Diplom Übersetzen und Dolmetschen

Allgemeine Informationen
Inhalt des Studiums
Aufbau des Studiums
Schwerpunkt der Forschung und Lehre
Studienvoraussetzungen
Formalia

 

Allgemeine Informationen

Studienabschluss: Diplom    
Bewerbungspflichtig: Ja (Zulassungen zum ersten Semester nicht mehr möglich, ein Quereinstieg ist nicht mehr möglich)    
Studienbeginn: WS    
Regelstudienzeit: 8    
Sonstiges:      
Lehrsprache: Deutsch und die jeweils gewählten Fremdsprachen

Inhalt des Studiums

Es wird eine Kombination zweier Sprachen (1. und 2. Fremdsprache) studiert, wobei derzeit die folgenden Sprachen angeboten werden: Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch. Hinzu kommt das Studium eines nichtsprachlichen Ergänzungsfaches, und zwar wahlweise aus dem Bereich der Rechtswissenschaft, der Wirtschaftswissenschaften und – für angehende Diplom-ÜbersetzerInnen – der Technik. Das Sachfach Technik wird von der Fachhochschule für Technik und Gestaltung in Mannheim angeboten. Im Studiengang Akademisch geprüfter Übersetzer wird nach der Diplom-Vorprüfung eine der beiden Fremdsprachen abgewählt.

Aufgabe des Instituts ist die theoretische und praktische Unterweisung in den modernen Fremdsprachen auf sprach- und übersetzungswissenschaftlicher Ebene unter besonderer Berücksichtigung der juristischen und wirtschaftlichen Fachsprachen und Fachterminologien, die heute bei den internationalen Beziehungen im Vordergrund stehen; einige Sprachen bieten auch Einführungen in technische Fachsprachen an. In auslandskundlichen Instituten werden die Studierenden mit den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen sowie den psychologischen Gegebenheiten der betreffenden Länder vertraut gemacht. Zum Erwerb des notwendigen Fachwissens wird das Studium durch bestimmte Gebiete der Rechtswissenschaft sowie der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ergänzt; dabei stehen immer berufsbezogene Aspekte im Vordergrund. Durch die Verbindung mit wissenschaftlichen Sachfächern bietet das Studium für Übersetzen und Dolmetschen für die spätere Tätigkeit als Übersetzerin bzw. Übersetzer oder Dolmetscherin bzw. Dolmetscher (mit der besonderen Qualifikation des Konferenzdolmetschens) bei internationalen Organisationen, Verbänden, im öffentlichen Dienst, in der Wirtschaft oder im freien Beruf besonders günstige Voraussetzungen. Die auf eine Verbindung von wissenschaftlich fundierter Sprachkenntnis mit einer im wissenschaftlichen Studium erworbenen Sachkenntnis basierenden Unterrichtsmethode hat sich als richtig erwiesen.
In einigen Sprachen gehören auch die Theorie und Kulturgeschichte der literarischen Übersetzung zum Gegenstand der Ausbildung.

Die übergeordneten Ziele des Studiums sind:
a) Die Befähigung zu übersetzerischem Handeln als interkulturelle Kommunikation.
b) Die Befähigung zur wissenschaftlichen Analyse und Reflexion dieses Handelns.

Die Ausbildung im Sinne von a) findet in Übersetzungsübungen und diese begleitenden Instituten statt. Neben dem intensiven Training in allen denkbaren, insbesondere auch wissenschaftlichen Kommunikationssituationen geht es vor allem auch darum, Übersetzen als ein komplexes kommunikatives Handeln zu begreifen. Ergänzende Lehrinhalte sind die Erweiterung der muttersprachlichen und fremdsprachlichen Kompetenz, der Erwerb von landeskundlichem, kulturwissenschaftlichem und fachwissenschaftlichem Wissen und der Umgang mit Hilfsmitteln, insbesondere mit elektronischer Datenverarbeitung.

Die Ausbildung im Sinne von b) findet in Vorlesungen und Instituten statt. Sie erstrebt die übersetzungsbezogene Analyse- und Reflexionsfähigkeit und abstrahiert vom konkreten übersetzerischen Handeln auf allgemeine Methodenfragen, entwirft eine Theorie dieses Handelns und geht der Kulturgeschichte des Übersetzens nach.

Aufbau des Studiums

Aufbau der Studiengänge und Durchführung der Prüfungen sind durch die Prüfungs- und Studienordnungen geregelt.
Als weitere Qualifikation ist die Promotion zum Dr. phil. möglich.

Schwerpunkt der Forschung und Lehre

Aus den Gegenständen dieses Ausbildungsbereiches ergeben sich auch Forschungsschwerpunkte der Abteilungen:

  • die sprachwissenschaftliche Analyse von Einzelsprachen;
  • die kontrastive Beschreibung von Sprachenpaaren;
  • die Erforschung von wissenschaftlichen und technischen Fachsprachen der Gegenwart;
  • gegebenenfalls die Analyse literarischer Übersetzungen unter übersetzungstheoretischen und literaturhistorischen Aspekten;
  • die Entwicklung übersetzerischer und übersetzungswissenschaftlicher Methoden;
  • die Erstellung übersetzungswissenschaftlicher Hilfsmittel wie Terminologiestudien, Datenbanken für Übersetzer, EDV-gestützte Übersetzungsprogramme.

Die im Informationszeitalter vorausgesetzte Benutzungskompetenz elektronischer Medien, vor allem in Bereichen der fach- und berufsbezogenen Wissensrecherche, wird den Studierenden vermittelt.

Das Institut legt besonderen Wert auf die jeweiligen Gegenwartssprachen mit ihren Varietäten und auf die Pflege der Auslandsbeziehungen. Es ist Gründungsmitglied der Universitätsinstitute für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung (C.I.U.T.I.), der außer den deutschen Instituten Germersheim (Universität Mainz) und Saarbrücken die Institute der Universitäten Triest, Genf, Graz, Innsbruck, Wien, Paris (ESIT und ISIT), Mons, Antwerpen, Aarhus, Kopenhagen, Bath, Edinburg (Heriot-Watt), Montreal sowie die Division of Interpretation and Translation des Institute of Languages and Linguistics der Georgetown University, Washington, angehören. Durch enge Zusammenarbeit und intensiven Erfahrungsaustausch mit den genannten Hochschulinstituten sowie Ausbildungsstätten verwandter Fachrichtungen im übrigen Ausland (wie z.B. dem Institut Superieur de l‘État de Traducteurs et Interprètes, Brüssel, und der University of Bredford), durch nachdrückliche Förderung des Auslandsstudiums, regelmäßige Einladung namhafter Vertreter des Dolmetschberufes aus dem In- und Ausland zur Abhaltung von praktischen Übungen und methodischen Instituten und schließlich durch Exkursionen zu den Mittelpunkten des europäischen Konferenzlebens bietet das Institut sprachbegabten, an der Frage der internationalen Zusammenarbeit Interessierten eine gründliche, vielseitige und international von den Berufsverbänden der C.I.U.T.I. und der A.I.I.C. anerkannte Ausbildung.

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung für das Studium ist die Allgemeine Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss; unabdingbar ist ein sehr guter Umgang mit der deutschen Sprache. In den Sprachfächern Englisch und Französisch (den traditionellen Schulsprachen) werden sehr gute Kenntnisse vorausgesetzt. Erfahrungsgemäß sind für ein erfolgreiches Studium und einen guten Studienabschluss jedoch sehr viel gründlichere Sprachkenntnis erforderlich. In den übrigen Fremdsprachen werden Vorkenntnisse vorausgesetzt, die im Selbststudium erweitert werden. Gute Sprachkenntnisse allein stellen jedoch keine ausreichende Voraussetzung dar. Mitgebracht werden sollte ein ausgeprägtes Interesse an der sprachwissenschaftlichen Erforschung moderner Sprachen sowie an den gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnissen anderer Sprach- und Kulturräume.

Formalia

Zulassung

Es besteht ein Zulassungsstop in den ersten Semestern.

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

Studien- und Prüfungsordung

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Fachstudienberatung

Verwaltungskosten

Die allgemeinen Studiengebühren wurden zum Sommersemester 2012 abgeschafft. Es sind Gebühren von 106,50 € pro Semester zu bezahlen (Verwaltungskostenbeitrag, Eigenleistungen des Studentenwerks, Komplementärfinanzierung des Semestertickets). Der Gesamtbetrag pro Semester beträgt somit 106,50 €.

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Letzte Änderung: 07.03.2014