Interdisziplinäres Forum für Biomedizin und Kulturwissenschaften (IFBK)
Im Jahr 2005 wurde das Interdisziplinäre Forum für Biomedizin und Kulturwissenschaften (IFBK) von Prof. Dr. Wilfried Härle (Theologie) und Prof. Dr. Claus Bartram (Medizin) gemeinsam mit etwa zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche an der Universität Heidelberg ins Leben gerufen. Es dient dem interdisziplinären Austausch und der Föderung wissenschaftlicher Projekte zu anthropologischen und ethischen Fragestellungen in Biomedizin, Kultur und Gesellschaftswissenschaften. Es widmet sich insbesondere Fragen, die durch die Folgen kulturverändernder Wissenschaften und Technologien aufgeworfen werden.
Zum IFBK gehören ein als Plenum tagendes interdisziplinäres Wissenschaftskolleg, die thematische Arbeit in Arbeitsgruppen, gemeinsame Veranstaltungen, die Betreuung von Nachwuchswissenschaftlern sowie die inhaltliche Arbeit mit Schülerinnen und Schülern.
Das Plenum des IFBK hat derzeit 24 Mitglieder aus acht Fakultäten.
Das IFBK wird von einem fünköpfigen Vorstand geleitet, dem Prof. Dr. Claus Bartram (Humangenetik), Prof. Dr. Dieter Dölling (Rechtswissenschaften/Kriminologie), Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs (Psychiatrie, Philosophie), Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Germanistik) und Prof. Dr. Klaus Tanner (Theologie/Ethik) angehören. Den Vorsitz des Vorstand teilen sich die beiden Direktoren Prof. Dr. Claus Bartram und Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs (Geschäftsführender Direktor).
Für die verschiedenen Projekte werden jeweils dauerhafte oder zeitlich begrenzte Arbeitsgruppen gebildet.
Die Geschäftsstelle befindet sich im Dekanat der Medizinischen Fakultät. Sie wird von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern geführt.
Projekte
- Das Projekt "Ethische und rechtliche Aspekte der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms" wird seit Januar 2011 vom IFBK koordiniert. Es ist ein Marsilius-Projekt im Rahmen des Zukunftskonzepts der Universität Heidelberg und gehört zum Marsilius-Kolleg.
- Das Projekt „Menschenbild und Menschenwürde“ war von 2008 bis 2011 ein Marsilius-Projekt im Rahmen des Zukunftskonzepts der Universität Heidelberg und gehört zum Marsilius-Kolleg. Es umfasst die Teilprojekte „Menschenbild und Neurowissenschaften“, „Menschenwürde am Lebensanfang“ und „Menschenwürdig sterben“.
- Das "Schulprojekt Menschenwürde" wurde paralell zum Projekt "Menschenbild und Menschenwürde" von 2006 bis 2009 an vier Gymnasien in Nordbaden durchgeführt.
Winterschulen
- Der (un-) durchsichtige Mensch: Wie weit reicht der Blick in die Person? 2011
- Verantwortung – eine nützliche Illusion? 2009