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6. Chancengleichheit für Frauen und Familienförderung

Die nach wie vor nicht erreichte Chancengleichheit für Frauen in Wissenschaft und Forschung steht in einem deutlichen Konflikt zum Verfassungsgebot der Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Universität Heidelberg bekennt sich nachdrücklich zu einer aktiven Förderung von Frauen und hat dies insbesondere in ihrem Frauenförderplan dokumentiert. Die darin enthaltenen Ziele und Maßnahmen decken auch im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses ein breites Spektrum ab und zeigen bereits erste Erfolge.


Bislang schöpft die Universität Heidelberg das Kreativitätspotential von Frauen im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses nicht hinreichend aus. Zwar konnte sie den Frauenanteil bei den Absolventen und Promovenden auf 52 bzw. 45 Prozent steigern und damit die Werte auf Landes- und Bundesebene klar übertreffen. Bei den Habilitationen und Professuren jedoch bleiben Frauen stark unterrepräsentiert. Der Anteil weiblicher Professoren liegt an der Universität Heidelberg zwar über dem Landesdurchschnitt, dafür aber unter dem Bundesdurchschnitt. Beim Frauenanteil bei den Habilitationen kann die Universität weder die Werte auf Landes- noch die auf Bundesebene erreichen. Zu den wichtigsten Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in Wissenschaft und Forschung gehören vielfältige Probleme bei der Verbindung von Familie und wissenschaftlicher Karriere. Die Universität Heidelberg wird deshalb mit hoher Priorität daran arbeiten, die Versorgung mit wissenschaftsadäquaten Kinderbetreuungsangeboten zu verbessern und ein Programm zur Förderung von "Doppelkarriere-Paaren" zu etablieren.


Zur Verbesserung des Angebots an wissenschaftsadäquaten Kinderbetreuungsangeboten plant die Universität Heidelberg langfristig den Aufbau eines Zentrums für Kinderbetreuung mit einer angemessenen Zahl an Krippen-, Kindertagesstätten- und Hortplätzen. Die Vorbereitung des ersten Schrittes, der Einrichtung einer Kinderkrippe im Neuenheimer Feld, ist weit vorangeschritten und steht kurz vor der Realisierung.


Mit dem Programm "Partner der Exzellenz", das im Rahmen des Wettbewerbs "Spitzenuniversitäten" etabliert werden soll, möchte die Universität Heidelberg einen bislang in Deutschland einmaligen Service für die Stellensuche der Partner von berufenen Wissenschaftlern aufbauen. Damit soll auch dem zunehmenden Problem der Rufabsagen mangels Berufsperspektiven für den Lebenspartner begegnet werden. Das Programm sieht vor, Partnern von an die Universität Heidelberg berufenen Wissenschaftlern, die selbst über ein exzellentes wissenschaftliches Profil verfügen, für maximal drei Jahre eine aus einem zentralen Pool finanzierte Stelle zur Verfügung zu stellen und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, für sich selbst eine Stelle einzuwerben und eine Arbeitsgruppe aufbauen zu können.

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 30.06.2009
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