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Höhergruppierung

Höhergruppierungen, die ein höheres Gehalt zur Folge haben, sind möglich durch Übertragung höherwertiger Tätigkeiten oder dadurch, dass die Tätigkeiten am Arbeitsplatz - bedingt durch veränderte Anforderungen - schwieriger und damit höherwertig werden. Die Frage, welche Tätigkeiten als höherwertig anzusehen sind, ist durch die in der Entgeltordnung verwendeten unbestimmten Rechtsbegriffe in der Praxis aber nicht immer eindeutig zu beantworten (siehe hierzu auch Eingruppierung).

Höhergruppierungen werden im TV-L betragsmäßig durchgeführt: In der höheren Entgeltgruppe erfolgt die Einstufung in die Stufe, die mindestens dem bisherigen Gehalt entspricht.(s. Entgelttabelle)

Beispiel bei einer Höhergruppierung von E 5, Stufe 2 (= 2384 Euro) nach E 6: Dort ist die Stufe 2 mit 2414 Euro diejenige, die betragsmäßig über 2310 liegt. Die Gehaltserhöhung würde hier also etwa 104 Euro brutto betragen.

Beispiel Höhergruppierung aus E 5, Stufe 5 (= 2699 Euro) nach E 6: Dort entspricht die Stufe 4 mit 2722 Euro mindestens dem Ausgangsbetrag, d. h. die Höhergruppierung würde nur 23 Euro brutto ausmachen. In diesem Fall käme dann eine Mindestbetragsregelung zur Anwendung: In den Entgeltgruppen 1 bis 8 muss die Erhöhung mindestens ca. 30 Euro, ab E 9 mindestens ca. 60 Euro betragen.

Es kann deshalb vorteilhaft sein, mit der Höhergruppierung zu warten, bis die nächste Stufe erreicht ist. Auf jeden Fall sollte man dies im Einzelfall überprüfen. Bei Höhergruppierung von E 8 in die ("kleine") E 9 kann auch der Fall eintreten, dass man in der Summe weniger Gehalt bekommt!

 

Seitenbearbeiter: Uh
Letzte Änderung: 06.05.2016
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