Struktur und Profil

Die Fakultät ist 2002 durch Zusammenlegung aus Teilen der Philosophisch-Historischen Fakultät und der Fakultät für Orientalistik und Altertumswissenschaften entstanden. In den Jahren 2004 und 2005 wurden die ursprünglich fünfzehn in sechs wissenschaftliche Einrichtungen zusammengeführt: im Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK), im Zentrum für Altertumswissenschaften (ZAW), im Zentrum für Ostasienwissenschaften (ZO), im Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients (SSKVO), im Philosophischen Seminar (PS) und im Seminar für Klassische Philologie (SKPh). Darüber hinaus verfügt die Fakultät im Süd-Asien Institut (SAI) über drei Professuren. Zu den 47 regulären Professuren der Fakultät sind im Rahmen des Clusters „Asia and Europe“ vier Professuren hinzugekommen: Intellectual History (with a focus on translingual forms), Art History (with a focus on global flows of art forms), Buddhist Studies und Cultural Economic History. Im Rahmen der dritten Säule der Exzellenzinitiative ist eine W 1 Professur für Wissenschaftliches Rechnen (Scientific Computing) in den Geistes- und Kulturwissenschaften eingerichtet worden.  

 

Die Philosophische Fakultät vereinigt in methodologischer Hinsicht drei unterschiedliche Zugänge zu ihren Forschungsfeldern:

Archäologie

Ausgrabung, Erschließung und Interpretation archäologischer Zeugnisse (Architektur und Bildkunst; materielle Lebenskultur), Erforschung von Siedlungsräumen und der langfristigen Dynamik der Mensch-Umwelt-Beziehungen (Siedlungsforschung, Geomorphologie)

Sprachen und Texte

Aufnahme und Erforschung einzelner Sprachen und Dialekte (Beispiel: indische Sprachen, arabische Dialekte), Sprachvergleich und Sprachgeschichte, Edition, Kommentierung und Analyse von literarischen und nicht-literarischen Texten

Philosophie, Kultur und Geschichte

Die Auswertung der sprachlichen und gegenständlichen Zeugnisse zur Erforschung der Gesamtbereiche politischer bzw. sozialer Organisation und Geschichte, Literatur, Kunst und Musik, Philosophie und Geistesgeschichte, Ideologie, Religion und Mythologie, Volkskunde, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte.

   

Im Zuge der Bologna-Reform wurden die 24 Magisterhauptfachstudiengänge und zwei Magisternebenfach-angebote auf die konsekutive BA/MA Studienstruktur umgestellt. Die  Studiendauer der BA-Studiengänge beträgt einheitlich drei Jahre, die der MA-Programme mit Ausnahme des einjährigen Master-Programms American Studies am HCA zwei Jahre. Studiert werden Fachanteile von 75%, 50% oder 25% in Hauptfach-/ Beifach- oder Hauptfach-/ Hauptfach-Kombinationen. Im MA Bereich gibt es nur Hauptfächer oder Hauptfach-/ Beifach-Kombinationen. Es werden insgesamt 30 BA-Studienfächer angeboten, zwei davon sind interdisziplinäre integrierte Studiengänge: der BA Ostasienwissenschaften und der BA Südasienstudien. Im Mastersegment werden 26 konsekutive MA Studiengänge angeboten. Als Lehramtsstudiengänge können die Fächer Geschichte, Philosophie/Ethik, Latein und Griechisch sowie als Erweiterungsfächer Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Griechisch-Römische Archäologie und Chinesisch studiert werden.

Im Postgraduiertenbereich wurde die Heidelberger Graduiertenschule in Geistes- und Sozialwissenschaften (HGGS) eingerichtet.  

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.05.2015
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