Arbeitsbereich Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa

Online-Portal

Lokalgeschichtliche Aufarbeitung der Verfolgung von Minderheiten während der NS-Zeit

Gefördert durch die Dr.-Bertold-Moos-Stiftung

Im April 2016 wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereichs „Minderheitengeschichte und Bürgerrechte in Europa“ und des „Frontier“-Projekts „Medialität der Menschenrechte“ am Lehrstuhl zur Zeitgeschichte von Professor Dr. Edgar Wolfrum, Dr. Birgit Hofmann, Daniela Gress, M.A. und Mirjam Schnorr, M.A. sowie Dr. Martin Stallmann mit dem Dr.-Bertold-Moos-Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Das Preisgeld wird nun genutzt, um unter der Leitung der Preisträger und Preisträgerinnen an der Universität Heidelberg ein Portal mit interaktivem Zugang zur Minderheitengeschichte der NS-Zeit zu erarbeiten. An der Durchführung des Projekts sind neben den Projektleiterinnen und -leitern die geprüften wissenschaftlichen Hilfskräfte Jacqueline Dotzer, B.A., Maximilian Dümler, B.A., Ruby Ellis, B.A. sowie Verena Meier (1.Staatsexamen Lehramt Gymnasium), beteiligt. Alle vier bringen für das Projekt wertvolles Hintergrundwissen mit, da sie zugleich als ehrenamtliche Mitglieder im studentischen Verein „Heidelberger Lupe e.V.i.G.“ wirken, der sich einer regionalhistorischen Aufarbeitung der Verfolgungs- und Vorurteilsgeschichte in Heidelberg widmet. Wesentliche Vorarbeiten zu diesem Projekt bestehen seit circa zwei Jahren. Hierzu zählt die Konzeption der Ausstellung „Herausgerissen. Deportation von Heidelbergern 1940“, die seit 2015 u.a. im Heidelberger Rathaus sowie mobil in Schulen zu sehen war und die unter Leitung von Daniela Gress von Studierenden der Universität erstellt wurde.

Lokal- und Regionalgeschichte trägt nicht nur zum Wissen über Orte und Regionen bei, sie kann aus einer Nahperspektive den Wandel historischer Mentalitäten und Strukturen in ihrer Gesamtheit aufzeigen. Das Online-Portal soll Erkenntnisse zur Stigmatisierung und Verfolgung von Minderheiten vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus in Heidelberg und Umgebung mittels einer interaktiven Karte erfahrbar machen. Zahlreiche Orte der Minderheitengeschichte und der Verfolgung sollen markiert und mit wissenschaftlichem und didaktischem Hintergrundmaterial versehen werden. Dabei werden unterschiedliche Opfergruppen des NS-Staates wie Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, „Euthanasie“-Opfer und als „asozial“ Verfolgte berücksichtigt und so auch Gruppen einbezogen, die bisher in der Wissenschaft noch unzureichend beachtet wurden. Ihre Geschichte wird anhand von Forschungsliteratur, Archiv-Quellen und Zeitzeugeninterviews erarbeitet. Eine Förderung ist zunächst bis zum Sommersemester 2018 vorgesehen.

 

Wissenschaftliche Hilfskräfte:

 

BeMo_Jacqueline Dotzer


Jacqueline Dotzer, B.A. Büro: Hauptstraße 52, Raum 032
BeMo_Maximilian Dümler

Maximilian Dümler, B.A. Büro: Hauptstraße 52, Raum 032
BeMo_Ruby Ellis

Ruby Ellis, B.A. Büro: Hauptstraße 52, Raum 032
BeMo_Verena Meier

Verena Meier

(Lehramt Gymnasium)

Büro: Hauptstraße 52, Raum 032

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 13.02.2017
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