Landesgeschichte am Historischen Seminar
Landesgeschichte am Historischen Seminar der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Die folgende Auflistung nennt nur diejenigen Mitglieder des Historischen Seminars der Universität Heidelberg, die landesgeschichtliche Forschung betreiben. Eine Übersicht über alle Mitglieder des Historischen Seminars mit all ihren Forschungsschwerpunkten finden Sie hier.
Andrea Briechle M. A. war von 2004-2007 für die redaktionelle Betreuung von Zeitschriften und Schriftenreihen am Historischen Seminar verantwortlich. Von 2007 bis 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte. In ihrer Dissertation zu Pfalzgraf Heinrich "d. Ä." (*1227) verbindet sie mit der Untersuchung der Pfalzgrafschaft bei Rhein unter den Welfen Rhein und Neckar mit dem alten welfischen Herzogtum Sachsen.
Dr. Stefan Burkhardt ist seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte des Historischen Seminars und zugleich Mitarbeiter am SPP 1173 „Integration und Desintegration der Kulturen im Europäischen Mittelalter“. Er befasst sich mit dem Kölner und Mainzer Erzbistum im 12. und 13. Jahrhundert (also Mittel- und Niederrheingebiet, Westfalen und Thüringen) und untersucht diesbezüglich auch die Regionen Rheinhessen, Rheingau, Taunus, Wetterau, Spessart und Unterfranken.
Prof. Dr. Frank Engehausen ist seit 2005 außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar. Seine Forschungsschwerpunkte in der Landesgeschichte liegen in der politischen Geschichte des Großherzogtums Baden sowie der regionalen Wissenschaftsgeschichte, insbesondere der Heidelberger Universitätsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.
Dr. Jochen Goetze war von 1965 bis 1971 wissenschaftlicher Assistent und bis 2002 geschäftsführender Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Im Bereich der Landesgeschichte befasst er sich mit der Geschichte der Kurpfalz (vor allem im Mittelalter) sowie mit der Heidelberger Stadtgeschichte. 1986/87 leitete er die Ausstellung „600 Jahre Universität Heidelberg“ in der Neuen Universität und wirkte an den Ausstellungen „Liselotte von der Pfalz“ im Heidelberger Schloss (1996/97) und „Siegel der Universität Heidelberg“ im Universitätsmuseum (2006) mit. 1989 war er an dem ZDF-Film „Europäische Universitäten: Heidelberg“ beteiligt. Neben der zusammen mit Marco Neumaier durchgeführten Internetpräsentation zu seinem Buch „Portraits der Kurfürsten von der Pfalz. Medaillen der Schaefferschen Suite von 1758“ betreute er zahlreiche Multimedia-Projekte in Zusammenarbeit mit Studierenden (vgl. „Der Karzer in Heidelberg“ und „Heidelberg in Krieg und Frieden“).
Prof. em. Dr. Hermann Jakobs war von 1975 bis 1995 Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften am Historischen Seminar sowie Direktor des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde an der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg und war von 1985-1991 stellvertretender Vorsitzender des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Seine landesgeschichtliche Forschung konzentriert sich auf die Geschichte der Stadt Köln im Mittelalter, die Klöster Fulda, Hirsau und St. Blasien sowie die Geschichte der Universität Heidelberg.
Prof. Dr. Thomas Maissen ist seit 2004 ordentlicher Professor für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt Frühe Neuzeit an der Universität Heidelberg. Er beschäftigt sich u.a. mit der Entwicklung der Kurpfalz im konfessionellen Zeitalter. Da die Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Haus Wittelsbach als Kurfürsten und Reichsvikare zu den wichtigsten Trägern des frühneuzeitlichen Reichs zählten, hatte ihre Konfessionspolitik nicht nur für die beherrschten Territorien, sondern für viele Betroffene in Deutschland und ganz Europa weitreichende Folgen.
Prof. em. Dr. Jürgen Miethke war von 1984 bis 2003 Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte am Historischen Seminar. Sein landesgeschichtlicher Arbeitsschwerpunkt liegt in der mittelalterlichen Geschichte der Universität Heidelberg.
Prof. Dr. Werner Moritz war von 1996 bis 2010 Direktor des Universitätsarchivs Heidelberg, zuvor war er langjähriger Dozent für Archivwissenschaft an der Archivschule Marburg. Als Wissenschaftlicher Archivar und Historiker wurde er 2005 zum Honorarprofessor am Historischen Seminar der Universität Heidelberg ernannt. Im Bereich der südwestdeutschen Landesgeschichte forscht und publiziert er vor allem zur Geschichte der Universität Heidelberg von ihrer Gründung im Spätmittelalter bis in die Gegenwart.
Dr. Susan Richter war von 2004-2008 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte, Schwerpunkt Frühe Neuzeit. Seit 2008 ist sie Junior Research Group Leader im Exzellenzcluster „Asia-Europe“ mit dem Projekt A4 „The Fascination of Efficiency: Migrating Ideas and Emerging Bureaucracies in Europe and Asia since the Early Modern Era“. Ihre Arbeitsschwerpunkte in der südwestdeutschen Landesgeschichte konzentrieren sich auf die politische Geschichte und die Ideengeschichte der Kurpfalz und Badens im 17. und 18. Jahrhundert sowie auf die Gelehrtengeschichte der Universität Heidelberg im 19. und 20. Jahrhundert. Mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg wirkte sie bei der Erarbeitung des Antrags von Schloss und Stadt Schwetzingen für das UNESCO-Weltkulturerbe 2005 mit. Gemeinsam mit dem Kurpfälzischen Museum bereitete Susan Richter die 2009 stattgefundene Ausstellung „Eine neue Stadt“ zum barocken Wideraufbau der Stadt Heidelberg vor.
Prof. Dr. Volker Rödel war von 1997 bis 2010 Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe und hat seit 2003 eine Honorarprofessur am Historischen Seminar der Universität Heidelberg inne. Forschungsschwerpunkte innerhalb der südwestdeutschen Landesgeschichte setzt er in der Sozial-, Kultur-, Verfassungs- und Rechtsgeschichte des Spätmittelalters, der Archivgeschichte, der kurpfälzischen und badischen Geschichte und den historischen Hilfswissenschaften. Er ist Stellvertretender Vorsitzender der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, ferner Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt, der Gesellschaft für Fränkische Geschichte, der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und bei zahlreichen historischen Vereinen. Seit 2003 ist er Schriftleiter der „Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins“.
Dr. Ingo Runde ist seit 2010 Direktor des Universitätsarchivs Heidelberg, zuvor war er wiss. Assistent in der Mittelalterlichen Geschichte an der Universität Duisburg-Essen und als ausgebildeter Archivar Leiter des 2006 dort neugegründeten Universitätsarchivs. In dieser Funktion war er weiterhin Dozent für Mittelalterliche Geschichte und Hilfswissenschaften sowie Vorstandsmitglied im Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung. Er befasste sich im Bereich der südwestdeutschen Landesgeschichte mit der alemannischen Frühgeschichte und im Kontext der Dissertation mit der Geschichte der Niederrheinlande im Mittelalter. Hinzu treten universitätsgeschichtliche Forschungen und Projekte, die nun Bezug zur Universität Heidelberg nehmen.
Prof. Dr. Hans-Martin Schwarzmaier wurde 1988 zum Honorarprofessor an der Universität Heidelberg ernannt. Bis 2000 hielt er Lehrveranstaltungen zur mittelalterlichen Geschichte, zur südwestdeutschen Landeskunde sowie zu den historischen Hilfswissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte in der Landesgeschichte liegen in der Geschichte Badens und des Oberrheingebiets im Mittelalter. Außerdem war er Vorstandsmitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, von 1975-1985 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein und von 1975-2000 Schriftleiter der „Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins“. Unter anderem gab er das „Handbuch der baden-württembergischen Geschichte“ (1992-2003) sowie mehrere Bände der „Oberrheinischen Studien“ heraus.
Dr. Kilian Schultes ist seit 1999 Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Seit 2004 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte und seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neue Medien und Geschichtswissenschaft/Neuere Geschichte. Ebenso ist er Mitglied des Exzellenzclusters „Asia and Europe in a Global Context“. Seine Arbeitsschwerpunkte in der Landesgeschichte liegen in der multimedialen Erfassung und Präsentation von lokalhistorischen Ereignissen im Team mit Studierenden. Hieraus entstanden z. B. die Projekte „intermedia 1969“ und „Jüdischer Friedhof Buttenhausen“. Außerdem forscht er zur Geschichte der Universität Heidelberg im 20. Jahrhundert.

Prof. em. Dr. Volker Sellin war von 1980 bis 2004 Ordinarius für Neuere Geschichte im Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte in der südwestdeutschen Landesgeschichte liegen in der Geschichte der Kurpfalz im 17. Jahrhundert, der Geschichte des Heidelberger Schlosses und schließlich der Universität Heidelberg, mit besonderem Schwerpunkt auf der Epoche des Dritten Reichs und der Bundesrepublik.
Prof. em. Dr. Eike Wolgast war von 1976 bis 2004 Ordinarius für Neuere Geschichte und Direktor des Historischen Seminars. Seit 1987 ist er Mitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde Baden-Württemberg. Seine Schwerpunkte in der südwestdeutschen Landesgeschichte erstrecken sich auf die politisch-konfessionelle Geschichte der Kurpfalz in der frühen Neuzeit, den Späthumanismus, die Geschichte der Universität Heidelberg im 16. bis 20. Jahrhundert und die badische Hochschulpolitik im 19. Jahrhundert.
Prof. Dr. Kurt Weissen ist seit 2007 Dozent für mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar. Im Bereich der Landesgeschichte beschäftigt er sich mit der landesherrlichen Territorialverwaltung sowie den wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen am Oberrhein mit Schwerpunkt Stadt und Fürstbistum Basel im 14. und 15. Jahrhundert.
Prof. Dr. Edgar Wolfrum hat seit 2003 eine Professur für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg inne. Seit 2006 ist er Ordinarius für Zeitgeschichte. Seine landesgeschichtliche Forschung konzentriert sich auf die französische Besatzungspolitik in Baden nach dem 2. Weltkrieg.