Münz-Imitationen im infrastrukturellen Kontext während der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in der heutigen Pfalz

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Projektförderung:          

Das Projekt „Münz-Imitationen im infrastrukturellen Kontext während der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts in der heutigen Pfalz“ wird seit dem 1. Juli 2017 von der „Fritz-Thyssen-Stiftung“ gefördert. Der Förderzeitraum beträgt zwei Jahre und endet am 30. Juni 2019.

Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Christian Witschel.

 

Projektbearbeitung:

Das Projekt wird von Dr. Susanne Börner (Heidelberger Zentrum für antike Numismatik)  koordiniert und bearbeitet.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter konnte der Archäologe Dr. Thomas Kreckel (thomas.kreckel@zaw.uni-heidelberg.de) gewonnen werden. Das Projekt wird zudem durch eine wissenschaftliche Hilfskraft unterstützt.

 

Projektziel:

Das maßgebliche Ziel des Projekts ist die Klärung der Frage nach dem konkreten Anteil der Imitationen am Münzumlauf des Zeitraums zwischen 250 und 305 n. Chr. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob dieser Anteil zwingend in Abhängigkeit von der infrastrukturellen Anbindung des Fundortes sowie von gewissen „Siedlungstypen“ gesehen werden muss. Mit der Beantwortung dieser Fragestellungen können konkrete Hinweise auf die Bedeutung der Imitationen im Wirtschaftsleben dieser Epoche gewonnen werden.

Daher sollen zunächst für die ausgewählten Orte entsprechende, zeitlich passende Münzen recherchiert, nach neusten numismatischen Standards bestimmt und in die Heidelberger Fundmünzendatenbank AFE4HD werden.

 

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Auswertungsgebiet:

Als Untersuchungsraum bietet sich das Gebiet der heutigen Pfalz alleine schon wegen der Fülle und Diversität an römischen Siedlungsplätzen an. Diese waren zudem ganz unterschiedlich an das römische Verkehrsnetz angebunden. Die Untersuchungsorte wurden ganz gezielt nach ihrer Lage und nach „Siedlungstypen“ ausgewählt. Sie liegen sowohl in der Rheinebene, als auch in der (West-)Pfalz und weisen ganz unterschiedliche infrastrukturelle Gegebenheiten auf. Entsprechend vielfältig wie die Siedlungstypen ist auch das Münzaufkommen mit einer großen Bandbreite an Imitationen. Insofern ist eine breite Materialbasis gegeben, an der sich die historischen und ökonomischen Entwicklungen gut werden ablesen lassen.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 14.11.2017
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