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Die Verfasste Studierendenschaft an der Ruperto Carola

Logo Stura 250x125 Die Verfasste Studierendenschaft ist die Vertretung der Studierenden einer Hochschule. Der baden-württembergische Landtag hat im Juni 2012 die Wiedereinführung der VS beschlossen, nachdem sie im Jahr 1977 vom Gesetzgeber abgeschafft worden war. Für die Ausgestaltung der neuen Vertretungsstruktur ist laut Gesetz die Einrichtung eines legislativen und eines exekutiven Organs vorgegeben. Die genaue Umsetzung dieser Vorgaben kann an jeder Hochschule nach einem eigenen Modell erfolgen.

An der Universität Heidelberg haben sich die Studierenden im Rahmen einer Urabstimmung dafür entschieden, dass das legislative Gremium der neuen Interessenvertretung die Form eines Studierendenrats haben soll. Er setzt sich aus Fachschaftsvertretern und Vertretern von Hochschulgruppen, den sogenannten Listenvertretern, zusammen. Die Rolle der Exekutive, die die Beschlüsse des Studierendenrats umsetzt, übernimmt die sogenannte Referatekonferenz, ein weiteres zentrales Organ ist die Schlichtungskommission. Die Konstitutierung der neuen Vertretung an der Ruperto Carola ist am 11. Dezember 2013 erfolgt.

Chronologie: Auf dem Weg zur Verfassten Studierendenschaft

 

Stabkarte
Organe der Verfassten Studierendenschaft (zum Vergrößern klicken)

Aufgaben der VS

Laut dem Gesetz zur Einführung einer Verfassten Studierendenschaft (VerfStudG) im Land Baden-Württemberg nimmt die Studierendenschaft ein politisches Mandat wahr und wahrt dabei nach den verfassungsrechtlichen Grundsätzen die weltanschauliche, religiöse und parteipolitische Neutralität. Alle immatrikulierten Studierenden einer Hochschule haben das aktive (sie dürfen wählen) und das passive Wahlrecht (sie dürfen gewählt werden). Zu den Aufgaben der VS heißt es im Gesetz: Die Verfasste Studierendenschaft nimmt die hochschulpolitischen, fachlichen und fachübergreifenden sowie die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Belange der Studierenden wahr. Sie fördert die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden sowie die Gleichstellung und den Abbau von Benachteiligungen innerhalb der Studierendenschaft. Die VS kann insbesondere auch zu solchen Fragen Stellung beziehen, die sich mit der gesellschaftlichen Aufgabenstellung der Hochschule, ihrem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung sowie mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Abschätzung ihrer Folgen für die Gesellschaft und die Natur beschäftigen. Zur Finanzierung ihrer Aufgaben erhebt die VS ab dem Sommersemester 2014 von allen Studierenden einen Semesterbeitrag in Höhe von 7,50 Euro.

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Letzte Änderung: 08.01.2015
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