Kunstgeschichte des Mittelalters

Die Auseinandersetzung mit den visuellen Hinterlassenschaften des Mittelalters nimmt am Institut für Europäische Kunstgeschichte breiten Raum in Forschung und Lehre ein und trägt maßgeblich zu seinem Renommé bei. Die in der deutschen Universitätenlandschaft einmalige Kombination des vorwiegend auf die Bildkünste konzentrierten Lehrstuhls (Peter Schmidt) mit der Professur für mittelalterliche Architektur und Mittelalterarchäologie (Matthias Untermann) garantiert nicht allein eine breit gefächerte Ausbildung, sondern spiegelt sich auch in innovativen Forschungsprojekten mit einer für Geisteswissenschaften ungewöhnlichen Nähe zu naturwissenschaftlichen Disziplinen. Exemplarisch hierfür steht die gemeinsam mit dem Institut für Wissenschaftliches Rechnen seit 2005 erarbeitete Virtualisierung des Klosters Lorsch und seiner Bibliothek.

Die Lehre deckt das gesamte Mittelalter in allen seinen Gattungen vom 4. bis 16. Jahrhundert und die Mittelalterrezeption späterer Epochen ab. Während die Vorlesungen die mittelalterliche Kunst- und Architekturgeschichte vorstellen, steht in den Seminaren methodisch-exemplarisches Arbeiten im Zentrum. Visuelle Kommunikation, Medienwechsel von der Schrift zum Bild, Urbanistik und die Analyse von Architektur als Mittel zur Selbstdarstellung von Bauherren und Gruppen, als Ordnungsschema, aber auch als Feld künstlerischer Erfindung sind nur einige Themen, in denen die Forschungsinteressen der Dozenten unmittelbar Eingang in die Lehre finden. Regelmäßig angebotene Seminare vor Ort garantieren den für das Fach entscheidenden Umgang mit den Originalen. Jedes Semester wechselnde Praxisübungen sowie die Einbindung von Gastdozenten aus unterschiedlichen Berufsfeldern eröffnen bereits während des Studiums wichtige Einblicke in das Berufsleben.

Fachstudienberatung

Dr. Tobias Frese
Sprechstunde während der Vorlesungszeit: Donnerstag 11:00-13:00 Uhr
E-Mail: t.frese@zegk.uni-heidelberg.de

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Letzte Änderung: 27.03.2017