Das ZEGK im Überblick
Dem Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK)
gehören sechs Institute an: das Historische Seminar, das Institut für
Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, das Institut für
Religionswissenschaft, das Institut für Europäische Kunstgeschichte,
das Musikwissenschaftliche Seminar und das Seminar für Osteuropäische
Geschichte. Das ZEGK baut auf den gewachsenen Strukturen auf und umfaßt
somit Fächer, die sich mit der Geschichte und den kulturellen
Errungenschaften Europas und der Neuen Welt vom Frühmittelalter bis in
die heutige Zeit auseinandersetzen. Gerade die Zusammenarbeit mit dem
Fach Religionswissenschaft verspricht dabei die Entwicklung neuer
methodischer Erklärungsmodelle.
Mit der neuen Struktur wollen
die Fächer ihre Kooperation verstärken, Synergieeffekte nutzbar machen
sowie in Lehre und Forschung an interdisziplinärer Kompetenz gewinnen.
Die Strukturierung und Außendarstellung der gegenwärtig auf
verschiedene Institute verteilten Fächer in einem gemeinsamen Zentrum
soll dazu beitragen, den massiven geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt
historischer Kulturwissenschaften stärker ins Bewußtsein der
Studierenden, der Universität und auch einer breiteren Öffentlichkeit
zu bringen, also eine Schärfung des Profils zu erreichen. Für alle in
diesem Verbund vereinten Fächer wird eine solche sich auch nach außen
abbildende Zusammenarbeit die bisher nur auf die einzelnen Institute
konzentrierte internationale Vernetzung fördern.
Diese Ausrichtung manifestiert sich auch in der Mitgliedschaft im CHCI (Consortium of Humanities Centers and
Institutes).
Das
ZEGK war maßgeblich an der Entwicklung des erfolgreichen
Exzellenzclusters Asia and Europe in a Global Context: Shifting
Asymmetries in Cultural Flows beteiligt, das seit Oktober 2007 seine
Arbeit aufgenommen hat. Disziplinen und Mitglieder des ZEGK arbeiten im
Karl Jasper Centre for Transcultural Studies an Forschungsprojekten,
die einem transkulturellen Ansatz verpflichtet sind. Die Fokussierung
auf kulturelle Verflechtungen zwischen Asien und Europa setzt mit
der Stärkung interdisziplinärer Kooperationen ein zentrales Anliegen
des ZEGK um. Die Auseinandersetzung mit einem nicht geopolitisch
definierten, sondern dynamisch gefassten Verständnis Europas stärkt die
kritische Reflexion über europäisch geprägte Forschungstraditionen und
öffnet den Blick auf das Verständnis Europas als bestimmte und
historisch variable Form von kultureller Kohärenz in einem globalen
Kontext.
Konkrete Projekte
- Eine Eröffnungsfeier am 20. April 2005
- Eine gemeinsame Ringvorlesung im Sommersemester 2005
- Eine Broschüre zur Präsentation der Fächer
- Der Aufbau interdisziplinärer Doktorandenkollegs
- Der Aufbau eines gemeinsamen Betreuungsprogramms für Doktoranden
- ZEGK goes global: Beteiligung am Cluster of Excellence Asia and Europe in a Global Context: Shifting Asymmetries in Cultural Flows
- Aufbau interdisziplinärer Forschungsprojekte
- Die Entwicklung und Koordinierung der fachbezogenen BA/MA-Studiengänge
- Eine Vernetzung mit kulturellen, außeruniversitären Institutionen in der Rhein-Main-Region als Angebot einer praxis- und berufsfeldbezogenen Ausbildung
- Die Schaffung eines interdisziplinären Aufbaustudiengangs
- die Vernetzung mit nationalen und internationalen geschichts- und kulturwissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinstitutionen