Berufsfeld / Chancen / Qualifikation

Berufliche und weiterqualifizierende Perspektiven:

Der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ ermöglicht seinen AbsolventInnen die Fortsetzung ihres Studiums in konsekutiven M.A.-Studiengänge in den Bereichen Slavistik und Geschichte, insbesondere der Global History, der Cultural und Regional Studies u.a.m. NEU: Ab dem Sommersemester 2016 bietet die Universität Heidelberg den M.A. Slavische und Osteuropäische Studien an.

Auf der Grundlage der im Studium erworbenen Kenntnisse in Sprache, Geschichte und Kultur der betreffenden Länder (siehe unten) qualifiziert der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ insbesondere für Berufe in einem interkulturellen Arbeitsumfeld. In Abhängigkeit des zusätzlich studierten Fachs befähigt der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ für eine Tätigkeit in folgenden Bereichen:

  • Buchhandel und Verlagswesen
  • Kommunikationsbranche (PR-Agenturen, Personalkommunikation in größeren Firmen und Konzernen)
  • Kulturinstitutionen und -referate, die den interkulturellen Austausch fördern
  • Wirtschaft und Industrie (Übersetzungs- und Beratungstätigkeit in Firmen mit Kontakten zu slavischen Ländern)
  • Dokumentations- und Bibliothekswesen
  • Medien: Presse, Rundfunk, Fernsehen (Redakteur, Auslandskorrespondent, Theater-, Film-, Literaturkritiker, etc.)
  • Diplomatischer Dienst (mit Vorbereitungsdienst)
  • Touristikbranche
  • Politik und Politikberatung

 

Dies sind häufige, freilich nicht die ausschließlichen Berufsfelder für AbsolventInnen des Bachelor-Studiengangs „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“. Während Ihres Studiums sind Sie angehalten Praktika zu absolvieren. Über mögliche Praktika und freie Praktikumsplätze informieren Sie die Datenbank des Career Service des Historischen Seminars und bei der Praktikumsbörse des Slavischen Instituts.

 

 

Fachliche und überfachliche Qualifikationsziele

 

Der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ verbindet eine fundierte Sprachausbildung in den Sprachen Russisch, Polnisch und/oder Tschechisch mit Grundlagenkenntnissen und Arbeitstechniken der Bereiche Sprach-, Literatur-, Geschichts- und Kulturwissenschaft.

 

Fachliche Qualifikationsziele

● Erwerb von Sprachkompetenz:     
Die Studierenden erwerben fundierte passive wie aktive Sprachkompetenzen in ein bis zwei slavischen Sprachen (Russisch, Polnisch oder Tschechisch bzw. Russisch und Polnisch oder Tschechisch)

● Erwerb von Fachwissen:

Die Studierenden erwerben im Hauptfach (75%) ein breites Überblickswissen über die slavischen Sprachen und Literaturen von den mittelalterlichen Sprachdenkmälern bis in die Gegenwart der osteuropäischen Gesellschaften nach den Systemumbrüchen 1989. Zudem erhalten sie grundlegende und erste vertiefte Kenntnisse über die Geschichte Osteuropas im gesamteuropäischen Kontext. In den einzelnen Bereichen eignen sich die Studierenden unter Anleitung und auf der Grundlage aktueller Forschung und Theoriebildung vertiefte Wissensbestände zu spezifischen Themen aus dem Bereich der slavischen Sprach-, Literatur- und der Geschichtswissenschaft an.  
Bei geringerer Belegung (50%, 25%) reduziert sich der fachwissenschaftliche Anteil auf erste Einblicke in Themen, Forschungsmethoden und Theorien der slavischen Literatur-, Sprach- und der Geschichtswissenschaft.

● Analysieren, Deuten, Verstehen:   
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, Ursachen sprachlicher, literarischer und kultureller Erscheinungen in den slavischen Ländern in geschichtlicher wie auch in kulturvergleichender Perspektive kritisch zu analysieren, zu reflektieren, zu deuten sowie Sachverhalte und Themengebiete fachgerecht einzuordnen. Dadurch entwickeln sie ein vertieftes Verständnis für diese Phänomene, deren Zusammenhang und Wirkung.

● Einübung fachspezifischer Arbeitstechniken:        
Die Studierenden lernen grundlegende Arbeitstechniken der Sprach-, Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaft wie fachspezifisches Bibliographieren, Zitieren, Transliterieren, kritische Quellenexegese u.a. kennen und werden dazu angeleitete, diese selbständig anzuwenden.

● Selbständiges Erarbeiten eines umgrenzten Themengebiets:        
Auf der Grundlage der erworbenen Arbeitstechniken werden die Studierenden dazu befähigt, ein umgrenztes Thema aus dem Bereich der Slavistik und der Osteuropäischen Geschichte wissenschaftlich zu bearbeiten, zu strukturieren, in geeigneter Form schriftlich bzw. mündlich zu präsentieren und in der Praxis anzuwenden.

● Komparatistisches und interdisziplinäres Arbeiten:          
Angesichts der sprachlich-kulturellen Vielfalt des slavischen Kulturraums legt die Heidelberger Slavistik großen Wert auf komparatistische Arbeitsansätze. Der Studiengang ist zudem in sich interdisziplinär angelegt, wodurch die Studierenden die Fähigkeit erhalten, fachübergreifend zu denken und zu arbeiten. Durch die vergleichende Analyse und das Zusammenführen des Fachwissens aus den Bereichen Sprache, Geschichte und Kultur erwerben die Studierenden die Fähigkeit, Phänomene der verschiedenen slavischen Sprachen und Kulturen zu erfassen und mit denen anderer Sprach- und Kulturräumen zu vergleichen.

 

Überfachliche Qualifikationsziele

● Selbständiges, kritisches und vernetztes Denken:  
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit zu selbständigem und kritischem Denken. Sie lernen eigene und fremde Ideen und Argumentationen konstruktiv zu hinterfragen und in der Lage ist, Sachverhalte zu verknüpfen.

● Erwerb allgemeiner wissenschaftlicher Arbeits- und Präsentationstechniken:    
Die Studierenden lernen, sich schnell in vorher unbekannte Themenbereiche einzuarbeiten und sich Informationen zu einem begrenzten Themengebiet selbständig durch Recherche anzueignen, dieses strukturiert aufzubereiten und in geeigneter Form sowohl schriftlich als auch mündlich zu präsentieren. Die AbsolventInnen sind in der Lage, für die Präsentation adäquate Medien auszuwählen und einzusetzen.

● Kommunikationsfähigkeit und (überfachliche) Dialogkompetenz:           
Die Studierenden erwerben die Fertigkeit, ein von ihnen erarbeitetes Themengebiet argumentativ schlüssig vor einem wissenschaftlichen wie nicht-wissenschaftlichen Publikum darzustellen.

● Selbstorganisation und Zielgerichtetheit von Arbeitsprozessen:   
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, eigene Arbeitsprozesse selbständig und termingerecht zu organisieren, sie sinnvoll zu strukturieren und zielgerichtet auszuführen.

● Soziale und didaktische Kompetenz:         
Durch sprachpraktische Mentoren- und Tandemprogramme werden die Studierenden zum Austausch und zur Vermittlung ihrer Kenntnisse untereinander angeleitet. Dabei entwickeln sie ihre allgemeinen didaktischen und sozialen Kompetenzen. 

● Entwicklung interkultureller Kompetenzen:          
Die Auseinandersetzung mit sprachlichen und kulturellen Erscheinungen der osteuropäischen Länder und ihre Analyse in vergleichender Perspektive befähigt die Studierenden, sich in fremde Kulturen einzudenken, sie zu kommunizieren und flexibel im interkulturellen Kontext zu handeln.

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 10.05.2016