Sammlung des Ägyptologischen Instituts

 

Kustodin: Dr. Dina Faltings
Adresse: Marstallstraße 6, 69117 Heidelberg (1. Stock)
Kontakt: aegypt-sammlung@urz.uni-heidelberg.de
  Tel: 06221 – 54 25 36 oder 54 25 33
Fax: 06221 – 542551
Neueröffnung: voraussichtlich 2019

 

 

Die Sammlung

Die Sammlung des Ägyptologischen Instituts enthält ca. 4000 Fundstücke aus dem prähistorischen, antiken und frühmittelalterlichen Ägypten.


 


Sie zählt im Vergleich zu anderen ägyptischen Universitätssammlungen zu den größten und bestbestückten Deutschlands und verfügt – auch im internationalen Vergleich –  über einzigartige Exponate. Die in Heidelberg versammelten Funde stammen etwa zur Hälfte aus dem Kunsthandel und zur Hälfte von verschiedenen Ausgrabungen. Sie vermitteln einen repräsentativen Querschnitt durch die fast 4 Jahrtausende währende pharaonische Geschichte, die von der frühen Vorgeschichte (Ende 4. Jt. v. Chr.) bis zur Zeit der arabischen Eroberung Ägyptens im 7. Jh. A.D. reicht. Darüber hinaus stammt ein großer Fundkomplex aus den Jahrhunderten nach der arabischen Eroberung, die man dem byzantinischen Frühmittelalter zurechnen kann. Ergänzt wird die Sammlung der pharaonischen Objekte durch vorgeschichtliche Funde Ägyptens aus der frühen und mittleren Altsteinzeit (ca. 30.000 v.Chr.) sowie einen großen Fundkomplex aus Merimde - Beni Salame, einem Fundplatz der Neusteinzeit (10.000-6000 v.Chr.).


Zu den wissenschaftlich hochbedeutenden und sehr sehenswerten pharaonischen Ausstellungsstücken zählen Skulpturen, Reliefs und Architekturteile, Mumien, Särge, Papyri, Keramik, Schmuck und vielfältige Kleinfunde, die zumeist dem Totenkult entspringen und so ein Schlaglicht auf die Jenseitsvorstellungen der alten Ägypter werfen. Als spektakulär dürfen einige Exponate gelten, die den Ausgrabungen des Sammlungsgründers entstammen und einerseits Tempelreliefs von höchster Qualität zeigen, andererseits der koptischen Kultur aus dem frühen Mittelalter angehören und hier einen breitgefächerten Überblick über das tägliche Leben bieten sowie einen bemalten Sarg, zu dem es bisher keine Parallele gibt.


 

Scheschonq-Relief Scheschonq-Relief
© Ägyptologisches Institut Heidelberg, Photos: Robert Ajtai


Mit kunstgeschichtlich wertvollen Originalen aus allen Epochen verfügt die Ägyptische Sammlung über ein einzigartiges Ensemble von Exponaten, das nicht nur die mehr als dreitausendjährige Kunstgeschichte des Alten Ägypten veranschaulichen kann, sondern auch wissenschaftlich von höchstem Wert ist.


Die Sammlung des Ägyptologischen Instituts ist in der Obhut des Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH). Sie wird als Lehrsammlung genutzt, wobei die Studierenden im Rahmen eines curricularen Sammlungspraktikums die grundlegenden Methoden zur Hantierung und Bewahrung von Originalobjekten sowie Aufnahmetechniken und museale bzw. konservatorische Grundprinzipien erlernen. Daneben werden Kunstgeschichte und Beschreibung eingeübt sowie das Erstellen von erklärenden Texten für verschiedene Zielgruppen – vom Wissenschaftler bis zum Grundschüler. Der Aufbau der Sammlung in Form eines chronologischen Durchgangs erleichtert das Sehenlernen und Erkennen von kunstgeschichtlichen Entwicklungen, denn diese Art des Aufbaus erlaubt es, die Sammlung wie ein begehbares Buch zu benutzen und durch (Kunst-)Geschichte zu wandeln.

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Letzte Änderung: 08.03.2018