Steve Bahn

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Historisches Seminar
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Büro: Marstallstraße 6
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Telefon: 06221 - 54 39 37
E-Mail: steve.bahn@zegk.uni-heidelberg.de

 

Zur Person

 
Februar bis April 2016: Archiv- und Rechercheaufenthalt in Australien (Reisekostenstipendium der Graduiertenakademie Heidelberg)
 
 
Seit Oktober 2015: Lehrbeauftragter am Internationalen Studienzentrum der Universität Heidelberg (Studienkolleg, Deutsch als Fremdsprache (DaF) für Gastwissenschaftler und Promovierende sowie Studienbegleitender Deutschunterricht für ausländische Studierende)
 
 
August bis November 2015: Stipendiat des European Liberal Arts Network (ELAN) der Baden-Württemberg-Stiftung
 

Juli 2015: Forschungsstipendium des DHI London und damit verbundener Archiv- und Rechercheaufenthalt in London
 

Mai 2014 bis Juni 2015: wissenschaftlicher Mitarbeiter Drittmittelprojekt FOF 3 „Ideas and Language of Welfare. Gemeinwohl transkulturell – Ideen und Semantik
 

2008 bis 2014
Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik (1. Staatsexamen) an der Universität Heidelberg

Zulassungsarbeit zum Thema „I’ve seen the future. Zukunftsvisionen und Utopien auf der New Yorker Weltausstellung 1939/1940“.
Betreuung durch Prof. Dr. Madeleine Herren-Oesch (Europainstituts – Institute for European Global Studies der Universität Basel).
 

2010 bis 2014
Studentische Hilfskraft am Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“
 

2012 bis 2014
Studentische Hilfskraft und Tutor am Curt-Engelhorn-Lehrstuhl für Amerikanische Geschichte des Historischen Seminars der Universität Heidelberg (Prof. Dr. Manfred Berg)

 

Dissertationsprojekt

"Dem Gemeinwohl dienlich? Das Konzept der Sträflingskolonie am Beispiel Australien 1787–1868" (Arbeitstitel)
"The public good and the concept of a penal colony. Australia 1787–1868" (Working Title)
 

Abstract
 

 “The Colony must be considered in the light of an extensive Gaol to the Empire – the punishment of Crimes and reformation of Criminals the grand objects […]”. (George Arthur zu Bathurst, 21. April 1826, zitiert nach Austin, Albert Gordon: Australian education, 1788-1900. Church, State and Public Education in Colonial Australia, 3. Auflage, Westport 1976, S. 72.).

Mit diesen Worten beschrieb Gouverneur George Arthur (1784-1854) im Jahr 1826 die Aufgaben des Siedlungspunktes auf Tasmanien und allgemein der im Jahr 1788 gegründeten britischen Sträflingskolonie auf dem australischen Kontinent. Wie durch dieses Zitat deutlich wurde, ging es der englischen Regierung nicht nur darum, sich den Sträflingen zu entledigen, sondern diese sollten vielmehr einen Reformierungs- oder Läuterungsprozess durchlaufen, an deren Ende sie wiederum in die Gesellschaft zurückkehren und einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten könnten. Das Thema „Gemeinwohl“ steht damit in enger Verbindung zur Sträflingskolonie. Dieses wiederum adressiert den Sträfling und die Gesellschaft gleichermaßen. Nur ein erfolgreicher Reformierungsprozess kann den Sträfling in die Lage versetzen, wiederum Teil der Gesellschaft zu werden und seinen Beitrag zum Gemeinwohl dieser zu leisten, um damit auch seinerseits, wie im Titel bereits angesprochen, „dienlich“ zu sein.

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich damit mit dem Thema Gemeinwohl und Gemeinwohlvorstellungen in Zusammenhang mit dem Konzept von Sträflingskolonien am Beispiel der ehemaligen Sträflingskolonie Australien, in die ab 1788 bis Ende der 1860er Jahre Sträflinge verschickt wurden. Anhand dieses Beispiels und des erwähnten Untersuchungszeitraums soll gezeigt werden, dass neben dem Aspekt der Strafe vor allem die „reformation of Criminals“ (Ebd.) eine grundlegende Rolle spielte. Dieser Prozess soll am Fall der einzelnen Kleinkolonien auf dem australischen Kontinent, beispielsweise Tasmanien oder New South Wales, detailliert auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Vorgehensweise untersucht werden, besonders vor dem Hintergrund von aufklärerischen Ideen.

 

Publikationen

Aufsätze und Rezensionen

Bahn, Steve: Rezension zu McKenzie, Kirsten: Imperial Underworld. An Escaped Convict and the Transformation of the British Colonial Order, in: Zeitschrift für Australienstudien 30 (2016), S. 139–146.
 

Bahn, Steve: Georg III. von Anhalt (1507–1553), in: Richter, Susan/Kohnle, Armin (Hrsg.): Herrschaft und Glaubenswechsel. Die Fürstenreformation im Reich und in Europa in 28 Biographien, Heidelberg 2016, S. 181–198.

Seitenbearbeiter: Oliver Plate
Letzte Änderung: 12.02.2017
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