Career Service - Berufsfeld Stiftungen

Stiftungen

In Deutschland gibt es private und öffentliche Stiftungen, die sich im Bildungsbereich engagieren und ein breites Spektrum abbilden. Neben Stiftungen, die wissenschaftliche Forschungsprojekte fördern, existieren zahlreiche operative Stiftungen, die eigene Projekte zu speziellen Schwerpunktgebieten umsetzen. Diese können beispielsweise in der historisch-politischen oder in der interkulturellen Bildungsarbeit liegen. Manche Stiftungen konzentrieren sich auf bestimmte Regionen, andere stehen politischen Parteien nahe oder widmen sich spezifischen sozialen Fragen.

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Um in der Stiftungsarbeit tätig zu sein, lohnt es sich, frühzeitig Kontakte, beispielsweise durch Praktika, aufzubauen. Daraus ergeben sich manchmal auch freie berufliche Aufgaben, die den Einstieg in eine Anstellung erleichtern können.  Der Einstieg ist – je nach Stiftungsprofil – für AbsolventInnen mit einem Magister/Master oder auch mit einem Staatsexamen möglich. Bei Stiftungen, die mit Jungendlichen arbeiten, kann auch eine gewisse Berufserfahrung im Bildungs- oder schulischen Bereich sinnvoll sein. Für den Aufstieg in eine höhere Position ist grundsätzlich die Promotion zu empfehlen, diese ist jedoch keine notwendige Voraussetzung.

Wer in einer Stiftung arbeiten möchte, sollte Freude und Talent an der Durchführung von Projekten unterschiedlichster Art haben, die innovativ sind und dem Stiftungszweck folgen. Das bedeutet auch, häufig unter Zeitdruck Konzepte zu formulieren und durchzuführen. Zu einer solchen Arbeit gehört in jedem Fall die (schriftliche und mündliche) Präsentation dieser Projekte und Konzepte gegenüber möglichen Förderern, Kooperationspartnern und den Zielgruppen, an die sie sich richten. Die Fähigkeit, komplexe Fragen verständlich zu formulieren, breit zu vermitteln und mit verschiedensten Personen kommunizieren zu können, ist daher unabdingbar. Bei Stiftungen, die beispielsweise im interkulturellen Bereich oder im europäischen Rahmen Projekte umsetzen, sind Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil.

 


Gefragte Kompetenzen:

Recherchieren – Ideen entwickeln – Kommunizieren – Präsentieren
 

Stimmen aus der Praxis

„Wir brauchen Menschen, die permanent neue Ideen entwickeln, Veränderungen anstoßen und in der Lage sind, Dinge neu zu sehen und zu hinterfragen. Das Engagement in der Stiftungswelt ist breit gefächert. Wenn man sich informiert, wie die verschiedenen Einrichtungen aufgestellt sind und mit welchen Themen sie sich beschäftigen, bieten sich sicher interessante Positionen für Einsteiger.“

Sven Tetzlaff, Leiter Bereich Bildung der Körber-Stiftung (Hamburg)

„Da die Gerda Henkel Stiftung Forschungsprojekte im Bereich der Historischen Geisteswissenschaften fördert, ist ein universitärer Abschluss in diesem Feld eine gute Voraussetzung. Von Vorteil ist dabei die Fähigkeit, sich schnell in komplexe Sachverhalte einarbeiten und Themen kurz und präzise darstellen zu können. In der Geschäftsstelle einer Stiftung ist die schriftliche und mündliche Kommunikation mit Antragstellern und Projektpartnern ein zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit: Mitarbeiter sollten stets offen für die Anliegen ihrer Gesprächspartner sein und die Bereitschaft zeigen, diese mit Blick auf den Stiftungszweck zu unterstützen.“

Dr. Anna-Monika Lauter, Leitung Öffentlichkeitsarbeit der Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf)

 

Auswahl an Einrichtungen, bei denen Sie sich um ein Praktikum bewerben können:

Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn

Friedrich-Naumann-Stiftung, Berlin

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Klaus-Tschira-Stiftung (Heidelberg)

Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin/Berlin

Körber-Stiftung, Hamburg

Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart

Stiftung Genshagen, Berlin

 

 

Übersicht Berufsfelder

 

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Seitenbearbeiter: Raffael Rogger
Letzte Änderung: 23.06.2014
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