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Universität Heidelberg
Iberoamerika-Zentrum
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Plöck 57a
D-69117 Heidelberg
Tel.: +49-6221-54-7262
E-Mail: iaz-info@uni-heidelberg.de

 

Lektoratsprogramm und Institutionen

Das Netzwerk des Centro de Estudos Galegos
Das galicische Generalsekretariat für Sprachpolitik hat Kooperationsverträge mit verschiedenen Universitäten außerhalb Galiciens geschlossen. Aus diesen gehen Lektorate und Professuren für das Galicische hervor, welche die Sprache und Kenntnis der galicischen Kultur im internationalen Bereich stärken und verbreiten sollen. Gegenwärtig gibt es 47 Galicien-Zentren an verschiedenen Universitäten in Europa, Amerika und Ozeanien. Der Großteil dieser Zentren verfügt über Lektoren bzw. Lektorinnen mit einem Universitätsabschluss in galicischer Sprachwissenschaft und/oder Übersetzen und Dolmetschen, die Lehrveranstaltungen zur Sprache und Kultur Galiciens anbieten. Vier Galicisch-Lektorate gibt es auch an deutschen Universitäten: Kiel, Berlin, Leipzig und Heidelberg. ​Logoceg160

Einen Eindruck von den persönlichen Erfahrungen von Lernenden an den Galicisch-Zentren vermittelt der Dokumentarfilm von Eufalo.tv.

Institutionen des Galicischen
Verschiedene Institutionen fördern die Bedeutung des Galicischen und seine Verbreitung in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft (Medien, öffentliche und private Einrichtungen, Wirtschaft). Die spanische Verfassung von 1978, die in Artikel 3 das Galicische neben dem Spanischen zur Amtssprache Galiciens erklärt, und das Autonomiestatut von 1981, das es als eigene Sprache Galiciens einstuft, bilden den rechtlichen Rahmen für den aktiven Schutz des Galicischen.


Secretaría Xeral de Política Lingüística da Xunta de Galicia
Galicien ist eine Autonome Region Spaniens und eine der sogenannten historischen nationalen Identitäten, zu denen auch das Baskenland und Katalonien zählen. Dieser Status geht aus dem Autonomiestatut Galiciens von 1981 und der spanischen Verfassung von 1978 hervor. Zu den wichtigsten Institutionen der autonomen Verwaltung zählen das galicische Parlament und die Xunta de Galicia, die galicische Landesregierung.

Die Secretaría Xeral de Política Lingüística ist das für den sprachpolitischen Maßnahmenplan Galiciens verantwortliche Organ der öffentlichen Verwaltung. Ihre Ziele sind die Förderung und Lehre des Galicischen sowie die Planung, Koordination und Umsetzung der Sprachpolitik der Xunta de Galicia.


Real Academia Galega
Die Real Academia Galega ist die Institution, die für die Vereinheitlichung der Regeln zum Gebrauch des Galicischen verantwortlich ist. Sie wurde am 30. September 1906 in La Habana (Kuba) gegründet und unter ihren Aufgaben sind folgende hervorzuheben:

  • die Ausarbeitung der sprachlichen Normen in den Bereichen Grammatik, Rechtschreibung und Aussprache,
  • die Erstellung eines Wörterbuches und die Aktualisierung des galicischen Wortschatzes,
  • das Studium und die mögliche Neubelebung der Namensforschung des Galicischen
  • die Förderung des Galicischen,
  • die Beratung der Verwaltungsorgane und  öffentlichen Einrichtungen im Zusammenhang mit dem korrekten Gebrauch der Sprache und ihrer Förderung,
  • das Studium und die Verbreitung des literarischen und dokumentarischen Erbes der Akademie,
  • die Entscheidung, welchem/r Schriftsteller/in der Día das Letras Galegas gewidmet wird.

Instituto da Lingua Galega
Das Instituto da Lingua Galegaist ein Forschungszentrum, das 1971 gegründet wurde und zur Universität Santiago de Compostela gehört. In Zusammenarbeit mit der Real Academia Galega trägt das Institut zur Kodierung des modernen Galicisch bei. Seit seinen Anfängen entfaltet es eine intensive Forschungsarbeit in verschiedenen Gebieten der galicischen Linguistik und Philologie sowie in der Entwicklung technologischer Werkzeuge zur Verbreitung des Wissens in der Gesellschaft.

Derzeit gibt es Projekte und Datenbanken mit freiem Zugriff in folgenden Forschungsfeldern: Lexikographie, Dialektologie und linguistische Geographie, Sprachgeschichte, Phonetik und Phonologie, Textbearbeitung und Grammatik.


Centro Ramón Piñeiro para a Investigación en Humanidades
Das Ramón Piñeiro-Zentrum für geisteswissenschaftliche Forschung untersteht dem galicischen Ministerium für Kultur, Bildung und Hochschulwesen und wurde 1993 gegründet. Das Zentrum setzt sich für die Förderung von Projekten und Programmen im Bereich der linguistischen, literarischen, historischen und anthropologischen Studien ein. Momentan werden folgende Projekte durchgeführt: Mittelalter-Archiv Galicien, Linguistik und Literatur.

Verantwortlich: Webmaster
Letzte Änderung: 08.12.2016
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