Sprachverarbeitung und Spracherwerb

Projekt E-Lengua
Forschungskooperation mit dem HULC

Sprachverarbeitung und Spracherwerb

Ling Iberia
Die sogenannte ‚kognitive Wende‘ hat in der Sprachwissenschaft einen Paradigmenwechsel eingeleitet, mit dem der Analysegegenstand nicht mehr nur in dem sprachlichen Produkt, sondern in den Prozessen seines Zustandekommens gesehen wird. Damit eröffnen sich Fragen nach den Faktoren, die Sprachverarbeitung und Spracherwerb steuern, und deren bestimmende Funktion in der konkreten formalen Gestaltung sprachlicher Äußerungen.

Die Projektgruppe im Rahmen des IAZ folgt diesem Analyseansatz mit einem speziellen Fokus auf sprachvergleichenden und spracherwerbsbezogenen Untersuchungen.  Im Vordergrund stehen dabei Fragenstellungen, die sich mit sprachspezifischen Mustern von Wahrnehmung und Informationsverarbeitung im Rahmen von Sprachproduktion und –verstehen befassen. Unter Einsatz qualitativ deskriptiver sowie quantitativ experimenteller Methoden sollen Untersuchungen durchgeführt werden, in denen typologische Diversität in ihrer Bedeutung für kognitive Prozesse Gegenstand ist. Die Ergebnisse sprachvergleichender Studien bilden den Hintergrund für Spracherwerbsuntersuchungen, die in besonderer Weise Einblicke in Zusammenhänge zwischen kognitiven Prinzipien der Informationsverarbeitung Ling Lateinamund einzelsprachlichen Strukturen geben.
Inhaltliche Forschungsschwerpunkte in diesem Bereich sind

  • Ereigniskognition: Informationsselektion, Perspektivenwahl und sprachliche Form
  • Zeitkognition: temporale Perspektiven, insbesondere ausgedrückt durch Aspektsysteme
  • Raumkognition: Perspektivenwahl, Prinzipien räumlicher Kohärenz im Zusammenhang mit einzelsprachlichen Systemen
  • Diskurskohärenz auf makro- und mikrostruktureller Ebene im Sprachvergleich.

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E-LENGUA, E-Learning Novelties towards the Goal of a Universal Acquisition of Foreign and Second Languages

Gefördert durch Erasmus+ KA203 Strategic Partnerships, Projektnummer 2015-1-ES01-KA203-015743

Projektpartner: Universidad de Salamanca (Spanien; Projektleitung), Université de Poitiers (Frankreich), Universidade da Coimbra (Portugal), Trinity College Dublin (Irland), Università di Bologna (Italien), Cairo University (Ägypten), Universität Heidelberg
Projektverantwortliche in Heidelberg: Prof. Dr. Christiane von Stutterheim (Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie)
Projekthomepage
 

Ansprechpartnerin

Cristiane Stutterheim
Prof. Dr. Christiane von Stutterheim

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
an der Universität Heidelberg
Homepage Prof. Dr. Christiane von Stutterheim
Kontakt: stutterheim@idf.uni-heidelberg.de

 

Forschungskooperation mit dem HULC Lab

Das Heidelberg University Language and Cognition Laboratory ist ein im September 2011 ins Leben gerufener Verbund von zuHULC Logo 160x160px

psycholinguistischen Fragestellungen forschenden Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie und des Instituts für Übersetzen und Dolmetschen. [mehr]

Ansprechpartner

Johannes Gerwien
(HULC Lab, Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie)

Martha Rudka
(HULC Lab, Insitut für Übersetzen und Dolmetschen)

Verantwortlich: Webmaster
Letzte Änderung: 14.06.2017
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