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Marco Neumaier

Glanzvolle Residenz und erwachende Ruinenstadt

Zur Geschichte Heidelbergs und seiner Bevölkerung in der Frühen Neuzeit (1508-1803)

 

Eine Kooperationsveranstaltung des Kurpfälzischen Museums Heidelberg und des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde.

Wer lebte vor vierhundert Jahren in den Straßen und Gassen Heidelbergs? Eine Antwort auf diese Frage bietet das Forschungsprojekt „Heidelberg in der Frühen Neuzeit“ des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde der Universität Heidelberg, das die Klaus Tschira Stiftung seit Januar 2007 fördert.

Ausgangspunkt ist das Schicksalsjahr 1693, das als ein entscheidender Umbruch in der Geschichte Heidelbergs gilt. Truppen des französischen Königs Ludwig XIV., der in die pfälzische Erbfolge gewaltsam eingreifen wollte, zerstörten die Stadt fast vollständig. Der Wiederaufbau nach der Katastrophe schritt nur allmählich voran. Er ordnete den seit dem Mittelalter gewachsenen Grundriss sowie bestehende Nachbarschaftsverhältnisse neu. So erfasst eine vergleichend angelegte Sozialtopographie exemplarisch die Situation vor und nach der verhängnisvollen Zerstörung. Sie lässt die Entwicklung der Bevölkerung anschaulich werden.

Um das frühneuzeitliche Heidelberg visuell erfahrbar zu machen, präsentiert sich das Projekt als Internetplattform. Die interaktive Oberfläche ermöglicht es, in die einzelnen Wohnblöcke einzutauchen und die Bewohner der Häuser, ihre Berufe und ihre Stellung in der städtischen Gesellschaft kennen zu lernen. Den historischen Kontext liefert ein thematischer Zugang zur Heidelberger Stadtgeschichte. In Form eines digitalen Sammelbandes informieren Beiträge einschlägiger Fachleute über zahlreiche Aspekte des städtischen Lebens im Zeitraum von 1508 bis 1803.

Im Rahmen des Vortrags wird Marco Neumaier, der das Projekt entwickelte und bearbeitet, die Internetplattform in all ihren Facetten vorstellen und den Weg von der frühneuzeitlichen Quelle zur Sozialtopographie nachzeichnen. Er zeigt, dass zeitgemäße historische Forschung nicht nur ein Fachpublikum, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit erreicht.

Mittwoch, den 17. Juni 2009, um 20 Uhr (s. t.) Kurpfälzisches Museum, Hauptstraße 97, Großer Salon

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 12.12.2014
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