Loreen Sommer

Loreen Sommer

Loreen Sommer
Germanistisches Seminar
Universität Heidelberg
Hauptstr. 207-209
D-69117 Heidelberg
Dienstzimmer: PB 023
Telefon: +49 (0) 6221 54-3224
loreen.sommer@gs.uni-heidelberg.de

 

Akademischer Werdegang

2016–2017

Mitarbeit an der Ausstellung "Christoph Ransmayr: Geht los. Erzählt." im
Literaturmuseum der Moderne, Marbach (Leitung: PD Dr. Doren Wohlleben)
http://www.dla-marbach.de/museen/wechselausstellungen/ausstellungsreihe-fluxus/

seit 2016

Aufnahme eines Promotionsprojekts mit dem Arbeitstitel „Traditionsverhalten in den Neostilen der Jahrhundertwendeliteratur“

2013–2017

wissenschaftliche Hilfskraft am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg (Lehrstuhl Prof. Dr. Barbara Beßlich)

2014

wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Literaturarchiv, Marbach

2012

Praktika und Berufserfahrung in Lektorat und Verlag (u.a. Erich Schmidt Verlag, Berlin; Duden-Redaktion, Mannheim)

2009–2010

studentische Hilfskraft am Institut für Deutsche Sprache, Mannheim

2006–2015

Studium der Germanistik, Philosophie und Politischen Wissenschaft an der Universität Heidelberg und der University of Leeds (Magister)

 

Publikationen

Wiener Moderne avant la lettre? Friedrich Lienhards Tagebuchnovelle Die weiße Frau (1889), in: Geschichte(n) fiktional und faktual. Literarische und diskursive Erinnerungen im 20. und 21. Jahrhundert. Hrsg. von Barbara Beßlich und Ekkehard Felder. Frankfurt am Main: Peter Lang 2016 (Jahrbuch für Internationale Germanistik, Reihe A: Kongressberichte Bd. 125), S. 75–98.

 

Kurzexposé

Thema: „Traditionsverhalten in den Neostilen der Jahrhundertwendeliteratur“

In die Literaturgeschichte ist die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als die Geburtsstunde der literarischen Moderne eingegangen. Tatsächlich bietet der Stilpluralismus der Jahrhundertwende aber nicht nur avantgardistischen, sondern ebenso stilkonservativen Kunstrichtungen Platz. Es ist diese dialektische Gleichzeitigkeit von Traditionsrevolte und Traditionsbewahrung, die der Epoche ihr besonderes Gepräge gibt. Das Dissertationsprojekt widmet sich jenen Strömungen um 1900, die sich affirmativ auf literarische Traditionen beziehen. Hierzu zählen vor allem die sogenannten Neostile der Jahrhundertwende wie Neuklassik und Neuromantik, die schon dem Namen nach an vergangene literarische Epochen anknüpfen, aber auch die Heimatkunstbewegung, die Themen und Schreibweisen des 19. Jahrhunderts adaptiert. Sie alle lassen sich als Ausdruck eines gesteigerten Traditionsbewusstseins verstehen, das für die epigonalen Randgestalten des Literaturbetriebs genauso charakteristisch ist wie für die erste Riege der Jahrhundertwendeautoren (u.a. Gerhart Hauptmann, Hugo von Hofmannsthal, Stefan George). Ihr Traditionsverhalten soll anhand weltanschaulich-poetologischer Schriften und literarischer Texte unterschiedlicher Gattungen untersucht werden. Ziel der Analyse ist es dabei weniger, en détail die intertextuellen Bezüge zur Literatur der Antike, des Mittelalters oder der Weimarer Klassik nachzuzeichnen, vielmehr sollen systematische Zusammenhänge offengelegt und die breitere Frage nach den kulturpolitischen Hintergründen der Traditionskonjunktur um 1900 beantwortet werden.

 

 

 

 

 

 

 

Seitenbearbeiterin Iris Hoffman: E-Mail
Letzte Änderung: 01.08.2017
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