Seal of the month







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New finds/Seals not in the CMS

More than fifty seals in Pylos!

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New Publications

Krzyszkowska, O., 2017....

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Inauguration of the CMS in Heidelberg with lecture of Ingo Pini!

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Geschichte

Das CMS wurde 1958 von Friedrich Matz, Professor für Klassische Archäologie an der Universität Marburg, gegründet. Matz war der Meinung, dass Siegelikonographie bedeutend für das Verständnis der ägäischen Welt sei und erkannte die Notwendigkeit eines umfassenden Werks zur standardisierten Dokumentation ägäischer Siegel. Mit Marburg als Hauptstandort war das Projekt 1958–2011 unter der Leitung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz aktiv.

 

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Friedrich Matz

Laut Matz‘ Publikationsplan sollten die Siegel in Bänden nach Aufbewahrungsorten erscheinen. Matz‘ ehemaliger Schüler Hagen Biesantz, der eine Promotion über mykenische Siegel verfasst hatte, koordinierte die Arbeit in Griechenland. Carl Albiker wurde als Projektfotograf ausgewählt und Piet de Jong und Antonis Papailiopoulos als Zeichner. Bis 1967 blieb Biesantz Matz‘ Mitherausgeber.

1965 stieß ein weiterer ehemaliger Schüler von Matz, Ingo Pini, der kürzliche seine Promotion über minoische Bestatttungssitten abgeschlossen hatte, zum Projekt dazu. Pini begann als Assistent der Herausgeberschaft, 1969 wurde er Mitherausgeber und 1975 Herausgeber der Reihe. Von Beginn an legte Pini großen Wert auf Grundlagenforschung, umfassende Publikationen und eine systematische Herangehensweise an das Material. Daher begründete er ein Archiv an Abdrücken/Abgüssen für alle Siegel, die bereits publiziert waren oder noch in der Reihe veröffentlicht werden sollten. Nach einiger Zeit entwickelte er eine eigene Methode, die Siegel zu fotografieren und bildete eine Zeichnerin im Zeichnen der Siegel aus. Später erweiterte er Matz‘ Publikationsplan, indem er ihn um eine Reihe von Bänden mit neuen Funden erweiterte (CMS V Suppl. 1–3).

1971 erlaubten Fördergelder der Volkswagen Stiftung die Anstellung eines zweiten Archäologen. In den darauffolgenden Jahren wurde diese Stelle, die später aus Fördergeldern der Akademie in Mainz fortgesetzt wurde, von mehreren Wissenschaftlern besetzt. 1985 stieß Walter Müller, der zu dieser Zeit gerade seine Abschlussarbeit über spätminoische Keramik fertigstellte, zum Marburg Projekt. Müller blieb bis zum Projektende 2011 dabei. 2003 wurde er nach Pinis Eintritt in den Ruhestand Mitherausgeber des CMS.

Während Pini im CMS arbeitete, unternahm er intensive Studien des Materials, das er publizierte. Mit der Zeit wurde er äußerst sachkundig in stilistischen und ikonographischen Aspekten des Materials und er wurde als Experte im Bereich der ägäischen Glyptik anerkannt. Müller hingegen widmete seine Studien der Untersuchung von Siegelabdrücken als Objekten, was bis zu seinem Eintritt in das Projekt nicht durchgängig dokumentiert worden war. Er wurde zum Experten für die Materialien, die in der ägäischen Glyptik verwendet wurden und die bis zu diesem Zeitpunkt häufig falsch und unbeständig identifiziert worden waren. Aufgrund seiner Vorkenntnisse aus dem Ingenieurwesen, führte Müller technische Methoden zur Untersuchung ägäischer Siegel ein, wie z.B. die Röntgenfotografie von metallenen Siegelringen. In den 26 Jahren ihrer gemeinsamen Arbeit, reisten die Kollegen jedes Jahr für mehrere Monate durch griechische Museen und sammelten Material zur Publikation in den CMS Bänden.

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Ingo Pini und Walter Müller beim 6. Internationalen Symposium des CMS in Marburg, 2008.

 
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Das Gebäude des CMS in den letzten Jahren des Projekts in Marburg (Fotografie: Olga Krzyszkowska)

1986 begannen Pini und Müller mit der Unterstützung des Archäologen und Programmierers Stefan Wildt die Arbeit an SPHRAGIS, einer Datenbank, die alle publizierten Siegel der CMS Reihe beinhalten sollte. Dieses Projekt wurde jedoch nach dem unerwarteten Tod Stefan Wildts abgebrochen und erst 2005 von Walter Müller wiederaufgenommen. Die neue Datenbank war eine reduzierte Version der ursprünglichen SPHRAGIS, beinhaltete dafür aber im Gegenzug zum ursprünglichen Projekt Bilder der Siegel. Diese waren nun verfügbar, nachdem Fördergelder des Institute for Aegean Prehistory in Philadelphia die Digitalisierung aller im Archiv aufbewahrter Abbildungen ermöglicht hatten. Müller erschuf außerdem eine Datenbank der Siegelabdrücke. 2007 wurden die CMS Datenbanken in ARACHNE implementiert, der zentralen Objektdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts und des Archäologischen Instituts der Universität Köln. Am Ende des Projekts 2011 waren überarbeitete Daten über alle in der CMS Reihe publizierten Siegel auf der Datenbank veröffentlicht worden.

Beginnend in den 1970er Jahren wurden sechs internationale Symposien zur ägäischen Glyptik vom CMS organisiert. Das letzte fand 2008 aus Anlass des 50. Jahrestags des CMS statt. Außerdem wurden vier Promotionsarbeiten am Standort Marburg verfasst.

Heute besteht die CMS Reihe aus 25 Katalog- und neun Supplementbänden, die zwischen 1966 und 2011 publiziert worden sind.

Editor: Email
Latest Revision: 22.08.2017
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