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Martin Stallmann, M.A.

Lehrstuhl für Zeitgeschichte

Am Lehrstuhl seit

WS 2008/09


Position/Funktion

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktorand


Kontakt

Büro:
Hauptstr. 52, R 232

Postanschrift:
Grabengasse 3-5
69117 Heidelberg

Tel: +49 (0) 62 21 / 54 73 34
E-Mail: Martin.Stallmann@zegk.uni-heidelberg.de
 


Zur Person

Martin Stallmann, 1982 in Stendal geboren, studierte Neuere Geschichte, Medienwissenschaften und Politikwissenschaft an der TU Braunschweig und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seine Magisterarbeit schrieb er über die Darstellung des Nationalsozialismus im westdeutschen Fernsehen der 60er Jahre. Von 2005 bis 2006 war er studentische Hilfskraft in der Abt. Sachunterricht und seine Didaktik der TU Braunschweig. Zudem absolvierte er ein Praktikum am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen. Seit Oktober 2008 ist er Mitglied der Heidelberger Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (HGGS) und Doktorand am Lehrstuhl für Zeitgeschichte. Erste berufliche Erfahrungen konnte er als Nebenlehrer für Geschichte und Gemeinschaftskunde an einem Karlsruher und Eberbacher Gymnasium sammeln. Seit dem Wintersemester 2010/11 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar. Zudem leitet Martin Stallmann das von ihm gegründete Mediengeschichtliche Forum. Im Forum werden seit dem Wintersemester 2009 Aspekte der medialen Vermittlung von Geschichte diskutiert.



Dissertationsprojekt

„Bilder einer Generation – Rückblicke auf Achtundsechzig“
 

Kurzdarstellung der Dissertation

„Achtundsechzig“ wurde im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zu einem bundesrepublikanischen Mythos. Dabei meint „Achtundsechzig“ nicht allein das Jahr, sondern bezeichnet eine Transformationsphase in den 1960er Jahren, die in der Öffentlichkeit als kultureller und politisch aufgeladener Umbruch wahrgenommen wurde. Um kein anderes Datum in der deutschen Nachkriegsgeschichte wird so emotional debattiert und heftig darüber gestritten, was  „Achtundsechzig“nun für die Geschichte der Bundesrepublik bedeutet. Auch das Fernsehen widmete sich in den zurückliegenden Jahrzehnten den Jahren des Protests. Nicht nur anlässlich von Jubiläen flimmerten wieder die Bilder der durch die Straßen ziehenden und Parolen skandierenden Studenten über die Bildschirme der Fernsehhaushalte und in Diskussionsrunden trafen Akteure und Gegner der 68er-Bewegung aufeinander. Im Zentrum dieses Promotionsprojekts soll die Erzählung von „Achtundsechzig“ im bundesdeutschen Fernsehen von 1977 bis 1998 stehen. Als Quellengrundlage dienen die im Untersuchungszeitraum gesendeten non-fiktionalen Fernsehbeiträge. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern das Fernsehen bei der (Re-)Konstruktion der Ereignisse zur Mystifizierung beigetragen hat.
 

Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Geschichte der Studentenbewegung
  • Deutsche Nachkriegsgeschichte
  • Geschichtsdarstellung in den Medien
  • Film- und Mediengeschichte

 

Stipendien

  • 10/ 2008 – 09/ 2009: Stipendium der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung
  • 01/ 2010 – 12/ 2010: Stipendium der Hans und Eugenia Jütting-Stiftung


Lehrveranstaltungen

  • WS 2011/12
    Proseminar: "Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in den 1950er und 1960er Jahre"
  • SoSe 2011
    Proseminar: "Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts"

    Übung: "Zur Geschichte und Gegenwart der historischen Forschung" (et. al.)

    Übung: "Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland" (et. al.)
     
  • WS 2010/11
    EPG II-Übung: "Geschichte als Ware?"
     
  • SoSe 2010
    EPG II - Übung: "Ethik der digitalen Medien"
     
  • WS 2009/10
    EPG II - Übung: "Die BRD im Dokumentarfilm"

 

Veröffentlichungen

Rezensionen

  • Kniep, Jürgen: Keine Jugendfreigabe!. Filmzensur in Westdeutschland 1949-1990, Göttingen 2010, in: Neue politische Literatur 56 (2011), S. 317-318.
  • Saupe, Achim: Der Historiker als Detektiv - der Detektiv als Historiker. Historik, Kriminalistik und der Nationalsozialismus als Kriminalroman, Bielefeld 2009, veröffentlicht unter: http://www.scienceblogs.de

Tagungsberichte


Vorträge

  • "Licht und Schatten - Überlegungen zum Weimarer Film" [gemeinsam mit Albrecht Franz], Heidelberg, 2. Februar 2012
  • "Das Werden der 68er-Generation", Lutherstadt Wittenberg, 21. Oktober 2011
  • "Der Bau der Berliner Mauer", Mosbach, 18. Juli 2011
  • "Die Geschichte der Zukunft – Überlegungen zur Filmgeschichte der Dystopie", Heidelberg, 28.Oktober 2010.
  • "Geschichte in digitalen Welten", Eberbach, 29. Juni 2010.
  • "8. Mai 1945 - Kapitulation und Neuanfang", Mosbach, 21. Juni 2010.
  • "Das Fernsehen und der Fall der Mauer", Heidelberg, 12. November 2009.

 

Mitgliedschaften

  • Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHHD)
  • Studienkreis Rundfunk und Geschichte e.V.
Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 15.05.2012