte Wirtschaftsunternehmen bei der Umsetzung ihrer Ideen für neue soziale Dienstleistungen. Die Teilnehmenden orientieren sich an drei Prinzipien – Bedarfsorientierung, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Durch mehrere Workshops wird Schritt für Schritt die Bedarfslage analysiert, Lösungen entwickelt, ein anschaulicher und testbarer Prototyp erstellt und dieser dann auf Grundlage eines Wirtschaftsplanes implementiert.

In der anschließenden Diskussion wurden die Innovationslabore noch einmal etablierten Arten der Lösungsfindung in Unternehmen gegenübergestellt. Auch auf kritische Rückfragen hinsichtlich Finanzierung und Aufwand wurde eingegangen. Prof. Schröer betonte, dass Labore zur Förderung sozialer Innovation variabel sind und für verschiedene Unternehmensgrößen angepasst werden können.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 31.03.2018
zum Seitenanfang/up