Mauro Bertola, Dott.

Tel. +49 (0)6221 54-2808
E-Mail: mauro.bertola@zegk.uni-heidelberg.de
Sprechstunde und Studienberatung in der vorlesungsfreien Zeit: Raum 212 (bitte läuten)
28.02.2013, 14.00 – 15.00 Uhr
21.03.2013, 14.00 – 15.00 Uhr
Bitte in die Liste an der Bürotür eintragen.
Vita
Nach einer „laurea“ (Magister Artium) in Philosophie an der Universität „Amedeo Avogadro“ von Ost-Piemont mit einer Arbeit über die Moralphilosophie von Nicolas Malebranche studierte Mauro Fosco Bertola Musikwissenschaft in Heidelberg. Er war Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Rom, der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg und des Richard Wagner Verbandes.
Vom WS 2007/08 bis zum WS 2011/12 war er Lehrbeauftragter am Musikwissenschaftlichen Seminar in Heidelberg.
Ab März 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Frau Prof. Dr. Silke Leopold. Im Juli 2012 promovierte er mit einer Arbeit über die Rolle von erfundenen Musiktraditionen in der Konstruktion von kollektiven Identitäten in Italien und Deutschland zwischen 1890 und 1945 mit besonderer Berücksichtigung der musikwissenschaftlichen Forschung und des Musikprogramms des Rundfunks jener Zeit.
Forschungsschwerpunkte
Musik im Spannungsfeld von Ideologie und Politik; Musik in den Medien (Radio); die Rolle der Musik in der Stiftung kollektiver Identitäten im deutschen und italienischen Musikdiskurs (19. und 20. Jahrhundert)
Veröffentlichungen
Artikel und Aufsätze
- - „Nationale Identität und musikalische Vergangenheit: Die Erfindung einer ‚echten Tradition’ und ihre Verbreitung im Musikprogramm des italienischen Rundfunks 1890–1943“, in T. Bachir‑Loopuyt, S. Iglesias, A. Langenbruch, G. zur Nieden (Hrsg.): Musik – Kontext – Wissenschaft. Interdisziplinäre Forschung zu Musik, Peter Lang, Frankfurt am Main 2012, S. 147–163.
- „Nazione come categoria musicale: Nazionalismo e nascita della ‘musicologia’ in Italia nella polemica Torchi‑Giani, 1895–1897”, in Rivista Italiana di Musicologia, Jg. XLVII (2012), S. 103–124.
- „Stadt oder Ideologie? Die Inszenierung von Rom im Musikprogramm des italienischen Rundfunks 1929“, in: J. Kretzschmar; M. Schubert; S. Stoppe (Hg.), Medienorte. Mise-en-scènes in alten und neuen Medien, Martin Meidenbauer, München 2011, S. 127–152.
- „Defining a European ‘New Order’ through Music: Ancient Music in Italian Radio Broadcasting during the Fascist Period“. Der Aufsatz wird im Zusammenhang mit dem Tagungsband zu „The Soundtrack of Conflict. The Role of Music in Radio Broadcasting in Wartime and in Conflict Situations”, Georg‑August‑Universität Göttingen, 15.–17. September 2011 erscheinen.
-
»So ward er unser«. Palestrina als deutsches Nationalsymbol im Berliner Rundfunk während der Weimarer Republik", in: S.
Ehrmann-Herfort, S. Leopold: Migration und Identität. Wanderbewegungen und Kulturkontakte in der Musikgeschichte,
Bärenreiter (= Analecta musicologica; 49), im Erscheinen. - „Trecut muzical şi formarea naţiunii în Italia – ‘Muzica veche’ în calitate de construct muzical istoric”, in der Zeitschrift Analele Universităţii din Timişoara (im Erscheinen).
Unveröffentlichte Tagungsbeiträge, Teilnahme an Workshops, Posterpräsentationen
- „Entangled in the South? German Musicology and the Racial Construction of an “Entangled History” of Music Between Germany and Italy During the Second World War“. Vortrag im Rahmen der Tagung German Science in Southern Europe 1933-1945, Faculty of Human and Social Sciences, Universidade Nova, Lissabon 11.-13. Oktober 2012.
- „Die mediterrane Rasse. Musikwissenschaftliche Forschung und die biologistische Konstruktion einer musikalischen Identität Italiens zur Zeit des Ersten Weltkriegs“, Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung, Göttingen 4.-8. September 2012. Freies Referat.
- „«A no man’s-land of misunderstanding». East and West in Tōru Takemitsu’s Reception of Claude Debussy“. Vortrag im Rahmen des Colloque international Claude Debussy, Paris, 2.–5. Februar 2012.
- „Deutsch und Italienisch. Fausto Torrefranca und die Kontinuität einer nationalen Musikwissenschaft in der Nachkriegszeit“. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung Musikwissenschaft, Nachkriegskultur, Vergangenheitspolitik. Interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft für Musikforschung, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Mannheim, 20.–21. Januar 2012.
- „Das neue Italien hören: Faschistische Narrative des Nationalen im Musikprogramm des italienischen Rundfunks am Ende der 1920er Jahre“. Vortrag im Rahmen des Thementags Musik, Nation und Ideologie: Beiträge zum geschichtswissenschaftlichen Umgang mit der Musik der Arbeitsgemeinschaft zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Historisches Seminar der Universität Basel, 8. Dezember 2011.
- „Hybridität der Kultur und Holismus der Nation: Wie soll ich nationale Musik verstehen?“. Colloque Junior du CIERA, Vortrag im Rahmen der Tagung Musik‑Kontext und zurück. Interdisziplinäre Perspektiven auf die Musik als Forschungsobjekt. Centre Marc Bloch, Berlin 4.–6. Februar 2010.
- „Die musikalische Vergangenheit der Nation. Ein musikhistorisches Konstrukt und seine Verbreitung im italienischen Rundfunk bis 1939“. Vortrag im Rahmen der „Mittwochsvorträge“ des Deutschen Historischen Instituts in Rom, 21. Januar 2009.
- „»Im Sinne der Völkerversöhnung«? Die Musikprogramme des deutschen und des italienischen Rundfunks im Jahr 1925“. Vortrag im Rahmen des Medienhistorischen Forums für Absolventen und Forschungsnachwuchs. Studienkreis Rundfunk und Geschichte, Leucorea, Wittenberg 1.–2. November 2007.