20. Deutscher Hispanistentag
• Heidelberg 18. bis 22. März 2015

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la historia, émula del tiempo, depósito
de las acciones, testigo de lo pasado,
ejemplo y aviso de lo presente,
advertencia de lo por venir.

Cervantes, Quijote (I, 9)

 

Der 20. Deutsche Hispanistentag wird im März 2015 in Heidelberg stattfinden. Das Jubiläum soll im Rahmen einer alten Universität mit Tradition und Gedächtnis Gelegenheit geben, auf die Vielfalt und den Wandel der hispanistischen Forschung in den deutschsprachigen Ländern zurückzublicken und dabei zugleich neue Perspektiven zu eröffnen.

Während der zurückliegenden vier Jahrzehnte hat sich die Forschung in den Geisteswissenschaften grundlegend verändert. Von diesem Wandel waren nicht allein die Themenfelder betroffen, sondern auch die methodischen Zugriffe auf diese Themen sowie die Verbindungen zwischen unseren sprach-, kultur-, literatur- und übersetzungswissenschaftlichen Forschungen innerhalb der Geistes- und Sozialwissenschaften.

In Heidelberg möchten wir daher – ohne jede Melancholie und Nostalgie – zurückblicken, um das Erreichte zu bewerten und zugleich den Wandel, der die aktuelle und zukünftige Forschung der Hispanistik im deutschsprachigen Raum prägt, zu beschreiben. Es soll darum gehen, in gewisser Weise als Fach Bilanz zu ziehen und über die verschiedenen Perspektiven nachzudenken, die die Hispanistik und die Studien zur spanischen Sprache und zu den hispanophonen Kulturen eröffnet haben und eröffnen werden.

Diese Perspektiven schließen die auf den vorangegangenen Hispanistentagen erörterten interdisziplinären Ausrichtungen unserer wissenschaftlichen Arbeit mit ein und nehmen zugleich Forschungsstrategien der Wissenschaftspolitik auf, die eine noch größere Sichtbarkeit und Internationalisierung der hispanistischen Forschung im deutschsprachigen Raum einfordern.

So freuen wir uns für das zwanzigste Jubiläum des Deutschen Hispanistentages auf Sektionen, die den Wandel der hispanistischen Forschung in den vergangenen Jahrzehnten bzw. Jahren unterstreichen und zugleich neue Potenziale für unser Fach in den deutschsprachigen Ländern sowie in internationalem Rahmen ausweisen. Vergangenheit und Zukunft sind zwei verbundene Blickrichtungen, von denen aus verschiedene Themen in den Einzelsektionen behandelt werden: Der Quijote und sein Jubiläum 2015 stehen dabei ebenso im Fokus wie beispielsweise die Frage der weltweiten Verbreitung der spanischen Sprache, die Entwicklung der Hispania Nova oder neue linguistische, literatur- oder kulturwissenschaftliche Zugänge, in denen Bezüge zu memoria oder historia und porvenir eine Rolle spielen.

Um das Bilanzieren und Perspektivieren der hispanistischen Forschung aus unterschiedlichen Blickrichtungen zu erfassen, sind vor allem Sektionen ausgewählt worden, in denen ein deutsch-hispanophones Tandem als
Sektionsleiter agiert.

Wir danken allen Sektionsleitern für ihre Ideen und ihr Engagement und freuen uns auf ein interessantes Programm.

 

Prof. Dr. Óscar Loureda
Prof. Dr. Sybille Große
Prof. Dr. Robert Folger
Prof. Dr. Gerhard Poppenberg

 

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Letzte Änderung: 10.03.2015
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