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Geschäftsführende Direktorin

Prof. Dr. Inga Mai Groote 
Prof. Dr. Inga Mai Groote Musikwissenschaftliches Seminar

(Foto: KuM Uni Heidelberg)

 

Stellvertr. geschäftsführender Direktor

Prof. Dr. Nikolas Jaspert

  Prof. Dr. Nikolas Jaspert

Historisches Seminar
 

Kunst, Kultur und Märkte. Geschichte der europäischen Kulturwirtschaft vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

 

Im November 2016 endete eine Zeit des Wartens: Nach sieben Jahren können deutsche YouTube-Konsumenten wieder hören und sehen, wie Conny Froboess "Zwei kleine Italiener" besingt. Ein Lizenzvertrag zwischen der global agierenden, recht jungen Online-Plattform YouTube und der nationalen, seit 1915 existierenden GEMA beendete den Streit darüber, wie die Urheberrechte deutscher Musiker_innen und Interpret_innen geschützt und ihre Ansprüche entgolten werden sollen. Zur Diskussion stand, wer Online-Angebote verantwortet und nach welchem Prinzip diese berechnet werden; Fragen, die nicht nur in der Musikbranche umstritten sind, wie die Verhandlungen der VG Wort mit der Kulturministerkonferenz über E-Learning-Angebote ebenfalls im Jahr 2016 zeigen. Diese Konflikte machen deutlich,wie sehr sich der Kulturmarkt durch die Digitalisierung verändert hat, wie neue und etablierte Akteure um dessen zukünftige Gestaltung ringen und welche Folgen dies für den Zugang zu, aber auch den Nutzen an und letztlich das Schaffen von Kulturgütern zeitigt.

                                                                                                                                        

Promotionskolleg Titelbild2

Die Bewertung der Kulturwirtschaft als Zukunftssektor fordert dazu heraus, das Phänomen aus einer historisch-kritischen Perspektive zu untersuchen und dabei die Verbindung zwischen Wirtschaft und Kultur sowie ihre Genese in den Blick zu nehmen. Diesem Gegenstand ist das Promotionskolleg gewidmet, das von Vertreter_innen aller neuzeitlichen Fächer des Zentrums für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK) getragen wird. „Kulturwirtschaft“ meint hier die Herstellung, den Vertrieb sowie den Konsum insbesondere künstlerischer und musikalischer Güter an Märkten. Den konzeptionellen Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass Märkte kulturell geformt werden, also in Wechselbeziehung zu den Wahrnehmungen und Praktiken ihrer Akteure stehen und damit in ihrer konkreten Ausgestaltung einem historischen Wandel unterliegen

Während des dreijährigen Förderzeitraums erforschen fünf Kollegiat_innen drei zentrale Fragen zu diesem Thema: Sie untersuchen erstens, wie sich Vorstellungen über den Zusammenhang von Kultur und Wirtschaft historisch ausgestalteten. Zweitens arbeiten sie heraus, welche historischen Erscheinungsformen der Kulturwirtschaft sich beobachten lassen und wie sie sich in diachroner Perspektive wandelten. Schließlich leisten sie drittens einen Beitrag zu der Frage, wie sich ökonomisches Handeln und künstlerisch-kulturelles Schaffen wechselseitig beeinflussten. Auf drei unterschiedlichen Ebenen untersuchen sie damit die komplexe Beziehung zwischen Markt und Kulturgütern.

 

Beteiligte Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftler:

Prof. Dr. Cord Arendes (Public History, Sprecher)

Prof. Dr. Gregor Ahn (Religionswissenschaft)

Prof. Dr. Henry Keazor (Neuere und Neueste Kunstgeschichte)

Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Sprecherin)

Prof. Dr. Dorothea Redepenning (Musikwissenschaft)

Prof. Dr. Susan Richter (Geschichte der Frühen Neuzeit)

 

ZEGK-Redaktion: E-Mail
Letzte Änderung: 09.11.2017
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