Universitätsmusikdirektor
Michael Sekulla

VitaLeitung

Der Dirigent Michael Sekulla war in seiner Jugend Schüler der Städtischen Musikschule Mannheim in den Fächern Klavier, Komposition, Posaune und Gesang, überdies absolvierte er eine kirchenmusikalische Ausbildung. Er studierte zunächst Klavier und Schulmusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Heidelberg-Mannheim und schloss 2003 ein Studium in Dirigieren (Diplom-Künstlerische-Ausbildung) bei Martin Schmidt und Andreas Weiss an der Musikhochschule Karlsruhe ab. Stark geprägt wurde er durch den ungarischen Dirigenten Zsolt Nagy (Conservatoire Supérieur de Musique de Paris), bei dem er zahlreiche Meisterkurse besuchte (Schwerpunkt auf Klassischer Moderne: Strawinsky, Bartók, Prokofiew, Janáček u.a.). Seine Kenntnisse zur historischen Aufführungspraxis vertiefte er bei den Kursen der Händel-Akademie Karlsruhe. Während seines Studiums war er als Assistent von H.-R. Drengemann am Collegium Musicum der Universität Heidelberg, danach als Tutor (Repetitor) am Institut für Musiktheater der Musikhochschule Karlsruhe tätig.

2001 gründete er mit einer Produktion von Purcells „Dido&Aeneas“ die KammerOper Mannheim. Als weitere Produktionen folgten Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“, im Mozartjahr 2006 „Don Giovanni“ von Giuseppe Gazzaniga und zum 300.Geburtsjahr des Komponisten Ignaz Holzbauer (Mannheimer Schule) ein Tanztheaterprojekt.
Zwei Jahrzehnte lang prägte er mit Akzenten in Liturgie und Konzert das Musikleben der Pfarr- und Wallfahrtskirche Liebfrauen in Worms. Neben der Chorarbeit setzte er mit der Choralschola Antiphonare die Tradition des gregorianischen Chorals fort und rief die Frauenschola Nova Cantica mit dem Schwerpunkt auf der Musik des 20.Jh. ins Leben.
Seit 2003 leitet er das Sinfonieorchester SAP-Sinfonietta, seit 2005 den renommierten Heidelberger Madrigalchor in der Nachfolge von Prof. Gerald Kegelmann. Darüber hinaus war er Dozent an Musikschulen und hatte einen Lehrauftrag für Musikalische Gestaltung und Korrepetition an der Theaterakademie Mannheim.

Michael Sekullas künstlerisches Augenmerk liegt auf schlüssigen Programmkonzeptionen mit dem Ziel, neben  Repertoirewerken auch Raritäten der Musikgeschichte und Wiederentdeckungen hörbar zu machen. So brachte er z.B. 2008 Petr Ebens (1929-2007) Kirchenoper „Jeremias“ zur Heidelberger Erstaufführung, 2009 das Chorwerk des brasilianischen Komponisten H. Villa-Lobos (1887-1959).

Er arbeitete u.a. mit folgenden Orchestern zusammen: Philharmonie Baden-Baden, Janáček Philharmonie Ostrava (Tschechien), Kurpfälzisches Kammerorchester, Barockorchester L’arpa festante, Banat Philharmonie Temeswar (Rumänien), Pannon Philharmonie Pecs (Ungarn), Neue Philharmonie Frankfurt; Kammerphilharmonie Mannheim, zudem mit vielen Chören und Orchestern der Rhein-Neckar- und Rhein-Main-Region.
Konzertreisen führten ihn in zahlreiche Länder Europas, mit dem Heidelberger Madrigalchor besonders in die europäischen Kulturhauptstädte.

Als Heidelberger Universitätsmusikdirektor leitet er das Collegium Musicum und ist verantwortlich für die gesamte universitäre Musikpflege. Zu seinen Aufgaben gehören der Satzlehreunterricht (Harmonielehre und Kontrapunkt) am Musikwissenschaftlichen Seminar sowie das Dirigat der beiden repräsentativen Klangkörper der Ruperto Carola – des Orchesters und des Großen Chores.


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Letzte Änderung: 23.11.2016
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