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Martin Stallmann, M.A.

Lehrstuhl für Zeitgeschichte

Am Lehrstuhl seit

WS 2008/09


Position/Funktion

Wissenschaftlicher Mitarbeiter


Kontakt

Büro:
Historisches Seminar, R. 141a

Postanschrift:
Grabengasse 3-5
69117 Heidelberg

Tel: +49 (0) 62 21 / 54 36 68
E-Mail: Martin.Stallmann@zegk.uni-heidelberg.de
 


Zur Person

Martin Stallmann, 1982 in Stendal geboren, studierte Neuere Geschichte, Medienwissenschaften und Politikwissenschaft an der TU Braunschweig und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seine Magisterarbeit schrieb er über die Darstellung des Nationalsozialismus im westdeutschen Fernsehen der 1960er Jahre. Von Oktober 2008 bis Oktober 2011 war er Mitglied der Heidelberger Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (HGGS). Erste berufliche Erfahrungen konnte er als Nebenlehrer für Geschichte und Gemeinschaftskunde an einem Karlsruher und Eberbacher Gymnasium sammeln. Seit dem Wintersemester 2010/11 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar. Zudem leitet Martin Stallmann das von ihm gegründete Mediengeschichtliche Forum. Im Forum werden seit dem Wintersemester 2009/10 Aspekte der medialen Vermittlung von Geschichte diskutiert. Ab 2013 ist er Redakteur der Zeitschrift Rundfunk und Geschichte. Im Sommersemester 2015 hat er sein Dissertationsprojekt erfolgreich verteidigt. Von November 2013 bis Oktober 2015 saß er als Mittelbauvertreter im Fachrat des Historischen Seminars, seit November 2015 ist er Mitglied der Studienkommission der Philosophischen Fakultät.

 

Aktuelles Forschungsprojekt: Medialität der Menschenrechte (gemeinsam mit Dr. Birgit Hofmann)

gefördert mit Mitteln des Innovationsfonds FRONTIER im Rahmen der Exzellenzinitiative II

Das Projekt "Medialität der Menschenrechte" untersucht Kämpfe um Anerkennung, Teilhabe und Inklusion in der Geschichte Europas und ihre mediale Verfasstheit. Medien spielten historisch eine entscheidende Rolle bei der Etablierung von Menschen- und Bürgerrechten, die vielfach zunächst von gesellschaftlich marginalisierten Gruppen eingefordert wurden. Seit den 1960er Jahren hat sich gleichzeitig ein technisch-medialer wie auch ein Demokratisierungsfortschritt vollzogen. Zunehmend bedienen sich seither Bürgerinnen und Bürger selbst medialer Inszenierungsmuster beim Kampf um die Durchsetzung von Rechten und Interessen. Diesen historischen Wandel bis in die jüngste zeitgeschichtliche Gegenwart möchte das interdisziplinär ausgerichtete Projekt erforschen.

 

Dissertationsprojekt (abgeschlossen)

"Protestgeschichte in Bewegung. Erzählungen von '1968' im bundesdeutschen Fernsehen, 1977-1998"
 

Die Bilder von "1968" haben einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland inne. Dabei hat das Fernsehen die Protestgeschichte der späten 1960er Jahre vermittelt, gefestigt und verformt. Als Leitmedium berichtete es seit den späten 1970er Jahren in Geschichtssendungen und Diskussionsrunden vor allem anlässlich von Jahrestagen über "1968" und debattierte die Bedeutung der Protestbewegung für die Geschichte der Bundesrepublik. Die Arbeit fragt nach den dominierenden Erzählmustern und der nachträglichen Inszenierung des Protests im bundesdeutschen Fernsehen. Die Leitperspektiven der Dissertation lauten somit: Wie, was und wozu hat das bundesdeutsche Fernsehen zwischen 1977 und 1998 über die Protestbewegung der späten 1960er Jahre erzählt?

 

Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Protestgeschichte
  • Migrationsgeschichte
  • Europäische Nachkriegsgeschichte
  • Mediale Historiographiegeschichte
  • Film- und Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts

 

Auszeichnungen und Stipendien


Lehrveranstaltungen

  • WS 2015/16
    Proseminar: "Ein wilder Kontinent? Europa in der Nachkriegszeit, 1945-1950"

  • SoSe 2015
    Übung: "Gekommen und Geblieben. Die Kinder der Migration"

    Übung Theorie und Methode: "Geschichte in Bewegung. Film- und Fernsehanalyse in der Geschichtswissenschaft"

  • WS 2014/15
    Übung: "Gekommen und Geblieben. 'Gastarbeit' in Heidelberg"
     
  • SoSe 2014
    Proseminar: "Propaganda im Nationalsozialismus"
     
  • WS 2013/14
    Quellenübung: "Zugänge zur Mediengeschichte"
     
  • SoSe 2013
    Proseminar: "Gewalt und Gewalterfahrungen in der alten Bundesrepublik"

    Exkursion zur Ausstellung "RAF. Terror im Südwesten", Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart, [gemeinsam mit Angela Siebold]
     
  • WS 2012/13
    Exkursion zum Historischen Archiv des WDR, Köln
     
  • WS 2011/12
    Proseminar: "Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in den 1950er und 1960er Jahren"
     
  • SoSe 2011
    Proseminar: "Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts"

    Übung: "Zur Geschichte und Gegenwart der historischen Forschung" (et. al.)

    Übung: "Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland" (et. al.)
     
  • WS 2010/11
    EPG II-Übung: "Geschichte als Ware?"
     
  • SoSe 2010
    EPG II - Übung: "Ethik der digitalen Medien"
     
  • WS 2009/10
    EPG II - Übung: "Die BRD im Dokumentarfilm"

 

Veröffentlichungen

Aufsätze

  • "1968" - eine Geschichte ohne Frauen? "68erinnen" im bundesdeutschen Fernsehen, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte H. 65 (2014), S. 55-63.

Miszellen

  • Protestgeschichte in Bewegung. Die Erzählungen von 1968 im bundesdeutschen Fernsehen, 1977-1998, in: Rundfunk und Geschichte 3-4/2012, S. 72-73.

Rezensionen

  • Behmer, Markus; Bernard, Birgit; Hassebring, Bettina (Hrsg.): Das Gedächtnis des Rundfunks. Die Archive der öffentlich-rechtlichen Sender und ihre Bedeutung für die Forschung, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2013, in: Westfälische Forschungen 65/2015, S. 638-640.
  • Gajek, Eva Maria: Imagepolitik im olympischen Wettstreit. Die Spiele von Rom 1960 und München 1972, Göttingen: Wallstein 2013, in: Rundfunk und Geschichte 3-4/2015, S. 69-70.
  • Rüdiger, Mark: "Goldene 50er" oder "Bleierne Zeit"?, Geschichtsbilder der 50er Jahre im Fernsehen der BRD, 1959-1989, Bielefeld: transcript 2014, in: Neue politische Literatur 60 (2015), S. 156-157.
  • Dietz, Bernhard; Neumaier, Christian; Rödder, Andreas (Hrsg.): Gab es den Wertewandel? Neue Forschungen zum gesellschaftlich-kulturellen Wandel seit den 1960er Jahren, München: Oldenbourg 2014, in: sehepunkte 15 (2015), Nr. 6 [15.06.2015], URL: http://www.sehepunkte.de /2015/06/24970.html
  • Merziger, Patrick; Stöber, Rudolf; Körber, Ester-Beate (Hrsg.): Geschichte, Öffentlichkeit, Kommunikation. Festschrift für Bernd Sösemann zum 65. Geburtstag, Stuttgart: Fritz Steiner Verlag 2010, in: Archiv für Kulturgeschichte 96, 2/2014, S. 506-509.
  • Ebbrecht, Tobias: Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis. Filmische Narrationen des Holocausts, Bielefeld: transcript 2010, in: Rundfunk und Geschichte 1-2/2013, S. 76-77.
  • Kniep, Jürgen: Keine Jugendfreigabe! Filmzensur in Westdeutschland 1949-1990, Göttingen: Wallstein 2010, in: Neue politische Literatur 56 (2011), S. 317-318.
  • Saupe, Achim: Der Historiker als Detektiv - der Detektiv als Historiker. Historik, Kriminalistik und der Nationalsozialismus als Kriminalroman, Bielefeld: transcript 2009, veröffentlicht unter: http://www.scienceblogs.de

Tagungsberichte


Vorträge (Auswahl)

  • Bilderwelten des "langen 1968" - Protestgeschichte im bundesdeutschen Fernsehen, Münsteraner Gespräche zur Geschichtswissenschaft/ Forschungskolloquium zur Neuesten Geschichte: Visual History. Bilanz und neue Perspektiven der historischen Bildforschung, Münster, 2. Dezember 2015.
  • "1968" zwischen Faktualität und Fiktionalität: Transdisziplinäre Medienanalyse von Film- und Fernseherzählungen, Workshop der Sommerschule 2014 des Europäischen Zentrums für Sprachwissenschaft zu "Historische Unsicherheit im Spiegel sprachlicher Konstruktionen. Sprach- und literaturwissenschaftliche Zugänge zu berichteter und erzählter Vergangenheit", Heidelberg, Juli 2014 (gemeinsam mit Giulia Pelillo-Hestermeyer).
  • Der Ölpreisschock 1973 und die Grenzen des Wachstums, Ökumenisches Gemeindezentrum Mosbach, 3. Juli 2013.
  • Goldene Jahre? - Die Bundesrepublik Deutschland in den 1950er Jahren, Ökumenisches Gemeindezentrum Mosbach, 23. Juli 2012.
  • "Licht und Schatten - Überlegungen zum Weimarer Film" , Mediengeschichtliches Forum, Heidelberg, 2. Februar 2012 (gemeinsam mit Albrecht Franz).
  • "Das Werden der 68er-Generation", Medienhistorisches Forum des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Nachwuchsforum Kommunikationsgeschichte, Lutherstadt Wittenberg, 21. Oktober 2011.
  • "Der Bau der Berliner Mauer", Ökumenisches Gemeindezentrum Mosbach, 18. Juli 2011.
  • "Die Geschichte der Zukunft – Überlegungen zur Filmgeschichte der Dystopie", Mediengeschichtliches Forum, Heidelberg, 28.Oktober 2010.
  • "Geschichte in digitalen Welten", Lehrerfortbildung, Eberbach, 29. Juni 2010.
  • "8. Mai 1945 - Kapitulation und Neuanfang", Ökumenisches Gemeindezentrum Mosbach, 21. Juni 2010.
  • "Das Fernsehen und der Fall der Mauer", Mediengeschichtliches Forum, Heidelberg, 12. November 2009.

 

Mitgliedschaften

  • Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHHD)
  • Studienkreis Rundfunk und Geschichte e.V.
Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 23.05.2016