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Sportethik. Anthropologische Grundlegung in theologischer Perspektive

Habilitationsprojekt von Dr. Frank Martin Brunn

Sport gehört zum Leben vieler Menschen weltweit. Sport wirft ethischen Fragen und Probleme auf, die in den Massenmedien und in der Wissenschaft diskutiert werden. Wenn es um Foulspiel, Doping, Sexismus, Umweltzerstörung, Tierquälerei, politische Ideologisierung, Kommerzialisierung oder ähnliches geht, stehen im Hintergrund solcher Diskussionen auch Fragen nach einem dem gesellschaftlichen Zusammenleben und dem Sport angemessenen Menschenbild.

Die Studie „Sportethik. Anthropologische Grundlegung in theologischer Perspektive“ beschreibt in Auseinandersetzung mit leibphänomenologischen Konzepten der zeitgenössischen philosophischen Anthropologie (Merleau-Ponty, Plessner, Waldenfels, Fuchs) und die Leiblichkeit des Menschen betreffenden Aussagen der biblischen Anthropologie (Wolff u.a.) ein die menschliche Leiblichkeit herausstellendes christliches Menschenbild und nimmt das Phänomen Sport vom Spielgedanken her semiotisch in den Blick. Auf diese Weise werden die ethischen Implikationen der Handlungspraxis Sport untersucht und die individuellen und sozialen Darstellungsleistungen des Sports herausgearbeitet. Sport zeigt sich so als eine Handlungspraxis, die die conditio humana symbolisieren kann. Daran anschließend wird, ausgehend von der Lehre der Gottebenbildlichkeit des Menschen und ihrer schöpfungstheologischen und christologischen Implikationen, die Achtung der allen Menschen gleichen Würde als ethisches Leitbild diskutiert und unter den Aspekten Leben und Gesundheit, Selbstbestimmung, Verantwortung und Gerechtigkeit im Hinblick auf den Sport konkretisiert. Die Themen Doping, Geschlechterdifferenz, Tier- und Umweltschulz, Politisierung und Kommerzialisierung des Sports und die Möglichkeiten ethischer Bildung durch Sport werden abschließend als exemplarische Themen der angewandten Ethik im Sport diskutiert.

Letzte Änderung: 20.12.2011
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